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Künstlerische Auseinandersetzung mit dem Holocaust in der DDR

Titel: Künstlerische Auseinandersetzung mit dem Holocaust in der DDR

Seminararbeit , 2023 , 22 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Kunst - Kunstgeschichte

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Auseinandersetzung künstlerischer Werke mit den Themen Holocaust, Judenverfolgung und nationalsozialistische Verbrechen in Bezug auf jüdische Bürgerinnen und Bürger. Dabei soll folgender Frage nachgegangen werden: Wurde der Holocaust in der Bildenden Kunst der DDR von 1960–1990 dargestellt und aufgearbeitet und, wenn ja, wie?
Um eine Antwort auf diese Frage zu finden, wird vorerst die Situation der Bildenden Kunst in der DDR erläutert sowie ein Überblick über die wichtigsten Kunstinstitutionen gegeben, um anschließend die Kunst als Aufarbeitung des Nationalsozialismus im Allgemeinen zu thematisieren und dann genauer auf die Auseinandersetzung mit Holocaust und Judenverfolgung in der Kunst der DDR einzugehen. In diesem Zusammenhang werden drei Beispiele verschiedener Künstler (Leo Haas, Werner Tübke und Wolfgang Thiel) präsentiert, die sich aus verschiedenen Gründen auf unterschiedliche Weise mit diesen Themen auseinandersetzten. Die Werke wurden hierbei so ausgewählt, dass eine möglichst große Vielfalt an Darstellungsgründen und -formen gezeigt und analysiert werden kann. Im Anschluss folgen ein kurzer Vergleich und die Darlegung der Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Bilder sowie der Versuch einer Beantwortung der aufgeworfenen Frage.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Situation der Bildenden Kunst in der DDR

2.1 Kunstinstitutionen im Überblick

2.2 Antifaschismus und antifaschistischer Gründungsmythos

3 Kunst als Aufarbeitung des Nationalsozialismus

3.1 Auseinandersetzung mit dem Holocaust

3.1.1 Bsp. 1: Leo Haas: Kindertransport nach Auschwitz

3.1.2 Bsp. 2: Werner Tübke: Lebenserinnerungen des Dr. jur. Schulze III

3.1.3 Bsp. 3 Wolfgang Thiel: Auschwitz – Prothesen, Kinderschuhe, Koffer

3.2 Vergleich der Beispiele

4 Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern der Holocaust in der Bildenden Kunst der DDR zwischen 1960 und 1990 thematisiert und künstlerisch verarbeitet wurde. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie diese Auseinandersetzung stattfand und in welchem Spannungsfeld sie sich zur offiziellen antifaschistischen Staatsdoktrin bewegte.

  • Struktur und Einfluss der Bildenden Kunst in der DDR
  • Der antifaschistische Gründungsmythos als staatliches Leitmotiv
  • Künstlerische Aufarbeitung von Holocaust und Judenverfolgung
  • Analyse ausgewählter Werke von Leo Haas, Werner Tübke und Wolfgang Thiel
  • Rezeption und Instrumentalisierung kritischer Kunst im DDR-System

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Bsp. 1: Leo Haas: Kindertransport nach Auschwitz

Das erste Beispiel, das hier angeführt wird, ist das Bild Kindertransport nach Auschwitz des 1901 geborenen Künstlers Leo Haas. Haas war Jude und Kommunist, der verfolgt wurde und in verschiedenen Konzentrationslagern, darunter Theresienstadt, Ausschwitz, Sachsenhausen, Mauthausen und Ebensee, inhaftiert war. Während seiner Zeit in diesen Lagern zeichnete er verschiedene Bilder, die er 1947 als Lithografien veröffentlichte.

Des Weiteren arbeitete Haas in Theresienstadt in einem sogenannten Zeichensaal, in dem er mit weiteren Künstlerinnen und Künstlern heimlich Bilder anfertigte, die über die Verbrechen des Nationalsozialismus aufklären und informieren sollten. Diese Aktion wurde jedoch aufgedeckt und die beteiligten Künstlerinnen und Künstler in unterschiedliche Konzentrationslager gebracht, um die Gruppe zu trennen, und dort gefoltert. Haas war der Einzige der Gruppe, der diese Aktion überlebte. Nach Kriegsende kehrte er nach Theresienstadt zurück, um einige seiner Bilder, die er im Lager zum Schutz vor der SS eingemauert hatte, zu bergen. Im Jahr 1947 veröffentlichte er diese als Lithografien, darunter auch das hier dargelegte Bild Kindertransport nach Auschwitz. Bei diesem Bild handelt es sich um eine 288 mm x 415 mm große Radierung, die zu einer Reihe von zehn Bildern gehört, die alle während der Zeit des Holocausts entstanden sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Forschungsfrage ein, ob und wie der Holocaust in der DDR-Kunst von 1960–1990 dargestellt wurde, und skizziert den methodischen Aufbau der Arbeit.

