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Erzählersituation und Ich-Konzeption bei Franz Kafka. Ein Vergleich zwischen "Betrachtung" und "Ein Landarzt"

Titel: Erzählersituation und Ich-Konzeption bei Franz Kafka. Ein Vergleich zwischen "Betrachtung" und "Ein Landarzt"

Hausarbeit , 2022 , 16 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Fee Koppenburg (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Franz Kafkas Erzählungen können in drei Werkphasen gegliedert werden: das frühe Werk, welches bis September 1912 entstanden ist, das mittlere Werk anschließend von September 1912 bis September 1917, und das späte Werk ab September 1917. Die folgende Arbeit soll sich ausschließlich mit dem frühen und mittleren Werk Kafkas beschäftigen. Für das frühe Werk wird dazu der "Betrachtung"-Band und für das mittlere der "Landarzt"-Band herangezogen und somit die Prosaform "kleine Erzählungen", wie Kafka sie selbst im Untertitel des Landarzt-Bandes bezeichnet genauer in Augenschein genommen.

Der "Betrachtung"-Band umfasst 18 Texte und nahm eine lange Entstehungszeit von etwa zehn Jahren in Anspruch. Der Band steht sowohl in der Rezeption wie auch in der Forschung im Schatten Kafkas späterer Werke, wodurch es schwierig wird zu den einzelnen Texten des Bandes überhaupt Forschung zu finden. Der "Landarzt"-Band erschien zunächst im Frühjahr 1920 und umfasst 14 Erzählungen. "Die meisten der 14 Erzählungen entstammen einer sehr produktiven Phase Kafkas, die nach mehr als einjähriger Stagnation im Winter 1916/17 einsetzte".

Zwischen den beiden Bänden liegen einige Jahre, in denen sich Kafkas Erzählstil deutlich verändert hat. Doch es stellt sich die Frage, in welcher Hinsicht dies geschehen ist. Folgend werden die Erzählsituation und die Konzeption des 'Ichs' in jeweils zwei Texten des "Betrachtung"- und des "Landarzt"-Bandes verglichen. Des Weiteren wird auf Form und Motive der einzelnen Texte eingegangen, da auch diese mit der Inszenierung der Erzählerfiguren stark verknüpft sind und intertextuelle Bezüge zwischen den einzelnen Texten dadurch klarer erkennbar werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Betrachtung

1.1. Der plötzliche Spaziergang

1.2. Der Nachhauseweg

1.3. Vergleich der Betrachtung

2. Ein Landarzt

2.1. Das nächste Dorf

2.2. Eine Kaiserliche Botschaft

3. Vergleich der Betrachtung mit den Landarzt Texten

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung der Erzählsituation und die Konzeption des ‚Ichs‘ im frühen Werk Kafkas, repräsentiert durch den Band „Betrachtung“, im Vergleich zum mittleren Werk, dem Band „Ein Landarzt“. Ziel ist es, formale und inhaltliche Veränderungen in der Darstellung von Erzählerfiguren sowie deren psychologische Verankerung und intertextuelle Bezüge herauszuarbeiten.

  • Analyse der Erzählperspektiven in den Bänden „Betrachtung“ und „Ein Landarzt“.
  • Vergleich der Ich-Konzeption und der psychologischen Verfassung der Perspektivfiguren.
  • Erforschung von Form, Motiven und Raum-Zeit-Korrelationen in ausgewählten Erzählungen.
  • Untersuchung der Veränderung von Erzählweisen zwischen den Werkphasen.
  • Diskussion über Identifikationspotenziale für den Leser in Kafkas Prosa.

Auszug aus dem Buch

1.1. Der plötzliche Spaziergang

Kafkas „der Plötzliche Spaziergang“ beschreibt anfangs eine gemütliche, abendliche Situation zu Hause. Diese listet verschiedene Verhaltensmuster auf: „Wenn man […] den Hausrock angezogen hat, nach dem Nachtmahl beim beleuchteten Tisch sitzt und jene Arbeit oder jenes Spiel vorgenommen hat“. Doch, wie es der Titel bereits erwähnt wird diese gemütliche Stimmung und die Verhaltensmuster plötzlich gebrochen. Stattdessen kommen eine Aufbruchstimmung und Schnelligkeit auf. Die Situation wird umgekehrt. Aus Gemütlichkeit wird Unruhe und den gewohnten Verhaltensmustern steht Freiheit gegenüber. Der Text endet in einem Spaziergang und einem hypothetischen Besuch bei einem Freund.

