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Die "Stürmer-Jüdin". Die Konstruktion von Jüdinnenbildern

Title: Die "Stürmer-Jüdin". Die Konstruktion von Jüdinnenbildern

Term Paper , 2023 , 40 Pages , Grade: 1.7

Autor:in: Anonym (Author)

History of Germany - National Socialism, World War II

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Summary Excerpt Details

Der "Stürmer" setzt Bilder bewusst ein, um seine rassistische Weltanschauung zu kondensieren und zu verbildlichen und ihr so weitere Verbreitung zu verschaffen. Unter der Prämisse, dass Bilder, mehr noch als Texte, in kurzer Zeit Eindrücke vermitteln und Breitenwirksamkeit entfalten können, setzt diese Arbeit einen besonderen Fokus auf die Karikaturanalyse. Die "jüdische Frau" ist kein zeitloses und unveränderlicher 'natürlicher Gegenstand', kein 'prädiskursiver Referent'. Vielmehr werden Menschen, auf Grundlager mehr oder weniger willkürlicher Kriterien, als "jüdische Frauen" durch Diskurse und Praktiken objektiviert. Erst retrospektiv erscheinen dann bestimmte 'prädiskursive Referenten' als Gegenstände, aus denen heraus die "jüdische Frau" konstruiert wird.

An Gerhard Paul angelehnt liegt dieser Arbeit kein enges Verständnis von Visual History zugrunde, welches sich nur auf die Gattung der Fotografie bezieht, sondern eines, welches das stehende Bild in Form von Karikaturen als Inszenierung der nationalsozialistischen Ideologie wahrnimmt. Für die Analyse wurde sich der Panofskyschen Methode der dreischrittigen Bildanalyse bedient. Der inhaltliche Einfluss des Herausgebers des "Stürmers", Julius Streicher, auf die Hetzschrift, legt sogar einen biografischen Zugang nahe, von dem jedoch abgesehen wurde, da dies den Rahmen der Arbeit sprengen würde. Die biografischen Stichpunkte, die für wichtig betrachtet wurden, werden, sich auf schon durchgeführte Recherchen stützend, in Ansätzen jedoch miteinbezogen. Damit beginnt das erste Kapitel des Hauptteils der Arbeit. Vor der direkten Auseinandersetzung mit der Quelle des "Stürmers" sollte zunächst die vom Nationalsozialismus propagierte (Rollen-)Bild der Frau erläutert werden. Dieses Ideal der "Arierin" bildete, ebenso wie das des "Ariers", das Gegenstück zur Figur der "Jüdin" respektive des "Juden". Die letzten zwei Kapitel sollen deshalb die Charakteristika der bildlichen Widerspiegelung der imaginierten nationalsozialistischen "Juden- und Jüdinnenbilder" betrachten. Gezeigt soll werden, in welchem Zusammenhang nicht nur die Darstellung von Jüdinnen, sondern auch von Juden mit nationalsozialistischer Misogynie und Sexismus zu tun hat.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Prolegomena

1.1. Forschungsstand

1.2. Quellen

2. Julius Streicher

3. Untersuchung: Antisemitischer Sexismus oder sexistischer Antisemitismus?

4. Frauen im Nationalsozialismus

5. Der “Stürmer-Jude”

6. Die “Stürmer-Jüdin”

7. Ergebnisse

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Korrelation zwischen dem Antisemitismus und der nationalsozialistischen, misogynen Ideologie in der Hetzschrift „Der Stürmer“. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwiefern sich diskriminierende Bilder von Jüdinnen und Juden durch geschlechtsspezifische Stereotype bündeln und wie diese zur Konstruktion rassistischer Feindbilder im „Dritten Reich“ beitrugen.

  • Konstruktion von Jüdinnen- und Judenbildern im „Stürmer“
  • Intersektionalität von Antisemitismus und Misogynie
  • Rolle von Gender-Stereotypen in der nationalsozialistischen Propaganda
  • Karikaturanalyse als Mittel zur Verbildlichung rassistischer Weltanschauungen

Auszug aus dem Buch

Die “Stürmer-Jüdin”

Die These Christina von Brauns, dass das vermeintlich „Fremde“ der „Juden“ dadurch verstärkt wurde, dass man ihnen jenes attributiv zuordnete, was als „weiblich“ verstanden wurde, wird im Folgenden für die Wochenzeitung „Stürmer“ analysiert. Insgesamt erschienen darin die wenigsten Bilder von Jüdinnen im Jahre 1933. 1938 fällt ein vermehrtes Auftreten von Fotografien von Jüdinnen anstelle von Karikaturen auf. Unter der Rubrik „Das ist Sie!“ werden, anstelle der karikaturistischen Darstellungen des vergangenen Zeitraums, Fotografien realer gedruckt. Dabei wurden Bilder von Juden:Jüdinnen solchen von “ArierInnen” gegenübergestellt und so ein Bild von “JüdInnen” vor der Folie ihres vermeintlichen physiognomischen Gegenstückes, des “Ariers” und der “Arierin”, konstruiert. Laura Besnow erläuterte, dass die Veröffentlichung ebendieser Fotografien eine für den “Stürmer” typische Methode sei, durch die Diffamierung einzelner Personen die „von den Juden ausgehende Gefahr für das deutsche Volk“ zu demonstrieren. Die Jüdinnen-Stereotype des „Stürmer“ sind per se misogyn, da sie meist ein Gesamtbild einer nicht existierenden Frau zeichneten und Frauen Eigenschaften zuwiesen, die antisemitisch konnotiert und zugleich frauenfeindlich waren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Prolegomena: Einleitung in die Thematik der binären Strukturen im Nationalsozialismus und Vorstellung des Untersuchungsgegenstands „Der Stürmer“ unter Berücksichtigung der Geschlechtergeschichte.

