Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Go to shop › History of Germany - National Socialism, World War II

Widerstand und Selbstbehauptungsmöglichkeiten im KZ Dachau 1933-1939. Zeitzeugenberichte von Hans Beimler und Paul Martin Neurath

Title: Widerstand und Selbstbehauptungsmöglichkeiten im KZ Dachau 1933-1939. Zeitzeugenberichte von Hans Beimler und Paul Martin Neurath

Term Paper , 2017 , 25 Pages

Autor:in: Oliver Rohr (Author)

History of Germany - National Socialism, World War II

Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

In der Hausarbeit werden die frühe Lagerphase unter den Lagerkommandanten Wäckerle und Eicke ab 1933/ 34 sowie die späte Lagerphase um 1938 thematisiert. Untersucht werden dabei der gewaltdurchzogene Häftlingsalltag und die Chancen des Widerstands im Konzentrationslager Dachau anhand der Zeitzeugenberichte Hans Beimlers und Paul Martin Neuraths.

Um die Handlungsmöglichkeiten der Häftlinge besser nachvollziehen zu können, wird dafür auch auf die Wachmannschaften und Kommandanten samt ihrer Häftlingshandhabung beziehungsweise ihre Gangart gegenüber den Insassen eingegangen. Die genannten Zeitzeugenberichte sind, da sie von ehemaligen Häftlingen verfasst wurden, sehr subjektiv geschrieben.

Auf der einen Seite beschreibt Hans Beimler, damaliger KPD Funktionär und Reichstagsabgeordneter, in seinem Werk "Im Mörderlager Dachau. Vier Wochen in den Händen der braunen Banditen" seinen Aufenthalt in der frühen Dachauer Lagerphase. Aufgrund seiner politischen Einstellung ist er damals im Bunker des Lagers in Einzelhaft genommen worden, was seine Sicht und den Bericht über das Lagergeschehen beschränkt und prägt.

Auf der anderen Seite bezieht sich die Arbeit auf das Werk "Die Gesellschaft des Terrors. Innenansichten der Konzentrationslager Dachau und Buchenwald" von Paul Martin Neurath, einem damaligen österreichischen Juristen, der 1938 nach Dachau deportiert worden war und neben der Lagerstruktur, Häftlings- und Wachmannsbeschreibungen, vor allem auf die Häftlingsgesellschaft, die Machtausübung der SS und auch Konflikte eingeht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. WIDERSTAND UND SELBSTBEHAUPTUNG

2. 1 DEFINITION VON WIDERSTAND UND SELBSTBEHAUPTUNG

2. 2 KRITISCHE HINTERFRAGUNG DER WIDERSTANDSMÖGLICHKEITEN IM KONZENTRATIONSLAGER

3. FRÜHE LAGERPHASE AM BEISPIEL BEIMLERS

3. 1 AUFBAU DES TERRORSYSTEMS IN DER FRÜHEN LAGERPHASE

3. 2 HÄFTLINGSSITUATION UND WIDERSTANDSMÖGLICHKEITEN AM BEISPIEL BEIMLERS

4. WEITERER VERLAUF DER ANFANGSPHASE - ENTLASSUNG HILMAR WÄCKERLES UND ÜBERNAHME THEODOR EICKES

5. SPÄTE LAGERPHASE UM 1938

5. 1 VERGLEICHENDE ANALYSE DER HÄFTLINGSSITUATION IN DER SPÄTEN LAGERPHASE UM 1938 AM BEISPIEL NEURATHS

5. 2 „WARUM SCHLAGEN SIE NICHT ZURÜCK?“

6. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten des Widerstands und der Selbstbehauptung von Häftlingen im Konzentrationslager Dachau im Zeitraum von 1933 bis 1939. Anhand der Zeitzeugenberichte von Hans Beimler und Paul Martin Neurath analysiert die Untersuchung, wie die Lagerkommandanten und das Wachpersonal die Häftlingsgesellschaft beeinflussten und ob unter den extremen Bedingungen Möglichkeiten zur Gegenwehr oder moralischen Selbstbehauptung bestanden.

  • Analyse des nationalsozialistischen Lagersystems und der Lagerordnung.
  • Untersuchung der psychischen und physischen Gewalt gegen Häftlinge.
  • Gegenüberstellung der frühen Lagerphase und der späten Lagerphase um 1938.
  • Interpretation der Begriffe "Widerstand" und "Selbstbehauptung" unter extremen Bedingungen.
  • Reflexion der Zeitzeugenschaft als historische Quelle.

Auszug aus dem Buch

2. 1 Definition von Widerstand und Selbstbehauptung

Die Begriffe Widerstand und Selbstbehauptung sind, obwohl sie allgemein bekannt sind, nicht so leicht und eindeutig zu definieren.

Das politische Verständnis von Widerstand bezieht sich auf die Verweigerung von Handlungen oder gar ein oppositionelles Verhalten gegenüber der Obrigkeit. Widerstand ist dabei weder an eine bestimmte Partei gebunden, noch gibt es bestimmte Legalitätsansprüche, weshalb es stets auf den Standpunkt des Betrachters ankommt. Subjektive Bewertungen des Widerstands sind ort-, zeit- und personenabhängig. Zweifelsohne lässt sich der Widerstand gegen die Nationalsozialisten als gerechtfertigt einstufen. Konkret bedeutet Widerstand Abwehr.

