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Kriminalisierung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Bedeutung der Jugendhilfe

Titel: Kriminalisierung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Bedeutung der Jugendhilfe

Hausarbeit , 2020 , 24 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Janina Kronthaler (Autor:in)

Pädagogik - Integration

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit befasst sich mit der Frage, ob Jugendliche mit Migrationshintergrund kriminalisiert werden und welche Rolle die Jugendhilfe in diesem Zusammenhang spielt. Im Hinblick auf diese Aussage ist es zunächst wichtig zu beachten, dass Jugendliche (14-17-Jährige) und junge Erwachsene (21-24-Jährige) generell eine weit höhere, lebensphasentypische Kriminalitätsbelastung als Erwachsene aufweisen. Oftmals wird der Sündenbock der Jugendkriminalität allerdings bei den ungefähr 7,3 Millionen in Deutschland lebenden Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund gesucht.

Es gibt keinen belastbaren Forschungsstand, der die Annahme eines direkten Zusammenhangs von Migrationshintergrund bzw. Staatsangehörigkeit und Kriminalitätsbelastung hinreichend bestätigt. Es besteht jedoch ein indirekter Zusammenhang zwischen Migrationshintergrund und Kriminalitätsbelastung, da Jugendliche aufgrund ihres Migrationshintergrundes kriminalisiert und diskriminiert werden, wodurch sich die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass sie auf diese Ungerechtigkeit mit abweichendem Verhalten reagieren. Die Kinder- und Jugendhilfe ist, als Instrument der Sozialpolitik, von großer Bedeutung, um den Kreislauf der Kriminalisierung und Diskriminierung zu durchbrechen und die damit einhergehende höhere Gewaltkriminalitätsbelastung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund zu verringern.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Kriminalisierung Jugendlicher mit Migrationshintergrund

2.1 Polizei

2.1.1 Probleme und Verzerrungsfaktoren der Polizeilichen Kriminalstatistik

2.1.2 Erkenntnisse aus Dunkelfelduntersuchungen

2.2 Medien

2.2.1 Arbeitsweisen der Fernsehmedien

2.2.2 Social Media

2.3 Gesellschaft

2.4 Der Teufelskreis der Kriminalisierung

3 Die Kinder- und Jugendhilfe

3.1 Träger

3.2 Aufgaben und Ziele

3.3 Kriminalitätsprävention

4 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Forschungsfrage, ob Jugendliche mit Migrationshintergrund in Deutschland kriminalisiert werden und welche Rolle die Kinder- und Jugendhilfe dabei einnimmt, um diesen Kreislauf aus Diskriminierung und stigmatisierenden Wahrnehmungen zu durchbrechen.

  • Kriminalisierung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund durch polizeiliche Erfassungsprozesse
  • Mediale Darstellung und ihre Auswirkungen auf das gesellschaftliche Bild von Jugendkriminalität
  • Die Rolle von Vorurteilen und "self-fulfilling prophecy" bei der Anzeigebereitschaft
  • Strukturen, Aufgaben und Möglichkeiten der Kinder- und Jugendhilfe zur Prävention
  • Indirekte Zusammenhänge zwischen Diskriminierungserfahrungen und abweichendem Verhalten

Auszug aus dem Buch

2.4 Der Teufelskreis der Kriminalisierung

Die drei Bereiche (Polizei, Medien und Gesellschaft) wirken sich jeweils auf ihre eigene Art und Weise auf die Kriminalisierung Jugendlicher mit Migrationshintergrund aus. Es bestehen aber auch Wechselwirkungen zwischen den Bereichen, die ich im Folgenden kurz zusammenfassen möchte.

Die Betrachtung der Polizeilichen Kriminalstatistik weist insgesamt auf eine erhöhte Registrierungs-, Verurteilungs- und Inhaftierungshäufigkeit von Jugendlichen mit Migrationshintergrund hin. Doch eine genauere Betrachtung lohnt sich (vgl. Walburg 2007, S. 143). Bei den Zahlen der PKS handelt es sich nämlich nicht um die Wirklichkeit des Verbrechens, sondern um ein Abbild. Gleichwohl liefert die offizielle Statistik belastbare Angaben über erkannte Straftaten und damit im Wesentlichen die Informationen, auf die die Medien zugreifen (vgl. Hestermann 2018, S. 69).