2 Situation der Bildenden Kunst in der DDR: Dieses Kapitel beleuchtet die kulturpolitischen Rahmenbedingungen sowie die Rolle der Kunstinstitutionen und den Einfluss des Antifaschismus als Staatsdoktrin.

2.1 Kunstinstitutionen im Überblick: Der Abschnitt gibt einen Überblick über die wichtigsten staatlichen Institutionen, die die Kunstproduktion und den Kunstbetrieb in der DDR steuerten.

2.2 Antifaschismus und antifaschistischer Gründungsmythos: Hier wird der theoretische Begriff des Antifaschismus untersucht und erläutert, wie dieser als identitätsstiftender Gründungsmythos der DDR fungierte.

3 Kunst als Aufarbeitung des Nationalsozialismus: Dieses Hauptkapitel analysiert, wie in der DDR die Auseinandersetzung mit nationalsozialistischen Verbrechen in der Kunst erfolgte und welche Rolle dabei die staatliche Ideologie spielte.

3.1 Auseinandersetzung mit dem Holocaust: Der Abschnitt beschreibt, wie sich trotz der staatlichen Verdrängung einzelne Künstler mit dem Holocaust als Thema auseinandersetzten.

3.1.1 Bsp. 1: Leo Haas: Kindertransport nach Auschwitz: Eine Fallstudie zu Leo Haas, der als KZ-Überlebender das Grauen der Deportation in seinen Lithografien ungeschönt festhielt.

3.1.2 Bsp. 2: Werner Tübke: Lebenserinnerungen des Dr. jur. Schulze III: Dieses Kapitel analysiert Tübkes komplexes Gemälde, das hintergründige Kritik am Nationalsozialismus mit der staatlich geforderten Propaganda verknüpft.

3.1.3 Bsp. 3 Wolfgang Thiel: Auschwitz – Prothesen, Kinderschuhe, Koffer: Eine Untersuchung von Thiels Triptychon, das durch die Darstellung von Hinterlassenschaften der Ermordeten an die Opfer des Holocaust erinnert.

3.2 Vergleich der Beispiele: Dieser Abschnitt vergleicht die Ansätze der drei untersuchten Künstler und arbeitet die Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede in ihrer Auseinandersetzung mit dem Holocaust heraus.

4 Fazit: Das Fazit bewertet die erzielten Erkenntnisse und bestätigt, dass trotz staatlicher Restriktionen eine künstlerische Aufarbeitung des Holocausts in der DDR stattfand.

Schlüsselwörter

DDR, Kunstgeschichte, Holocaust, Nationalsozialismus, Antifaschismus, Widerstand, Erinnerungskultur, Bildende Kunst, Leo Haas, Werner Tübke, Wolfgang Thiel, SED, Kulturpolitik, Judenverfolgung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Holocaust und der Judenverfolgung innerhalb der Bildenden Kunst der DDR im Zeitraum von 1960 bis 1990.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Thematisiert werden das Spannungsfeld zwischen offizieller kulturpolitischer Staatsdoktrin (Antifaschismus), der Realität des DDR-Kunstbetriebs und der faktischen künstlerischen Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu belegen, dass die DDR-Kunst trotz staatlicher Versuche der Verdrängung und Umdeutung eine eigenständige Auseinandersetzung mit NS-Verbrechen und dem Schicksal jüdischer Opfer enthielt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine kunstwissenschaftliche Analyse ausgewählter Werke, unterstützt durch historische Kontextualisierung und Literaturanalyse nationaler Erinnerungsdiskurse.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden nach einer theoretischen Einleitung drei konkrete Fallbeispiele (Leo Haas, Werner Tübke, Wolfgang Thiel) und deren spezifische Darstellungsformen des Holocaust im DDR-Kontext detailliert analysiert.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?

Antifaschistischer Gründungsmythos, künstlerische Aufarbeitung, Verdrängung, Holocaust, DDR-Kunst, Bildende Kunst.

Warum spielt die Person Leo Haas eine so besondere Rolle in der Arbeit?

Leo Haas gilt als wichtiges Beispiel, da er als KZ-Überlebender und Kommunist eine authentische und direkte Dokumentation des Holocausts schuf, die sich deutlich von der staatlich propagierten Heroisierung unterscheidet.

Was bedeutet Tübkes Werk in Bezug auf das Spannungsfeld zur Staatsideologie?

Tübkes Gemälde zeigt, wie Künstler subtile, kritische Nuancen in Auftragsarbeiten integrieren konnten, selbst wenn diese offiziell für andere, propagandistische Zwecke genutzt wurden.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Künstlerische Auseinandersetzung mit dem Holocaust in der DDR
Hochschule
Karl-Franzens-Universität Graz  (Germanistik)
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
22
Katalognummer
V1381245
ISBN (eBook)
9783346923509
ISBN (Buch)
9783346923516
Sprache
Deutsch
Schlagworte
DDR Kunst Holocaust Aufarbeitung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2023, Künstlerische Auseinandersetzung mit dem Holocaust in der DDR, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1381245
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  22  Seiten
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