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Das Formgesetz des Spätstils Beethovens bei Theodor W. Adorno

Title: Das Formgesetz des Spätstils Beethovens bei Theodor W. Adorno

Term Paper , 2018 , 20 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Tom Brünner (Author)

Musicology - Historical musicology

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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit unternimmt den Versuch einer Explikation des Formgesetzes des Spätstils Beethovens, wie es in dem fragmentarisch gebliebenen „Beethoven-Buch“ Adornos dargelegt wird. Zur Untersuchung dienen hier v.a. die explizit den Spätstil behandelnden Fragmente. Dementsprechend geht es um eine Untersuchung der das Formgesetz bestimmenden Kategorien der Konventionen und vor allem der Subjektivität.

In der einführenden Bemerkungen orientiert sich die Arbeit zunächst an Adornos eigenem Programm von „Spätstil (I). Text 3: SPÄTSTIL BEETHOVENS": Es wird zunächst die übliche Ansicht der biografisch-psychologischen Deutung in der Darstellung Adornos aufgezeigt, um sich alsdann Adornos Vorhaben, nämlich dem vielmehr werkimmanent orientierten Aufspüren von Erkenntnissen, welche die seltsam anmutenden musikalischen Erscheinungen der Spätstilwerke in ihrem Sinn zu bestimmen suchen, zuzuwenden. Nach einem Zwischenstand folgen Ausführungen zur Rolle der Konventionen und eine erste Bestimmung des Formgesetzes.

Im Hauptteil wendet sich die Arbeit vornehmlich dem das Formgesetz prägenden Begriff der Subjektivität zu. Die „Subjektivität“ wird hier als dialektisch aufgezeigt, was auf ihre Bezüglichkeit mit der von Adorno ausgelegten Dialektik Hegels verweisen soll. Dieser Teil der Arbeit verwendet die von Adorno gegebene Gegenüberstellung von klassischem und spätem Beethoven und geht demnach zuerst auf die dialektische Subjektivität beim klassischen Beethoven und und dann auf die die Dialektik kritisierende Subjektivität im Spätstil Beethovens und die Rolle des Todes ein.

Bei der Erörterung zum klassischen Beethoven erfolgt außerdem ein kurzer Abriss zu Adornos Hegel- und Gesellschaftskritik, sowie die Zusammenführung von Gesellschaftskritik und Ästhetik, um sich der mit seiner gesellschaftskritischen Theorie eng zusammenhängenden Beethoven-Deutung Adornos angemessen annähern zu können. Die Arbeit wird abgeschlossen von einer
Untersuchung der Stellung der Dialektik im Spätstil und der Rolle des Todes.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Einführende Bemerkungen

1.1 Die übliche Ansicht

1.2 Adornos Vorhaben

1.3 Zwischenstand

1.4 Die Rolle der Konventionen

1.5 Erste Bestimmung des Formgesetzes

2. Hauptteil: Dialektik des Formgesetzes

2.1.1 Dialektische Subjektivität beim klassischen Beethoven

2.1.2 Kurzer Abriss zu Adornos Hegel- und Gesellschaftskritik

2.1.3 Zusammenführung von Gesellschaftskritik und Ästhetik

2.1.4 Zwischenfazit

2.2 Die Dialektik kritisierende Subjektivität im Spätstil Beethovens und die Rolle des Todes

2.3 Das Formgesetz – Abschließende Bemerkungen

3. Schlussteil

3.1 Diskussion

3.2 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit expliziert das von Theodor W. Adorno in seinem fragmentarischen „Beethoven-Buch“ entwickelte „Formgesetz“ des Spätstils von Ludwig van Beethoven und untersucht dessen theoretische Fundierung sowie die Rolle von Subjektivität und Konventionen.

  • Die Auseinandersetzung mit Adornos Beethoven-Interpretation jenseits biographischer Ansätze.
  • Die dialektische Beziehung zwischen musikalischer Form und gesellschaftskritischer Theorie.
  • Die Analyse der Subjektivität als zentrales Prägemerkmal des Formgesetzes.
  • Die Bedeutung der Konventionen und des Todes im Spätstil Beethovens.
  • Die kritische Reflexion des Hegelschen Einflusses auf Adornos Musikästhetik.

