In der vorliegenden Arbeit soll zuerst ein Blick auf den großen Katechismus von Luther geworfen werden, wobei in einem ersten Schritt die Schrift im Hinblick auf Entstehungskontext und Entstehungsgeschichte, sowie Inhalt und Form betrachtet werden soll. In einem zweiten Schritt steht das Abendmahlsverständnis im Mittelpunkt und es sollen wesentliche Aussagen hierzu aufgezeigt werden. Mit dem gleichen Vorgehen wird anschließend das Augsburger Bekenntnis dargestellt. Nachdem beide Schriften vorgestellt und auf ihre Abendmahlsverständnisse hin untersucht wurden, soll ein Vergleich beider angestellt werden, welcher Parallelen, Antagonismen und weitere Auffälligkeiten aufzeigen soll. Die Erkenntnisse der erarbeiteten Schwerpunkte sollen in einem Fazit am Ende zusammengeführt, abgewogen und verglichen werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Luthers großer Katechismus
3. Abendmahlsverständnis im großen Katechismus
4. Das Augsburger Bekenntnis
4.1 Artikel 10
4.2 Artikel 13
4.3 Artikel 22
5. Abendmahlsverständnis im Augsburger Bekenntnis
6. Vergleich der Verständnisse
7. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das differierende Abendmahlsverständnis zwischen Martin Luthers „großem Katechismus“ und dem „Augsburger Bekenntnis“, um Parallelen sowie theologische Antagonismen innerhalb der reformatorischen Schriften herauszuarbeiten.
- Historischer Kontext und Entstehungsgeschichte beider Schriften
- Analyse des Abendmahlsverständnisses im „großen Katechismus“
- Untersuchung der Artikel 10, 13 und 22 des „Augsburger Bekenntnisses“
- Vergleichende Gegenüberstellung der Lehrmeinungen
- Einordnung der Ergebnisse in den Diskurs um Einheit und Vielfalt der Reformation
Auszug aus dem Buch
Abendmahlsverständnis im großen Katechismus
„In diese Vielfalt der Anfechtungen hat Jesus für die Seinen das Abendmahl gesetzt als Stärkung in dem Kampfe und als Speisung auf dem Wege durch diese irdische Weltzeit dem kommenden Reich entgegen.“ Diese Auffassung bildet einen der Kernpunkte für Luthers Abendmahlsverständnis, denn bei Luthers Verständnis geht es, laut Albrecht Peters, vor allem um „die Not unseres von Sünde, Welt und Teufel angefochtenen Herzens.“ Im Folgenden soll der fünfte Teil von Luthers Katechismus, welcher das Sakrament des Abendmahls behandelt, explizit betrachtet werden. Luther lässt dieses zweite Sakrament ein komplettes Kapitel einnehmen. Er nimmt bezüglich dieses Kapitels eine Dreigliederung vor, indem er im ersten Schritt nach dem Wesen, im Zweiten nach der Kraft und dem Nutzen und im Dritten nach dem rechten Empfang des Abendmahls fragt. Auf diese Dreigliederung folgt dann noch ein längerer Teil, der sich mit der Vermahnung und mit der Reizung bezüglich des Abendmahls beschäftigt. Zum Verständnis von Luthers Gedanken soll nun auch die Betrachtung des fünften Teils sich an Luthers Gliederung orientieren und somit beim Wesen des Abendmahls beginnen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die grundlegende Forschungsfrage nach der Divergenz des Abendmahlsverständnisses in den Schriften von Martin Luther und dem Augsburger Bekenntnis.
2. Luthers großer Katechismus: Dieses Kapitel skizziert den Entstehungskontext und die Intention von Luthers Werk aus dem Jahr 1529.
3. Abendmahlsverständnis im großen Katechismus: Hier wird Luthers Lehre vom Abendmahl explizit anhand der Dreigliederung (Wesen, Nutzen, Empfang) sowie der zentralen Bedeutung des Wortes untersucht.
4. Das Augsburger Bekenntnis: Der Entstehungshintergrund und die Struktur des Augsburger Bekenntnisses werden erläutert, wobei insbesondere die Relevanz der Artikel 10, 13 und 22 hervorgehoben wird.
5. Abendmahlsverständnis im Augsburger Bekenntnis: Dieses Kapitel fasst die Sachaussagen zum Abendmahl innerhalb der Confessio Augustana zusammen, wobei die Bedeutung der Realpräsenz und der Gemeinschaftsfokus im Zentrum stehen.
6. Vergleich der Verständnisse: Die Arbeit führt einen direkten Vergleich zwischen den Konzepten aus dem Katechismus und dem Bekenntnis durch, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede auf inhaltlicher und formaler Ebene aufzuzeigen.
7. Fazit: Das Fazit resümiert, dass trotz unterschiedlicher Akzentsetzungen und Intentionen beide Schriften auf gemeinsamen reformatorischen Grundlagen basieren und sich nicht vollständig widersprechen.
Schlüsselwörter
Reformation, Martin Luther, Abendmahlsverständnis, Großer Katechismus, Augsburger Bekenntnis, Realpräsenz, Einsetzungsworte, Sakrament, Sündenvergebung, Christliche Freiheit, Confessio Augustana, Reformationsgeschichte, Gemeinschaftsmahl, Glaubenslehre, Theologie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht, wie sich das Abendmahlsverständnis im „großen Katechismus“ Luthers zu dem im „Augsburger Bekenntnis“ verhält.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentral sind die reformatorischen Schriften des 16. Jahrhunderts, die Entstehungsweisen dieser Dokumente und die spezifisch theologische Deutung des Abendmahls.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, Parallelen und Antagonismen zwischen den beiden Schriften aufzudecken, um die Divergenz innerhalb der Reformation besser zu verstehen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin/der Autor nutzt eine kirchenhistorische Vergleichsanalyse, indem sie/er primäre Bekenntnisschriften und sekundäre Fachliteratur heranzieht.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse von Luthers Katechismus, gefolgt von einer Untersuchung der einschlägigen Artikel des Augsburger Bekenntnisses.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Reformation, Realpräsenz, Abendmahl, Katechismus, Confessio Augustana und Sündenvergebung.
Wie unterscheidet sich die Bedeutung des „Wortes“ bei Luther und dem Augsburger Bekenntnis?
Luther misst dem Wort eine stärkere, konstitutive Bedeutung bei, da es nicht nur das Sakrament ausmacht, sondern auch die Sündenvergebung direkt mit dem Glauben verknüpft.
Welche Rolle spielt der Gemeinschaftsaspekt im Augsburger Bekenntnis?
Im Vergleich zu Luther wird das Abendmahl im Augsburger Bekenntnis deutlicher als Gemeinschaftsmahl definiert, das Priester und Laien gleichermaßen einschließt.
- Arbeit zitieren
- Maike Ebeling (Autor:in), Luthers Abendmahlsverständnis im Großen Katechismus und das Abendmahl im Augsburger Bekenntnis, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1328718