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Soziologische und entwicklungspsychologische Grundlagen sozialer Arbeit. Zusammenhang zwischen sozialer Lage und Bildungserfolg nach Pierre Bourdieu

Titel: Soziologische und entwicklungspsychologische Grundlagen sozialer Arbeit. Zusammenhang zwischen sozialer Lage und Bildungserfolg nach Pierre Bourdieu

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2022 , 6 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden Arbeit geht es darum, den Zusammenhang zwischen sozialer Lage und Bildungserfolg zu erfassen. Als Grundlage dieser Gegenüberstellung dient die Habitus-Theorie nach Pierre Bourdieu, einem französischen Soziologen. Demnach werde ich die Fragestellung wie folgt bearbeitet: Der erste Teil der Arbeit dient dem Verständnis und beinhaltet zunächst die Definition des Habitus und die genauere Darstellung der Theorie nach Bourdieu. Im zweiten Teil wird das
Phänomen ,,Bildungsungleichheit“ in Verbindung mit der zuvor genannten Theorie gebracht. Zum besseren Verständnis werden in diesem Teil auch konkrete Zahlen aus Statistiken hinzu gezogen und verglichen. Der Schlussteil dient dem reflektieren der Arbeit und gibt gleichzeitig eine subjektive Antwort auf die anfangs gestellte Frage.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I Die Habitus-Theorie nach Pierre Bourdieu

II Der Zusammenhang zwischen sozialer Lage und Bildungserfolg

III Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den engen Zusammenhang zwischen der sozialen Lage eines Individuums und dessen Bildungserfolg unter Anwendung der Habitus-Theorie des Soziologen Pierre Bourdieu. Dabei wird analysiert, wie unterschiedliche Formen von Kapital – ökonomisches, kulturelles und soziales – die Bildungschancen beeinflussen und zur Reproduktion von sozialer Ungleichheit im Bildungssystem beitragen.

  • Grundlagen der Habitus-Theorie nach Bourdieu
  • Differenzierung und Funktion der verschiedenen Kapitalarten
  • Einfluss der sozialen Herkunft auf den schulischen Kompetenzerwerb
  • Verknüpfung soziologischer Theorie mit statistischen Daten (Kinderarmut, PISA-Studie)
  • Reflexion über systemische Bildungsungleichheit und Ansätze zur Veränderung

Auszug aus dem Buch

I Die Habitus-Theorie nach Pierre Bourdieu

Der Begriff des Habitus an sich wurde in der Soziologie durch Norbert Elias und Pierre Bourdieu eingeführt. Nach Bourdieu ist der Habitus, das gesamte Auftreten einer Person. All das was ein Mensch denkt, fühlt und wonach er handelt. Aus dem Habitus lässt sich der Status einer Person, in der Gesellschaft ablesen. „Habitus meint bei ihm vor allem die klassenspezifisch erworbene, unbewusste aber genaue Angepasstheit der Dispositionen, Verhaltensmuster und Einstellungen einer Person an das jeweilige soziale Umfeld“ (Stangl 2022). Der Habitus bestimmt unser Handeln und ist das Produkt aus sozialem und kulturellen Kapital. Das heißt die Menge die wir an Kapital haben, bestimmt unser Habitus. Er ist außerdem nicht individuell, sondern an Klassen gebunden. Es gibt den Oberklassenhabitus, den Mittelklassenhabitus und den Unterklassenhabitus. Menschen mit gleichem Habitus werden sich gegenseitig erkennen, der Klassenhabitus ist demnach unveränderbar. (Vgl. Stangl 2022)

Die Theorie nach Bourdieu basiert auf diesem Habitus. Er sagt „Die Menge an ökonomischen, kulturellen und sozialen Kapital, die wir aufbringen können, verkörpert unseren Habitus“. Anders formuliert, wir haben Kapital nicht nur, wir werden zu dem was wir haben. Er drückt mit dem Begriff „Kapital“ aus, dass man nicht nur Geld, sondern auch soziale Kontakte und kulturelles Wissen austauschen, investieren und vererben kann.

Zusammenfassung der Kapitel

I Die Habitus-Theorie nach Pierre Bourdieu: Dieses Kapitel definiert den Habitus als klassenspezifisches und verinnerlichtes Verhaltensmuster und erläutert die verschiedenen Kapitalarten (ökonomisch, kulturell, sozial), durch die der Habitus geformt wird.

II Der Zusammenhang zwischen sozialer Lage und Bildungserfolg: Das Kapitel verknüpft die theoretischen Grundlagen mit der gelebten Realität von Bildungsungleichheit, gestützt durch aktuelle Statistiken zur Kinderarmut und Ergebnisse der PISA-Studie.

III Fazit: Der Schlussteil reflektiert die Anwendbarkeit von Bourdieus Theorie auf das heutige Bildungssystem und fordert eine aktivere Unterstützung benachteiligter Kinder sowie eine Sensibilisierung der Lehrenden.

Schlüsselwörter

Bildungsungleichheit, Habitus, Pierre Bourdieu, Ökonomisches Kapital, Kulturelles Kapital, Soziales Kapital, Soziale Lage, PISA-Studie, Bildungserfolg, Klassenspezifische Unterschiede, Soziale Herkunft, Inkorporiertes Kulturkapital, Bildungschancen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie die soziale Herkunft eines Menschen dessen Bildungschancen und Erfolg massiv beeinflusst, wobei der Fokus auf Bourdieus Konzepten von Habitus und Kapital liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder sind die soziologische Theorie des Habitus, das Zusammenspiel verschiedener Kapitalarten (ökonomisch, kulturell, sozial) und deren Auswirkungen auf die Bildungsbiografie.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen der sozialen Lage und dem Bildungserfolg zu erfassen und zu erklären, warum soziale Ungleichheit im Bildungssystem fortbesteht.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Auseinandersetzung mit der Habitus-Theorie von Pierre Bourdieu, ergänzt durch eine Analyse aktueller Statistiken zur Kinderarmut und Bildungsstudien wie PISA.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Begriffsdefinitionen des Habitus und der Kapitalarten erörtert, gefolgt von einer fallorientierten und statistischen Untersuchung von Bildungsungleichheit in Deutschland.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe wie Bildungsungleichheit, Habitus, soziales, kulturelles und ökonomisches Kapital stehen im Zentrum der Untersuchung.

Wie definiert Bourdieu den Habitus in dieser Arbeit?

Der Habitus wird als die Gesamtheit des Auftretens, Denkens und Handelns einer Person beschrieben, die unbewusst an das soziale Umfeld und die jeweilige Klasse angepasst ist.

Welche Rolle spielt das Bildungssystem für Kinder aus ärmeren Schichten?

Laut der Arbeit stellt das Bildungssystem eine Hürde dar, da Kinder mit "Minuskapital" bereits früh ausgegrenzt werden, anstatt die individuelle Situation durch pädagogische Aufmerksamkeit auszugleichen.

Ende der Leseprobe aus 6 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Soziologische und entwicklungspsychologische Grundlagen sozialer Arbeit. Zusammenhang zwischen sozialer Lage und Bildungserfolg nach Pierre Bourdieu
Hochschule
Evangelische Hochschule Berlin
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
6
Katalognummer
V1358356
ISBN (eBook)
9783346875525
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Soziologie Soziale Arbeit Pierre Bourdieu soziale Lage Bildungserfolg
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2022, Soziologische und entwicklungspsychologische Grundlagen sozialer Arbeit. Zusammenhang zwischen sozialer Lage und Bildungserfolg nach Pierre Bourdieu, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1358356
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Leseprobe aus  6  Seiten
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