Hintergrund für dieses Reflexionspapier ist die Exkursion zur 4. Sommerhochschule Kinderschutz nach Bremen mit Schwerpunkt auf die Themen der Diversität, der Gesellschaft der Vielfalt und der Menschenrechte, welche mich vor allem interessiert haben.
Mit Bezug auf den Text von Silvia Staub-Bernasconi (2008) habe ich mich vorwiegend mit den Fragen: „Was ist Diversität?“, „Was sind Menschenrechte?“ und „Warum machen wir Soziale Arbeit und Kinderschutz überhaupt?“ auseinandergesetzt. Auch werden dabei zwei Hypothesen mitdiskutiert: „Können wir das in der Praxis Sozialer Arbeit auch umsetzen?“ und „Wie können wir das umsetzen?“.
Im ersten Teil werde ich mich mit dem Begriff der Diversität und den Perspektiven in Diversitätskonzepten, im zweiten Teil mit den Herausforderungen in einer Gesellschaft der Vielfalt mit Heterogenität (anders bzw. verschieden sein) und Differenz, welche anhand eines Beispiels des Kindeswohls bzw. Kindeswille kurz beleuchtet werden, beschäftigen. Um Kinderschutz in einer Gesellschaft der Vielfalt in einem erweiterten Rahmen geht es vor allem mit Menschenrechten weiter.
Inhaltsverzeichnis
1 Exkursion zur Sommerhochschule nach Bremen
Zielsetzung & Themen
Dieses Reflexionspapier setzt sich mit den Erkenntnissen der 4. Sommerhochschule Kinderschutz in Bremen auseinander, wobei der Fokus auf Diversität, der Gesellschaft der Vielfalt und der Rolle der Menschenrechte in der Sozialen Arbeit liegt. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie Kinderschutz in einer pluralistischen Gesellschaft menschenrechtsorientiert gestaltet werden kann und welche Herausforderungen dabei in der Praxis entstehen.
- Diversität und Heterogenität im Kinderschutz
- Menschenrechte als Grundlage professionellen Handelns
- Herausforderungen der Sozialen Arbeit in einer Gesellschaft der Vielfalt
- Intersektionale Analyse von Ungleichheit und Ausschluss
- Fallbeispiele zur praktischen Umsetzung von Kinderrechten
Auszug aus dem Buch
1 Exkursion zur Sommerhochschule nach Bremen
Hintergrund für dieses Reflexionspapier ist die Exkursion zur 4. Sommerhochschule Kinderschutz nach Bremen mit Schwerpunkt auf die Themen der Diversität, der Gesellschaft der Vielfalt und der Menschenrechte, welche mich vor allem interessiert haben. Mein Interesse galt hauptsächlich den beiden Workshops mit den Titeln „‘Und dann die Ungewissheit, nehmen sie mir jetzt die Eltern weg …’: Wie Kinder und Eltern Kindesschutzverfahren erleben – Einblicke in ein laufendes Schweizer Forschungsprojekt“ (Workshop 3 mit Aline Schoch), auf welches ich nicht näher eingehen möchte und „Geht es auch ohne Sprache? Lautsprache, Gebärdensprache, Fremdsprache: Potenzial für die Beratung in der Sozialen Arbeit“ (Workshop 13 mit Milena Konrad, M.A. Soziale Arbeit), in welchem ich das Alphabet der deutschen Gebärdensprache erlernen durfte. Auch der Praxisbesuch zur Neuen Oberschule Gröpelingen hat mir sehr gut gefallen. Dort wurde uns das Schulgebäude im Rundgang gezeigt und wir konnten nebenbei auch Gespräche mit der Schuldirektorin und ein paar Kindern führen.
Mit Bezug auf den Text von Silvia Staub-Bernasconi (2008) habe ich mich vorwiegend mit den Fragen: „Was ist Diversität?“, „Was sind Menschenrechte?“ und „Warum machen wir Soziale Arbeit und Kinderschutz überhaupt?“ auseinandergesetzt. Auch werden dabei zwei Hypothesen mitdiskutiert: „Können wir das in der Praxis Sozialer Arbeit auch umsetzen?“ und „Wie können wir das umsetzen?“.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Exkursion zur Sommerhochschule nach Bremen: Das Kapitel dokumentiert die Teilnahme an der Sommerhochschule Kinderschutz, reflektiert theoretische Konzepte der Diversität im Kontext von Menschenrechten und diskutiert anhand von Praxisbeispielen die Anwendungsmöglichkeiten sowie die Herausforderungen der Sozialen Arbeit.
Schlüsselwörter
Diversität, Kinderschutz, Menschenrechte, Soziale Arbeit, Gesellschaft der Vielfalt, Heterogenität, Intersektionalität, Kindeswohl, Inklusion, Diskriminierung, Menschenrechtsprofession, Praxisreflexion
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Reflexionspapier grundsätzlich?
Die Arbeit reflektiert die Teilnahme an der 4. Sommerhochschule Kinderschutz und setzt sich theoretisch sowie praxisorientiert mit der Bedeutung von Diversität und Menschenrechten für den Kinderschutz auseinander.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Diversität, die Bedeutung der Menschenrechte für die Soziale Arbeit und die Analyse von gesellschaftlichen Ausschlussmechanismen im Kinderschutz.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, zu untersuchen, wie Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession in einer durch Vielfalt geprägten Gesellschaft Kinder und deren Rechte wirksam schützen kann, trotz bestehender normativer Dilemmata.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt die Methode der Reflexion unter Bezugnahme auf fachwissenschaftliche Literatur, wie etwa von Silvia Staub-Bernasconi, sowie die Auswertung von Erfahrungen der besuchten Workshops und Praxisbesuche.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert den Begriff der Diversität, diskutiert Menschenrechte als handlungsleitende Basis der Sozialen Arbeit und beleuchtet verschiedene Fallbeispiele zur rechtlichen Durchsetzung von Kinderrechten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Diversität, Menschenrechte, Professionalität der Sozialen Arbeit und Kindeswohl charakterisiert.
Wie definiert die Autorin die Soziale Arbeit im Kontext des Kinderschutzes?
Die Soziale Arbeit wird als normative Profession verstanden, die sich nicht als neutral begreift, sondern wertebasiert auf soziale Gerechtigkeit sowie Menschenrechte aufbaut, um die Lebensbedingungen von Kindern zu verbessern.
Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der Menschenrechte?
Menschenrechte werden als hilfreiche, wenngleich visionäre Instrumente beschrieben, die zwar keine einfachen Lösungen für Dilemma-Situationen bieten, aber notwendig sind, um auf Probleme und Verletzungen aufmerksam zu machen.
Welche Rolle spielen Fallbeispiele in der Argumentation?
Die Fallbeispiele, wie etwa der Fall aus Goslar zu hörbehinderten Eltern, dienen dazu, die Kollision von Rechten – etwa zwischen Elternrecht und Kindeswohl – aufzuzeigen und die Komplexität der praktischen Umsetzung von Kinderschutz zu verdeutlichen.
- Quote paper
- Marie Lehky (Author), 2019, Diversität im Kinderschutz gestalten, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1363870