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Das Heilige Grab in Jerusalem und Heiliggrabnachbauten. Krautheimers Architekturikonographie anhand der Mauritiusrotunde mit dem Heiliggrabpavillon im Konstanzer Münster

Titel: Das Heilige Grab in Jerusalem und Heiliggrabnachbauten. Krautheimers Architekturikonographie anhand der Mauritiusrotunde mit dem Heiliggrabpavillon im Konstanzer Münster

Hausarbeit , 2010 , 13 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Kunst - Kunstgeschichte

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Mauritiusrotunde mit dem Heiliggrabpavillon im Konstanzer Münster soll exemplarisch mit den Kriterien Krautheimers untersucht werden. Vorweg soll zunächst die komplexe Entstehungsgesichte des Heiligen Grabes beschrieben werden, die zahlreiche architektonische Umgestaltungen beinhaltet. Es schließen sich sodann zwei Leitfragen an: Warum wurde das Grab Christi überhaupt so häufig kopiert? Und zweitens, wie ist die ursprüngliche Baugestalt einer Kleinarchitektur umgeben von einem schützenden Innenraum zustande gekommen? Im Anschluss wird dann zu prüfen sein, ob Krautheimers Ansatz zum Verstehen des mittelalterlichen Kopie-Konzeptes dienlich ist.

Um aus heutiger Sicht nachvollziehen zu können was dem mittelalterlichen Architekten und Betrachter wichtig schien, bietet es sich an wie Krautheimer, die Kopie eines Bauwerks und seinem Original zu vergleichen. Genau dies aber ist die Schwierigkeit und somit auch die Herausforderung, denn oftmals lassen sich die angeblichen Kopien für uns nicht mehr als solche erkennen, da oft jegliche Gemeinsamkeit bzw. Ähnlichkeit fehlt. Bezüge zwischen den beiden Baulichkeiten lassen sich erst durch literarische Quellen, die explizit ein Vorbild nennen, herstellen. Wie bereits angedeutet, die Nachbauten können nicht als bloße Kopien der äußerlichen Merkmale verstanden werden, da eben auf diese -das design- nicht vorrangig Wert gelegt wurde. Die Form war bloß Mittel zum Zweck, um die angestrebte Bedeutung und Beziehung herzustellen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung (Architekturikonographie nach Krautheimer)

2. Die Entstehungsgeschichte des Originals und seiner Kopie

2.1 Das Heilige Grab in Jerusalem

2.2 Die Mauritiusrotunde im Konstanzer Münster

3. Gründe für die Unterschiede zwischen Original und Kopie

4. Funktionen des Originals und der Kopien

5. Von der Ikonographie zur Ikonologie

6. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das mittelalterliche Verständnis von Architekturkopien, insbesondere am Beispiel von Nachbildungen des Heiligen Grabes in Jerusalem. Ziel ist es, zu ergründen, warum mittelalterliche Bauten häufig nicht als exakte Kopien, sondern als freie Interpretationen oder inhaltliche Zitate konzipiert wurden und welche Rolle dabei die symbolische Bedeutung gegenüber einer präzisen geometrischen Nachahmung spielte.

  • Architekturikonographie nach Krautheimer im Mittelalter
  • Die Entstehungsgeschichte und bauliche Entwicklung des Heiligen Grabes
  • Die Mauritiusrotunde im Konstanzer Münster als Fallbeispiel
  • Religiöse und liturgische Funktionen mittelalterlicher Grabkapellen
  • Transformation von der Ikonographie zur Ikonologie in der Architekturforschung

Auszug aus dem Buch

3. Mögliche Gründe für die Unterschiede zwischen Original und Kopie

Der aufgezeigte Mangel an Präzision lässt sich nur in einem größeren Kontext verstehen. Im Mittelalter war man generell weit davon entfernt, geometrische Phänomene adäquat (nach unserem Verständnis) beschreiben zu können bzw. zu wollen. Eine wichtigere Rolle spielen die Teilformen, die eine Figur ausmachen, so wird die Anzahl der verwendeten Linien stark betont, ihre Anordnung und Beziehungen, beispielsweise in welchem Winkel sie zueinander stehen, sind hingegen zweitrangig. Diese grundsätzlich andere Auffassung von Geometrie schlägt sich natürlich in der Architektur, vor allem an den Grundrissen erkennbar, nieder und erklärt die von uns empfundene Ungenauigkeit bei der Übernahme von wesentlichen Merkmalen des Original in die jeweilige Kopie. Was aber, wenn keine maßstabsgetreue Imitation das entscheidende Kriterium war, das eine Kopie ausmachte? Es war, wie ich bereits versucht habe exemplarisch anhand der Mauritiusrotunde zu zeigen, der Bedeutungszusammenhang.

