Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Go to shop › Ethnology / Cultural Anthropology

Im Kampf zwischen Muße und Selbstoptimierung. Corona Maßnahmen und ihre Folgen

Title: Im Kampf zwischen Muße und Selbstoptimierung. Corona Maßnahmen und ihre Folgen

Essay , 2020 , 7 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Anonym (Author)

Ethnology / Cultural Anthropology

Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Als Folge der Corona Pandemie, die im März 2020 auftrat, wurde in einigen Ländern ein Lockdown ausgerufen, sämtliche Einrichtungen und Geschäfte blieben geschlossen, Veranstaltungen wurden abgesagt. Die Menschen wurden dazu angehalten, das Haus überhaupt nicht, oder nur in Ausnahmesituationen, zu verlassen. Solche radikalen Maßnahmen wurden nicht überall
auf der Welt getroffen, so trat in Deutschland beispielsweise am 23.03.2020 die bundesweite Kontaktsperre in Kraft. In diesem Umfang wurden persönliche Kontakte ab einer Anzahl von zwei Personen unterbunden, man wurde dazu aufgerufen, Aufenthalte im Freien nur auf das Nötigste zu beschränken und Verstöße wurden geahndet. Als eine der Folgen hatten die Menschen,
„gefangen“ in ihren vier Wänden, mehr Zeit zur Verfügung. Wie wurde diese neugewonnene Zeit gestaltet? Wurde sie genutzt, um Muße zu tun, neu aufzutanken und eine Pause einzulegen? Oder, im Gegenteil, als Möglichkeit zur eigenen Optimierung gesehen? Wurde der gewünschte Summerbody trainiert, neue Sprachen erlernt, Rechnungen bezahlt und alles geregelt, wofür man sonst keine Zeit hat? Oder haben die Menschen durchgeatmet, sich zurückgelegt und entspannt? Mit diesen Fragen möchte ich mich, in Bezug auf die Selbstoptimierung, in diesem Essay befassen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Selbstoptimierung

3 Selbstoptimierung in Zeiten von Corona

4 Muße

5 Fazit

6 Quellen- und Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Das Ziel dieses Essays ist es, die Auswirkungen der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Lockdown-Maßnahmen auf das menschliche Verhalten im Spannungsfeld zwischen Selbstoptimierung und Muße kritisch zu untersuchen und zu beleuchten.

  • Phänomen der Selbstoptimierung in der modernen Gesellschaft
  • Verhaltensänderungen durch die Corona-Pandemie
  • Bewältigungsstrategien in der Ausnahmesituation
  • Bedeutung von Muße als Gegenentwurf zur Produktivitätsmaximierung
  • Kulturelle Ordnung von Raum und Zeit

Auszug aus dem Buch

3 Selbstoptimierung in Zeiten von Corona

Der Begriff Selbstoptimierung ist in der heutigen Gesellschaft ein alltäglicher Bestandteil unseres Lebens geworden. Doch wie verhält es sich, wenn der Alltag, bedingt durch einen hochansteckenden Virus, neu geregelt werden muss? Auf diese Frage geht Marit Langschwager in ihrem auf Sat.1 veröffentlichten Beitrag ein und beleuchtet, durch das Heranziehen von Expertenmeinungen, die unterschiedlichen Blickwinkel auf Selbstoptimierung in Zeiten von Corona. In der veränderten Lebenssituation scheint dieser Trend um so mehr an Mitläufern zu gewinnen. Durchaus ist dies auf eine Art Bewältigungsstrategie, um durch den neuen Alltag zu kommen, zurückzuführen. Dr. Angelika Berghaus, Fachärztin für Psychosomatische Medizin, führt einen weiteren Grund an: Sie beschreibt dieses Phänomen als eine natürliche Reaktion jedes Einzelnen, als ein Versuch danach, die Kontrolle zu behalten. Die Angst vor dem Virus und seiner Bedrohung für unser Leben ist allgegenwertig. Der Mensch baut sich eine „Angstabwehr“ auf, indem er dieser, „durch schöpferische Maßnahmen, neue Hobbys und Bewältigungsstrategien“ (Langschwager 2020) versucht entgegenzuwirken.

Der Wunsch in dieser Ausnahmesituation nicht alleine zu sein, sich Gleichgesinnte zu suchen, ist überall verbreitet. Die geteilten Probleme und Sorgen, das gegenseitige Motivieren, stärkt das Miteinander (vgl. Langschwager 2020). Besonders im Fokus der Selbstoptimierung steht das Gesundheitsdenken, sowie das Treiben von Sport. Ein positiver Effekt, wie Sportsoziologe Hans-Jürgen Schulke, feststellt, indem er das damit gestiegene Gesundheitsbewusstsein der Menschen, hervorhebt. Ebenso erzielen, die in sozialen Netzwerken kursierenden Body-Challenges, durch das Stärken eines Zusammenhaltes, nach dem sich die Gemeinschaft sehnt, einen positiven Erfolg (vgl. ebd. 2020). Wohingegen der Trend zur Selbstoptimierung auf der einen Seite ein Gemeinschaftsgefühl stärken kann, bringt er ebenso die Möglichkeit, des Vereinsamens, mit sich. Menschen überschätzen sich durch die Illusion, alles aus eigener Kraft erreichen zu können. Früher oder später kommen sie jedoch zu der Einsicht, dennoch stets abhängig von anderen Menschen zu sein, wodurch die Vereinsamung zunehmen kann (vgl. ebd. 2020).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Alltag der Menschen und führt die zentrale Fragestellung ein, ob die gewonnene Zeit für Muße genutzt oder zur Selbstoptimierung instrumentalisiert wurde.

