In dieser Arbeit soll die Demokratisierung Kroatiens zwischen 1990 und 2000 erklärt werden. Denn das 1991 entstandene semi-autoritäre System entwickelte sich ab dem Jahr 2000 zu einem parlamentarischen Regierungssystem mit einer moderat polarisierten, pluralistischen Parteienlandschaft. Das Jahr 2000, in dem der kroatische Präsident Franjo Tuđman starb und die plötzliche Transition zur Demokratie während einem Regierungswechsel stattfand, wird hierbei in den Fokus der Untersuchung gelegt. Dazu soll der Demokratieprozess Kroatiens analysiert werden und der Einfluss der beteiligten Akteure, insbesondere der HDZ und ihres Vorsitzenden Tuđman, um den Regimewechsel zu erklären. Lag es an den Akteuren, dass die Transition zur Demokratie gelang?
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Demokratisierungsprozess Kroatiens
- Historische Betrachtung
- Transsformationsforschung
- Akteure
- Interne Akteure um die HDZ
- Exkurs: Externe Akteure
- Kritische Diskussion der Anaylse
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit befasst sich mit der Demokratisierung Kroatiens zwischen 1990 und 2000, mit dem Ziel, den Prozess der Transformation vom semi-autoritären System zu einer parlamentarischen Demokratie zu erklären. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Jahr 2000, in dem der Präsident Franjo Tuđman starb und der Regimewechsel durch einen Regierungswechsel eingeleitet wurde.
- Analyse des Demokratieprozesses in Kroatien
- Bedeutung der beteiligten Akteure, insbesondere der HDZ und ihres Vorsitzenden Tuđman
- Bewertung des Einflusses der Akteure auf den Regimewechsel
- Einordnung der kroatischen Transition in den theoretischen Kontext der Demokratisierung
- Vergleich mit Transformationsprozessen in anderen Ländern des ehemaligen Jugoslawiens
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung des Themas und stellt den Forschungsstand zur Transformation Kroatiens dar. Die historische Betrachtung im zweiten Kapitel zeigt die Entwicklung des Landes von der kommunistischen Diktatur bis zum Zerfall Jugoslawiens und der Entstehung des semi-autoritären Systems unter der HDZ. Kapitel drei untersucht den Einfluss verschiedener Akteure auf den Demokratisierungsprozess, wobei der Fokus auf der HDZ und ihrem Vorsitzenden Franjo Tuđman liegt. Im Schlusskapitel werden die Ergebnisse der Analyse kritisch diskutiert und zusammengefasst.
Schlüsselwörter
Demokratisierung, Kroatien, Transsformationsforschung, semi-autoritäres System, HDZ, Franjo Tuđman, Regimewechsel, Krieg, Legitimationskrise, parlamentarisches System, Parteiensystem, competitive authoritarian regime.
Häufig gestellte Fragen zur Demokratisierung Kroatiens
Wann fand der entscheidende Regimewechsel in Kroatien statt?
Das Jahr 2000 gilt als Wendepunkt. Nach dem Tod von Präsident Franjo Tuđman (1991–1999) führte ein Regierungswechsel zur Transition von einem semi-autoritären System hin zu einer parlamentarischen Demokratie.
Wer war Franjo Tuđman?
Tuđman war der erste Präsident des unabhängigen Kroatiens und Gründer der HDZ. Er führte das Land durch den Unabhängigkeitskrieg, errichtete aber ein System mit stark autoritären Zügen.
Welche Rolle spielte die Partei HDZ?
Die HDZ (Kroatische Demokratische Union) dominierte das politische Leben in den 1990er Jahren. Ihr Machtverlust bei den Wahlen 2000 ermöglichte erst die demokratische Konsolidierung.
Was kennzeichnete das „semi-autoritäre“ System Kroatiens?
Es gab zwar Wahlen, aber die Opposition und die Medien wurden unterdrückt, und die Macht war stark auf die Person des Präsidenten konzentriert (competitive authoritarianism).
Warum gelang die Transition zur Demokratie schließlich?
Wichtige Faktoren waren der Tod der zentralen Integrationsfigur Tuđman, eine wirtschaftliche Krise, der Druck internationaler Akteure (EU/NATO) und die Einigkeit der Oppositionsparteien.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2022, Warum kam es zum Demokratisierungsprozess Kroatiens? Die Rolle zentraler Akteure zwischen 1990 und 2000, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1328562