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Atem, Stimme und Sprache aus der Sicht eines Sprechlehrers

Titel: Atem, Stimme und Sprache aus der Sicht eines Sprechlehrers

Fachbuch , 2009 , 31 Seiten

Autor:in: Robert Ernst Castellitz (Autor:in)

Rhetorik / Phonetik / Sprechwissenschaft

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

EINLEITUNG
Allen Lebewesen mit Stimme ist es eigen, Seelenzustände durch Laute zu äußern. Wir kennen aus der Tierwelt die Lock- und Balzrufe der Vögel, das Hungergebrüll der Löwen oder das ängstliche Aufkreischen einer Stimme infolge von Gefahr oder Schmerz. Lautäußerungen dieser Art werden bei Tier und Mensch durch Reize ausgelöst und über Nervenbahnen zum Phonationsstrom weitergeleitet.

Die menschliche Stimme ist an bestimmte von der Natur vorgegebene Eigenschaften des Organismus gebunden. Diese sind nicht veränderbar, aber „veredelbar“.

Die Größe der Lunge, die Länge und Stärke der Stimmbänder, die Beschaffenheit der Resonanzräume sind fixe Größen, die auch durch viel Fleiß nicht verändert werden können. Die Muskulatur aber die, die Hauptorgane der Sprach- und Lautgestaltung umgibt und funktionstätig macht, kann durch ezieltes Üben angeregt werden.

Ein Ton ist zunächst stimmlos, erst durch die Schwingungselemente der Resonanzräume erhält er seinen spezifischen Klang.

Die Tonhöhe hängt von der Länge und Spannung der Stimmbänder und somit von der Anzahl der Schwingungen (Frequenz) ab.

Die Lautstärke ist vom Luftvolumen abhängig, das durch die Hilfe der Atmungsmuskulatur gesteuert wird und die entsprechende Schwingungsweite (Amplitude) in den Stimmbändern hervorruft.

Die Klangfarbe (Timbre) entsteht aus der Form der Schwingung und aus der individuellen Nutzung der Resonanzräume, wobei der aus der Stimmbandschwingung entstehende Primärton entsprechend abgewandelt und verstärkt wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. KAPITEL DAS ATMUNGSORGAN

Die Duplizität der Luftaufnahme durch Nase und Mund

2. KAPITEL DIE ATEMSTÜTZE

Die richtige Körperhaltung

Die Elastizität der Atmungsmuskulatur

3. KAPITEL DAS STIMMORGAN

1. Respirationsstellung:

2. Phonationsstellung:

3. Flüsterton:

4. Vollverschluss:

5. Vollatmungsstellung:

Der Kehlkopf

Der Ansatz des Stimmlautes: Phonation

Die Weitung des Pharynx

DIE ARTIKULATIONSORGANE

Der Unterkiefer (Mandibula)

Die Lippen (Labia)

Die Zunge (Lingua)

Das Zäpfchen (Uvula)

4. KAPITEL DAS ANSATZROHR

5. KAPITEL DIE VERSTÄRKUNG DES STIMMLAUTES: RESONANZ

Brustresonanz

Kopfresonanz

Indifferenzlage

6. KAPITEL LAUTPHYSIOLOGIE

Vokale

I – Laute

E – Laute

A –Laute

O – Laute

U – Laute

Ö – Laute

Ü – Laute

Diphthonge

EI /AI

AU

EU / ÄU

KONSONANTEN

Explosivlaute (Verschlusslaute, Sprenglaute)

P

B

T

D

K

G

Reibelaute (Engelaute)

F

W

S

Stimmloses (scharfes) S

Stimmhaftes ( weiches) S

SCH

CH (ich-Laut)

CH (ach-Laut)

NASALE

M

N

NG

ÜBRIGE KONSONANTEN

H

L

R

7. KAPITEL AUSSPRACHEREGELN

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die anatomischen und physiologischen Grundlagen der menschlichen Stimme und Artikulation aus der Perspektive eines Sprechlehrers. Das Hauptziel besteht darin, die Zusammenhänge zwischen Atmung, Stimmerzeugung und Lautbildung zu erläutern, um ein Verständnis für eine gesunde und präzise Sprechweise zu schaffen.

  • Anatomie und Funktion des Atmungsapparates
  • Physiologie des Stimmorgans (Kehlkopf) und der Resonanzräume
  • Mechanismen der Artikulation durch Lippen, Zunge und Unterkiefer
  • Klassifikation und Bildungsweise deutscher Vokale und Konsonanten
  • Regelwerk für die deutsche Standardaussprache

Auszug aus dem Buch

Die richtige Körperhaltung

Die Grundvoraussetzung für die richtige Atemführung ist die aufrechte Körperhaltung mit gestreckter Wirbelsäule und waagrecht stehendem Becken. Erfüllt dieses seine natürliche Funktion als „Schale für die Eingeweide“, erübrigt sich ein Einziehen der Bauchdecke, welches die Beweglichkeit und Elastizität der Atmungsmuskulatur blockiert. Dies würde zu Verspannungen im Bereich der Bauchdecke führen und die Atemluft am Einfließen in die Tiefe der Lungen behindern. Die Folge davon wäre eine isolierte Brust- /Schlüsselbeinatmung. Das Gewicht des Brustkorbes, des Schultergürtels und der Arme, das auf der Lunge lastet, würde beim Einatmen deren Entfaltung, beim Ausatmen die Dosierung der Ausatmungsluft zu einem gleichmäßig, kontinuierlich, langsamen Strom verhindern.

