Diese Arbeit stellt den Abschlussbericht eines Forschungsprojekts dar, das sich mit der Forschung über die Situation der Russlanddeutschen in Deutschland beschäftigte. Es wurden Interviews über persönliche Immigrationsgeschichten und die politischen Einstellungen der Russlanddeutschen zu bestimmten Parteien, wie der AFD analysiert.
Ziel des Projekts ist es, die Debatte über die Russlanddeutschen vielfältiger zu gestalten, indem diesen Menschen die Möglichkeit gegeben wird, ihre eigene Sicht auf Politik und Gesellschaft zu äußern. Dadurch, dass den Personen eine eigene Stimme gegeben wird, können individuelle Meinungen die Darstellung einer homogene Gruppe aufbrechen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Abstract (H.)
1.2 Einleitung und Fragestellung (A. und P.)
1.3 Einbettung in den wissenschaftlichen Diskurs
1.3.1 Konfliktverständnis (H. und S.)
1.3.2 Begriffsdefinition (V.)
1.3.3 Forschungsstand (V.)
2 Projektdurchführung und Reflexion
2.1 Projektziele (Daniela)
2.2 Beschreibung des Produkts: Ein multimedialer Blog (H.)
2.3 Projektdurchführung (V.)
3 Stakeholder-Analyse (S.)
4 SWOT-Analyse (S.)
4.1 Projektanalyse
4.2 Umweltanalyse
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die einseitige mediale Berichterstattung über Russlanddeutsche durch die aktive Einbindung der Betroffenen zu komplementieren und ihnen eine eigene Stimme in der gesellschaftspolitischen Debatte zu geben. Die Forschungsfrage fokussiert dabei darauf, wie sich Russlanddeutsche im Rahmen der AfD-Debatte selbst zu Politik und Gesellschaft in Deutschland positionieren.
- Analyse der medialen und wissenschaftlichen Wahrnehmung von Russlanddeutschen.
- Erstellung eines multimedialen Blogs als Instrument für einen differenzierteren Diskurs.
- Durchführung einer Stakeholder-Analyse zur Identifikation relevanter Akteure.
- Reflexion der Projektdurchführung mittels SWOT-Analyse hinsichtlich Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken.
Auszug aus dem Buch
1.1 Abstract (H.)
Im Zuge der Bundestagswahl 2017 stieg das Interesse an den politischen Präferenzen russlanddeutscher (Spät-) Aussiedler*innen und rückte in den Fokus der medialen Berichterstattung. Dabei wurden jene Personen meist als Stammwählerschaft der AfD beschrieben; Stereotype und Pauschalisierungen prägten den Diskurs. Die unreflektierte und unpräzise Auseinandersetzung mit dieser Bevölkerungsgruppe nahm zum Teil diffamierende Züge an und erweckte den irreführenden Eindruck, dass es sich um eine homogene Gruppe handle. Weiter erfolgte die Darstellung nur aus einer Perspektive, denn es wurde viel über Russlanddeutsche gesprochen, aber selten mit ihnen. Diese einseitige Berichterstattung nahmen wir zum Anlass, mit den Personen dieser Migrantengruppe selbst in ein Gespräch zu treten, um einen differenzierteren Blick auf sie zu werfen, Vorurteile beiseite zu räumen und somit neue Impulse in der Debatte zu liefern. Ziel des Projekts ist es, die Debatte über die Russlanddeutschen vielfältiger zu gestalten, indem diesen Menschen die Möglichkeit gegeben wird ihre eigene Sicht auf Politik und Gesellschaft zu äußern. Dadurch, dass den Personen eine eigene Stimme gegeben wird, können individuelle Meinungen die Darstellung als eine homogene Gruppe aufbrechen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik der einseitigen medialen Wahrnehmung von Russlanddeutschen ein und verortet das Projekt wissenschaftlich.
2 Projektdurchführung und Reflexion: Hier werden die Zielsetzungen des Projekts, die Entwicklung des multimedialen Blogs sowie die verschiedenen Phasen der Projektdurchführung detailliert beschrieben.
3 Stakeholder-Analyse (S.): Dieses Kapitel untersucht die dynamischen Beziehungen zwischen dem Projekt und seinem Umfeld durch die Identifikation und Einordnung relevanter Akteure.
4 SWOT-Analyse (S.): Das Kapitel reflektiert das Projekt durch die Analyse von Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken, unterteilt in Projekt- und Umweltanalyse.
Schlüsselwörter
Russlanddeutsche, Bundestagswahl 2017, AfD, Medienberichterstattung, Integration, Identität, Stakeholder-Analyse, SWOT-Analyse, Multimedialer Blog, Migrationshintergrund, Politische Partizipation, Stereotype, Vorurteile, Diskurs, Gesellschaft.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der medialen und politischen Wahrnehmung von Russlanddeutschen, insbesondere im Kontext der Bundestagswahl 2017 und der damit verbundenen Debatten um politische Präferenzen dieser Gruppe.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentrale Themen sind die Auswirkungen medialer Stereotypisierung, die Integrationsdebatte, die politische Partizipation von Russlanddeutschen und das Potenzial zur Differenzierung durch eigene Medienprojekte.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das primäre Ziel ist es, die einseitige, oft homogene Darstellung von Russlanddeutschen durch eine multiperspektivische Herangehensweise aufzubrechen und den Betroffenen eine eigene Stimme innerhalb des gesellschaftspolitischen Diskurses zu verleihen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus Literaturrecherche, projektbegleitende Stakeholder-Analyse sowie eine SWOT-Analyse zur Evaluation des eigenen journalistischen Projekts.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Konzeption und Umsetzung eines multimedialen Blogs, die Reflexion des Projektablaufs in Anlehnung an das Projektmanagement sowie die strukturierte Analyse des Projektumfelds mittels Stakeholder- und SWOT-Methodik.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Schlüsselbegriffe sind neben den Russlanddeutschen unter anderem Diskursvielfalt, mediale Repräsentation, AfD-Debatte und Migrationsidentität.
Wie wurde die Zielgruppe für die Interviews ausgewählt?
Es wurden Russlanddeutsche gesucht, die bereit waren, ihre individuelle Sicht auf Politik, Gesellschaft und die Medienberichterstattung zu teilen, um die Vielfalt innerhalb der Gruppe darzustellen.
Welche Rolle spielt der multimediale Blog im Projekt?
Der Blog fungiert als zentrales Werkzeug, um durch einen bilingualen Ansatz (Deutsch/Russisch) und verschiedene Formate wie Interviews und Podcasts eine Brücke zwischen den Generationen zu schlagen und eine differenziertere Eigenwahrnehmung zu ermöglichen.
- Arbeit zitieren
- Daniela Köhler (Autor:in), 2018, Russlanddeutsche in Deutschland. Immigrationsgeschichten und politische Einstellungen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1354957