Die Nationalökonomie ist ein „ausgebildetes System des erlaubten Betrugs, eine komplette Bereicherungswirtschaft“, eigentlich müsste sie „Privat-Ökonomie“ heißen.
Wenn man registriert, dass höchst-ausgezeichnete Wissenschaftler der Nationalökonomie sehr fantasievoll an der Erfindung, Ausgestaltung von Finanzprodukten (auch ihrer spekulativen Nutzung) beteiligt waren (Cox, Ross und Rubinstein haben ein entsprechendes Binomialmodell erstellt), die mithalfen, die Welt in eine Krise zu stürzen, scheint Friedrich Engels Behauptung bestätigt zu werden. Erst recht, wenn man liest, dass Myron Scholes, der 1996 den Nobelpreis „für die Ausarbeitung einer mathematischen Formel zur Bestimmung von Optionswerten an der Börse“ erhielt, zusammen mit seinen Kollegen bei dem Hedgefond LTMC 2008 einen Verlust von 4,6 Milliarden US-Dollar verursachte, was mit dazu beitrug, die globale Finanzkrise auszulösen. (2005 wurde Scholes wegen Steuerhinterziehung bei diesem Fond in Höhe von 40 Millionen US-Dollar verurteilt.)
Die Weltbank errechnet, dass weltweit Vermögensverluste von fünfzig Billionen US-Dollar zu beklagen sind, eine unvorstellbare Summe. Das kapitalistische Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell, das diese Schäden zuließ, wird von vielen Politikern, nicht nur am linken Rand, in Frage gestellt.
Unsere Wirtschaftsordnung wurde durch die Nationalökonomie begründet. Ist also die Nationalökonomie an diesem Waterloo schuld?
Inhaltsverzeichnis
Umrisse einer Kritik der Nationalökonomie
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit kritisiert die aktuelle Ausrichtung der Nationalökonomie, die sich zu sehr auf mathematische Modelle und Zentralisierung fokussiert hat, und fordert eine Rückbesinnung auf ordnungspolitische Prinzipien, die Haftung der Akteure und eine flexiblere, marktwirtschaftliche Ausrichtung zur Sicherung von Wohlstand.
- Kritik an der mathematischen Dominanz und Wissenschaftshegemonie
- Die Notwendigkeit einer Rückkehr zur Ordnungsökonomik
- Analyse der Fehlentwicklungen in der globalen Geld- und Finanzpolitik
- Plädoyer für Meritokratie und persönliche Verantwortung statt Bürokratie
Auszug aus dem Buch
Umrisse einer Kritik der Nationalökonomie
Die Nationalökonomie ist ein „ausgebildetes System des erlaubten Betrugs, eine komplette Bereicherungswirtschaft“, eigentlich müsste sie „Privat-Ökonomie“ heißen.
Wenn man registriert, dass höchst-ausgezeichnete Wissenschaftler der Nationalökonomie sehr fantasievoll an der Erfindung, Ausgestaltung von Finanzprodukten (auch ihrer spekulativen Nutzung) beteiligt waren (Cox, Ross und Rubinstein haben ein entsprechendes Binomialmodell erstellt), die mithalfen, die Welt in eine Krise zu stürzen, scheint Friedrich Engels Behauptung bestätigt zu werden. Erst recht, wenn man liest, dass Myron Scholes, der 1996 den Nobelpreis „für die Ausarbeitung einer mathematischen Formel zur Bestimmung von Optionswerten an der Börse“ erhielt, zusammen mit seinen Kollegen bei dem Hedgefond LTMC 2008 einen Verlust von 4,6 Milliarden US-Dollar verursachte, was mit dazu beitrug, die globale Finanzkrise auszulösen. (2005 wurde Scholes wegen Steuerhinterziehung bei diesem Fond in Höhe von 40 Millionen US-Dollar verurteilt.)
Zusammenfassung der Kapitel
Umrisse einer Kritik der Nationalökonomie: Der Text analysiert das Versagen der modernen Nationalökonomie in der Finanzkrise und fordert eine Abkehr von der Mathematisierung hin zu ordnungspolitischen Grundlagen.
Schlüsselwörter
Nationalökonomie, Finanzkrise, Ordnungsökonomik, Ordoliberalismus, Geldpolitik, Marktwirtschaft, Eigentum, Wettbewerb, Meritokratie, Haftung, Wachstumstheorie, Finanzprodukte, Globalisierung, Kapitalismus, Freiheit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit setzt sich kritisch mit dem Zustand der modernen Nationalökonomie auseinander, der Autor sieht sie als mitverantwortlich für die globale Finanzkrise an.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Kritik am aktuellen Finanzsystem, die Rolle der Ordnungsökonomik, die Fehler der Geldpolitik und die Notwendigkeit von persönlicher Haftung und Wettbewerb.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist ein Aufruf zu einem Paradigmenwechsel in der Nationalökonomie, weg von interventionistischer Zentralisierung hin zu ordnungspolitischen Spielregeln.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor nutzt eine komparative und kritische Analyse, unter Einbeziehung ordnungspolitischer Prinzipien und aktueller gesellschaftspolitischer Ereignisse.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der Rolle der Geld- und Währungspolitik, der Kritik an Zentralbanken, der Analyse von Unternehmerrollen und der Forderung nach meritokratischen Strukturen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Ordnungsökonomik, Freiheit, Wettbewerb, Haftung, Kritik am Finanzsystem und Rückbesinnung auf liberale Grundwerte.
Welche Rolle spielt die Mathematik laut dem Autor?
Die exzessive Mathematisierung der Nationalökonomie wird kritisiert, da sie die Disziplin für Laien unverständlich macht und den Blick für reale ordnungspolitische Fehlentwicklungen verstellt.
Wie steht der Autor zur europäischen Währungspolitik?
Er steht ihr sehr kritisch gegenüber, da sie durch Zentralisierung und Gleichmacherei die nationale Souveränität untergrabe und Anreize für ineffizientes Verhalten schaffe.
Was fordert der Autor für das Bankensystem?
Er fordert eine stärkere Eigenkapitalausstattung der Banken und eine Rückbesinnung auf die „Goldene Bankregel“ zur Fristenkongruenz.
Wer sind die „Gelehrten Ignoranten“?
Dies ist die Bezeichnung für spezialisierte Wissenschaftler, die zwar mathematisch begabt sind, aber den Bezug zur realen Wirtschaftsordnung und den daraus resultierenden Gefahren verloren haben.
- Arbeit zitieren
- Axel Glöggler (Autor:in), 2009, Umrisse einer Kritik der Nationalökonomie, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/132944