Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Zur Shop-Startseite › VWL - Internationale Wirtschaftsbeziehungen

Internationales Regieren als Neue Staatsräson?

Das Beispiel einer GASP der Europäischen Union

Titel: Internationales Regieren als Neue Staatsräson?

Seminararbeit , 2005 , 14 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Magister Artium Christian Hoffmann (Autor:in)

VWL - Internationale Wirtschaftsbeziehungen

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Worum geht es in meiner Analyse? Meine Veröffentlichung stellt eine Zusammenfassung des Textes „International Governance as New Raison d´État? The Case of the EU Common Foreign and Security Policy” von Mathias Koenig-Archibugi dar. Bei ihm wird das Konzept der Neuen Staatsräson angewendet, um internationales Regieren zu untersuchen. Es gilt, bestimmte Regeln und Mechanismen aufzuzeigen, die bei politischen Vollmachtsübertragungen nationaler Regierungen auf die internationale Ebene wirken. Das Konzept der Neuen Staatsräson ist als eine Theorie der internationalen Beziehungen zu betrachten, auf einer Ebene mit klassischen Forschungstraditionen wie dem Realismus, dem Liberalismus oder auch dem Konstruktivismus. Dieses Konzept dient als Quelle für Hypothesen, warum internationale Institutionen entstehen und warum sie beständig sind. Eine dieser entwickelten Hypothesen ist die der collusive delegation, nach welcher internationales Regieren als abgekartete Vollmachtsübertragung angesehen werden kann. Mathias Koenig-Archibugi versucht am Fall einer GASP der EU die Existenz und Funktionsweise dieser These nachzuweisen und somit eine Erklärung für das Phänomen internationaler Institutionen und Abkommen zu liefern .

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Collusive Delegation These

2.1 Erörterung und logische Folgerungen der These

2.2 Belege für die These

3. Europäische Regierungen und eine GASP

3.1 Die GASP der EU: Ein Kandidat für Collusive Delegation?

Exkurs: konspirative Vollmachtsübertragungen

3.2 Ein Vergleich der ehemals 15 EU-Mitgliedsstaaten anhand einer Regressionsanalyse

3.3 Ein Vergleich von Frankreich, Deutschland, Großbritannien und Italien

4. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Konzept der "Neuen Staatsräson" und die Hypothese der "Collusive Delegation", um zu erklären, warum nationale Regierungen Machtbefugnisse an internationale Institutionen abtreten und welche strategischen Beweggründe dabei eine Rolle spielen.

  • Anwendung der Theorie der Neuen Staatsräson auf das internationale Regieren.
  • Analyse von Mechanismen der "abgekarteten" Vollmachtsübertragung nationaler Exekutiven.
  • Untersuchung der gemeinsamen europäischen Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) als Anwendungsfall.
  • Vergleich von Machtverteilungen zwischen Exekutive und Legislative in EU-Mitgliedsstaaten.
  • Bewertung von Autonomiezuwachs nationaler Regierungen durch internationale Kooperation.

Auszug aus dem Buch

2.1 Erörterung und logische Folgerungen der These

Im Zentrum der collusive delegation These steht die Autonomie nationaler Regierungen und deren Interesse daran, ihre Autonomie auszubauen. Jede nationale Exekutive ist mit einem bestimmten Grad an außenpolitischer und innenpolitischer Autonomie ausgestattet. „Wenn Regierungen entscheiden müssen, ob sie die Abgabe von Machtbefugnissen unterstützen oder sich ihr entgegenstellen, können sie einem Kompromiss zwischen außenpolitischer und innenpolitischer Autonomie gegenüberstehen und werden die Lösung wählen, die ihre Gesamtautonomie steigert“ (Koenig-Archibugi 2004, S. 154).

Da „die Teilnahme an zwischenstaatlichen Verhandlungen und Institutionen tendenziell zu einer Vergrößerung der innenpolitischen Unabhängigkeit nationaler Exekutiven führt“ (Koenig-Archibugi 2004, S. 154), implizieren einzelne Exekutiven mit einer politischen Vollmachtsübertragung einen Gesamtautonomiezuwachs, wobei dieser insbesondere inländische Akteure wie Parlamente, parteipolitische Oppositionen und gesellschaftliche Interessengruppen benachteiligt und deren demokratisch legitimierte Kontrollfunktionen erschwert. Laut Andrew Moravcsik werden die politischen Mittel, welche Einfluss in der inländischen Arena verleihen, neu verteilt, in der Regel zu Gunsten nationaler Entscheidungsträger, wobei dieser Umverteilungseffekt üblicherweise zu erneuten internationalen Verhandlungen führt, bei denen für nationale Exekutiven ein vergrößerter Anreiz besteht, von neuem Übereinkünfte zu erreichen.

