Ein jeder von uns besitzt seine eigene individuelle Kindheit, sei es in der Gegenwart oder in der Vergangenheit. Sie gehört zu jedem Leben eines Menschen dazu. Denn diese Phase steht zu Beginn eines jeden Daseins. Weiterhin ebnen die dort vollführten Erlebnisse und Erfahrungen den Weg für die Zukunft. Doch was meint Kindheit eigentlich genau?
Inhaltsverzeichnis
1. Hinführung
2. Kindliche Lebensläufe im Umbruch
3. Welt der Mode
3.1 Kleidung als Selbstverwirklichung
3.2 Wirkung von Vorbildern und Gruppen
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Frage, inwieweit die Modewelt einen Einfluss auf die individuelle Persönlichkeitsentwicklung von Kindern ausübt und als Ausdruck ihrer Selbstverwirklichung fungiert.
- Wandel kindlicher Lebensläufe im historischen Kontext
- Funktion von Kleidung als Instrument der Identitätsbildung
- Einfluss von Peer-Groups und sozialen Vorbildern
- Die Rolle von Markenbewusstsein und Prestige-Konsum
- Auswirkungen der Digitalisierung auf das kindliche Modebewusstsein
Auszug aus dem Buch
Kindliche Lebensläufe im Umbruch
Zunächst möchte ich sagen, dass die Aspekte der Kindheit, auf die ich mich beziehe, auf Kinder aus Europa, genauer gesagt Deutschland zutreffen. Da es viele Formen von Kindheit gibt, wollte ich dies noch deutlich machen, weil man es nicht für alle verallgemeinern kann.
Der kindliche Lebenslauf startet mit der Geburt des Säuglings. Denn jene „ist evident, das Ende der Kindheit ist demgegenüber nicht klar umrissen. Der Beginn der Pubertät zeigt ein Einsetzen jugendlicher Zuschreibungen an, als Endpunkt der Kindheit, kann dann ein Alter von etwa zwölf Jahren angesetzt werden.“ (Sackmann, 2013, S.89). Beeinflusst werden die Sprösslinge von z.B. ihrer Familie und Bildungsinstitutionen, wie der Schule, welche reziprok agieren. Heutzutage erfährt die Kindheit immer mehr Vergesellschaftung, da es schlichtweg mehr Möglichkeiten dafür gibt.
Jene Entwicklung lässt sich als „Modernisierungsprozess [beschreiben, welcher] gesellschaftliche Wahrnehmungen von Kindheit verändert. Während Kinder im Mittelalter noch überwiegend als kleine Erwachsene gesehen wurden, wird zunehmend ihr eigenes Wesen akzentuiert.“ (Ebd., S.90). Mittlerweile stufen wir als junge Erwachsene viel eher Jugendliche ein, also ab einem Alter von ca. zwölf oder auch erst ab vierzehn Jahren. Da dort die Jugendweihe oder Konfirmation stattfindet und somit der Eintritt in das junge Erwachsenenalter Deklarierung erfährt.
Doch nun spielen die jüngeren Kinder die Hauptrolle. Bei meiner Untersuchung fokussiere ich mich auf die Kinder im Alter von vier bis zwölf Jahren. Da ich der Meinung bin, dass in diesem Alter der Ausdruck der Individualität anhand von Kleidung am stärksten auftritt, wie z.B. mithilfe der Familie oder Institutionen, wie dem Kindergarten und der Schule. Selbstredend können auch schon Dreijährige mitteilen, was sie anziehen wollen. Jedoch denke ich, dass dieses Modebewusstsein erst im Laufe des Lebenslaufs ausgeprägter entstehen wird. Auf jene Altersspanne beruhen im weiteren Verlauf ebenfalls meine gewählten empirischen Daten aus verschiedenen Studien.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Hinführung: Das Kapitel definiert den Begriff der Kindheit historisch und wissenschaftlich und führt in die Bedeutung der Kleidung als Ausdruck der kindlichen Individualität ein.
2. Kindliche Lebensläufe im Umbruch: Hier wird der Wandel kindlicher Lebensphasen durch gesellschaftliche Modernisierungsprozesse und den Einfluss von Familie und Institutionen analysiert.
3. Welt der Mode: Dieses Kapitel untersucht, wie Kinder Kleidung nutzen, um Identität zu bilden, und beleuchtet die Rolle von Marken und sozialen Gruppen.
4. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass Mode für Kinder ein wesentliches Unterstützungselement bei der täglichen Identitätsfindung und Selbstinszenierung darstellt.
Schlüsselwörter
Kindheit, Persönlichkeitsentwicklung, Individualität, Kleidung, Mode, Selbstverwirklichung, Peer-Group, Identitätsbildung, Markenkonsum, Sozialisation, Lebenslauf, Markenbewusstsein, Markenkleidung, Fremdbestimmung, Eigenbestimmung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Fragestellung, ob und inwiefern die moderne Modewelt einen Einfluss auf die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern hat und wie sie diese bei ihrer Identitätsfindung unterstützen kann.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind der historische Wandel der Kindheit, die Funktion von Mode als Ausdruck der Individualität sowie soziale Einflussfaktoren wie Eltern, Freunde und Peergroups.
Welches Ziel verfolgt die Forschungsfrage?
Ziel ist es zu klären, ob Kinder Mode bewusst als Instrument zur sozialen Abgrenzung und zur Darstellung der eigenen Persönlichkeit nutzen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit der Fachliteratur sowie der Auswertung empirischer Studien zur kindlichen Entwicklung und zum Konsumverhalten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert den Wandel kindlicher Lebensläufe, die Funktion von Kleidung als Selbstverwirklichung sowie die Wirkung von Vorbildern, der Markenbranche und digitalen Medien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Kindheit, Persönlichkeitsentwicklung, Individualität, Mode, Markenbewusstsein und Peer-Group.
Inwiefern beeinflussen digitale Medien das Modebewusstsein von Kindern?
Laut der Studie wirken digitale Kanäle und Influencer als neue Vorbildinstanzen, die unbewusst Konsumwünsche und Stilrichtungen bei Kindern prägen.
Welche Rolle spielen Schuluniformen in der Untersuchung?
Schuluniformen werden als kontroverses Instrument betrachtet, das einerseits soziale Unterschiede im Schulalltag abfedern kann, andererseits aber die individuelle Entfaltungsmöglichkeit durch Kleidung einschränkt.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2022, Die Modewelt als Indikator der Persönlichkeitsentwicklung von Kindern, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1389317