Bei dieser Arbeit handelt es sich um eine kurze Referatszusammenfassung über die Archäozoologie mit Fokus auf das Mittelalter. Das Wort Archäozoologie stammt aus dem altgriechischen und heißt so viel wie die Lehre von alten Tieren. Sie beschäftigt sich vorrangig mit den organischen Überresten oder Hinterlassenschaften von Tieren aus archäologischen Grabungen, seltener mit solchen aus „natürlichen“ Ansammlungen. Eines ihrer Hauptziele ist es, die Beziehung des Menschen zu den verschiedenen Tierarten in der Vergangenheit zu erforschen. An Ausgrabungsorten werden dahingehend Tierknochen aber auch Muschel- und Schneckenschalen, Tiermumien, Insektenreste, Eierschalen, Federn oder Fell- und Hornresten analysiert und in einen geschichtlichen Zusammenhang gebracht. Weitere Aspekte, denen sich die Archäozoologie bedient, sind historische Schrift- und Bildquellen, ethnographische Studien sowie biomolekulare Methoden.
Inhaltsverzeichnis
1. Was ist die Archäozoologie?
2. Forschungsstand
3. Bestimmung und Methoden
4. Haustiere aus zoologischer Sicht
5. Haustiere im Mittelalter
6. Der Hund im Mittelalter
7. Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit gibt einen einleitenden Überblick über das interdisziplinäre Forschungsfeld der Archäozoologie mit einem spezifischen Fokus auf die Mensch-Tier-Beziehung im Mittelalter.
- Grundlagen und Definition der Archäozoologie
- Methodische Ansätze bei der Knochenbestimmung und Fundauswertung
- Biologische und soziologische Differenzierung zwischen Wild- und Haustieren
- Die Rolle spezifischer Haustiere im mittelalterlichen Alltag
- Der Hund als Begleit- und Nutztier in mittelalterlichen Siedlungen
Auszug aus dem Buch
1. Was ist die Archäozoologie?
Das Wort Archäozoologie stammt aus dem altgriechischen (ἀρχαῖος „alt“, ζῴον „Lebewesen“, „Tier“ und λόγος in der Bedeutung „Lehre“) und heißt so viel wie die Lehre von alten Tieren. Sie beschäftigt sich vorrangig mit den organischen Überresten oder Hinterlassenschaften von Tieren aus archäologischen Grabungen, seltener mit solchen aus „natürlichen“ Ansammlungen. Eines ihrer Hauptziele ist es die Beziehung des Menschen zu den verschiedenen Tierarten in der Vergangenheit zu erforschen. An Ausgrabungsorten werden dahingehend Tierknochen aber auch Muschel- und Schneckenschalen, Tiermurmeln, Insektenreste, Eierschalen, Federn oder Fell- und Hornresten analysiert und in einen geschichtlichen Zusammenhang gebracht. Weitere Aspekte die sich die Archäozoologie bedient wären historischen Schrift- und Bildquellen, ethnographische Studien sowie biomolekulare Methoden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Was ist die Archäozoologie?: Das Kapitel definiert den Begriff der Archäozoologie und beschreibt deren Forschungsgegenstand sowie die methodischen Hilfswissenschaften.
2. Forschungsstand: Hier wird der historische Rückblick auf die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Tierresten und der Wandel der Forschungsperspektiven dargelegt.
3. Bestimmung und Methoden: Dieses Kapitel erläutert die praktische Vorgehensweise bei der Bergung und Bestimmung von Tierfundmaterialien.
4. Haustiere aus zoologischer Sicht: Es erfolgt die wissenschaftliche Abgrenzung zwischen Wild- und Haustieren sowie die Analyse domestikationsbedingter Veränderungen.
5. Haustiere im Mittelalter: Das Kapitel widmet sich der sozioökonomischen Rolle von Haustieren im mittelalterlichen Alltag und ihrer Bedeutung für den Menschen.
6. Der Hund im Mittelalter: Eine detaillierte Betrachtung der vielfältigen Aufgaben und der engen Bindung zwischen Mensch und Hund in mittelalterlichen Siedlungen.
7. Literaturverzeichnis: Ein Verzeichnis der verwendeten Quellen und weiterführenden Literatur.
Schlüsselwörter
Archäozoologie, Mittelalter, Tierknochen, Domestikation, Archäologie, Haustiere, Wildtiere, Osteologie, Tierhaltung, Bestimmungsmethoden, Mensch-Tier-Beziehung, Fundmaterial, Siedlungsgeschichte, Paläozoologie, Zoologische Archäologie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet eine Einführung in die Archäozoologie und untersucht die spezifische Wechselwirkung zwischen Mensch und Tier während des Mittelalters.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die methodische Bestimmung archäologischer Tierfunde, die Domestizierung von Tieren und die ökonomische sowie soziale Rolle von Haustieren im Mittelalter.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die Entwicklung der Mensch-Tier-Beziehung anhand archäozoologischer Funde und die verschiedenen Nutzungsweisen von Tieren verständlich aufzuzeigen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Es werden methodische Ansätze wie die Untersuchung von Skelettmaterial, der Vergleich mit Referenzsammlungen sowie die Auswertung historischer Schrift- und Bildquellen herangezogen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Bestimmung von Funden, die zoologische Einordnung von Haustieren und die konkrete Ausprägung der Tierhaltung im Mittelalter.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Archäozoologie, Mittelalter, Domestikation, Tierknochenanalyse und Mensch-Tier-Beziehung.
Warum spielt die Knochenbestimmung eine so wichtige Rolle für die Forschung?
Da Knochen die häufigsten Hinterlassenschaften darstellen, ermöglicht ihre exakte Bestimmung Aussagen über Ernährung, Altersstrukturen, Geschlechtsverhältnisse und die wirtschaftliche Nutzung der Tiere.
Welche spezifische Rolle nimmt der Hund in der mittelalterlichen Gesellschaft ein?
Der Hund wird als das älteste Haustier definiert, das im Mittelalter sowohl als Nutztier für Schutz und Jagd diente als auch eine enge emotionale Bindung zum Menschen aufbaute.
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- Anonym (Author), 2021, Archäozoologie mit Fokus auf das Mittelalter. Die Forschung mit den Überresten von Tieren aus archäologischen Gruben, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1336601