Hierbei kann es zu einer Bildung von „Exekutivkartellen“ kommen, d.h. nationale Regierungen können sich gegenseitig helfen, sich von inländischen politischen Beschränkungen freizumachen und somit die jeweilige Politikrichtung näher an ihre eigenen Präferenzen zu bringen. Regierungen handeln somit nicht als vertrauensvolle Agenten für gesellschaftliche Gruppen, sondern verfolgen ihre eigenen Ziele. Janice Thomson spricht davon, dass „Staaten gegen Gesellschaften kooperieren können“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Konzept der Neuen Staatsräson und die Fragestellung, warum nationale Regierungen Macht an internationale Institutionen delegieren.

2. Die Collusive Delegation These: Theoretische Herleitung der These, dass Regierungen zur Steigerung ihrer Gesamtautonomie konspirativ Machtbefugnisse abtreten.

3. Europäische Regierungen und eine GASP: Untersuchung der GASP als Fallbeispiel sowie quantitative und qualitative Analyse der Machtverhältnisse in ausgewählten EU-Staaten.

4. Resümee: Synthese der Ergebnisse und Antwort auf die Forschungsfrage, ob internationale Kooperation dem Wohl der Nationalstaaten widerspricht.

Schlüsselwörter

Collusive Delegation, Neue Staatsräson, Internationale Beziehungen, Europäische Außen- und Sicherheitspolitik, GASP, Nationale Exekutive, Autonomie, Machtbefugnisse, Supranationalismus, Regressionsanalyse, Exekutivkartelle, Demokratiedefizit, Institutionen, Politische Kooperation, Souveränität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, warum nationale Regierungen freiwillig Souveränitätsrechte an internationale Institutionen abgeben, und prüft dies anhand der These der "Collusive Delegation".

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen das Verhältnis von nationalen Exekutiven zu ihren Parlamenten, das Konzept der Neuen Staatsräson und die Dynamik europäischer Außenpolitik.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den Mechanismus aufzudecken, durch den Regierungen internationale Kooperation nutzen, um sich innenpolitischen Fesseln und parlamentarischer Kontrolle zu entziehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Kombination aus theoretischer Diskussion, einer Regressionsanalyse der ehemaligen 15 EU-Mitgliedsstaaten sowie einen qualitativen Vergleich der vier größten EU-Staaten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der theoretischen Fundierung der These, der Operationalisierung der Variablen für die Regressionsanalyse und der detaillierten Betrachtung der Machtverhältnisse in Frankreich, Deutschland, Großbritannien und Italien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Collusive Delegation, Neue Staatsräson, GASP, Autonomie der Exekutive und internationale Institutionen.

Welche Rolle spielt die GASP in der Analyse?

Die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) dient als empirisches Fallbeispiel, um zu belegen, wie Regierungen bewusst an der Vertiefung der Integration arbeiten, um nationale Handlungsspielräume zu erweitern.

Warum wird Deutschland als positives Beispiel für die These angeführt?

Deutschland zeigt laut Analyse, dass die Abtretung von Kompetenzen an die EU-Ebene den Regierungen hilft, sich besser von inländischen, durch den Bundestag auferlegten Beschränkungen zu lösen.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Internationales Regieren als Neue Staatsräson?
Untertitel
Das Beispiel einer GASP der Europäischen Union
Hochschule
Universität Siegen
Veranstaltung
Seminar "Neue Institutionenökonomik der internationalen Beziehungen"
Note
1,3
Autor
Magister Artium Christian Hoffmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
14
Katalognummer
V135621
ISBN (eBook)
9783640436927
ISBN (Buch)
9783640437030
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Internationales Regieren Neue Staatsräson Beispiel GASP Europäischen Union
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Magister Artium Christian Hoffmann (Autor:in), 2005, Internationales Regieren als Neue Staatsräson? , München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/135621
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  14  Seiten
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Zahlung & Versand
  • Über uns
  • Contact
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum