Das Werk „Athena in the classical World“ ist ein Sammelband, herausgegeben von Susan Decay und Alexandra Villing. Es ist eingeteilt in drei Teile, wobei diese drei Teile jeweils aus einer verschiedenen Anzahl von Kapiteln bestehen. Das erste Kapitel ist allerdings einer Einleitung gewidmet und nicht in den ersten Teil inkludiert, sondern steht separat ganz am Anfang. Der erste Teil beinhaltet demnach die Kapitel zwei bis sieben. Der zweite Teil besteht aus den Kapiteln acht bis vierzehn und der dritte aus Kapitel fünfzehn bis zwanzig. Die einzelnen Kapitel sind von jeweils verschiedenen Autoren verfasst. Die Sprache des gesamten Textes und somit aller Aufsätze ist Englisch. Ohne das Abbildungsverzeichnis füllt das Werk 435 Textseiten.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Cult, Ritual and Myth
2. Athena as Weather Goddess
3. Athena Salpinx and the ethics of music
4. The Sanctury of Athena and the Ancient Symphalos
5. The worship of Athena on the Athenian acropolis: Dedications of plaques and plates
6. Homeric Athena in the chronicle of Lindos
7. Athena and Minerva: Two faces of one goddess?
3. Artistic Representations
8. Athena in archaic corinth: The creation of an iconography
9. The Medusa- Athena Nikephoros coin from Pergamon
10. Small Athenas - some remarks on late classical and hellenistic statues
11. On the transformation of the Athena Velletri type in hellenistic Alexandria
12. Athena, alter ego of Zeus
13. Sexy Athena: The dress and erotic Representation of a virgin war- goddess
14. Femininity and ,Neuer Mythos‘ – Pallas Athena in Turn of the century art
4. Literary Accounts
15. Memories of poetic discourse in Athena’s cult practice
16. Representations of Athena in Greek tragedy
17. Headaches and gnawed Pepalos: Laughing with Athena
18. Pallas/Athena in and out of the Aeneid
19. Greek Athena an the Hittie sungoddess of Arinna
20. Athena and Durga: Warrior goddesses in Greek and Sanskrit epic
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Das Werk verfolgt das Ziel, einen umfassenden historisch-wissenschaftlichen Überblick über die vielfältigen Repräsentationen und Funktionen der Göttin Athena zu geben, wobei deren Bedeutung über die antike griechische Welt hinaus bis in die Neuzeit beleuchtet wird.
- Analyse der Göttin Athena im Kontext von Kult, Ritual und griechischem Mythos
- Untersuchung kunsthistorischer Darstellungsformen und ikonographischer Wandlungen
- Betrachtung der literarischen Rezeption der Göttin in Epen und Tragödien
- Erforschung der Verbindung zu anderen Gottheiten und deren lokaler Bedeutung
Auszug aus dem Buch
Athena as Weather Goddess
Der erste Teil nennt sich „Cult, Ritual and Myth“. Das zweite Kapitel trägt den Namen „Athena as Weather Goddess“ und ist geschrieben von Noel Robertson. Der Autor bringt dabei zunächst die aigis auf. Diese soll als ein Instrument für Zeus und Athena gedient haben, um entweder Kriege oder Stürme zu beginnen. Demnach, so schreibt der Autor, wurde sie als ein Mittel für ein mythisches Ritual verwendet, welches Regen für die Ernte im frühen Herbst bringen sollte. Anschließend rekonstruiert der Autor die Wege zum entsprechenden Ritual sehr ausführlich. Schließlich beschreibt er das eigentliche Ritual, wobei die Haut einer zu opfernden Ziege symbolisch für die aigis steht.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Herausgeberinnen führen in die historische Bedeutung der Göttin ein und verdeutlichen, dass Athena eine vielfältige Repräsentationsfigur bleibt, deren Wirkung weit über die Antike hinausreicht.
Cult, Ritual and Myth: Dieser Teil beleuchtet die Verbindung der Göttin zu lokalen Kulten, Ritualen und ihre Rolle in der Religion sowie im Verhältnis zu anderen Göttern wie Zeus.
Artistic Representations: Hier werden die ikonographischen und künstlerischen Darstellungen der Athena auf Münzen, Vasen und Statuen analysiert und deren kunsthistorische Bedeutung bewertet.
Literary Accounts: Der Fokus liegt auf der literarischen Reflexion Athenas durch antike Quellen, etwa in der griechischen Tragödie, in der Aeneis oder in vergleichenden epischen Zusammenhängen.
Schlüsselwörter
Athena, griechische Mythologie, Kult-Praxis, Kunstgeschichte, Ikonographie, antike Religion, Rezeption, Literaturwissenschaft, Parthenon, Rituale, Minerva, Zeus, Repräsentationsfigur, Altertum, Epik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Werk primär?
Die Publikation bietet eine fachwissenschaftliche Analyse der Göttin Athena anhand einer Sammlung verschiedener Forschungsaufsätze, die ihre Rolle in Kult, Kunst und Literatur untersuchen.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Arbeit gliedert sich in die drei Hauptbereiche Kult/Ritual, künstlerische Repräsentation und literarische Zeugnisse der Athena-Verehrung.
Was ist das primäre Ziel der Herausgeberinnen?
Das Ziel ist es, die Vielschichtigkeit der Athena-Figur aufzuzeigen und zu demonstrieren, wie sich deren Darstellung abhängig von Epoche und kulturellem Kontext wandelte.
Welche methodischen Ansätze werden verfolgt?
Die Autoren nutzen interdisziplinäre Methoden, darunter ikonographische Analysen von Münzen und Statuen, vergleichende Literaturstudien und religionsgeschichtliche Rekonstruktionen.
Was ist der Schwerpunkt des Hauptteils?
Der Hauptteil besteht aus insgesamt 19 Kapiteln, die von verschiedenen Wissenschaftlern verfasst wurden und spezifische Teilaspekte wie Musikethik, Tempelstrukturen oder epische Bezüge behandeln.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit maßgeblich?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Ikonographie, Kultpraktiken, antike Epen, künstlerische Rezeption, griechische Religion und die Verwandlung von Mythos-Motiven.
Wie bewerten die Herausgeberinnen die Bedeutung der Athena in der Antike?
Sie kommen zu dem Schluss, dass Athena eine äußerst vielfältige Göttin ist, deren Bedeutung bei weitem nicht starr ist, sondern stets durch historische Einflüsse neu interpretiert wurde.
Welche Rolle spielt die Ikonographie im Werk?
Die Ikonographie nimmt einen breiten Raum ein, insbesondere im Bereich der Artistic Representations, wo beispielsweise der Übergang klassischer Typen (Athena Velletri) in neue Formen aufgezeigt wird.
Gibt es Bezüge zur römischen Kultur?
Ja, das Werk untersucht etwa in der Abhandlung von Fritz Graf die Verschmelzung griechischer Athena-Traditionen mit der römischen Minerva, um Analogien und Unterschiede aufzuzeigen.
Inwiefern wird Athena mit Musik in Verbindung gebracht?
Ein Kapitel beleuchtet explizit die Verbindung zwischen der Göttin und dem Instrument Salpinx, wobei der Fokus auf den politischen und kriegerischen Symbolgehalten liegt.
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- Bachelor of Arts Kristine Bäcker (Autor:in), 2020, Rezension zu "Athena in the classical World", München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1339780