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Alternativen zum neoliberalen Um- bzw. Abbau des Sozialstaates

Title: Alternativen zum neoliberalen Um- bzw. Abbau des Sozialstaates

Term Paper , 2007 , 11 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Paulin Grundmann (Author)

Politics - Topic: Globalization, Political Economics

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Die Hausarbeit befasst sich mit dem Gedanken der sozialen Gerechtigkeit im Sozialstaat. Es soll erläutert werden, inwieweit wir uns in der BRD momentan in einer sozialstaatlichen Krise befinden, was die Ursachen dafür sind und inwiefern wir durch einen Um- bzw. Abbau des Sozialstaats die Grundlagen für soziale Gerechtigkeit schaffen können. Außerdem soll dargestellt werden, welche Ansichten Parteien und Wohlfahrtsverbände zu der Frage nach sozialer Gerechtigkeit und einem Umbau des Sozialstaates haben.
Somit möchte ich im weiteren Verlauf die Frage klären:
„Was bedeutet soziale Gerechtigkeit wie wäre diese durch einen Um- beziehungsweise Abbau des Sozialstaats erreichbar?“

Excerpt


Gliederung

1. Einleitung

2. Ursachen für Krise des Sozialstaates

3. Alternative Konzepte

3.1 Sozialpolitik, Arbeitsmarkt und Bildung

3.2 Finanz- und Wirtschaftspolitik

4. Ansichten von Parteien und Wohlfahrtsverbänden

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die aktuelle Krise des Sozialstaates in der Bundesrepublik Deutschland, beleuchtet deren neoliberale Ursachen und analysiert alternative Konzepte zur Stärkung sozialer Gerechtigkeit sowie die unterschiedlichen Positionen politischer Akteure dazu.

  • Analyse der Ursachen für die Krise des Sozialstaates
  • Diskussion alternativer sozialpolitischer und wirtschaftspolitischer Ansätze
  • Untersuchung der Bürgerversicherung als Modell der sozialen Sicherung
  • Empirische Auswertung der Positionen von Parteien und Verbänden
  • Auseinandersetzung mit der Frage nach staatlicher Verantwortung für soziale Gerechtigkeit

Auszug aus dem Buch

3. Alternative Konzepte

Angriffe des Marktradikalismus müssen gemeinsam von Gewerkschaften, Kirchen, Wohlfahrtsverbänden, Armutskonferenzen, Arbeitslosenforen, Bürgerinitiativen und globalisierungskritischen Netzwerken zurückgeschlagen werden. Dabei geht es besonders darum, gemeinsame Präsenz zu zeigen.

Außerdem existieren heutzutage keine standardisierten Familienmodelle mehr, in denen der Mann gleich Vater und Ernährer der Familie ist. Deshalb ist es notwendig moderne Familien- und Lebensmodelle neutral zu betrachten und sie zu unterstützen, unabhängig von der jeweiligen Erwerbsbiografie.

Aufgrund der demografischen Entwicklung ist es nicht nur erforderlich den Sozialstaat umzubauen, sondern ihn noch weiter auszubauen. Die Lebenserwartungen eines Menschen werden durch das gut ausgebaute Gesundheitssystem noch weiter steigen und die damit verbundenen Gesundheitsleistungsansprüche ebenfalls.

Einer der interessantesten und umfangreichsten Vorschläge im Bereich Sozialpolitik wird von Christoph Butterwegge offeriert: Die allgemeine, einheitliche und solidarische Bürgerversicherung. Diese ist eigentlich eine Weiterentwicklung des von Bismarck gegründeten Sozialversicherungssystems. Die Bürgerversicherung ist eine Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung. Weiter daneben existieren sollen die Unfallversicherung, da diese von Arbeitgebern und staatlichen Zuschüssen finanziert wird und die Erwerbstätigenversicherung, als Ersatz für die Arbeitslosenversicherung. Sie schließt alle Erwerbstätigen mit ein, auch Selbstständige, Freiberufler und Künstler. Neben der Bürgerversicherung soll es keine anderen konkurrierenden Versicherungen geben. Die bestehen Versicherungen werden zwar nicht bei in Kraft treten der Bürgerversicherung sofort aufgelöst, aber es soll keiner mehr neu durch sie versichert werden. Die Bürgerversicherung soll einen sozialen Ausgleich schaffen, zwischen den ökonomisch unterschiedlich Leistungsfähigen. Alle Formen der Erwerbstätigkeit werden hier miteinbezogen, um mehr Chancengleichheit im Wettbewerb verschiedener Erwerbsformen zu schaffen. Außerdem wird auf sämtliche Einkunftsarten geachtet, wie beispielsweise Miet- und Pachtlöhne, Zinsen, Tantiemen und Dividenden. Personen die finanziell den Beitrag nicht entrichten können, werden vom Staat aufgefangen. Auch bei Ausfallzeiten wegen Kindererziehung, Krankheit oder Ähnlichem übernimmt der Staat das Zahlen der Beiträge.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Definiert den Begriff des Sozialstaates und stellt die Forschungsfrage nach der Erreichbarkeit sozialer Gerechtigkeit durch einen Umbau des Sozialstaates.

