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Sozialraumorientierung im Bundesteilhabegesetz. Grundlagen und Herausforderungen

Titel: Sozialraumorientierung im Bundesteilhabegesetz. Grundlagen und Herausforderungen

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2022 , 19 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Kristina Kroemke (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden Arbeit soll dargestellt werden, wo die Sozialraumorientierung (SRO) theoretisch verortet wird und welche Bedeutung die Theorie für die Umsetzungspraxis hat. Nach der theoretischen Einordnung und der Darstellung der von Wolfgang Hinte entwickelten Umsetzungsprinzipien der SRO wird zunächst die Zielstellung des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) definiert und Teilhabe als Leitziel herangezogen. Daraus werden die Handlungsschwerpunkte des BTHG abgeleitet, die das Bundesministerium für Arbeit und Soziales u.a. mit mehr Teilhabe, mehr Selbstbestimmung und mehr Beteiligung benennt. Abschließend wird konkretisiert, wo die SRO in ihrer theoretischen Fundierung innerhalb der Sozialgesetzgebung Ausdruck findet. Es wird zugleich betrachtet, welche Herausforderungen sich aus der Umsetzungsverantwortung des BTHG und damit der SRO für die Akteure der Eingliederungshilfe ergeben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Sozialraumorientierung

1.1 Theoretische Grundlagen der Sozialraumorientierung

1.1.1 Der Soziale Raum

1.1.2 Feldtheorie

1.1.3 Sozialökologie

1.1.4 Non-direktive Pädagogik

1.1.5 Lebensweltorientierung nach Thiersch

1.2 Prinzipien sozialraumorientierter Sozialer Arbeit nach Hinte

2 Bundesteilhabegesetz

2.1 Teilhabe als Leitziel der Behindertenhilfe

2.2 Zielstellung und Handlungsschwerpunkte

3 Sozialraumorientierung im Bundesteilhabegesetz

3.1 Verortung der Sozialraumorientierung im Bundesteilhabegesetz

3.2 Herausforderungen für Akteure der Eingliederungshilfe

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die theoretische Verortung der Sozialraumorientierung (SRO) und deren Bedeutung für die Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) in der Eingliederungshilfe. Das zentrale Ziel ist es zu untersuchen, wie die Prinzipien der SRO in die gesetzlichen Vorgaben integriert werden können, um eine an den Interessen der Betroffenen orientierte Soziale Arbeit zu gewährleisten.

  • Grundlagen der Sozialraumorientierung und deren pädagogische sowie soziologische Herleitung.
  • Die Ziele und Handlungsschwerpunkte des Bundesteilhabegesetzes (BTHG).
  • Die fachliche Verknüpfung von SRO-Konzepten mit der Eingliederungshilfe.
  • Die Rolle der Akteure der Eingliederungshilfe bei der Umsetzung des Teilhabegedankens.

Auszug aus dem Buch

1.1.2 Feldtheorie

Die Feldtheorie wurde von Kurt Lewin entwickelt, der damit eine Gegenthese zur geltenden psychologischen Annahme „Reiz und Reaktion“ zur Beschreibung menschlichen Verhaltens setzte. Lewin formulierte: „Jedes Verhalten [...] innerhalb eines psychologischen Feldes ist einzig und allein vom psychologischen Feld zu dieser Zeit abhängig.“ (1963, S. 99, zit. n. Noack, 2015, S. 93)

Dies lässt die Schlussfolgerung zu, dass die Umwelt eines Menschen erheblichen Einfluss auf die Konstruktion und das Erleben seiner Lebensräume hat. Lewin unterscheidet damit zwischen dem Lebensraum eines Individuums und der sozialen Welt (Noack, 2015, S. 93).

Die Feldtheorie stützt somit die zuvor genannte Begriffsordnung des Sozialen Raumes.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Relevanz der Sozialraumorientierung im Kontext der UN-Behindertenrechtskonvention und des BTHG.

