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Psychologische Aspekte von Tätern und Opfern bei Terrorismus. Eine Frage der Schuld

Title: Psychologische Aspekte von Tätern und Opfern bei Terrorismus. Eine Frage der Schuld

Term Paper , 2022 , 11 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Christoph Kubica (Author)

Sociology - War and Peace, Military

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Dieses Essay "Eine Frage der Schuld" beschäftigt sich mit den psychologischen Aspekten von Tätern und Opfern bei Terrorismus.

Am 9. April 2017 erlebte ich aus wenigen 100 Metern Entfernung ein Selbstmordattentat. Es handelte sich um den Anschlag auf die koptische Sankt-Markus Kathedrale in Alexandria. Zu diesem Zeitpunkt befand ich mich im Gebäude der Alexandria Opera. Nur aufgrund meiner privilegierten Stellung als Seemann und weißer europäischer Mann, wurde ich umgehend vom ägyptischen Militär vom Opernhaus zum Hafen eskortiert. Auf dem Weg zum sprichwörtlich sicheren Hafen sah ich zum ersten Mal Bilder und Eindrücke, die man sonst nur aus medialen Berichterstattungen kennt. Ich befand mich inmitten einer Katastrophe und erlebte die Not der Menschen hautnah. Diese Erfahrung hat mich tiefgründig geprägt.

Besonders ein Bild brannte sich in mein Gedächtnis ein: Ein kleiner ca. 7 bis 8 Jähriger Junge war auf einen Laternenmast geklettert, um nicht von der verzweifelten, wirr umher trampelnden Menge erdrückt zu werden. Oben auf dem Mast versuchte er seine Eltern in der Masse zu entdecken. Ich konnte seine Verzweiflung und seine Tränen sehen. Seine Schreie schienen jedoch in dem Gemenge unterzugehen. Bis heute erscheint mir dieser unbekannte Junge im Traum.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Erbarmen oder Erzürnen

Die „Terror-Persönlichkeit“

Zwischen Emotionen und Ideologie

Die Karriere als Terrorist

Aus Sklaven werden Terroristen?

Ein Trauma für die Opfer

Die Rolle der Medien

Erbarmen und Verzeihen

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht die psychologischen Hintergründe und Ursachen von Radikalisierung und Terrorismus, um ein tieferes Verständnis für die Handlungsmotivationen von Tätern zu entwickeln und präventive Lösungsansätze zu identifizieren.

  • Analyse der psychologischen Wurzeln und individuellen Einflussfaktoren von Radikalisierung.
  • Untersuchung der Wechselwirkung zwischen persönlichen Krisen, sozialen Identitäten und extremistischen Ideologien.
  • Betrachtung der historischen Entwicklung und Symbolik von Terrorakten anhand des Beispiels der USA.
  • Analyse der Traumatisierung von Opfern und der Rolle kollektiver Traumata in der Gesellschaft.
  • Erarbeitung eines differenzierten Ansatzes zur Gewaltprävention durch Dialog und Gerechtigkeit.

Auszug aus dem Buch

Die „Terror-Persönlichkeit“

Werden alle Einflussfaktoren betrachtet, die zu einer Radikalisierung führen können, dann handelt es sich um eine äußerst komplexe Problemlage, die zudem empirische Defizite aufweist (Srowig, Roth, Pisoiu, Seewald & Zick, 2018, S. 3). In Bezug auf Persönlichkeitseigenschaften werden die Borderline- Störung und die auf einem Mangel an elterlicher Zuwendung begründete narzisstische Persönlichkeitsstörung als Basis für eine Radikalisierung benannt (Srowig et al., 2018, S. 4). Auch die dissoziale Persönlichkeitsstörung besitzt ein großes Potenzial zur Radikalisierung.

Kognitive Theorien sprechen extremistischen Tätern wiederum die nötigen Skills ab mit kritischen Lebensereignisse umzugehen (Srowig et al., 2018, S. 6). Die transformative Lerntheorie geht von einem Zusammenhang zwischen Brüchen in der Biografie und Radikalisierungsprozessen aus (Srowig et al., 2018, S. 6). So ist die Arbeitslosigkeit zum Beispiel ein Bruch in der Biografie. In Bezug auf die Ausführungen in der Einleitung ist es hier wieder der Außenseiter, der von der Gesellschaft an den Rand gestellte, der sich radikalisiert. Weiterhin gilt eine unsichere Selbstidentität als Auslöser, wenn es heißt: „Unsicherheit über eigene Wahrnehmungen, Einstellungen, Wertesysteme, soziale Beziehungen, die eigene Identität und gesellschaftliche Rolle ist ein aversiver psychischer Zustand, dessen Auflösung zum erstrebenswerten Ziel und damit zur treibenden motivationalen Kraft wird“ (Hogg et al. 2013; zitiert nach Srowig et al., 2018, S. 7).

