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Grammatikalisierungsprozess des Indefinitartikels im Deutschen

Titel: Grammatikalisierungsprozess des Indefinitartikels im Deutschen

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2022 , 19 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Germanistik - Linguistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Interne Ursachen des Sprachwandels, die im Sprachsystem selbst liegen und in der Vergangenheit häufig Sprachwandel auslösten, sind deutlich abstrakter als externe, da interne Ursachen „im allgemeinen Bewusstsein weniger präsent“ sind und „daher in der Schule explizit angesprochen werden“ sollten. Die Arbeit folgt daher einer praxisorientierten Fragestellung, ob solche internen Ursachen überhaupt für die Schule aufbereitet werden könnten. Dafür wird zunächst eine theoretische Grundlage geschaffen, indem Grammatikalisierung und die für diese Arbeit zentralen Begriffe erläutert werden. Anschließend wird der Grammatikalisierungspfad des Indefinitartikels im Deutschen näher beleuchtet und mittels einer Forschungsfrage eine kleine Korpusanalyse durchgeführt. In einem Fazit werden die zentralen Erkenntnisse dieser Arbeit reflektiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Hauptteil

1.1 Grammatikalisierung und Entstehung des Indefinitartikels im Deutschen

1.2 Korpusanalyse

2. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das theoretische Konzept der Grammatikalisierung und dessen Anwendung auf die historische Entwicklung des Indefinitartikels im Deutschen, mit dem Ziel, Möglichkeiten der Vermittlung sprachwissenschaftlicher Prinzipien im schulischen Deutschunterricht aufzuzeigen.

  • Grundlagen der Grammatikalisierung und zentrale Begrifflichkeiten
  • Grammatikalisierungspfad des Indefinitartikels im Deutschen
  • Korpusanalyse althochdeutscher Texte (Tatian und Otfrids Evangelienbuch)
  • Integration von Sprachwandel und Sprachreflexion in den Unterricht

Auszug aus dem Buch

1.1 Grammatikalisierung und Entstehung des Indefinitartikels im Deutschen

Nachdem nun in der Einleitung bereits die Thematik ‚Sprachwandel‘ grob umrissen und die Relevanz für das spätere Tätigkeitsfeld als Lehrkraft aufgezeigt wurde, soll nun tiefer in das Thema der Grammatikalisierung eingeführt werden, bevor mit der Entstehung des Indefinitartikels im Deutschen ein konkreter Grammatikalisierungspfad betrachtet wird. Auf dieser Grundlage wird dann eine Forschungsfrage für die anschließende Korpusanalyse entwickelt.

„Unter Grammatikalisierung versteht man im Allgemeinen die Entstehung grammatischer Formen und Konstruktionen in der Sprachveränderung“ (Mortelmans/ Leuschner 2005: 1). Sprachliche Ausdrücke gewinnen im Zuge der Grammatikalisierung an grammatischer Funktion und führen insgesamt zu einer Erweiterung des Sprachinventars (Jäger/ Böhnert 2018: 65). Für die Lebendigkeit in der Grammatik sorgt die Grammatikalisierung. Grammatik ist kein „starres, unveränderliches Regelwerk, sondern ein dynamisches Gebilde“ (Szczepaniak 2011: 5). Natürlich vollzieht sich Grammatikalisierung nicht nur in der deutschen Sprache, sodass sich sogar recht ähnliche Phänomene in mehr oder weniger verwandten Sprachen finden lassen. Man spricht dann von sogenannten sprachübergreifenden Grammatikalisierungspfaden, welche den systematischen Wandel aus internen Gründen verdeutlichen (Jäger/ Böhnert 2018: 69). Diese Pfade weisen dabei (bildlich gesprochen) stets in eine Richtung. Dies wird als Unidirektionalität bezeichnet. Grammatikalisierungsprozesse lassen sich demzufolge nicht umkehren (Weiß 2012: 137f.). Wie konkret diese Unidirektionalität aussehen kann, wird bei der Betrachtung des Grammatikalisierungspfades des Indefinitartikels im Deutschen veranschaulicht.

