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Die Hunnen und ihre narrative Rolle in Erzählungen der Völkerwanderung

Titel: Die Hunnen und ihre narrative Rolle in Erzählungen der Völkerwanderung

Hausarbeit , 2021 , 21 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Cornelia Burkhardt (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Verlauf der vorliegenden Arbeit werden die antiken Quellen auf die narrative Rolle der Hunnen in den Erzählungen von der Völkerwanderung untersucht, um besser zwischen Fakten und Topoi differenzieren zu können. Hierbei werden vor allem vier Themenkomplexe näher beleuchtet, um die sich die meisten Mythen und Legenden ranken.

Das erste Kapitel widmet sich der Frage, wer die Hunnen eigentlich waren und woher sie kamen. Anschließend wird nach der vermeintlichen Aggressivität und Grausamkeit der kriegerischen Reiternomaden gefragt, die in den Quellen ebenso häufig diskutiert wird wie die äußere Erscheinung und Lebensweise der Hunnen. Dies führt schließlich in einem Dominoeffekt zum letzten Themenkomplex, nämlich der Frage nach dem Einfluss des "Hunnensturms" auf die Geschichte der Völkerwanderung.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Die Hunnen – Eine Analyse ausgewählter Quellen auf Fakten und Topoi

Die Herkunft der Hunnen

Die kriegerischen Reiternomaden

„Habitus barbarus“

Der Einfluss des „Hunnensturms“ auf die Völkerwanderung

Fazit

Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die narrative Rolle der Hunnen in antiken Quellen über die Völkerwanderung. Ziel ist es, durch eine kritische Analyse der Texte zwischen historischen Fakten und literarischen Topoi zu differenzieren, um das bis heute prägende, oft einseitige Bild der „Hunnen als Inbegriff barbarischer Aggressivität“ zu hinterfragen.

  • Untersuchung von antiken Quellen zur Herkunft und Lebensweise der Hunnen
  • Analyse des literarischen Topos der hunnischen Brutalität und Aggressivität
  • Differenzierung zwischen historischer Realität und der Stilisierung durch zeitgenössische Autoren
  • Kritische Beleuchtung des „Hunnensturms“ und dessen tatsächlicher Einfluss auf die Völkerwanderung
  • Diskussion der „hunnischen Alternative“ im Kontext des römischen Machtverlusts

Auszug aus dem Buch

Die Herkunft der Hunnen

Bereits seit dem Erscheinen der Hunnen in der griechisch-römischen Welt der Antike ranken sich zahlreiche Theorien um die Herkunftsgeschichte dieses Stammes. So schreibt beispielsweise der römische Schriftsteller Ammianus Marcellinus über die Ankunft der Hunnen im Imperium Romanum:

“Die Saat des ganzen Verderbens und der Ursprung der verschiedenen Katastrophen, welche das Wüten des Kriegsgottes, alles im Gemenge mit ungewöhnlichen Bränden in Bewegung setzte, hatte, wie ich erfahren habe, folgende Ursache. Das Volk der Hunnen, das aus alten Zeugnissen nur wenig bekannt ist und das jenseits des Asowschen Meeres am Eismeer wohnt, überschreitet jedes Maß an Wildheit“.

Bei allen Bedenken gegenüber der Darstellungen Ammians lässt sich das Entsetzen und die Verwirrung über die plötzliche Erscheinung der Hunnen auch in anderen zeitgenössischen Quellen finden:

„In dieser Situation fiel ein barbarischer Stamm über die jenseits der Donau lebenden Völkerschaften her, ein Stamm, der bis dahin unbekannt war und plötzlich auftrat. Man nannte sie Hunnen, sei es, dass man sie als Königsskythen bezeichnen kann, sei es, dass es sich um diejenigen handelte, die nach Herodot als Menschen mit platter Nase und schwächlichem Körper entlang der Donau wohnten, sei es, dass sie von Asien nach Europa herübergekommen sind, den auch dies fand ich überliefert, dass der Kimmerische Bosporus, der durch den vom Don mitgeführten Schlamm zum Festland geworden war, ihnen den Übergang ermöglichte.“

Zusammenfassung der Kapitel

Die Hunnen – Eine Analyse ausgewählter Quellen auf Fakten und Topoi: Dieses Kapitel führt in die historische Bedeutung der Hunnen ein und skizziert die Problematik, wie antike Mythen und literarische Motive die historische Realität verschleiern.

Die Herkunft der Hunnen: Der Abschnitt befasst sich mit den antiken Erklärungsversuchen zur Herkunft des Stammes, wobei besonders die Verwendung des Genres „Origo gentis“ zur Einordnung ins christlich-römische Weltbild beleuchtet wird.

Die kriegerischen Reiternomaden: Hier wird die Stilisierung der hunnischen Aggressivität und Kampfweise in den antiken Quellen analysiert, insbesondere im Kontext ihres nomadischen Lebensstils und der Konfrontation mit dem Imperium Romanum.

„Habitus barbarus“: Dieses Kapitel widmet sich der Beschreibung der äußeren Erscheinung und primitiven Lebensweise der Hunnen als Mittel der Stigmatisierung gegenüber der zivilisierten römischen Welt.

Der Einfluss des „Hunnensturms“ auf die Völkerwanderung: Der Fokus liegt auf der Frage, ob der Hunnensturm historisch gesehen eine reale Zäsur darstellte oder eher als literarisches Konstrukt zur Deutung des endenden römischen Machtmonopols fungierte.

Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Quellenlage durch Vorurteile stark verzerrt ist, die historische Forschung jedoch durch archäologische Befunde ein differenzierteres Bild zeichnen kann.

Bibliographie: Ein Verzeichnis der verwendeten wissenschaftlichen Literatur und antiken Quellen.

Schlüsselwörter

Hunnen, Völkerwanderung, Antike Quellen, Topoi, Origo gentis, Attila, Habitus barbarus, Reiternomaden, Imperium Romanum, Geschichtsbild, Narrative Rolle, Historische Wahrheit, Barbarenstereotypen, Ethnogenese, Spätantike.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie antike Geschichtsschreiber die Hunnen darstellten und welche narrative Rolle sie ihnen in den Berichten über die Völkerwanderung zuschrieben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder sind die Herkunft der Hunnen, ihre typisierte kriegerische Lebensweise, die Zuschreibung eines barbarischen Habitus sowie die historische Bewertung des sogenannten Hunnensturms.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist es, zwischen historischen Fakten und antiken literarischen Motiven (Topoi) zu unterscheiden, um das überlieferte Zerrbild der Hunnen kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit nutzt eine quellenkritische Analyse, indem sie zeitgenössische Zeugnisse gegen moderne Forschungsergebnisse abwägt und die Intentionen antiker Autoren reflektiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Themenkomplexe: Herkunftslegenden, die Stilisierung als aggressive Reiternomaden sowie die Rolle des Hunnensturms und dessen Einfluss auf den Wandel der politischen Ordnung Roms.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit ist insbesondere geprägt durch Begriffe wie Topoi, Völkerwanderung, kulturelles Gedächtnis, Barbarenbild und quellenkritische Interpretation.

Warum wird Jordanes als Quelle so intensiv diskutiert?

Jordanes liefert einerseits besonders grausame Berichte zur Herkunft der Hunnen, dient aber andererseits als Beispiel für die komplexe, teils ambivalente Darstellung Attilas in der antiken Historiographie.

Welche Rolle spielt die Archäologie für die Arbeit?

Die Archäologie wird als wichtiges Korrektiv angeführt, um Halbwahrheiten in schriftlichen Quellen zu prüfen und ein objektiveres Bild der materiellen Lebensweise der Hunnen jenseits der Klischees zu gewinnen.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Hunnen und ihre narrative Rolle in Erzählungen der Völkerwanderung
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Veranstaltung
Die Zeit der Völkerwanderung
Note
1,3
Autor
Cornelia Burkhardt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
21
Katalognummer
V1358244
ISBN (eBook)
9783346872470
ISBN (Buch)
9783346872487
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Attila Hunnen Völkerwanderung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Cornelia Burkhardt (Autor:in), 2021, Die Hunnen und ihre narrative Rolle in Erzählungen der Völkerwanderung, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1358244
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  21  Seiten
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