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Rechtliche Probleme der Ergänzungspflegschaft. Rechtliche Abwicklung in Jugendhilfefällen

Titel: Rechtliche Probleme der Ergänzungspflegschaft. Rechtliche Abwicklung in Jugendhilfefällen

Hausarbeit , 2021 , 23 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Evelyn Dürhammer (Autor:in)

Pädagogik - Familienerziehung

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Welche rechtlichen Probleme ergeben sich, wenn das Antragsrecht auf Leistungen nach dem SGB VIII, im Rahmen der Kindeswohlgefährdung auf einen Ergänzungspfleger übertragen wird?

Wiederkehrend kommt es dazu, dass Eltern daran gehindert sind, ihre minderjährigen Kinder in bestimmten Angelegenheiten zu vertreten. Um das Wohl des Kindes weiterhin zu gewährleisten, ist ein gesetzlicher Vertreter für das Kind notwendig. Möglichkeiten gesetzlicher Vertretungsmöglichkeiten sind häufig die (Ergänzungs-) Pflegschaft, aber auch die Vormundschaft und die Beistandschaft. Interessant herauszufinden ist, was eine Ergänzungspflegschaft von einer Vormundschaft unterscheidet.

Es wird häufig gedacht, dass die Ergänzungspflegschaft auf dem vollständigen Entzug der elterlichen Sorge beruht, was nicht der Fall ist, da es sich bei der Ergänzungspflegschaft um einen Teilentzug der elterlichen Sorge handelt, nicht aber um einen vollständigen Entzug. Während die Eltern des Kindes die Sorge für bestimmte Bereiche weiterhin übernehmen, bezieht sich die Arbeit des Ergänzungspflegers nur auf einen bestimmten Wirkungskreis, den er gerichtlich übertragen bekommen hat. Der Ergänzungspfleger entscheidet nicht in allen Bereichen und ergänzt somit die Eltern, beziehungsweise den Vormund. Durch diesen festgelegten Aufgabenkreis, können sich rechtliche Probleme ergeben.

Auf die Fragestellung: "Welche rechtlichen Probleme ergeben sich, wenn das Antragsrecht auf Leistungen nach dem SGB VIII, im Rahmen der Kindeswohlgefährdung auf einen Ergänzungspfleger übertragen wird?“ wird in dieser Arbeit Bezug genommen. In Kapitel B werden alle an das Thema anknüpfenden rechtlichen Grundlagen der Ergänzungspflegschaft aufgelistet und erläutert. Diese bilden den Ausgangspunkt für die weiteren Ausarbeitungen und die Auseinandersetzung mit den rechtlichen Kernproblemen. Danach setzt sich die Arbeit in Kapitel C mit der Kindeswohlgefährdung auseinander. Die essenziellen rechtlichen und praktischen Probleme werden in Kapitel D aufeinanderfolgend aufgeführt und evaluiert. Dazu zählen die Antragstellung (I.), die Neutralität von Ergänzungspflegern (II.), die Zusammenarbeit mit den Eltern (III.), die Übertragung bestimmter Aufgaben (IV.) und die Grenzen des SGB VIII (V.). Zuletzt werden die Ergebnisse in Kapitel E präsentiert und zusammengefasst.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung

B. Gesetzliche Vertretung

C. Kindeswohlgefährdung

D. Rechtliche und praktische Probleme

I. Antragstellung

II. Die Neutralität von Ergänzungspflegern

III. Zusammenarbeit mit den Eltern

IV. Übertragung bestimmter Aufgaben

V. Grenzen des SGB VIII

E. Schlussteil

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die rechtlichen Herausforderungen und praktischen Probleme, die entstehen, wenn im Kontext einer Kindeswohlgefährdung das Antragsrecht für Leistungen nach dem SGB VIII auf einen Ergänzungspfleger übertragen wird. Im Zentrum steht dabei die Rolle des Pflegers im Spannungsfeld zwischen familiären Rechten, institutionellen Anforderungen und dem Wohl des Kindes.

  • Rechtliche Grundlagen und Abgrenzung der Ergänzungspflegschaft
  • Dynamiken und Probleme bei der Antragstellung auf Jugendhilfeleistungen
  • Die Anforderungen an die Neutralität des Ergänzungspflegers
  • Herausforderungen in der Zusammenarbeit mit Eltern und Institutionen
  • Grenzen der Handlungsfähigkeit des Pflegers durch begrenzte Wirkungskreise

Auszug aus dem Buch

D. Rechtliche und praktische Probleme

Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe sind beim örtlich zuständigen Jugendamt zu beantragen. Die örtliche Zuständigkeit richtet sich nach den §§ 86-88 SGB VIII. Die Intention dieser Gesetze ist es, eine effektive Hilfe in der Nähe des Kindes als Leistungsadressat sicherzustellen. Da Jugendhilfeleistungen häufig sehr kostenintensiv sind, werden die Zuständigkeiten vom Jugendamt sehr genau geprüft. Örtliche Zuständigkeiten können sich z.B. durch Wohnortwechsel der leiblichen Eltern ändern. Daher ist es für den Ergänzungspfleger bei der Antragstellung beim Jugendamt wichtig zu wissen, wo die Eltern/ der Elternteil seinen gewöhnlichen Aufenthaltsort begründet hat.