Zusammenfassung der Kapitel

Erbarmen oder Erzürnen: Der Autor schildert seine persönlichen Erfahrungen mit einem Terroranschlag und reflektiert über die Lehren aus dem Umgang mit Hass.

Die „Terror-Persönlichkeit“: Dieses Kapitel beleuchtet psychologische Dispositionen und Biografie-Brüche, die Individuen anfällig für Radikalisierungsprozesse machen.

Zwischen Emotionen und Ideologie: Es wird die Bedeutung sozialer Identität und die Wirkung von Gruppennormen bei der Abwertung von Fremdgruppen analysiert.

Die Karriere als Terrorist: Hier werden die stufenweisen Prozesse der Radikalisierung beschrieben, die vom Rückzug aus dem Umfeld bis zur kriegerischen Selbstdefinition führen.

Aus Sklaven werden Terroristen?: Das Kapitel untersucht die historischen Ursprünge des Terrorismus als spezialisierte Form der politischen Provokation.

Ein Trauma für die Opfer: Fokus auf die psychologischen Auswirkungen terroristischer Gewalt auf die unmittelbaren Opfer und die Genese posttraumatischer Belastungsstörungen.

Die Rolle der Medien: Analyse darüber, wie Medien durch die Verbreitung von Bildern und Botschaften individuelle Traumata in kollektive Traumata überführen.

Erbarmen und Verzeihen: Ein abschließender Appell, Terrorismus nicht durch Gegengewalt zu bekämpfen, sondern durch soziale Teilhabe und Gerechtigkeit.

Schlüsselwörter

Terrorismus, Radikalisierung, kollektives Trauma, psychologische Aspekte, Identität, Gewaltprävention, soziale Identität, Posttraumatische Belastungsstörung, Ideologie, Biografie, Gerechtigkeit, Gruppendynamik, Verzeihen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit beleuchtet die psychologischen, sozialen und historischen Hintergründe von Terrorismus und Radikalisierung, basierend auf dem Essay des Autors.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Entstehung der "Terror-Persönlichkeit", die Bedeutung sozialer Identität, der Einfluss von Medien auf die Wahrnehmung von Gewalt und die Bewältigung traumatischer Erfahrungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Handlungsmotivationen von Terroristen von Grund auf zu verstehen, um neue, gewaltfreie Ansätze zur Prävention zu entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine essayistische Auseinandersetzung, die den aktuellen Forschungsstand zu Psychologie und Soziologie der Radikalisierung mit historischen Beispielen verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert Stufen der Radikalisierung, die Rolle von kollektiven Traumata sowie die psychodynamische Bedeutung von Schuld und Vergeltung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den Kernbegriffen zählen Radikalisierung, Trauma, Identität, Gerechtigkeit und soziale Teilhabe.

Welche Rolle spielt die biblische Erzählung von Kain und Abel im Text?

Sie dient als Archetyp für den terroristischen Akt der Vernichtung aus dem Gefühl der Unterdrückung und Minderwertigkeit heraus.

Warum hält der Autor den Begriff "Terrorbekämpfung" für problematisch?

Er argumentiert, dass dieser Begriff impliziert, Hass mit Hass zu bekämpfen, was lediglich eine neue Gewaltkette in Gang setzt, anstatt die Wurzeln des Problems anzugehen.

Wie kann laut des Autors der Terrorismus nachhaltig bekämpft werden?

Durch den Dialog auf Augenhöhe, die Einbindung benachteiligter Gruppen in politische Strukturen und Investitionen in Bildung sowie Arbeit.

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Details

Title
Psychologische Aspekte von Tätern und Opfern bei Terrorismus. Eine Frage der Schuld
College
Akkon-Hochschule für Humanwissenschaften
Grade
2,3
Author
Christoph Kubica (Author)
Publication Year
2022
Pages
11
Catalog Number
V1378131
ISBN (eBook)
9783346918925
Language
German
Tags
psychologische aspekte tätern opfern terrorismus eine frage schuld
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christoph Kubica (Author), 2022, Psychologische Aspekte von Tätern und Opfern bei Terrorismus. Eine Frage der Schuld, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1378131
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