Auszug aus dem Buch

1.2 Adornos Vorhaben

Adorno geht es also darum, aus diesen oben angedeuteten, seltsamen musikalischen Erscheinungen selbst erklärende Erkenntnisse zu gewinnen. Dafür ausschlaggebend ist der Begriff des Formgesetzes: „[Jenes] gilt es zu erkennen, wofern man nicht die Grenzlinie zum Dokument überschreiten mag – jenseits von welcher dann freilich jedes Konversationsheft Beethovens mehr zu bedeuten hätte als das cis-moll-Quartett.“ Die Werke würden im Sinne der biographischen Deutung als Dokumente interpretiert insofern, als sie auf etwas außer ihnen Liegendes verwiesen, eben beispielsweise auf den nahenden Tod, Beethovens Hörleiden, Schwierigkeiten mit seinem Neffen und anderes. Das Formgesetz als Kriterium der werkimmanenten Auslegung von Musik kann grob als Prinzip verstanden werden, welches mithilfe adäquater, musikkompositorischer Begriffe, die sich auf das (übergeordnete) System musikalischer Erscheinungen beziehen, ausgedrückt wird. Der Anspruch des Formgesetzes liegt also darin, die Gesetzmäßigkeiten von Kunstwerken durch schlüssige Ableitung „auffälliger“ Einheiten in musikalische Einheiten (Motive, Themen, Sätze, Stücke) zu formulieren. Beim Formgesetz des Spätstils Beethovens müssen eine Reihe musikalischer Werke analysiert und miteinander in Beziehung gesetzt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung steckt das Forschungsfeld ab, indem sie Adornos Ziel expliziert, das „Formgesetz“ bei Beethoven nicht biographisch, sondern werkimmanent zu deuten.

1. Einführende Bemerkungen: Dieses Kapitel kritisiert die herkömmliche, biographisch-psychologische Beethoven-Forschung und führt in die zentralen Begriffe Konvention und Subjektivität ein.

2. Hauptteil: Dialektik des Formgesetzes: Der Hauptteil untersucht die dialektische Beziehung zwischen Subjektivität, Gesellschaftskritik und ästhetischer Form im Wandel vom klassischen zum späten Beethoven.

3. Schlussteil: Das Kapitel bietet eine kritische Diskussion der Adorno-Interpretation und zieht ein Fazit über die Anwendbarkeit seiner Thesen.

Schlüsselwörter

Theodor W. Adorno, Ludwig van Beethoven, Spätstil, Formgesetz, Subjektivität, Konvention, Dialektik, Hegel, Gesellschaftskritik, Musikästhetik, werkimmanente Analyse, musikalische Erscheinung, Tod, Negation, Fragmentierung.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das zentrale Anliegen dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht Adornos musiktheoretisches Konzept des „Formgesetzes“ im Spätwerk Beethovens und grenzt dieses von rein biographischen Deutungen ab.

Welche Rolle spielen Konventionen bei Beethoven?

Nach Adorno zeichnet sich der Spätstil dadurch aus, dass Konventionen nicht mehr durch ein harmonisierendes Subjekt übertüncht, sondern als „Trümmer“ oder zerbrochene Elemente kritisch exponiert werden.

Wie definiert Adorno das „Formgesetz“?

Das Formgesetz ist für Adorno ein Kriterium der werkimmanenten musikalischen Analyse, das sich auf das dialektische Verhältnis von musikalischen Einheiten (Motiven, Themen, Sätzen) zu einem systemischen Ganzen bezieht.

Warum bezieht die Arbeit Hegels Philosophie ein?

Adornos Beethoven-Deutung ist tief in seiner Rezeption der Hegelschen Dialektik verwurzelt, insbesondere im Hinblick auf das Verhältnis von Einzelnem und Totalität.

Welche Funktion hat der Tod im Spätstil?

Der Tod wird bei Adorno zum ästhetischen Kriterium: Er markiert das Ende einer harmonisierenden Subjektivität und leitet über zur „Stimme der Negation“ im Spätwerk.

Welche wissenschaftliche Methode wird benutzt?

Es handelt sich um eine werkimmanente, philosophisch-musikästhetische Analyse auf der Grundlage von Adornos Schriften und relevanter Sekundärliteratur.

Inwiefern unterscheidet sich der klassische vom späten Beethoven bei Adorno?

Der klassische Beethoven strebt noch eine dialektische Vermittlung und harmonische Synthese an, während der späte Beethoven diese durch Brüche und Dissonanzen desillusioniert.

Was bedeutet „Subjektivität“ in diesem Kontext?

Subjektivität wird als eine dialektische Kraft verstanden, die das musikalische Material entweder formt (klassisch) oder in seiner Zerbrechlichkeit und Endlichkeit reflektiert (spät).

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Details

Title
Das Formgesetz des Spätstils Beethovens bei Theodor W. Adorno
College
University of Kassel  (Institut für Musik)
Course
Beethovens Spätwerk
Grade
1,0
Author
Tom Brünner (Author)
Publication Year
2018
Pages
20
Catalog Number
V1353370
ISBN (eBook)
9783346862877
ISBN (Book)
9783346862884
Language
German
Tags
Adorno Beethoven Beethovendeutung Spätwerk Dialektik der Aufklärung Musikphilosophie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tom Brünner (Author), 2018, Das Formgesetz des Spätstils Beethovens bei Theodor W. Adorno, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1353370
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