Dadurch kommt es zu einer verzerrten Darstellung der Kriminalität Jugendlicher mit Migrationshintergrund in den Medien, was wiederum die Wahrnehmung der Bevölkerung verzerrt und zu Vorurteilen führen kann.

Im Bereich der Medien selbst gibt es zudem eine Wechselwirkung zwischen Angebot und Nachfrage: Die Sehbeteiligung (Nachfrage) bestimmt worüber und wie häufig darüber berichtet wird (Angebot). Je höher die Nachfrage nach Berichten über Kriminalität, desto häufiger wird auch darüber berichtet. Und je häufiger über Kriminalität berichtet wird, desto höher ist die gefühlte Kriminalitätsbelastung, was wiederum zu mehr Nachfrage nach Berichten über Kriminalität führt (vgl. Hestermann 2018, S. 80). Die vermehrte Berichterstattung über Kriminalität Jugendlicher mit Migrationshintergrund kann den Eindruck einer höheren Kriminalitätsbelastung erwecken und trägt zur Kriminalisierung bei.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Jugendkriminalität ein und konkretisiert die Forschungsfrage im Kontext von Migrationshintergrund und Jugendhilfe.

2 Kriminalisierung Jugendlicher mit Migrationshintergrund: In diesem Hauptkapitel wird analysiert, wie Polizei, Medien und Gesellschaft durch statistische Verzerrungen und stigmatisierende Berichterstattung Prozesse der Kriminalisierung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund befeuern.

2.1 Polizei: Dieser Abschnitt beleuchtet kritisch die Aussagekraft und die Verzerrungsfaktoren der Polizeilichen Kriminalstatistik im Hinblick auf Jugendliche mit Migrationshintergrund.

2.1.1 Probleme und Verzerrungsfaktoren der Polizeilichen Kriminalstatistik: Hier wird dargelegt, warum die PKS als reines Hellfelddokument oft ein Zerrbild liefert und welche methodischen Probleme mit der Erfassung von Migrationshintergründen einhergehen.

2.1.2 Erkenntnisse aus Dunkelfelduntersuchungen: Dieser Teil setzt sich mit Dunkelfeldbefragungen auseinander, um ein realistischeres Bild der tatsächlichen Delinquenz abseits polizeilicher Statistiken zu zeichnen.

2.2 Medien: Das Kapitel analysiert den Einfluss medialer Diskurse auf die öffentliche Wahrnehmung und die damit einhergehende Verstärkung des Images des "kriminellen Ausländers".

2.2.1 Arbeitsweisen der Fernsehmedien: Hier wird erläutert, wie durch emotionalisierende Anmoderation und einseitige Berichterstattung die gefühlte Kriminalitätsbelastung gesteigert wird.

2.2.2 Social Media: Dieser Abschnitt thematisiert die Rolle neuer Medien und Handyvideos bei der Verbreitung von Kriminalitätsbildern und deren negative Auswirkungen.

2.3 Gesellschaft: Hier wird der Einfluss von Nachrichtenkonsum und sozialem Kapital auf die Anzeigebereitschaft und das gesellschaftliche Vorurteilsgefüge untersucht.

2.4 Der Teufelskreis der Kriminalisierung: Dieses Kapitel fasst die Wechselwirkungen zwischen Polizei, Medien und Gesellschaft zusammen und zeigt auf, wie ein selbstverstärkender Kreislauf der Kriminalisierung entsteht.

3 Die Kinder- und Jugendhilfe: Das Kapitel definiert das institutionelle Gefüge der Kinder- und Jugendhilfe und deren Bedeutung für die soziale Teilhabe junger Menschen.

3.1 Träger: Hier wird die Vielfalt und das Zusammenwirken zwischen öffentlichen und freien Trägern im Kontext der Jugendhilfe beschrieben.

3.2 Aufgaben und Ziele: In diesem Abschnitt werden die pädagogischen Aufträge und das Ziel der sozialen Gerechtigkeit im Kontext der Migrationsarbeit erläutert.