Schwierig wird es dann, wenn Eltern/Elternteile den gewöhnlichen Aufenthalt oft verlagern, keine Meldeadresse hinterlegen oder ins Ausland ziehen. Die unklare Zuständigkeit der Behörde, stellt also ein Kernproblem der Antragstellung dar. Es kommt vor, dass sich die Erziehungsberechtigten durch sogenanntes „Jugendamt-Hopping“ von bestimmten Maßnahmen und der Kontaktaufnahme entziehen. Eine Sonderstellung ist im § 86 Absatz 6 beschrieben. Lebt ein Kind oder ein Jugendlicher über einen Zeitraum von zwei Jahren kontinuierlich bei einer Pflegefamilie oder einer Pflegeperson und ist auch davon auszugehen, dass das Kind oder der Jugendliche in dem Pflegeverhältnis auch zukünftig verbleibt, so wird entgegen des § 86 Absatz 1-5 SGB VIII der örtliche Träger zuständig, in dessen Bereich die Pflegefamilie oder die Pflegeperson ihren gewöhnlichen Aufenthaltsort hat.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Ergänzungspflegschaft bei Kindeswohlgefährdungen ein und definiert die zentrale Fragestellung der Arbeit.

B. Gesetzliche Vertretung: Dieses Kapitel erläutert die rechtlichen Grundlagen der Personensorge, der elterlichen Sorge sowie die Abgrenzung zu anderen Vertretungsformen wie der Vormundschaft und Beistandschaft.

C. Kindeswohlgefährdung: Hier wird der unbestimmte Rechtsbegriff der Kindeswohlgefährdung definiert und die Rolle der Jugendhilfe sowie des Familiengerichts im Kontext des staatlichen Wächteramtes beleuchtet.

D. Rechtliche und praktische Probleme: Dieses Kapitel analysiert anhand von fünf Fallbeispielen die Schwierigkeiten bei der Antragstellung, der Neutralität, der Elternzusammenarbeit sowie weiteren Aufgabenübertragungen und Grenzen des SGB VIII.

E. Schlussteil: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit abgestimmter Hilfeplanverfahren sowie die Grenzen der rechtlichen Rahmenbedingungen.

Schlüsselwörter

Ergänzungspflegschaft, SGB VIII, Kindeswohlgefährdung, Kindeswohl, elterliche Sorge, Familiengericht, Jugendamt, Antragstellung, Hilfeplanung, gesetzliche Vertretung, Neutralitätsgebot, Aufgabenkreis, Hilfe zur Erziehung, Vormundschaft, FamFG

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den rechtlichen Problemen, die auftreten, wenn das Antragsrecht für Leistungen nach dem SGB VIII innerhalb eines Kindeswohlgefährdungsverfahrens einem Ergänzungspfleger übertragen wird.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit deckt die gesetzlichen Vertretungsmöglichkeiten für Minderjährige, die Definition der Kindeswohlgefährdung und die verschiedenen praktischen Herausforderungen bei der Ausübung der Ergänzungspflegschaft ab.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: „Welche rechtlichen Probleme ergeben sich, wenn das Antragsrecht auf Leistungen nach dem SGB VIII, im Rahmen der Kindeswohlgefährdung auf einen Ergänzungspfleger übertragen wird?“

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine juristisch orientierte Arbeit, die auf einer umfassenden Analyse von Gesetzen, Kommentaren, Fachliteratur sowie praktischen Fallbeispielen zur Ergänzungspflegschaft basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in rechtliche Grundlagen, die Definition der Kindeswohlgefährdung und detaillierte Kapitel zu praktischen Problemen wie Antragstellung, Neutralität, Kooperation mit Eltern und der Übertragung spezifischer Aufgaben.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Ergänzungspflegschaft, SGB VIII, Kindeswohlgefährdung, gesetzliche Vertretung und Hilfeplanung.

Warum ist die Neutralität eines Ergänzungspflegers so kritisch?

Die Neutralität ist entscheidend, um Loyaltätskonflikte zu vermeiden, die besonders bei Ergänzungspflegern aus dem familiären Umfeld auftreten können, und um sicherzustellen, dass ausschließlich das Kindeswohl im Vordergrund steht.

Wie gehen Ergänzungspfleger mit Kooperationsverweigerung der Eltern um?

Die Arbeit verdeutlicht, dass dies ein Kernproblem darstellt; Pfleger müssen hier durch langfristige Überzeugungsarbeit, den Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung und die Einbindung in Hilfeplanverfahren versuchen, die Kooperation zu fördern.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Rechtliche Probleme der Ergänzungspflegschaft. Rechtliche Abwicklung in Jugendhilfefällen
Hochschule
Universität Kassel  (Sozialwissenschaften)
Note
2,0
Autor
Evelyn Dürhammer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
23
Katalognummer
V1326538
ISBN (eBook)
9783346813572
ISBN (Buch)
9783346813589
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Pflegschaft Ergänzungspflegschaft Recht Jugendhilferecht Kindeswohlgefährdung SGBVIII Minderjährige Kindeswohl Vormundschaft Beistandschaft Recht SozialeArbeit Sozialwissenschaften
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Evelyn Dürhammer (Autor:in), 2021, Rechtliche Probleme der Ergänzungspflegschaft. Rechtliche Abwicklung in Jugendhilfefällen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1326538
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