Der Text ist intern fokalisiert mit einer nahezu durchgängigen homodiegetischen Erzählposition und „monoperspektivisch gestaltet“. Kafka verweigert „ein konkretes Individuum als Erzählerfigur“, stattdessen verwendet er in diesem Text ausschließlich eine man-Form. Durch diese markante Erzählform stellt Kafka eine Allgemeingültigkeit her, einen Wahrheitsanspruch, denn man muss sich die Frage nach der Verlässlichkeit oder der Wahrnehmungsperspektive der Erzählfigur nicht stellen, wenn es keine gibt. Die Verallgemeinerung schafft eine Distanz, die Perspektivfigur versteckt sich hinter dem „man“; es ist zwar ihre Sicht, sie bezieht sie aber nicht auf sich. Und gleichzeitig oder auch genau durch diese Distanz zur Erzählerfigur entsteht ein Identifikationspotential, dies ist nicht nur etwas, was einem bestimmten Erzähler einmal passiert sein könnte, es schließt auch den Rezipienten mit ein.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Betrachtung: Dieses Kapitel analysiert mit „Der plötzliche Spaziergang“ und „Der Nachhauseweg“ zwei Erzählungen aus Kafkas früher Werkphase, in denen das Ich-Konzept durch eine labilere und stärker in das Geschehen involvierte Perspektivfigur geprägt ist.

2. Ein Landarzt: Hier werden die Erzählungen „Das nächste Dorf“ und „Eine kaiserliche Botschaft“ untersucht, wobei der Fokus auf dem Übergang zu einer distanzierteren Erzählweise im mittleren Werk Kafkas liegt.

3. Vergleich der Betrachtung mit den Landarzt Texten: In diesem Vergleich werden die Unterschiede in der Erzählhaltung und das Schwinden der psychologischen Unmittelbarkeit zugunsten einer stärkeren Zurücknahme des Erzählers zwischen den beiden Werkphasen gegenübergestellt.

Schlüsselwörter

Franz Kafka, Betrachtung, Ein Landarzt, Erzählsituation, Ich-Konzeption, Perspektivfigur, Erzählweise, Literarische Analyse, Moderne Literatur, Werkphase, Fokalisation, Identifikationspotenzial, Hybris, Schreibstil, Zentrale Motive

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Wandel der Erzählsituation und der Gestaltung der Ich-Figur in den Erzählzyklen „Betrachtung“ und „Ein Landarzt“ von Franz Kafka.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentral sind die Dynamik zwischen den Werkphasen, die Inszenierung der Erzählinstanz, die Verwendung grammatikalischer Formen (Ich vs. Man) und die thematische Behandlung von Gefangenschaft und Freiheit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Es soll geklärt werden, wie Kafka durch unterschiedliche Erzählformen und Perspektivgestaltungen eine unterschiedliche Wirkung auf den Rezipienten erzeugt und wie sich die Ich-Konzeption von der frühen zur mittleren Werkphase entwickelt hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparative literaturwissenschaftliche Analyse, bei der ausgewählte Erzähltexte auf ihre narratologischen Merkmale und ihre motivische Struktur hin untersucht werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Einzelanalyse ausgewählter Texte aus den beiden Bänden „Betrachtung“ und „Ein Landarzt“ sowie einen abschließenden direkten Vergleich der Erzählsituationen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Erzählsituation, Identifikationspotential, Hybris, Allgemeingültigkeitsanspruch, Perspektivfigur und der Vergleich der Werkphasen.

Welche Rolle spielt die „man-Form“ in Kafkas Erzählungen?

Die „man-Form“ dient laut der Autorin dazu, eine Allgemeingültigkeit zu erzeugen und eine Distanz zum Rezipienten aufzubauen, wodurch ein Identifikationspotenzial geschaffen wird, das den Leser stärker einbindet.

Warum wird „Eine kaiserliche Botschaft“ als besonderes Beispiel hervorgehoben?

Der Text wird hervorgehoben, da er als einziges Beispiel einen indefiniten Artikel im Titel trägt und durch die Distanzierung als „Sage“ den Modus des Möglichen und Gerüchtweisen betont.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Erzählersituation und Ich-Konzeption bei Franz Kafka. Ein Vergleich zwischen "Betrachtung" und "Ein Landarzt"
Hochschule
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg  (Deutsches Seminar)
Veranstaltung
Franz Kafka, Erzählungen
Note
1,3
Autor
Fee Koppenburg (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
16
Katalognummer
V1376548
ISBN (eBook)
9783346913074
ISBN (Buch)
9783346913081
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Franz Kafka ein Landarzt Betrachtung Kafka
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Fee Koppenburg (Autor:in), 2022, Erzählersituation und Ich-Konzeption bei Franz Kafka. Ein Vergleich zwischen "Betrachtung" und "Ein Landarzt", München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1376548
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  16  Seiten
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