This paper examines Oscar Wilde's drama "The Importance of Being Earnest" regarding his representation of morality and manners in the context of Victorian society in the late nineteen hundreds. It turns out that his drama has at least a twofold "message".
On the one hand he portrays his own aesthetic convictions which stood contrary to Victorian society, on the other hand Wilde criticizes Victorian customs and manners and reveals the hypocrisy of the upper class in his days. This paper not only summarizes Wilde's aesthetic philosophy and convictions but also shows how they are presented in his drama.
Inhaltsverzeichnis
I. Introduction
II. Wilde’s View on Morality and Manners in the Context of His Aesthetic Convictions
III. Application of Wilde’s Aesthetic View on morality and manners in The Importance of Being Earnest
IV. Conclusion
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht, wie Oscar Wilde in seinem Drama "The Importance of Being Earnest" durch die gezielte Verwirrung viktorianischer Vorstellungen von Moral und Anstand seine ästhetischen Überzeugungen zum Ausdruck bringt und die gesellschaftliche Heuchelei seiner Zeit kritisiert.
- Die Philosophie des Ästhetizismus bei Oscar Wilde
- Die Abkehr von viktorianischen moralischen Standards
- Die Konstruktion künstlicher Identitäten als künstlerischer Akt
- Die Rolle von Geschlechternormen und deren Subversion
- Die Bedeutung von Schein und Sein in gesellschaftlichen Institutionen
Auszug aus dem Buch
II. Wilde’s View on Morality and Manners in the Context of His Aesthetic Convictions
“Aestheticism contended that art should avoid social, political, or moral instruction, for art was autonomous with its own internal laws; hence, the artist’s principal concern was with the perfection of his work” (2). The roots of this idea can be found in the reflections of earlier philosophers and writers, such as Kant or Moritz with his aesthetics of autonomy. In The Critic as Artist Wilde himself suggests that already the ancient Greeks followed the idea of being wholly independent as an artist: “In those days the artist was free” (132). The artist could only focus on the perfection of work. That goes along with the idea, also outlined in The Critic as Artist, that art is completely detached from ethics and morality. Art belongs to a different sphere (Corrêa 57). With such a premise, it is not surprising when authors like Wilde have immoral characters appear, who do not really suffer from any consequences but instead happily continue to enjoy the benefits of their immoral lifestyle. It is also not surprising that the underlying message of their stories does not help to morally admonish or build up the reader.
Wilde does not stop at “art for art’s sake” but goes even further by suggesting that art is also for our sake. In The Decay of Lying he argues that “Life imitates Art far more than Art imitates Life” (102). This shows that for Wilde Art represents the highest sphere possible. Everything is subordinate to it. But what happens here is not merely subordination to art. Wilde is convinced that art should also actively shape the life of a person. Life “should imitate and become a beautiful work of art, even if this beauty is a lie” (DeOrnellis 66).
Zusammenfassung der Kapitel
I. Introduction: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein, stellt die These auf, dass Wilde durch die Umkehrung viktorianischer Moralvorstellungen den Ästhetizismus propagierte, und skizziert den Aufbau der Untersuchung.
II. Wilde’s View on Morality and Manners in the Context of His Aesthetic Convictions: Hier werden die Grundlagen des Ästhetizismus erläutert, insbesondere die Trennung von Kunst und Moral sowie die Vorstellung, dass das Leben ein Kunstwerk sein sollte.
III. Application of Wilde’s Aesthetic View on morality and manners in The Importance of Being Earnest: Dieses Kapitel analysiert die konkrete Umsetzung in das Drama, wobei Themen wie Doppelleben, Wahrheit, Geschlechterrollen und gesellschaftliche Gastfreundschaft im Fokus stehen.
IV. Conclusion: Das Fazit bestätigt, dass Wilde durch die Absurdität und die bewusste Verwirrung von Moral und Anstand die viktorianische Oberflächlichkeit dekonstruiert.
Schlüsselwörter
Oscar Wilde, The Importance of Being Earnest, Ästhetizismus, Viktorianisches Zeitalter, Moral, Anstand, Kunst, Hedonismus, Kunst für die Kunst, Geschlechterrollen, Identität, Heuchelei, Literaturanalyse, Gesellschaftskritik, Schein und Sein
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es grundsätzlich in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit analysiert, wie Oscar Wilde in seinem Drama "The Importance of Being Earnest" ästhetische Grundsätze verwendet, um die strengen viktorianischen Moral- und Anstandsnormen herauszufordern und zu unterlaufen.
Welche zentralen Themenfelder werden in der Analyse behandelt?
Zu den Schwerpunkten gehören der Ästhetizismus, die Rolle der Moral in einer Gesellschaft, die künstliche Konstruktion von Identität sowie die Dekonstruktion von Geschlechterrollen und gesellschaftlichen Etiketten.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?
Die Arbeit untersucht, wie die Darstellung von Moral und Anstand in Wildes Stück dazu beiträgt, seine spezifischen ästhetischen Überzeugungen zu stärken und viktorianische Ideale als bloße Oberflächlichkeit zu entlarven.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?
Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Primärtext ("The Importance of Being Earnest") mit theoretischen Schriften von Wilde sowie sekundärliterarischen Beiträgen zur Rezeption und zum Kontext verknüpft.
Was wird im Hauptteil der Untersuchung behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Ästhetizismus bei Wilde und die praktische Anwendung dieser Konzepte auf Aspekte wie Doppelleben, Wahrheit, Ehe und Gastfreundschaft im Drama.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?
Die Arbeit wird wesentlich durch Begriffe wie Ästhetizismus, Viktorianismus, Moral, Doppelleben, Identitätskonstruktion und gesellschaftliche Heuchelei definiert.
Wie unterscheidet sich die Auffassung von Wahrheit bei den Charakteren von der viktorianischen Norm?
Während die viktorianische Moral die Wahrheit als feststehenden, moralischen Wert betrachtet, interpretieren die Charaktere bei Wilde Wahrheit als beliebig, nicht einfach und primär als ästhetisches Gestaltungsmittel.
Welche Rolle spielt das Motiv der Gastfreundschaft für die Kernaussage der Arbeit?
Gastfreundschaft dient in der Analyse als Beispiel für die Diskrepanz zwischen formeller Höflichkeit (den gesellschaftlichen Regeln) und den darunter liegenden emotionalen Spannungen, was die Hypothesen über viktorianische Heuchelei stützt.
- Arbeit zitieren
- Clemens Depner (Autor:in), 2022, The Confusion of Morality and Manners in Wilde's "The Importance of Being Earnest", München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1369151