1 Sozialraumorientierung: Darstellung der theoretischen Fundamente aus Feldtheorie, Sozialökologie und Pädagogik sowie der zentralen Prinzipien nach Wolfgang Hinte.

2 Bundesteilhabegesetz: Beschreibung der gesetzlichen Rahmenbedingungen des BTHG und der Neudefinition des Teilhabebegriffs.

3 Sozialraumorientierung im Bundesteilhabegesetz: Analyse der Implementierung der SRO in die Eingliederungshilfe und der daraus resultierenden Anforderungen an beteiligte Akteure.

4 Fazit: Zusammenfassende Einschätzung zur Notwendigkeit der Theorie-Praxis-Transferleistung und zur Stärkung der sozialraumorientierten Arbeitsweise.

Schlüsselwörter

Soziale Arbeit, Sozialraumorientierung, Bundesteilhabegesetz, BTHG, Eingliederungshilfe, Teilhabe, Lebensweltorientierung, Sozialökologie, Feldtheorie, Inklusion, Personenenzentrierung, Behinderung, Gemeinwesenarbeit, Unterstützungsleistungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen der Sozialraumorientierung und deren praktische Anwendung im Kontext des aktuellen Bundesteilhabegesetzes zur Unterstützung von Menschen mit Behinderung.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder sind die sozialräumliche Theoriebildung, das BTHG als gesetzliche Grundlage, die Prinzipien der Eingliederungshilfe sowie die Herausforderungen für Fachkräfte bei der praktischen Umsetzung.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sozialraumorientierte Ansätze zur Erreichung der gesetzlich geforderten Teilhabe und Selbstbestimmung nach dem BTHG beitragen können.

Welche wissenschaftlichen Perspektiven bilden das Fundament?

Die Arbeit stützt sich auf theoretische Konzepte der Sozialökologie, der Feldtheorie nach Lewin, der non-direktiven Pädagogik und der Lebensweltorientierung nach Thiersch.

Was deckt der Hauptteil der Untersuchung ab?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Sozialraumorientierung, die Analyse des BTHG und die konkrete Verortung dieser Ansätze in der heutigen Eingliederungshilfe.

Durch welche Kernbegriffe oder Schlüsselwörter wird die Arbeit charakterisiert?

Wichtige Begriffe sind Sozialraumorientierung, BTHG, Teilhabe, Inklusion, Eingliederungshilfe, Lebensweltorientierung und personenzentrierte Unterstützung.

Warum ist das "dritte System" nach Dörner für diese Arbeit von Bedeutung?

Es dient als zusätzliche Dimension neben dem öffentlichen und privaten Raum, um die Bedürfnisse von Menschen zu reflektieren, die auf Hilfe angewiesen sind, und unterstreicht die Individualität sozialraumorientierter Ansätze.

Welche Rolle spielt das "sozialrechtliche Dreieck" bei der Umsetzung des BTHG?

Es erfordert von allen beteiligten Akteuren (Leistungsträger, Leistungserbringer, Leistungsberechtigte) ein Umdenken hin zu einer stärkeren Personenenzentrierung und einer veränderten fachlichen Haltung, die über die bloße Erfüllung gesetzlicher Vorgaben hinausgeht.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Sozialraumorientierung im Bundesteilhabegesetz. Grundlagen und Herausforderungen
Hochschule
Hochschule Fresenius; Köln
Note
1,7
Autor
Kristina Kroemke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
19
Katalognummer
V1352336
ISBN (eBook)
9783346862662
ISBN (Buch)
9783346862679
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sozialraumorientierung der soziale Raum Feldtheorie non-direktive Pädagogik Bundesteilhabegesetz Eingliederungshilfe
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Kristina Kroemke (Autor:in), 2022, Sozialraumorientierung im Bundesteilhabegesetz. Grundlagen und Herausforderungen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1352336
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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