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Zweimal Isolde. Zur Figureninszenierung in Gottfrieds von Straßburg "Tristan"

Title: Zweimal Isolde. Zur Figureninszenierung in Gottfrieds von Straßburg "Tristan"

Term Paper , 2022 , 21 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Jessica Lanert (Author)

German Studies - Older German Literature, Medieval Studies

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Wodurch entsteht die Figurenprofilierung in Gottfrieds Tristan im Hinblick auf die Isolde-Figuren?

Unter dem Pseudonym Gottfried von Straßburg entstand um das Jahr 1210 die heute wichtigste Fassung der Erzählung Tristan. Der unvollendete Versroman behandelt die tragische Liebesgeschichte von Tristan und Isolde.
In der vorliegenden Erzählung sind verschiedene narrative Perspektiven vorzufinden, die dem Leser ermöglichen, die Geschichte als Ganzes zu verstehen. Der Autor konstruierte einen Erzähler, der dem Rezipienten sowohl einen Einblick in Innenleben verschiedener Figuren gibt, zugleich jedoch seine eigene Haltung und vereinzelt autobiographische Informationen preisgibt. So entsteht eine kunstvoll angelegte Narration, die Sprache und Perspektiven als System nutzt, um das Geschehen zu vermitteln und die Figuren in ihrer Differenziertheit (oder Ähnlichkeit) darzustellen.

Auf Basis dessen soll es in dieser Arbeit näher um die Figur Isolde gehen. Die Protagonistin wird in einigen Aspekten narratologisch hervorgehoben und mit dem männlichen Protagonisten Tristan auf eine Ebene gestellt, wodurch ein Verhältnis entsteht, das von den im Mittelalter geltenden patriarchalen Gesellschaftsstrukturen abweicht. In der Forschung bereits genannt als Exzeptionalität, lässt sich diese Stellung der Figur Isolde in Bezug auf die Analyse von Narration und Deskription der Erzählung feststellen. Weniger vertreten ist jedoch die Profilierung unabhängig von dem Vergleich mit der männlichen Hauptfigur Tristan. Trotz dessen (oder auch aufgrund dessen), dass Isolde in erster Linie wichtig für das Minnegeschehen und somit stets in Verbindung mit Tristan ist, ist es interessant zu untersuchen, wie die Darstellung von Isolde als eigenständiger Charakter im Vergleich zu einer weiteren gleichnamigen Figur aussieht, womit die Relevanz des Themas geklärt ist.
Ziel dieser Arbeit ist es somit, anhand konkreter Textanalyse festzustellen, wodurch die Figurenprofilierung bei der Hauptfigur Isolde entsteht und zu diesem Zweck ebenfalls die Gestaltung der gleichnamigen Mutter von Isolde vergleichend zu überprüfen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Figurenprofilierung der Isolde-Figuren im Tristan

2.1 Die blonde Isolde

2.2 Königin Isolde

2.3 Ein Vergleich zwischen beiden Isolden

3. Fazit

4. Literaturverzeichnis

4.1 Primärliteratur

4.2 Sekundärliteratur

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Figurenprofilierung der Protagonistin Isolde in Gottfrieds von Straßburg Tristan, indem sie deren narratologische Gestaltung sowie die vergleichende Darstellung der gleichnamigen Mutter analysiert, um die Entwicklung zu einer autonomen, vom Minnegeschehen geprägten Figur herauszuarbeiten.

  • Narratologische Analyse der Figurenprofilierung
  • Vergleich zwischen der jungen Isolde und Königin Isolde
  • Die Rolle der Wiederholung und rhetorischer Mittel
  • Einfluss der Erzählperspektiven auf die Charakterdarstellung
  • Autonomieentwicklung der Figur Isolde im Minnekontext

Auszug aus dem Buch

Die blonde Isolde

Wie bereits erwähnt, wird die folgende Analyse hauptsächlich an den Aufbau der Figurenanalyse von Dorothea Klein angelehnt. Dementsprechend werden interne und externe Standpunkte betrachtet und chronologisch vorgenommen, um Entwicklungen der Figuren herauszustellen.

