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Deutschlands Wiedervereinigung und ihr Einfluss auf das deutsche Parteiensystem am Beispiel der Grünen

Titel: Deutschlands Wiedervereinigung und ihr Einfluss auf das deutsche Parteiensystem am Beispiel der Grünen

Hausarbeit , 2021 , 17 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Politik - Politisches System Deutschlands

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Inwiefern führten die in Folge der Wiedervereinigung veränderten Rahmenbedingungen zu Transformationsprozessen der (west)deutschen Parteien? Es wird gezeigt werden, wie die Rahmenbedingungen des deutschen Parteiensystems nach jahrzehntelanger Stabilität durch die Wiedervereinigung einem abrupten politischen Paradigmenwechsel unterzogen wurden. Die dabei hervorgerufenen Herausforderungen, mit denen die Westparteien konfrontiert wurden, können einerseits in vier Kategorien eingeteilt und anderseits einem allgemeingültigen Ablaufschema zugrunde gelegt werden.

Die parallele Existenz zweier deutscher Staaten endete im Jahre 1990 mit dem Beitritt der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) zur Bundesrepublik Deutschland (BRD). Dieser politische Paradigmenwechsel wirkte sich auf alle gesellschaftlichen Teilsystem aus und zog enorme Umwälzungs- und Transformationsprozesse nach sich. Aus diesem Grund stellt der Themenkomplex Wiedervereinigung ein Feld intensiver Forschung dar.

Im Allgemeinen tendiert die politikwissenschaftliche Forschung dazu, die großen politischen Herausforderungen (z. B. den staatspolitischen Vereinigungsprozess) in den Fokus zu nehmen und die politischen Parteien dabei nur am Rande miteinzubeziehen, insoweit diese für den Lösungs- bzw. Wandlungsprozess relevant sind. Gerade aber der Mauerfall eröffnet ganz neue Perspektiven, sodass es angebracht erscheint, tradierte Ansichten der Parteienforschung - z. B. die scheinbar geringe Innovationsfähigkeit - mit der Realität abzugleichen und in den Erklärungsprozess politischer Phänomen der 1990er einzubeziehen. Aufgrund dieser (partiellen) Forschungslücke werden in dieser Hausarbeit zwei Schwerpunkte gesetzt. Im ersten Kapitel stehen allgemein die Veränderungen im deutschen Parteiensystem und die Herausforderungen der Westpartien beim Vereinigungsprozess mit den Ostorganisationen im Fokus.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das deutsche Parteiensystem und die Wiedervereinigung

2.1 Entwicklung und veränderten Rahmenbedingungen

2.2 Herausforderungen der Parteien durch die deutsche Einheit

3. Die Entwicklung der Grünen zwischen 1990 und 1998

3.1 Probleme im Kontext der Wiedervereinigung

3.2 Politischer Neustart

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der deutschen Wiedervereinigung auf das Parteiensystem, wobei insbesondere die Transformationsprozesse der westdeutschen Parteien und die spezifische Entwicklung der Partei „Die Grünen“ im Fokus stehen. Die zentrale Forschungsfrage lautet, inwiefern die veränderten Rahmenbedingungen nach 1990 zu Transformationsprozessen führten und wie die Grünen die Herausforderungen dieser Phase bewältigten.

  • Politikwissenschaftliche Analyse des deutschen Parteiensystems im Wandel der 1990er Jahre.
  • Untersuchung der strukturellen und organisatorischen Auswirkungen der Wiedervereinigung auf die deutschen Parteien.
  • Detaillierte Fallstudie zur Entwicklung der Grünen zwischen 1990 und 1998.
  • Bewertung der Strategien zur Parteireform und zum politischen Neustart nach dem Ausbleiben der parlamentarischen Vertretung.
  • Diskussion der Krisenbewältigung und der Etablierung grüner Regierungsverantwortung.

Auszug aus dem Buch

3.1 Probleme im Kontext der Wiedervereinigung

Wenngleich die Westgrünen von starken Flügelkämpfen aus den 1980er Jahren strapaziert waren, empfanden sie eine starke Verbundenheit mit den Bürgerbewegungen im Osten und fühlten sich unmittelbar nach dem Mauerfall dazu verpflichtet, die Bürgerbewegungen im Osten materiell und organisatorisch zu unterstützen. Dabei sahen sie sich mit einer sehr heterogenen Gruppe von Ost-Organisationen konfrontiert, die untereinander und gegenüber den Westgrünen sehr unterschiedliche politische Ansichten besaßen. Nach Gründung der Grünen Partei der DDR am 9. Februar 1990 wurden die daraufhin initiierten Verhandlungen über einen Zusammenschluss mit den Westgrünen binnen Monaten erfolgreich abgeschlossen. Die Fusion wurde am 3. Dezember 1990, einen Tag nach der Bundestagswahl, rechtsgültig.