Das mühsame Heben des Brustkorbes und Schultergürtels beim Einatmen führt nicht nur zu Verspannungen der Halsmuskulatur, sondern könnte auch durch gewaltsames Einsaugen der Luft, zu Überdehnungen der Lungenbläschen führen und mitunter sogar organische Leiden hervorrufen.

Die starke Muskulatur zu beiden Seiten der Wirbelsäule streckt das Rückgrat vom Kreuzbein bis zum Nackenwirbel und hebt den Oberkörper selbsttragend aus dem Becken heraus. Durch bewusste Zwerchfellatmung mit der organischen Verlagerung des Atemschwerpunktes in das Becken erhält der Körper Kraft und Stabilität. Die Durchlüftung des Brustraumes bei der Intercostalatmung fügt dem Körpergefühl der Stabilität noch die Empfindung der Leichtigkeit hinzu, die sich positiv auf den Ansatz der Laute sowie auf sämtliche Bewegungen des Körpers auswirkt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. KAPITEL DAS ATMUNGSORGAN: Beschreibt den Aufbau der Lunge und den Prozess des Gasaustausches sowie die Bedeutung der Nasenatmung.

2. KAPITEL DIE ATEMSTÜTZE: Erläutert die Funktion der Atmungsmuskulatur, insbesondere des Zwerchfells, und die Notwendigkeit einer korrekten Körperhaltung für die Atemführung.

3. KAPITEL DAS STIMMORGAN: Analysiert den Kehlkopf als Instrument der Tonerzeugung, die verschiedenen Stellungen der Stimmritze und die Artikulationsorgane.

4. KAPITEL DAS ANSATZROHR: Beschreibt die verschiedenen Hohlräume oberhalb des Kehlkopfes, die zur Verstärkung und Formung des Schalls dienen.

5. KAPITEL DIE VERSTÄRKUNG DES STIMMLAUTES: RESONANZ: Erklärt die Bedeutung von Brust- und Kopfresonanz sowie die Definition der Indifferenzlage für eine geschmeidige Sprechstimme.

6. KAPITEL LAUTPHYSIOLOGIE: Detaillierte Darstellung der Bildungsweise sämtlicher Vokale, Diphthonge und Konsonanten der deutschen Sprache.

7. KAPITEL AUSSPRACHEREGELN: Führt die normativen Regeln der deutschen Hochlautung für Vokale und Konsonanten auf.

Schlüsselwörter

Atemführung, Stimmorgan, Kehlkopf, Artikulation, Resonanz, Vokale, Konsonanten, Sprechtraining, Phonation, Zwerchfellatmung, Lautphysiologie, Indifferenzlage, Ausspracheregeln, Sprechlehrer, Atemstütze

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Werk grundlegend?

Die Arbeit behandelt die anatomischen und physiologischen Prozesse, die der menschlichen Stimmgebung und Artikulation zugrunde liegen, um eine Basis für professionelles Sprechtraining zu bilden.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Atemphysiologie, der Funktionsweise des Kehlkopfes, der Rolle der Resonanzräume sowie einer detaillierten lautphysiologischen Analyse der deutschen Sprache.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Vermittlung von fundiertem Wissen über die körpereigenen Mechanismen der Stimm- und Sprachproduktion, um Sprechern eine bewusste und gesunde Steuerung ihres Instruments zu ermöglichen.

Welcher methodische Ansatz wird verfolgt?

Der Autor wählt einen anatomisch-funktionalen Ansatz, indem er die beteiligten Organe wie Lunge, Kehlkopf und Mundhöhle beschreibt und deren Zusammenspiel bei der Lautformung darlegt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Atmungsapparates, die anatomische Beschreibung des Stimmapparates, die Artikulationsorgane und eine systematische Kategorisierung der Laute und deren Ausspracheregeln.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Begriffe wie Atemstütze, Phonation, Artikulation, Resonanz, Lautphysiologie und Indifferenzlage stehen im Zentrum der fachlichen Ausführungen.

Warum ist die Unterscheidung zwischen apikaler und dorsaler S-Laut-Bildung so wichtig?

Diese Unterscheidung ist relevant, da sie die Störanfälligkeit der S-Laut-Bildung beeinflusst und das Verständnis für unterschiedliche korrekt erlernte Aussprachevarianten im Spracherwerb fördert.

Wie definiert der Autor das „Ansatzrohr“?

Das Ansatzrohr ist das System von Hohlräumen oberhalb der Stimmritze (Rachen, Mund- und Nasenhöhle), das zur Entfaltung der Klangfülle und Nuancierung des Primärtones dient.

Welche Bedeutung hat die sogenannte „Indifferenzlage“?

Die Indifferenzlage stellt die vollklingende, natürliche Mittellage der Stimme dar, in der eine optimale Stimmgebung mit minimalem muskulären Aufwand möglich ist.

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Atem, Stimme und Sprache aus der Sicht eines Sprechlehrers
Autor
Robert Ernst Castellitz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
31
Katalognummer
V135357
ISBN (Buch)
9783640451173
ISBN (eBook)
9783640451197
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Atem Stimme Sprache Sicht Sprechlehrers
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Robert Ernst Castellitz (Autor:in), 2009, Atem, Stimme und Sprache aus der Sicht eines Sprechlehrers, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/135357
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