2. Ursachen für Krise des Sozialstaates: Identifiziert den Neoliberalismus, den demografischen Wandel sowie strukturelle Probleme wie den Aufbau Ost als Hauptgründe für die aktuelle Krisenlage.

3. Alternative Konzepte: Stellt Lösungsansätze wie die solidarische Bürgerversicherung, Mindestlohn und bildungspolitische Reformen zur Gegensteuerung des Sozialstaatsabbaus vor.

4. Ansichten von Parteien und Wohlfahrtsverbänden: Wertet empirische Daten über die Positionen verschiedener politischer Lager zur Sozialstaatsreform und dem Verständnis von Gerechtigkeit aus.

5. Fazit: Resümiert die Notwendigkeit von Reformen, betont jedoch die Schwierigkeit einer eindeutigen Umsetzung aufgrund divergierender politischer Auffassungen und Finanzierungsfragen.

Schlüsselwörter

Sozialstaat, Neoliberalismus, soziale Gerechtigkeit, Bürgerversicherung, Sozialpolitik, Arbeitsmarktpolitik, Umbau des Sozialstaates, demografischer Wandel, Wohlfahrtsverbände, Leistungsgesellschaft, Altersarmut, Umverteilung, Standort Deutschland, Erwerbstätigenversicherung, Finanzpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der aktuellen Krise des Sozialstaates in Deutschland und diskutiert, wie dieser durch politische Reformen umgestaltet werden kann, um soziale Gerechtigkeit zu gewährleisten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Ursachen für die Sozialstaatskrise (insb. Neoliberalismus), der Vorstellung konkreter Reformmodelle und der Untersuchung parteipolitischer Standpunkte.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Ziel ist es zu klären, was soziale Gerechtigkeit in der heutigen Zeit bedeutet und wie diese durch einen bewussten Umbau statt eines reinen Abbaus des Sozialstaates erreicht werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die Auswertung einer empirischen Untersuchung von Rainer Berger zu den Ansichten von Parteien und Wohlfahrtsverbänden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil erörtert die theoretischen Ursachen der Krise, präsentiert alternative Konzepte wie die Bürgerversicherung und analysiert, wie Parteien und Verbände zum Sozialstaatsumbau stehen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören insbesondere Sozialstaat, Neoliberalismus, soziale Gerechtigkeit, Bürgerversicherung und Reformpolitik.

Was genau ist die „Bürgerversicherung“ nach Christoph Butterwegge?

Es handelt sich um ein Modell, das alle Erwerbstätigen (inklusive Selbstständige und Beamte) in ein einheitliches, solidarisches Versicherungssystem für Kranken-, Pflege- und Rentenleistungen einbindet und alle Einkunftsarten zur Beitragsbemessung heranzieht.

Warum ist der „Aufbau Ost“ laut der Arbeit ein Grund für die Sozialstaatskrise?

Die Arbeit führt an, dass die neuen Bundesländer unter wirtschaftlicher Stagnation, hoher Arbeitslosigkeit und geringerer Kaufkraft leiden, was die finanzielle Stabilität des Gesamtsystems durch auslaufende Förderungen und Transferbedarf belastet.

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Details

Title
Alternativen zum neoliberalen Um- bzw. Abbau des Sozialstaates
College
Justus-Liebig-University Giessen  (Politik)
Course
Ungleichheit im Wohlfahrtsstaat
Grade
2,7
Author
Paulin Grundmann (Author)
Publication Year
2007
Pages
11
Catalog Number
V138384
ISBN (Book)
9783640481712
ISBN (eBook)
9783640481866
Language
German
Tags
Alternativen Abbau Sozialstaates
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Paulin Grundmann (Author), 2007, Alternativen zum neoliberalen Um- bzw. Abbau des Sozialstaates, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/138384
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