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Augustus und sein Prinzipat im Blickfeld des Nationalsozialismus

Titel: Augustus und sein Prinzipat im Blickfeld des Nationalsozialismus

Hausarbeit , 2018 , 27 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Johannes Löhr (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Während Augustus ein Vermächtnis schaffte, das lange überdauerte, erschoss sich Adolf Hitler nach 12-jähriger Schreckensherrschaft in seinem Führerbunker und hinterließ nichts als Schutt und Asche. Von Stabilität, einer blühenden Stadtkultur oder einer intakten Wirtschaft im Jahr 1945 war Hitler im Vergleich mit Augustus nach seinem Tod Lichtjahre entfernt. Es ist bekannt, dass Adolf Hitler im Gegensatz zu seiner nächsten Umgebung weit weniger von den Germanen angetan war und stattdessen die kultivierten Römer und Griechen bevorzugte. Insbesondere Kaiser Augustus faszinierte ihn, sodass er sich gerne mit ihm von Althistorikern vergleichen ließ. In einer Rechenschaftsrede an Roosevelt im Jahr 1939 versuchte Hitler in seiner Rede seine Erfolge, Ziele und sein allgemeines politisches Handeln mit den Erfolgen von Augustus gleichzusetzen.

In dieser Hausarbeit soll der Frage nachgegangen werden, ob Adolf Hitler mit seiner Rechenschaftsrede aus dem Jahr 1939 Kaiser Augustus plagatierte. Im Fokus liegt also die Instrumentalisierung des Augustusbildes für den Nationalsozialismus durch die deutsche Althistorik und inwieweit Hitler sich selbst mit Augustus in Beziehung stellte. Stellvertretend für die deutsche
Althistorik werden die Historiker Ernst Kornmann und Wilhelm Weber herangezogen, sowie die Quellen Res Gestae Divi Augusti und der Rechenschaftsbericht von Hitler aus dem Jahr 1939.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Prinzipat des Augustus

2.1 Erklärung

2.2 Das Augustbild in der heutigen Forschung

3. Augustus und sein Prinzipat im Blickfeld der Althistorik in der nationalsozialistischen Ära

3.1 Ernst Kornemann (1868-1946)

3.2 Wilhelm Weber (1882-1948)

3.3 Idealisierung von Augustus

4. Hitler ein Bewunderer der Kaiser Augustus

4.1 Staatsbesuch Hitlers in Rom 1938

4.2 Hitlers Ansprache 1939

5. Vergleich

5.1 Rechenschaftsbericht Hitlers

5.2 Res Gestae Divi Augusti

5.3 Vergleich

6. Abschlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Hausarbeit untersucht die Instrumentalisierung des Augustusbildes durch den Nationalsozialismus und stellt die Frage, inwieweit Adolf Hitler sich in seiner Selbstdarstellung direkt mit Kaiser Augustus in Verbindung brachte.

  • Wissenschaftliche Rezeption von Augustus im Nationalsozialismus
  • Vergleichende Analyse des Rechenschaftsberichts von Hitler (1939) und der Res Gestae des Augustus
  • Die Rolle althistorischer Forscher als Legitimationsgeber des NS-Regimes
  • Propagandistische Parallelen zwischen nationalsozialistischer Ideologie und augusteischer Staatskunst

Auszug aus dem Buch

3. Augustus und sein Prinzipat im Blickfeld der Althistorik in der nationalsozialistischen Ära

Das Prinzipat beschreibt das von Kaiser Augustus geschaffene Herrschaftssystem, welches auch als Kaisertum bekannt ist. In diesem steht der princeps, also der erste Mann des Staates, über dem Senat, den Volkstribunen und den Konsuln. Durch das vorangegangene Scheitern seines Adoptivvaters Gaius Julius Caesar wählte Augustus nach seiner Durchsetzung gegen seine Konkurrenten eine andere Vorgehensweise. Es durfte nicht der Eindruck erweckt werden, so wie bei Caesar, eine Monarchie anzustreben. Demnach war auch das von Augustus geschaffene Prinzipat keine klassische Monarchie.

Gewollt öffentlichkeitswirksam hat sich Augustus ins Bild gesetzt, wie er die res publica an das Volk und den Senat zurückgibt und sich anschließend mit Sondervollmachten ausstatten lässt. Der Widerspruch zwischen einer „wiederhergestellten Republik“ und der Machtvollkommenheit des Prinzeps konnte allein durch die Akzeptanz der besonderen Leistung und Autorität des [zukünftigen] Herrschers ausgeglichen werden. Dadurch hatte Augustus die vollständige Kontrolle, lief aber nicht Gefahr ermordet zu werden. Obwohl es weiter Volksabstimmungen, den Senat und Konsuln gab, hatten diese in der Summe kaum noch Entscheidungskraft. Sie erweckten aber den Eindruck, dass die römische Republik weiterhin existierte und er für keine Monarchiebestrebungen beschuldigt werden konnte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Verbindung zwischen dem augusteischen Prinzipat und der Selbstdarstellung Adolf Hitlers.

2. Das Prinzipat des Augustus: Erläuterung der politischen Struktur des Prinzipats und des heutigen wissenschaftlichen Diskurses über Augustus.

3. Augustus und sein Prinzipat im Blickfeld der Althistorik in der nationalsozialistischen Ära: Untersuchung, wie Historiker wie Kornemann und Weber Augustus für das NS-Regime umdeuteten.

4. Hitler ein Bewunderer der Kaiser Augustus: Analyse der bewussten Inszenierung Hitlers in Anlehnung an antike Vorbilder, insbesondere während der Italien-Reise.

5. Vergleich: Gegenüberstellung der Res Gestae des Augustus mit Hitlers Reden zur Freilegung inhaltlicher Parallelen.

6. Abschlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung über die Instrumentalisierung antiker Geschichte durch die NS-Propaganda.

Schlüsselwörter

Augustus, Prinzipat, Adolf Hitler, Nationalsozialismus, Althistorik, Ernst Kornemann, Wilhelm Weber, Res Gestae, Propagandageschichte, Führungspersönlichkeit, Römische Geschichte, NS-Ideologie, Instrumentalisierung, Führerstaat, Machtlegitimation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie das Bild von Kaiser Augustus im Nationalsozialismus genutzt wurde, um Hitlers Herrschaft und sein Selbstverständnis als Führer historisch zu legitimieren.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen die althistorische Forschung der Ära, die rhetorische Analogie zwischen Augustus und Hitler sowie die propagandistische Nutzung antiker Quellen wie der Res Gestae.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die instrumentelle Parallelenbildung zwischen dem augusteischen Prinzipat und der nationalsozialistischen Diktatur wissenschaftlich kritisch zu hinterfragen.

Welche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Autorin/der Autor nutzt eine vergleichende Quellenanalyse, indem primäre antike Texte (Res Gestae) mit zeitgenössischen NS-Reden und der damaligen althistorischen Literatur in Beziehung gesetzt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der althistorischen Forschung (Kornemann/Weber), eine Untersuchung von Hitlers Verhalten als Bewunderer antiker Größe und einen direkten Textvergleich beider Akteure.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind unter anderem Augustus, Prinzipat, NS-Propaganda, Instrumentalisierung und althistorische Rezeption.

Wie bewerten die untersuchten Althistoriker Ernst Kornemann und Wilhelm Weber das Prinzipat?

Kornemann und Weber passten ihre Sicht auf Augustus an die politischen Gegebenheiten an und stilisierten ihn zunehmend als ersten "Führer" eines "Führerstaats", um die NS-Herrschaft historisch zu stützen.

Welche Bedeutung hatte das antike Werk "Res Gestae Divi Augusti" für Hitlers Selbstdarstellung?

Hitler nutzte die Res Gestae als Vorlage für seinen eigenen Rechenschaftsbericht, um sein Handeln als notwendige Wiederherstellung von Recht und Ordnung zu präsentieren, analog zu Augustus.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Augustus und sein Prinzipat im Blickfeld des Nationalsozialismus
Hochschule
Universität Kassel
Note
2,7
Autor
Johannes Löhr (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
27
Katalognummer
V1371178
ISBN (eBook)
9783346903969
ISBN (Buch)
9783346903976
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Augustus Prinzipat Nationalsozialismus Adolf Hitler
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Johannes Löhr (Autor:in), 2018, Augustus und sein Prinzipat im Blickfeld des Nationalsozialismus, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1371178
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  27  Seiten
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