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Zur Shop-Startseite › Theaterwissenschaft, Tanz

Der Kaufmann von Venedig

Analyse der Rolle der Portia

Titel: Der Kaufmann von Venedig

Hausarbeit , 2007 , 11 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Annika Hoffmann (Autor:in)

Theaterwissenschaft, Tanz

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Wenn heute Shakespeare’s „Kaufmann von Venedig“ aufgeführt wird, erregt die Figur des Juden Shylock in der Regel die größte Aufmerksamkeit und spaltet sowohl die Meinungen der Zuschauer, als auch die der Regisseure und Schauspieler. Viele haben gerade in Deutschland immer noch Schwierigkeiten im Umgang mit der Tatsache, dass in diesem Stück ein Jude von seinen christlichen Mitbürgern auf Grund seiner Religion verachtet und gedemütigt wird, und zusätzlich auch noch als unsympathisch dargestellt wird.
Die Schwierigkeit der Interpretation der Figur Shylock ist zwar interessant, doch ist eine andere Figur in William Shakespeare’s Stück noch viel spannender zu betrachten: Die reiche Erbin Portia.
Shakespeare lässt diese Frau intelligenter auftreten als seine männlichen Charaktere, und bewahrt durch sie und ihre Klugheit den Kaufmann Antonio in letzter Sekunde davor, dass Shylock ihm ein Stück Fleisch aus dem Körper schneidet. Ohne Portia wäre die Komödie zur Tragödie geworden.
Aus diesem Grund soll die Rolle der Portia in dieser Arbeit genauer betrachtet und analysiert werden. Was zeichnet sie aus? Wie wird sie dargestellt? Wie ist ihr Charakter?
Auch soll ihr Umfeld und ihr Stand in der Gesellschaft beleuchtet werden.
Dazu wird hauptsächlich die Inszenierung des Kaufmanns von Venedig im Kölner Schauspielhaus des Regisseurs Michael Talke herangezogen und mit anderen Inszenierungen - wie zum Beispiel der von Peter Zadek aus dem Jahr 1988 am Wiener Burgtheater – verglichen.
Des Weiteren lohnt sich in diesem Zusammenhang eine nähere Betrachtung der gesellschaftlichen Position der Frau zu Shakespeare’s Lebzeiten. Portia wird als moderne, unabhängige Frau gezeigt, die sich nicht still ihrem Schicksal fügt, sondern eine eigene Meinung hat und diese auch kundtut. Doch im Elisabethanischen Zeitalter war die Rolle der Frau genau gegenteilig definiert. Warum gab Shakespeare also einer Frau eine so bedeutende Rolle?
Diese und weitere Aspekte werden im Folgenden beschrieben, analysiert und interpretiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Frauenwelt im Elisabethanischen Zeitalter

2.1 Die gesellschaftliche Position der Frau

2.2 Männertheater

3. Der Kaufmann von Venedig

3.1 Inhalt

3.2 Die Figur Portia

4. Die Inszenierung in Köln 2005

4.1 Die Darstellung der Portia bei Talke

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der Figur Portia in William Shakespeares „Der Kaufmann von Venedig“ und analysiert deren moderne Interpretation in der Kölner Inszenierung von 2005 durch Michael Talke. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie Shakespeare eine derart starke, intelligente Frauenfigur in einer Zeit etablieren konnte, in der Frauen gesellschaftlich als unmündig galten, und wie moderne Regisseure diese Charakterisierung durch zeitgemäße Stilmittel neu kontextualisieren.

  • Die gesellschaftliche Stellung der Frau im Elisabethanischen Zeitalter.
  • Die literarische Analyse von Portia als unabhängige und intellektuelle Schlüsselfigur.
  • Die Transformation der klassischen Komödie in eine moderne Inszenierungspraxis.
  • Vergleichende Betrachtung der Regieansätze von Michael Talke und Peter Zadek.

Auszug aus dem Buch

Die Figur Portia

Portia „erhebt sich…zu einer der schönsten und anmutigsten Frauengestalten Shakespeares.“ Doch Portia ist nicht nur schön und anmutig, sondern auch intelligent, selbstständig und unabhängig. Die Charakterzüge, die William Shakespeare der Figur Portia gibt, sind untypisch für eine Frau des Elisabethanischen Zeitalters. Dadurch stellt Portia die zeitgenössische Geschlechterhierarchie nachhaltig in Frage. Wie in Kapitel 2.1 beschrieben, galt die Frau zu Shakespeares Zeit als unmündiges Wesen. Doch Shakespeare schreibt Portia eine eigene Meinung zu. Dadurch erinnert sie stark an eine moderne Frau unserer Zeit.

„Sie hat nichts von einer stillen Dulderin…Es ist nicht ihre Sache, stillzusitzen und abzuwarten.“

So begehrt sie auch gegen den Willen ihres verstorbenen Vaters auf, indem sie das Recht der Frau auf eine freie Wahl des Ehemannes fordert. Sie weiß genau was und wen sie will. Deshalb initiiert sie auch, dass jeder Mann, der um sie wirbt, ein Rätsel löst. Sie stellt drei Kästchen aus Gold, Silber und Blei auf, von denen sie die Männer eines auswählen lässt. Wählt er das richtige, findet er ihr Bildnis darin und darf Portia heiraten. Im Vorfeld durchschaut sie, dass niemand außer Bassanio intelligent genug ist, das richtige, nämlich das unscheinbare bronzene Behältnis, auszuwählen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Forschungsfrage nach der Bedeutung der Portia-Figur und dem Umgang mit Shakespeares Werk im Kontext moderner Inszenierungen vor.

2. Die Frauenwelt im Elisabethanischen Zeitalter: Das Kapitel beleuchtet das damalige Frauenbild als „Mängelwesen“ und die exklusive Dominanz von Männern im Theaterleben jener Ära.

3. Der Kaufmann von Venedig: Hier werden die inhaltlichen Eckpfeiler des Stücks und die besondere Rolle der Portia als intellektuelle, emanzipierte Gegenspielerin zu den männlichen Charakteren analysiert.

4. Die Inszenierung in Köln 2005: Der Autor untersucht die spezifische, moderne Regiearbeit von Michael Talke, bei der die weiblichen Figuren als „Party-Girls“ inszeniert werden.

5. Fazit: Das Fazit bewertet die Modernisierung des Stoffes als legitimes Mittel, um ein jüngeres Publikum für Shakespeare zu begeistern, und ordnet die Interpretation in einen aktuellen Kontext ein.

Schlüsselwörter

William Shakespeare, Der Kaufmann von Venedig, Portia, Elisabethanisches Zeitalter, Frauenrolle, Theaterinszenierung, Michael Talke, Emanzipation, Geschlechterhierarchie, Komödie, Regiekonzept, Venedig, Belmont, Shylock, Moderne Interpretation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Figur Portia aus Shakespeares „Der Kaufmann von Venedig“ und ihre Darstellung in einer modernen Theaterinszenierung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die Rolle der Frau im Elisabethanischen Zeitalter, die Analyse von Shakespeares Charakterzeichnung sowie den Regieansatz der Modernisierung klassischer Stücke.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Es soll untersucht werden, warum Shakespeare eine so starke Frauenfigur schuf und wie sich diese in der modernen Interpretation von Michael Talke widerspiegelt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse des Dramas und einer vergleichenden Interpretation von Theaterinszenierungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einordnung des Frauenbildes, eine inhaltliche Werkanalyse und die detaillierte Besprechung der Kölner Inszenierung von 2005.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Shakespeare, Portia, Elisabethanisches Zeitalter, Emanzipation und zeitgenössische Inszenierungspraxis.

Wie unterscheidet sich die Darstellung von Portia bei Michael Talke von anderen Inszenierungen?

Talke zeichnet Portia als dominantes „Party-Girl“, während sie in klassischen oder anderen Inszenierungen oft zurückhaltender und reifer dargestellt wird.

Warum wählt die Arbeit die Kölner Inszenierung von 2005 als Beispiel?

Sie dient als exemplarisches Beispiel für eine radikale Modernisierung, die durch mediale Vergleiche wie eine TV-Quizshow versucht, Shakespeare für ein zeitgenössisches Publikum zugänglich zu machen.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Kaufmann von Venedig
Untertitel
Analyse der Rolle der Portia
Hochschule
Universität zu Köln
Note
1,7
Autor
Annika Hoffmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
11
Katalognummer
V137217
ISBN (Buch)
9783640457779
ISBN (eBook)
9783640457823
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kaufmann Venedig Analyse Rolle Portia
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Annika Hoffmann (Autor:in), 2007, Der Kaufmann von Venedig, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/137217
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  11  Seiten
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