Die blonde Isolde ist die Tochter eines Königspaares in Irland und lebt anfangs bei ihnen in der damaligen Hauptstadt Dublin. Die junge Königin wird als Hauptfigur spät eingeführt. Sie erscheint zum ersten Mal in der Erzählung, wenn der Rezipient von der Trauer der Königsfamilie um den von Tristan getöteten Morold liest. An dieser Stelle wird sie als „tohter Îsôt“ von der Königin Isolde von Irland erwähnt, wodurch der Rezipient sie im unmittelbaren Zusammenhang mit ihrer Mutter kennenlernt. Die dezente Erscheinung dieser Figur wird an dieser Stelle nicht mehr fortgeführt. Die nächste Begegnung mit ihr erfährt der Leser erst wieder, als der Erzähler erneut von der „tohter Îsôte“ (V.7716) spricht und sie neben ihrer Vollkommenheit (vgl. V.7717) als Hauptfigur dieser Geschichte, „von der diu werlt elliu saget“ (V.7718), einführt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Forschungsfrage nach der Entstehung der Figurenprofilierung bei Isolde und erläutert die methodische Herangehensweise unter Einbeziehung narratologischer Ansätze.

2. Die Figurenprofilierung der Isolde-Figuren im Tristan: Dieser Abschnitt analysiert detailliert die Darstellung der jungen und der älteren Isolde durch erzählerische Mittel und ihre Entwicklung bzw. Beständigkeit im Kontext der Erzählung.

2.1 Die blonde Isolde: Untersuchung der jungen Isolde hinsichtlich ihrer narratologischen Einbettung, ihrer höfischen Qualitäten und ihrer Entwicklung zur autonomen Figur.

2.2 Königin Isolde: Beleuchtung der Rolle der Mutter als präfigurale Funktion, ihre rhetorische Inszenierung und ihre Funktion als Vorbild für die Tochter.

2.3 Ein Vergleich zwischen beiden Isolden: Zusammenfassender Vergleich, der aufzeigt, wie die Attribute und Handlungsweisen der Mutter als typologische Vorstufe für die Entwicklung der Tochter dienen.

3. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt die zentrale Bedeutung von Wiederholungen und Erzählperspektiven für die Inszenierung der Isolde-Figuren.

4. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.

4.1 Primärliteratur: Auflistung der maßgeblichen Textausgabe von Gottfrieds Tristan.

4.2 Sekundärliteratur: Verzeichnis der wissenschaftlichen Fachliteratur zu den Themen Figurenanalyse und Erzähltheorie.

Schlüsselwörter

Tristan, Isolde, Gottfried von Straßburg, Figurenprofilierung, Narratologie, Minne, Exzeptionalität, Wiederholung, Edelherzen, Figureninszenierung, Erzählperspektive, Mittelalter, Charakterentwicklung, Königin Isolde, Identität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die narratologische Gestaltung und Figurenprofilierung der Hauptfigur Isolde in Gottfrieds von Straßburg Tristan.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen die literarische Inszenierung, die Charakterentwicklung im Minnekontext sowie der Vergleich zwischen der jungen Isolde und ihrer Mutter.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, durch eine detaillierte Textanalyse aufzuzeigen, wie und durch welche rhetorischen Mittel Identität, Exemplarität und die Exzeptionalität der weiblichen Figuren konstruiert werden.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Methodisch lehnt sich die Autorin hauptsächlich an die Figurenanalyse von Dorothea Klein an, kombiniert mit narratologischen Aspekten rund um interne und externe Standpunkte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der blonden Isolde, die Untersuchung der Königin Isolde und einen abschließenden direkten Vergleich der beiden Figuren, gestützt auf zahlreiche Belege aus dem Originaltext.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Zentrale Begriffe sind unter anderem Tristan, Isolde, Figurenprofilierung, Narratologie, Minne, Exzeptionalität und Identität.

Welche Funktion hat die Mutter im Vergleich zur jungen Isolde?

Die Königin Isolde dient als präfigurale Funktion und typologische Vorstufe, deren Attribute und Handlungsweisen in Bezug auf Weisheit und Klugheit sich im Laufe der Erzählung auch bei der Tochter zeigen.

Was unterstreicht Isoldes Autonomie besonders?

Isoldes Autonomie wird durch ihr selbstständiges Agieren in Krisensituationen, ihre Geschicklichkeit in der doppeldeutigen Rede und ihre bewusste Entscheidung für die Minne trotz gesellschaftlicher Normen unterstrichen.

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Details

Title
Zweimal Isolde. Zur Figureninszenierung in Gottfrieds von Straßburg "Tristan"
College
Bielefeld University
Grade
1,0
Author
Jessica Lanert (Author)
Publication Year
2022
Pages
21
Catalog Number
V1329566
ISBN (eBook)
9783346820105
ISBN (Book)
9783346820112
Language
German
Tags
zweimal isolde figureninszenierung gottfrieds straßburg tristan
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jessica Lanert (Author), 2022, Zweimal Isolde. Zur Figureninszenierung in Gottfrieds von Straßburg "Tristan", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1329566
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