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Zwischen Schlüsselrolle und Namenlosigkeit – die ambivalente Rolle der Mutter-Figur in Hartmanns von Aue "Gregorius"

Titel: Zwischen Schlüsselrolle und Namenlosigkeit – die ambivalente Rolle der Mutter-Figur in Hartmanns von Aue "Gregorius"

Ausarbeitung , 2020 , 9 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die ambivalente Rolle der Mutter-Figur – einerseits eine wichtige Handlungsträgerin zu sein, andererseits ohne wirkliche personale Identität zu bleiben – möchte das vorliegende Essay näher beleuchten. Zu diesem Zwecke soll zunächst eine Charakterisierung der Gregorius-Mutter vorgenommen werden, bevor die Figur auch in ihrer Mutterrolle sowie in der Beziehung zu ihrem Kind beleuchtet wird. Darauf aufbauend soll die Mutter-Figur dann, auch unter Bezugnahme auf Ingrid Kastens Aufsatz „Schwester, Geliebte, Mutter, Herrscherin: Die weibliche Hauptfigur in Hartmanns »Gregorius«“, wieder in den Gesamtzusammenhang der Legende eingeordnet werden, um ein abschließendes Bild dieser ambivalent angelegten Figur zu erhalten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung: Gregorius Mutter – wichtig und doch namenlos

2. Eine Vielzahl an Rollenidentitäten

3. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht die ambivalente Rolle der Mutter-Figur in Hartmanns von Aue Werk "Gregorius". Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen ihrer funktionalen Schlüsselrolle in der Handlung und ihrem Mangel an personaler Identität zu analysieren, wobei die Abhängigkeit von männlichen Figuren sowie der Prozess der Läuterung im Zentrum der Betrachtung stehen.

  • Die Charakterisierung der Mutter-Figur im Kontext ihrer verschiedenen Rollen.
  • Die Analyse der Abhängigkeit der weiblichen Identität von männlichen Gegenstücken.
  • Die Untersuchung der Mutterrolle und der Beziehung zum Sohn im Kontext des Inzest-Themas.
  • Die Einordnung der Figur in den Gesamtzusammenhang der Legende von Sünde, Buße und Gnade.

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung: Gregorius Mutter – wichtig und doch namenlos

Hartmann von Aues höfische Legende Gregorius begleitet nicht nur die namensgebende Figur auf dessen Weg von der Sünde über die Buße zur Gnade, sondern veranschaulicht eben jenen Weg auch an dessen Mutter. Dass der Mutter-Figur innerhalb der Geschichte um Gregorius eine Schlüsselrolle zugedacht ist, wird dabei bereits daran ersichtlich, dass die Vorgeschichte um den Inzest zwischen Bruder und Schwester, aus welchem Gregorius ja schließlich als Kind hervorgeht, in der Legende eine wichtige Stellung einnimmt.

Auch an dem zweiten Inzest, dieses Mal direkt zwischen Mutter und Sohn, ist die Mutter-Figur beteiligt. Dennoch aber bleibt sie in der Legende eine Namenlose; Ingrid Kasten schreibt der weiblichen Hauptfigur der Legende in diesem Zusammenhang einen Mangel an personaler Identität zu (vgl. Kasten 1993, 401). Gleichzeitig stellt Kasten aber auch fest, dass die Mutter-Figur als funktionale Schlüsselfigur Vor- und Hauptgeschichte miteinander verknüpft und dass das zentrale Themenfeld von Hartmann von Aues Bearbeitung des altfranzösischen Legendenstoffes, der Zusammenhang von Sünde, Buße und Gnade, ebenso wie an Gregorius selbst auch an dessen Mutter „exemplifiziert“ werde (ebd., S. 414).