Damit wurde auch bereits ein Merkmal von Grammatikalisierung angeführt. Neben der Unidirektionalität wären noch die Fusion, Dekategorisierung, Desemantisierung, Erosion und Extension als typische Merkmale anzuführen. Weiß (2012: 138) listet einige der Begriffe als sogenannte Grammatikalisierungsschritte auf, unter anderem die Desemantisierung aber auch die Fusion. Nachfolgend werden jene Merkmale allgemein geklärt, die für den anschließenden Grammatikalisierungspfad von Bedeutung sind.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit von Sprachreflexion im Deutschunterricht und leitet die praxisorientierte Forschungsfrage hinsichtlich der Aufbereitung interner Ursachen des Sprachwandels ab.

1. Hauptteil: Dieser Teil führt in die Theorie der Grammatikalisierung ein, erläutert zentrale Merkmale wie Desemantisierung und Unidirektionalität und untersucht historisch den Indefinitartikel, gefolgt von einer Korpusanalyse althochdeutscher Texte.

2. Fazit: Das Fazit reflektiert die Ergebnisse der Arbeit und bestätigt, dass die Vermittlung von Grammatikalisierungsprozessen einen didaktischen Mehrwert für den Unterricht bieten kann.

Schlüsselwörter

Grammatikalisierung, Sprachwandel, Indefinitartikel, althochdeutsch, Sprachreflexion, Korpusanalyse, Unidirektionalität, Desemantisierung, Sprachbewusstheit, Tatian, Otfrid, Sprachgeschichte, Lehrplan, Sprachunterricht, Referenten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Prozess der Grammatikalisierung, insbesondere der Entwicklung des deutschen Indefinitartikels, und wie dieses theoretische Feld für den Deutschunterricht didaktisch nutzbar gemacht werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen Begriffe der Grammatikalisierung, die historische Rekonstruktion des Indefinitartikels und die exemplarische Analyse althochdeutscher Quellentexte auf ihre sprachliche Verwendung hin.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage prüft, ob interne Ursachen des Sprachwandels für die Schule aufbereitet werden können und wie der Grammatikalisierungspfad des Indefinitartikels empirisch an althochdeutschen Daten veranschaulicht werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt ein deduktives Vorgehen: Zunächst werden theoretische Grundlagen definiert, um diese anschließend anhand einer Korpusanalyse althochdeutscher Texte (Tatian und Otfrid) zu überprüfen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in die Grammatikalisierung und deren Teilprozesse sowie die anschließende Durchführung einer Korpusanalyse, um den Grammatikalisierungspfad des Indefinitartikels partiell nachzuvollziehen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören Grammatikalisierung, Sprachwandel, Indefinitartikel, althochdeutsch, Desemantisierung und Sprachreflexion.

Welche Rolle spielt der "Brückenkontext" in der Untersuchung?

Der Brückenkontext beschreibt Kontexte, die eine neue Bedeutung verlangen und somit als notwendiges Bindeglied bzw. Entwicklungsschritt für die Etablierung des modernen Indefinitartikels dienen.

Warum wurden genau der Tatian und Otfrids Evangelienbuch für die Analyse gewählt?

Diese Texte wurden gewählt, da sie beide aus dem 9. Jahrhundert stammen, sich im gleichen Sprachraum (Fränkisch) verorten lassen und im Zentrum der Forschung stehen, unter Beachtung der begrenzten Verfügbarkeit althochdeutscher Daten.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Grammatikalisierungsprozess des Indefinitartikels im Deutschen
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
19
Katalognummer
V1335423
ISBN (eBook)
9783346834379
ISBN (Buch)
9783346834386
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Grammatik Grammatikalisierung Sprachwandel Altdeutsch Korpusanalyse diachrone Sprachwissenschaft Sprachwissenschaft Linguistik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2022, Grammatikalisierungsprozess des Indefinitartikels im Deutschen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1335423
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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