2 Selbstoptimierung: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Selbstoptimierung als das Streben nach einer stetigen Verbesserung des Subjekts hin zu einem optimalen Zustand im gesellschaftlichen Kontext.

3 Selbstoptimierung in Zeiten von Corona: Der Autor untersucht, wie in der Pandemie Selbstoptimierung als Bewältigungsstrategie und Mittel zur Kontrolle in einer unsicheren Lage diente, aber auch Vereinsamungsgefahren barg.

4 Muße: Dieses Kapitel stellt der produktionsorientierten Selbstoptimierung den Begriff der Muße als bewusste Abwendung von Leistungszwängen und als Möglichkeit zur Wiedererlangung persönlicher Autonomie gegenüber.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und plädiert für ein gesundes Mittelmaß zwischen Optimierung und Entspannung, betont jedoch die individuelle Eigenverantwortung bei der Gestaltung des eigenen Weges.

6 Quellen- und Literaturverzeichnis: Hier werden die herangezogenen Fachquellen, Literaturstellen und Internetbeiträge detailliert aufgeführt.

Schlüsselwörter

Selbstoptimierung, Corona-Pandemie, Muße, Lockdown, Leistungsgesellschaft, Bewältigungsstrategie, Gesundheitsbewusstsein, Lockdown-Maßnahmen, Entschleunigung, Produktivität, Zeitmanagement, Lebensgestaltung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Essay primär?

Die Arbeit befasst sich mit der Spannung zwischen dem Streben nach Selbstoptimierung und der Möglichkeit zur Muße angesichts der radikalen Veränderungen des Alltagslebens durch die Corona-Pandemie.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den zentralen Themen gehören die Definition der Selbstoptimierung, die psychologischen Reaktionen auf den Lockdown, die Rolle von Sport und sozialen Medien während der Krise sowie die philosophische und soziologische Bedeutung des Muße-Begriffs.

Was ist die zentrale Forschungsfrage des Textes?

Die Arbeit fragt danach, wie die Menschen die durch den Lockdown erzwungene freie Zeit genutzt haben: als Chance zur Regeneration (Muße) oder als Gelegenheit zur weiteren Selbstoptimierung.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um einen Essay, der Internetquellen und soziologische Fachliteratur heranzieht, um das aktuelle Phänomen der Selbstoptimierung in einen theoretischen Kontext einzuordnen.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil analysiert, wie Menschen während der Pandemie reagierten, welche Rolle "Angstabwehr" spielte und warum Muße als bewusste Verweigerung der absoluten Produktivität verstanden werden kann.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Charakteristika der Arbeit liegen in der Gegenüberstellung von Leistungsdruck und dem Wunsch nach Entschleunigung, analysiert unter den spezifischen Vorzeichen einer globalen Krisensituation.

Warum wird der Begriff "Angstabwehr" im Zusammenhang mit Selbstoptimierung genannt?

Experten im Text führen an, dass Menschen durch sportliche Aktivitäten oder neue Beschäftigungen versuchen, Kontrolle zurückzugewinnen, um die Ängste vor der unsicheren Situation der Pandemie zu kompensieren.

Wie unterscheidet sich "Muße" begrifflich von reiner Faulheit?

Der Text stellt klar, dass Muße keine Untätigkeit oder Apathie darstellt, sondern eine freie Zeitgestaltung zur Entfaltung eigener Interessen und zur Reflexion unter bewusster Abkehr von externen Leistungszwängen.

Excerpt out of 7 pages  - scroll top

Details

Title
Im Kampf zwischen Muße und Selbstoptimierung. Corona Maßnahmen und ihre Folgen
College
Johannes Gutenberg University Mainz
Course
Zur kulturellen Ordnung von Raum und Zeit. Selbstoptimierung
Grade
1,7
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2020
Pages
7
Catalog Number
V1335619
ISBN (eBook)
9783346831064
Language
German
Tags
Selbstoptimierung Optimierung Corona Selbstoptimierung zu Coronazeiten Pandemie Muße Coronapandemie das Selbst
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2020, Im Kampf zwischen Muße und Selbstoptimierung. Corona Maßnahmen und ihre Folgen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1335619
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  7  pages
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Payment & Shipping
  • About us
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint