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Die nationalsozialistische Instrumentalisierung des Sports für den Zweiten Weltkrieg

Leibesertüchtigung zwischen Erziehung, Front und Propaganda

Titel: Die nationalsozialistische Instrumentalisierung des Sports  für den Zweiten Weltkrieg

Examensarbeit , 2008 , 131 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Bernhard Wetzstein (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Zur historischen Fundierung der Fragestellungen wird zunächst bis auf die Tage des populären „Turnvaters“ Jahn zurückzugehen sein, da dessen patriotische Sportideologie den Grundstein lieferte für die unter anderem in Hitlers Mein Kampf geäußerten Gedanken zur Bedeutung des Sports für die Wehrkraft und Gesundheit des Volkes. Auch der Sport im Ersten Weltkrieg ist vergleichend kurz zu betrachten. Des Weiteren bilden der Schulsport, die Leibesübungen in nationalsozialistischen Organisationen und die allgemeine politische Funktionalisierung des Sportlebens die Eckpunkte für die Untersuchung. Diese selbst ist, um die Entwicklung im einzelnen präzise aufzeigen zu können, in chronologische Hauptabschnitte gegliedert, die den dramatisch wechselnden Kriegsbedingungen für den Sport Rechnung tragen. Nach dem einleitend dargestellten Vorkriegsstadium, dass mit dem „Anschluss“ Österreichs und des Sudetenlandes als kennzeichnend für den hemmungslosen nationalsozialistischen Expansionswillen und seine erste offen politische Nutzbarmachung des Sports angesehen werden kann, folgen in drei Schritten die Kriegsjahre 1939-1941 (mit und nach den erfolgreichen „Blitzkriegen“), 1941-1943 (mit dem Angriff auf die Sowjetunion, zunehmenden Kraftanstrengungen und der Ausweitung des Kriegs auf neue Kriegsschauplätze) und schließlich die Jahre 1943-1945 (mit der Katastrophe von Stalingrad, dem „Totalen Krieg“ und dem folgendem totalen Untergang). Um die dennoch erkennbare Überlebenskraft des Sports auch in einem weiteren Bereich zu beleuchten, werden abschließend und kontrastiv, soweit bekannt, die organisierten sportlichen Aktivitäten unter den entsetzlichen Bedingungen in einigen KZs und in Lagern deutscher Kriegsgefangener beleuchtet, in denen alliierte Wachmannschaften mit den deutschen Gefangenen Fußball spielten, wobei beide Seiten erste Anfänge einer Verständigung erlebten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Zum Verhältnis von Sport und Staat

1.2 Zielsetzung und Methode

1.3 Forschungsstand und Quellen

2. Sport als Instrument der Vorbereitung auf den Krieg

2.1 Der Sport- und Wehrsport-Gedanke des „Turnvaters“ Jahn

2.2 Sport und Erster Weltkrieg

2.3 Die Rolle des Sports in der NS-Ideologie

2.4 Leibeserziehung in Schule, Eliteschule und Hochschule

2.5 Der Sport in HJ und BdM

2.6 SA, SS und der Sport

2.7 Sport in Reichswehr und Wehrmacht

2.8 „Kraft durch Freude“ (KdF): Ertüchtigung der arbeitenden Bevölkerung

2.9 Zusammenfassung: Sport im Dienst der nationalsozialistischen Innenpolitik

3. Sport als Waffe der Außenpolitik

4. Die Inszenierung des Sports in den Medien

5. Sport als Ablenkungsmittel und Gemeinschaftserlebnis im Kriegsalltag

6. Der instrumentalisierte Sport auf seinem Weg in und durch den Zweiten Weltkrieg

6.1 Vorkriegsstadium: Der Anschluss Österreichs und des Sudentenlandes

6.2 Die Kriegsjahre 1939-1941

6.2.1 Im Sport gilt: Weitermachen!

6.2.2 Zwischen scheinbarer Normalität und Barbarossa

6.2.3 Erste Einschränkungen und Anpassungen des Sports an den Kriegsalltag

6.2.4 Die Propaganda und der Fallschirmjäger Max Schmeling

6.2.5 Sport auf internationaler Ebene

6.3 Die Kriegsjahre 1941-1943

6.3.1 Die Fassade der Normalität beginnt zu bröckeln

6.3.2 Der nationale Sportbetrieb im sich ausweitenden Krieg und seine propagandistische Vermittlung

6.3.3 Weitere Einschränkungen und Kriegsanpassungen des Sportlebens

6.3.4 Letzte internationale Begegnungen

6.3.5 Aktion „Soldatenklau“

6.3.6 Kriegssportmannschaften auf dem Vormarsch

6.4 Die Kriegsjahre 1943-1945

6.4.1 „Totaler Krieg“

6.4.2 Der langsame Untergang des nationalen Sports

6.4.3 Letzte Einschränkungen und Kriegsanpassungen des Sportbetriebs

7. Sport hinter Stacheldraht – in KZs und Lagern deutscher Kriegsgefangener

8. Schlussbetrachtung und Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht den bisher wenig erforschten Weg des deutschen Sports während des Zweiten Weltkriegs unter dem Fokus der Instrumentalisierung durch das nationalsozialistische Regime. Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie es dem totalitären Staat gelang, den Sport als Mittel für Kriegsanstrengungen, Propaganda, psychologische Stabilisierung und wehrpolitische Ziele effektiv zu nutzen.

  • Grundlagen der NS-Sportideologie, einschließlich der Wehrertüchtigung.
  • Die propagandistische Inszenierung des Sports in Film, Presse und Rundfunk.
  • Sport als Mittel der Außenpolitik und zur Aufrechterhaltung des Scheins von Normalität.
  • Die Rolle des Sports für die Truppenbetreuung und den Erhalt der Arbeitskraft in der Kriegswirtschaft.
  • Sportliche Aktivitäten unter extremen Bedingungen in Konzentrations- und Kriegsgefangenenlagern.

Auszug aus dem Buch

1.1 Zum Verhältnis von Sport und Staat

Was haben Sport und Politik gemeinsam? In einem modernen demokratischen Staat lässt sich diese Verbindung in der Regel auf einen rudimentären Bezug reduzieren, der dem Sport in wesentlichen Zügen seine Unabhängigkeit erhält, obwohl es selbstverständlich gewisse grundlegende staatliche Einflüsse und Förderungen geben kann. Anders verhält es sich dagegen in einem totalitären Staatsgebilde, dessen Herrschaft der Idee nach gerade seines anti-individualistischen, anti-positivistischen und zugleich anti-naturrechtlichen Totalitätsanspruchs wegen grenzenlos ist. Seiner Zugriffsgewalt ist jeder einzelne Mensch, jede Institution und jede Lebenssphäre – somit auch der Sport - unterworfen. Wer als Individuum oder Institution der Ideologie eines solchen Staates entgegensteht, ist automatisch Staatsfeind.

Sport als „Handlungs-, Verwirklichungs- und Anspruchsraum im Gefolge einer herrschenden Ideologie“ - das ist ein dem klassischen Sportgedanken deutlich widerstrebendes Gebilde, das jedoch in der Weltgeschichte und besonders im 20. Jahrhundert immer wieder aufgetaucht ist. Zu nennen wäre hier das faschistische Italien oder der subtilere Totalitarismus der sowjetisch gelenkten DDR. Aber auch im antiken Sparta, wo der Erziehung des jungen Körpers für den späteren Heeresdienst große Bedeutung zugemessen wurde, fanden sich bereits Grundzüge dieses Phänomens. Jedoch gehört es keineswegs ausschließlich der Vergangenheit an, sondern kann noch heute von durchaus heikler Aktualität sein. Man denke an die ebenso pompös wie rigoros inszenierten Olympischen Spiele 2008 in Peking mit ihren spektakulären Aufmärschen und Vorführungen sowie an die in China praktizierte, mitunter kasernenhofartige Sporterziehung der Athleten von frühesten Kindestagen an.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Definiert das grundlegende Spannungsfeld zwischen Sport und totalitärer Politik sowie die Zielsetzung und methodische Vorgehensweise der Arbeit.

2. Sport als Instrument der Vorbereitung auf den Krieg: Analysiert die historischen Wurzeln der wehrsportlichen Ertüchtigung und deren ideologische Integration in NS-Organisationen.

3. Sport als Waffe der Außenpolitik: Untersucht die diplomatische Nutzung des Sports zur Repräsentation der nationalsozialistischen Stärke und zur Vermeidung internationaler Isolation.

4. Die Inszenierung des Sports in den Medien: Beleuchtet die propagandistische Aufbereitung sportlicher Großereignisse in Film, Rundfunk und Presse.

5. Sport als Ablenkungsmittel und Gemeinschaftserlebnis im Kriegsalltag: Erörtert die stabilisierende Wirkung des Sports für Heimat und Front sowie die Suggestion von Normalität.

6. Der instrumentalisierte Sport auf seinem Weg in und durch den Zweiten Weltkrieg: Dokumentiert chronologisch die Entwicklung des Sports in den verschiedenen Phasen des Krieges bis zum Zusammenbruch.

7. Sport hinter Stacheldraht – in KZs und Lagern deutscher Kriegsgefangener: Kontrastiert die organisierte Sportausübung in Lagern unter zynischen Bedingungen mit dem offiziellen NS-Sport.

8. Schlussbetrachtung und Ausblick: Führt die Erkenntnisse zusammen und reflektiert die Instrumentalisierung des Sports als machtstabilisierendes, aber kriegsbedingt widersprüchliches Phänomen.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, Sportgeschichte, Instrumentalisierung, Zweiter Weltkrieg, Leibeserziehung, Propaganda, wehrsportliche Ausbildung, Totalitarismus, NS-Ideologie, Kriegsalltag, Medien, Soldatenmannschaften, Sportfunktionäre, Fußball, Sportpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die systematische Instrumentalisierung des Sports durch das nationalsozialistische Regime im Kontext des Zweiten Weltkriegs.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernbereichen gehören die Verbindung von Sport und NS-Ideologie, die Rolle des Sports in der Propaganda, die wehrsportliche Erziehung der Jugend und die Nutzung des Sports zur Ablenkung im Kriegsalltag.

Was ist das primäre Ziel der Forschung?

Das Ziel ist es, den historischen Prozess zu verstehen, wie ein totalitärer Staat den Sport effektiv in seine Kriegsanstrengungen einband und warum der Sport trotz Kriegseinwirkungen bis in die Endphase des Regimes gefördert wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung kombiniert systematische Analysen der NS-Ideologie mit einer chronologischen Darstellung der sportlichen Entwicklung unter sich wandelnden Kriegsbedingungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine systematische Analyse der Sportförderung in verschiedenen NS-Organisationen sowie einen chronologischen Teil, der die Entwicklung von den Vorkriegsjahren über die Blitzsiege bis hin zum Totalen Krieg und dem Untergang dokumentiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Nationalsozialismus, Sportinstrumentalisierung, wehrsportliche Erziehung, Propaganda und Kriegssport.

Welche Rolle spielte die Propaganda im Sportbereich während des Krieges?

Propaganda zielte darauf ab, Siege als Beweis nationalsozialistischer Stärke darzustellen und durch die Inszenierung von Sportevents Normalität zu suggerieren, um die Moral der Bevölkerung und der Soldaten zu festigen.

Gab es tatsächlich organisierten Sport in Konzentrationslagern?

Ja, in einigen Lagern wurde Sport durch die SS gestattet, oft jedoch als Mittel der Schikane oder zur Erhaltung der Arbeitskraft für die Rüstungsindustrie, wobei jüdische Häftlinge meist von diesen Privilegien ausgeschlossen blieben.

Wie veränderte sich die Rolle von Sportler-Privilegien im Laufe des Krieges?

Während Sportler zu Beginn des Krieges noch relativ leicht Sonderurlaub erhielten, wurden solche Privilegien mit zunehmender Kriegsdauer und dem Mangel an Soldaten kritisch gesehen, was zu einer konsequenteren Einziehung von Sportlern an die Front führte.

Ende der Leseprobe aus 131 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die nationalsozialistische Instrumentalisierung des Sports für den Zweiten Weltkrieg
Untertitel
Leibesertüchtigung zwischen Erziehung, Front und Propaganda
Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen  (Mittlere und Neuere Geschichte)
Note
2,0
Autor
Bernhard Wetzstein (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
131
Katalognummer
V133212
ISBN (eBook)
9783640393619
ISBN (Buch)
9783640393787
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sport Nationalsozialismus NS Fußball Motorsport Reitsport Zweiter Weltkrieg Leibeserziehung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bernhard Wetzstein (Autor:in), 2008, Die nationalsozialistische Instrumentalisierung des Sports für den Zweiten Weltkrieg, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/133212
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