Aufgrund der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, dass die 5%-Klausel für West- und Ostdeutschland getrennt angewendet werden musste, traten de jure die Ost-Grünen (in einer Listenverbindung mit dem Bündnis90) getrennt von den Westgrünen bei der Bundestagswahl 1990 an. Das Wahlergebnis überraschte: Während die Westgrünen mit 4,8% unter der Sperrgrenze blieben, zogen die Ostgrünen/Bündnis90 in den ersten gesamtdeutschen Bundestag ein, sodass die Westgrünen nur indirekt durch die (nun ehemaligen) Ostgrünen im Parlament vertreten waren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Zäsur der deutschen Wiedervereinigung ein und stellt die Forschungsfrage nach den Transformationsprozessen und speziellen parteipolitischen Herausforderungen dar.

2. Das deutsche Parteiensystem und die Wiedervereinigung: Dieses Kapitel analysiert die strukturellen Veränderungen des Parteiensystems und identifiziert vier Intensitätsstufen für den Wandel, wobei die Transformation des Systems durch die Einheit betont wird.

2.1 Entwicklung und veränderten Rahmenbedingungen: Dieser Abschnitt beschreibt die Phasen der Konsolidierung und Pluralisierung des westdeutschen Parteiensystems vor 1990 und die daraus resultierende Anfälligkeit gegenüber den Ereignissen der Wiedervereinigung.

2.2 Herausforderungen der Parteien durch die deutsche Einheit: Hier werden vier zentrale Aufgabenbereiche identifiziert, mit denen die Parteien konfrontiert waren, ergänzt um die drei Phasen der Vereinigungsprozesse: Irritation, Infiltration und Integration.

3. Die Entwicklung der Grünen zwischen 1990 und 1998: Der Hauptteil konzentriert sich auf die spezifische Situation der Grünen nach der Wiedervereinigung und die daraus resultierende politische Krise.

3.1 Probleme im Kontext der Wiedervereinigung: Dieses Kapitel erläutert das Scheitern der Grünen bei der Bundestagswahl 1990 infolge einer Fehleinschätzung der Stimmungslage und der politischen Prioritäten während der Wiedervereinigungsdebatte.

3.2 Politischer Neustart: Dieser Abschnitt dokumentiert den Neuanfang durch die „Erklärung von Neumünster“ sowie die strategische Neuausrichtung und Konsolidierung, die 1994 zum Wiedereinzug in den Bundestag führte.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen und bestätigt, dass die Wiedervereinigung eine vollständige Transformation des Parteiensystems und für die Grünen einen tiefgreifenden, aber letztlich erfolgreichen Neustart bedeutete.

Schlüsselwörter

Wiedervereinigung, Parteiensystem, Transformationsprozess, Die Grünen, Bündnis 90, Bundestagswahl 1990, Bundestagswahl 1994, Politische Krise, Neumünsterer Erklärung, Parteireform, Westdeutschland, Ostdeutschland, Politische Transformation, Strategiewechsel, Regierungsverantwortung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit untersucht, wie die deutsche Wiedervereinigung das bestehende Parteiensystem transformiert hat und wie sich die „West-Grünen“ in dieser neuen politischen Realität behaupten konnten.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Publikation?

Zentrale Themen sind der strukturelle Wandel der Parteienlandschaft, die Herausforderungen der innerparteilichen Integration von ostdeutschen Organisationen und der strategische Wandel sowie die Profilschärfung der Grünen in den 1990er Jahren.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel besteht darin, zu analysieren, welche spezifischen Probleme durch die Wiedervereinigung für die Parteien entstanden und warum die Grünen gezwungen waren, sich durch einen tiefgreifenden Strategiewechsel neu zu erfinden, um ihre politische Existenz zu sichern.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Analyse auf Basis von Parteienforschung, Theoriebildung (u.a. von Niedermayer und Smith) und einer exemplarischen Einzelfalluntersuchung der Grünen.

Welche zentralen Inhalte werden im Hauptteil diskutiert?

Der Hauptteil gliedert sich in eine systemische Analyse der Parteienlandschaft nach der Einheit und eine praxisnahe Untersuchung der internen Entwicklung, Strukturprobleme und Strategieelemente der Grünen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Kern der Arbeit zusammenfassen?

Die zentralen Schlagworte sind Wiedervereinigung, Transformation des Parteiensystems, politische Strategie, organisatorische Anpassung und der politische Neustart der Grünen.

Warum waren die Grünen bei der Bundestagswahl 1990 so erfolglos?

Die Grünen litten unter einer massiven Fehleinschätzung der Stimmung in der Bevölkerung während der Wiedervereinigungsdebatte und einer für die Wendezeit zu wenig flexiblen Parteistruktur.

Was beinhaltete die „Erklärung von Neumünster“ für die Partei?

Sie markierte den offiziellen Beginn eines politischen Neustarts durch die Verbindung von programmatischer Radikalität mit der Bereitschaft zu notwendigem Pragmatismus und setzte den Grundstein für das „Comeback“ der Partei.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Deutschlands Wiedervereinigung und ihr Einfluss auf das deutsche Parteiensystem am Beispiel der Grünen
Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
Note
1,7
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
17
Katalognummer
V1378144
ISBN (eBook)
9783346918581
ISBN (Buch)
9783346918598
Sprache
Deutsch
Schlagworte
deutschlands wiedervereinigung einfluss parteiensystem beispiel grünen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2021, Deutschlands Wiedervereinigung und ihr Einfluss auf das deutsche Parteiensystem am Beispiel der Grünen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1378144
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Leseprobe aus  17  Seiten
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