Diese ambivalente Rolle der Mutter-Figur – einerseits eine wichtige Handlungsträgerin zu sein, andererseits ohne wirkliche personale Identität zu bleiben – möchte das vorliegende Essay in der Folge näher beleuchten. Zu diesem Zwecke soll zunächst eine Charakterisierung der Gregorius-Mutter vorgenommen werden, bevor die Figur auch in ihrer Mutterrolle sowie in der Beziehung zu ihrem Kind beleuchtet wird. Darauf aufbauend soll die Mutter-Figur dann, auch unter Bezugnahme auf Ingrid Kastens Aufsatz „Schwester, Geliebte, Mutter, Herrscherin: Die weibliche Hauptfigur in Hartmanns »Gregorius«“, wieder in den Gesamtzusammenhang der Legende eingeordnet werden, um ein abschließendes Bild dieser ambivalent angelegten Figur zu erhalten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Gregorius Mutter – wichtig und doch namenlos: Dieses Kapitel führt in die Problematik der namenlosen Mutter-Figur ein und skizziert die wissenschaftliche Fragestellung bezüglich ihrer Ambivalenz zwischen Handlungsrelevanz und Identitätsmangel.

2. Eine Vielzahl an Rollenidentitäten: Der Abschnitt analysiert die verschiedenen Rollen der Mutter – als Tochter, Schwester, Geliebte und Herrscherin – und beleuchtet ihre stete Abhängigkeit von den männlichen Akteuren der Legende.

3. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass trotz der flachen Charakterzeichnung der Mutter ihre Funktion als exemplarisches Subjekt für die zentralen Themen der Legende – Sünde und Gnade – für das Verständnis des Werkes essenziell ist.

Schlüsselwörter

Hartmann von Aue, Gregorius, Mittelalterliche Literatur, Mutter-Figur, Inzest, Rollenidentität, Sünde, Buße, Gnade, Identitätsmangel, Literaturwissenschaft, Höfische Legende, Ingrid Kasten, Weibliche Hauptfigur, Abhängigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der ambivalenten Darstellung der Mutter-Figur in Hartmanns von Aues Epos "Gregorius" und untersucht deren Funktion und Identitätsgestaltung.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen die Themenfelder Sünde, Buße, Gnade sowie die Geschlechterrollen und Abhängigkeitsverhältnisse im mittelalterlichen Legendenkontext.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, wie die Mutter-Figur trotz ihrer mangelnden personalen Identität und ihrer Namenlosigkeit eine zentrale, funktionale Rolle im Prozess der Sündentilgung einnehmen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die primär textimmanente Interpretationen mit der Einbeziehung fachwissenschaftlicher Sekundärliteratur (insbesondere Ingrid Kasten) kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die verschiedenen Rollen der Gregorius-Mutter (Tochter, Schwester, Geliebte, Herrscherin) und beleuchtet ihr Verhältnis zu ihrem Sohn sowie ihre Bedeutung für das Themenfeld der Erlösung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Identitätsmangel, funktionale Schlüsselfigur, Inzest, männliche Dominanz, Reue und Erlösung.

Inwiefern beeinflusst die "Namenlosigkeit" die Interpretation der Figur?

Die Namenlosigkeit wird als Indiz für einen bewussten Mangel an individueller, personaler Identität gewertet, wodurch die Figur stärker als funktionales Bindeglied in den Dienst der moralischen Legendenbotschaft gestellt wird.

Warum wird die Mutter-Kind-Beziehung im Text als "ambivalent" beschrieben?

Sie ist ambivalent, da sie einerseits durch Inzest und räumliche Trennung geprägt ist, andererseits aber am Ende der Erzählung tiefe mütterliche Gefühle und eine gemeinsame geistige Läuterung zum Ausdruck kommen.

Ende der Leseprobe aus 9 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Zwischen Schlüsselrolle und Namenlosigkeit – die ambivalente Rolle der Mutter-Figur in Hartmanns von Aue "Gregorius"
Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
9
Katalognummer
V1354967
ISBN (eBook)
9783346865359
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Hartmann von Aue Gregorius Mutter
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2020, Zwischen Schlüsselrolle und Namenlosigkeit – die ambivalente Rolle der Mutter-Figur in Hartmanns von Aue "Gregorius", München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1354967
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  9  Seiten
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