Dieser zeigt sich beispielsweise auch in den kreuzförmigen Kirchenbauten in Anlehnung an das Kreuz Christi. Dabei spielte die genaue Verwendung der Kreuzform (T-Kreuz, griechisches Kreuz, Kapellen, die in Kreuzform angelegt sind usw. ) eine unterlegene Rolle, es kam auf den inhaltlichen Verweis an. Das Vorhandensein der Zahl acht oder von zwölf Stützen, wenn es sich um eine polygonalen Nachbau der Rotunde handelt, ist bei allen Kopien zu finden. In der Mauritiusrotunde etwa besteht das Dach aus einem baldachinartigen, achtteiligen Kreuzrippengewölbe, darüber hinaus bildet die Heiliggrabädikula selbst nochmals ein Zwölfeck. Die Anastasis-Rotunde besitzt zwanzig Stützen, acht Pfeiler und zwölf Säulen, es wurden also entweder die Pfeiler oder Säulen nachgeahmt, in diesem Fall wurde sogar auf beide Zahlen Bezug genommen. Es muss aber auch die weit verbreitete mittelalterliche Zahlenlehre mit einbezogen werden, so steht die Zahl Zwölf u.a. für die zwölf Apostel und ist somit für den Kirchenzusammenhang unerlässlich.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung (Architekturikonographie nach Krautheimer): Das Kapitel führt in Krautheimers Theorie ein, dass im Mittelalter bei Architekturkopien nicht das äußere Erscheinungsbild, sondern der symbolische Bedeutungsgehalt ausschlaggebend war.

2. Die Entstehungsgeschichte des Originals und seiner Kopie: Dieser Abschnitt beschreibt die bauliche Entwicklung des Heiligen Grabes in Jerusalem sowie die spezifische Umsetzung der Mauritiusrotunde im Konstanzer Münster.

3. Gründe für die Unterschiede zwischen Original und Kopie: Hier wird analysiert, warum das mittelalterliche Verständnis von Geometrie und Bedeutung zu bewussten Abweichungen bei architektonischen Nachbildungen führte.

4. Funktionen des Originals und der Kopien: Das Kapitel beleuchtet die religiösen, kultischen und liturgischen Hintergründe, die zur massenhaften Errichtung von Heilig-Grab-Kopien in Europa führten.

5. Von der Ikonographie zur Ikonologie: Die theoretische Diskussion erweitert den architekturikonographischen Ansatz um die ikonologische Perspektive, welche die Intention und den Sinngehalt des Dargestellten stärker in den Fokus rückt.

6. Fazit: Das Kapitel resümiert, dass die Kopien eine Synthese aus inhaltlichem Verweis und zeitgenössischer künstlerischer Freiheit darstellen.

Schlüsselwörter

Architekturikonographie, Mittelalter, Heiliges Grab, Mauritiusrotunde, Anastasis, Kopieverständnis, Ikonologie, Kirchenbau, Symbolik, Liturgie, Osterspiele, Tabernakel, Architekturzitat, Bedeutungsgehalt, Bauform

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das mittelalterliche Verständnis von Kopien heiliger Architektur, insbesondere des Grabes Christi, und hinterfragt, warum diese Bauten historisch oft stark von ihren Vorbildern abwichen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen umfassen die Architekturikonographie, die religionsgeschichtliche Bedeutung von Pilgerorten, die Rolle der Liturgie bei Grabkapellen sowie terminologische Aspekte von Original und Kopie im Mittelalter.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es zu belegen, dass für mittelalterliche Architekten und Bauherren nicht die maßstabsgetreue Formwiedergabe, sondern der Transport eines religiösen Bedeutungsgehalts entscheidend war.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin stützt sich primär auf den architekturikonographischen Ansatz von Richard Krautheimer und erweitert diesen um kunsthistorische Analysen von Günter Bandmann sowie eine Fallstudie zur Mauritiusrotunde.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil der Publikation im Fokus?

Der Hauptteil analysiert die Entstehungsgeschichte des Jerusalemer Originals, die gestalterischen Entscheidungen bei mittelalterlichen Nachbauten und die Einbettung dieser Bauten in den rituellen Kontext der Osterliturgie.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Architekturikonographie, Heilig-Grab-Kopien, Bedeutungstransfer, liturgische Kulisse und das Verhältnis von baulichem Original zu seiner späteren Interpretation.

Inwiefern spielt die Mauritiusrotunde im Konstanzer Münster eine besondere Rolle?

Sie dient als konkretes, gut dokumentiertes Fallbeispiel, an dem die Autorin aufzeigt, wie gotische Stilmittel genutzt wurden, um eine inhaltliche Verbindung zum Heiligen Grab trotz architektonischer Abweichungen herzustellen.

Warum wird die Bezeichnung „Kopie“ im Kontext des Mittelalters kritisch betrachtet?

Die Arbeit diskutiert, dass der Begriff der Kopie den mittelalterlichen Intentionen nicht gerecht wird, da es eher um inhaltliche Zitate, Transformationen oder „freie Übersetzungen“ einer heiligen Bauidee ging.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Heilige Grab in Jerusalem und Heiliggrabnachbauten. Krautheimers Architekturikonographie anhand der Mauritiusrotunde mit dem Heiliggrabpavillon im Konstanzer Münster
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum
Note
1,7
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
13
Katalognummer
V1335959
ISBN (eBook)
9783346835451
ISBN (Buch)
9783346835468
Sprache
Deutsch
Schlagworte
heilige grab jerusalem heiliggrabnachbauten krautheimers architekturikonographie mauritiusrotunde heiliggrabpavillon konstanzer münster
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2010, Das Heilige Grab in Jerusalem und Heiliggrabnachbauten. Krautheimers Architekturikonographie anhand der Mauritiusrotunde mit dem Heiliggrabpavillon im Konstanzer Münster, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1335959
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Leseprobe aus  13  Seiten
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