3.3 Kriminalitätsprävention: Der Abschnitt diskutiert Möglichkeiten und Grenzen der Kriminalprävention innerhalb der Jugendhilfe sowie die Gefahr einer unerwünschten Schwerpunktverlagerung hin zur Kontrollinstanz.

4 Zusammenfassung: Dieses Kapitel resümiert die Haupterkenntnisse und bestätigt die zentrale Bedeutung der Jugendhilfe bei der Durchbrechung des beschriebenen Kriminalisierungskreislaufs.

Schlüsselwörter

Jugendkriminalität, Kriminalisierung, Migrationshintergrund, Polizeiliche Kriminalstatistik, Medienberichterstattung, Stigmatisierung, Jugendhilfe, Prävention, Diskriminierung, Labeling-Ansatz, soziale Gerechtigkeit, Delinquenz, Anzeigebereitschaft, Vorurteile

Häufig gestellte Fragen

Was ist das grundsätzliche Thema der Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Kriminalisierung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund und untersucht, wie gesellschaftliche, mediale und polizeiliche Faktoren zu einem verzerrten Bild der Delinquenz beitragen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder umfassen die Aussagekraft der Polizeilichen Kriminalstatistik, die Rolle der Medien bei der Konstruktion von Kriminalitätsbildern und die pädagogischen Möglichkeiten der Kinder- und Jugendhilfe zur Prävention.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Jugendliche durch ein Zusammenspiel von Diskriminierung und medialer Stigmatisierung in einen Kreislauf der Kriminalisierung geraten und welchen Beitrag die Jugendhilfe zur Überwindung dieses Prozesses leisten kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und einer kritischen Auseinandersetzung mit Ergebnissen aus der Kriminalistik, Soziologie und der pädagogischen Forschung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Mechanismen der Kriminalisierung durch Polizei, Medien und Gesellschaft, führt das Konzept des "Teufelskreises" ein und erörtert die Rolle der Kinder- und Jugendhilfe als Akteur der Sozialpolitik.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Kriminalisierung, Migrationshintergrund, Stigmatisierung, Medienwirkung, Jugendhilfe, Prävention und soziale Gerechtigkeit.

Wie unterscheidet sich die PKS von Dunkelfelduntersuchungen in der Arbeit?

Die Arbeit stellt dar, dass die PKS nur polizeilich bekannt gewordene Straftaten erfasst, während Dunkelfelduntersuchungen durch Befragungen ein zutreffenderes, weniger durch Vorurteile beeinflusstes Bild des tatsächlichen Ausmaßes zeigen.

Warum wird in der Arbeit der "Teufelskreis" betont?

Der "Teufelskreis" verdeutlicht die Wechselwirkungen zwischen der Kriminalstatistik, der medialen Verzerrung und der gesellschaftlichen Stigmatisierung, die dazu führen können, dass Jugendliche mit Migrationshintergrund aufgrund zugeschriebener Etiketten tatsächlich häufiger in delinquentes Verhalten abdriften.

Welche Rolle kommt der Kinder- und Jugendhilfe laut der Autorin zu?

Die Jugendhilfe wird als entscheidendes Instrument der Sozialpolitik gesehen, das durch Stigmatisierungsabbau und Förderung von Chancengleichheit aktiv dazu beitragen kann, den Kreislauf der Kriminalisierung zu durchbrechen.

Kann harte Bestrafung laut Arbeit das Problem lösen?

Nein. Die Arbeit argumentiert, dass eine rein strafrechtliche Reaktion nicht zielführend ist, da sie die Ursachen der Kriminalisierung – wie Diskriminierung und soziale Ausgrenzung – nicht angeht.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kriminalisierung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Bedeutung der Jugendhilfe
Hochschule
Universität Augsburg
Note
1,0
Autor
Janina Kronthaler (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
24
Katalognummer
V1338053
ISBN (eBook)
9783346839688
ISBN (Buch)
9783346839695
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Jugendhilfe Kriminalisierung Migrationshintergrund Jugendliche mit Migrationshintergrund Jugendkriminalität Kriminalisierung Jugendlicher
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Janina Kronthaler (Autor:in), 2020, Kriminalisierung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Bedeutung der Jugendhilfe, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1338053
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Leseprobe aus  24  Seiten
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