1.1. Forschungsstand: Überblick über die bisherige wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Kategorie Gender im Kontext von Antisemitismus und Antifeminismus.

1.2. Quellen: Darstellung der Quellenlage, insbesondere zur verfügbaren Gesetzgebung und zu den im Stadtarchiv und Staatsarchiv gelagerten Dokumenten der Hetzschrift.

2. Julius Streicher: Untersuchung der Person Julius Streichers und seines politischen Testaments als Schlüssel zum Verständnis der Ideologie hinter dem „Stürmer“.

3. Untersuchung: Antisemitischer Sexismus oder sexistischer Antisemitismus?: Analyse der theoretischen Verflechtungen zwischen Antisemitismus und Frauenfeindlichkeit sowie der „doppelten“ Diskriminierung.

4. Frauen im Nationalsozialismus: Analyse des Frauenbildes im NS-System, das zwischen der staatlich propagierten Mutterrolle und instrumenteller Überwachung schwankte.

5. Der “Stürmer-Jude”: Untersuchung der Stereotypisierung des männlichen Juden, dessen Darstellung häufig mit Verweiblichung und „Unnatürlichkeit“ verknüpft wurde.

6. Die “Stürmer-Jüdin”: Analyse der spezifischen, misogynen Konstruktion jüdischer Frauenbilder im „Stürmer“ und deren Abgrenzung zum antisemitischen Feindbild des „Juden“.

7. Ergebnisse: Zusammenführende Betrachtung der Analyseergebnisse zur Konstruktion der jüdischen Frau als Gegenpart zur „deutschen Frau“ im NS-Diskurs.

Schlüsselwörter

Antisemitismus, Nationalsozialismus, Der Stürmer, Gender, Misogynie, Geschlechterrollen, Karikaturanalyse, Stereotype, Rassenschande, Judenbild, Jüdinnenbild, NS-Propaganda, Visual History, Kontaminationstheorie, Volksgemeinschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie in der nationalsozialistischen Hetzschrift „Der Stürmer“ durch eine Kombination aus Antisemitismus und Misogynie spezifische Bilder von jüdischen Frauen konstruiert und für propagandistische Zwecke eingesetzt wurden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder sind die Analyse von NS-Geschlechterbildern, die Rolle von Karikaturen als Propagandainstrumente sowie die ideologische Verzahnung von jüdischen Stereotypen mit Frauenfeindlichkeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das NS-Regime durch die Stigmatisierung „abweichender“ Weiblichkeitsentwürfe bei Jüdinnen und die Verweiblichung jüdischer Männer ein rassistisches Feindbild schuf, das die „Volksgemeinschaft“ legitimieren sollte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein interdisziplinärer Ansatz gewählt, der theoretische Konzepte der Geschlechtergeschichte mit einer bildwissenschaftlichen Analyse von Karikaturen (Visual History) und einer Auswertung von NS-Textquellen verbindet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der ideologischen Einordnung durch Julius Streicher, dem Vergleich von Antisemitismus und Sexismus, der Rolle von Frauen im Nationalsozialismus sowie der spezifischen Bildkonstruktion von Juden und Jüdinnen im „Stürmer“.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich mit Begriffen wie Antisemitismus, Misogynie, NS-Propaganda, Geschlechterrollen, „Stürmer“ und der Konstruktion von Feindbildern charakterisieren.

Wird auch die Rolle der „arischen Frau“ betrachtet?

Ja, die Arbeit stellt die Konstruktion der „jüdischen Frau“ als negativen Gegenpart zur „arischen“ Frau dar, deren Rolle im NS-System als „Mutter“ und „Hüterin des Blutes“ zwar idealisiert, aber in ihrem Körperbild ebenfalls staatlich kontrolliert wurde.

Beweist die Arbeit, dass das Bild der „schönen Jüdin“ im „Stürmer“ vorkam?

Nein, die Arbeit stellt vielmehr fest, dass das literarische Stereotyp der „belle juive“ im „Stürmer“ nicht aufgegriffen wurde; stattdessen setzte die Hetzschrift konsequent auf „hässliche“ oder sexualisierte Zerrbilder.

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Details

Title
Die "Stürmer-Jüdin". Die Konstruktion von Jüdinnenbildern
College
University of Bonn
Grade
1.7
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2023
Pages
40
Catalog Number
V1369586
ISBN (eBook)
9783346902849
ISBN (Book)
9783346902856
Language
German
Tags
Stürmer-Jüdin Jüdinnen im Stürmer
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2023, Die "Stürmer-Jüdin". Die Konstruktion von Jüdinnenbildern, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1369586
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