Nach Michel Foucault bezeichnet der Begriff den Gegenpol zur herrschenden Macht. Diesbezüglich lässt sich festhalten, dass Widerstand nicht wie Revolution oder Rebellion an einen Punkt gebunden ist, sondern viel flexibler und ausdifferenzierter auftreten kann.

Eine weitere Unterscheidung lässt sich in der Form des Widerstands ausmachen. Es gibt die aktive Form, bei der die Initiative ergriffen und aktiv gegen die Obrigkeit agiert wird. Der passive Widerstand basiert auf Gewaltlosigkeit, verweigert jegliche Zusammenarbeit mit der herrschenden Macht und ist eher indirekt oppositionell ausgerichtet. Kennzeichnend für diese Form ist vor allem die nicht Befolgung von Anweisung oder auch die Ausführung dieser in einer Art und Weise, in der sie nicht den eigentlichen Zweck erfüllen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der Widerstandsmöglichkeiten im KZ Dachau und Vorstellung der primären Zeitzeugenquellen Beimler und Neurath.

2. WIDERSTAND UND SELBSTBEHAUPTUNG: Theoretische Definition der Begriffe Widerstand und Selbstbehauptung sowie deren kritische Einordnung in den Lagerkontext.

3. FRÜHE LAGERPHASE AM BEISPIEL BEIMLERS: Analyse des Terroraufbaus unter Lagerkommandant Wäckerle und die konkreten Erfahrungen Hans Beimlers.

4. WEITERER VERLAUF DER ANFANGSPHASE - ENTLASSUNG HILMAR WÄCKERLES UND ÜBERNAHME THEODOR EICKES: Darstellung der strukturellen Veränderungen im Lagersystem nach dem Machtwechsel an der Lagerführung.

5. SPÄTE LAGERPHASE UM 1938: Betrachtung der veränderten Situation unter Einbeziehung der Berichte von Paul Martin Neurath.

6. FAZIT: Zusammenführende Reflexion der Ergebnisse über die (Un-)Möglichkeit von Widerstand unter den Bedingungen des NS-Terrors im KZ Dachau.

Schlüsselwörter

Konzentrationslager, Dachau, NS-Terror, Häftlinge, Widerstand, Selbstbehauptung, Zeitzeugenberichte, Hans Beimler, Paul Martin Neurath, Lagerhaft, Schutzhaft, SS-Wachmannschaften, Nationalsozialismus, Gewalt, Lagerordnung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Möglichkeiten von Widerstand und Selbstbehauptung von Häftlingen im Konzentrationslager Dachau in den Jahren 1933 bis 1939.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den zentralen Themen gehören die Lagerstrukturen der frühen und späten Phase, psychische und physische Gewalt durch die SS sowie die individuelle moralische Haltung der Häftlinge.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, anhand der Zeitzeugenberichte von Hans Beimler und Paul Martin Neurath zu verstehen, warum individueller Widerstand kaum möglich war und welche Formen der Selbstbehauptung Häftlinge trotz des Terrors entwickelten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine quellenkritische Analyse von Zeitzeugenberichten in Kombination mit bestehender historischer Fachliteratur verwendet.

Was bildet den Schwerpunkt des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Widerstandsbegriffen, die detaillierte Analyse der frühen Lagerphase anhand von Beimler und der späteren Phase anhand von Neurath.

Was charakterisiert die Arbeit inhaltlich?

Die Arbeit zeichnet sich durch die Verbindung von theoretischen Widerstandskonzepten mit der unmittelbaren, subjektiven Lebensrealität von Lagerhäftlingen aus.

Welche besondere Rolle spielt Hans Beimler für die Untersuchung?

Beimler liefert als ehemaliger Reichstagsabgeordneter einen wertvollen Bericht über die extreme Folter und den psychischen Druck in der frühen Phase des Lagers.

Wie unterscheidet sich die Einschätzung des Widerstands durch Paul Martin Neurath?

Neurath hinterfragt kritisch die Möglichkeiten des Widerstands und beschreibt die "Metamorphose" vom Individuum zum bloßen Häftlings-Objekt, das durch das System gebrochen werden soll.

Excerpt out of 25 pages  - scroll top

Details

Title
Widerstand und Selbstbehauptungsmöglichkeiten im KZ Dachau 1933-1939. Zeitzeugenberichte von Hans Beimler und Paul Martin Neurath
Author
Oliver Rohr (Author)
Publication Year
2017
Pages
25
Catalog Number
V1340200
ISBN (eBook)
9783346850621
ISBN (Book)
9783346850638
Language
German
Tags
widerstand- selbstbehauptungsmöglichkeiten dachau zeitzeugenberichte hans beimler paul martin neurath
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Oliver Rohr (Author), 2017, Widerstand und Selbstbehauptungsmöglichkeiten im KZ Dachau 1933-1939. Zeitzeugenberichte von Hans Beimler und Paul Martin Neurath, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1340200
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  25  pages
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Payment & Shipping
  • About us
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint