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Michael Kohlhaas: Ein ungerechter Mensch? Die Veränderung von Michael Kohlhaas‘ Vorstellung von Gerechtigkeit

Titel: Michael Kohlhaas: Ein ungerechter Mensch? Die Veränderung von Michael Kohlhaas‘ Vorstellung von Gerechtigkeit

Hausarbeit , 2022 , 13 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In der folgenden Hausarbeit beschäftige ich mich mit der Veränderung der Gerechtigkeitsvorstellung von Michael Kohlhaas. Kohlhaas ist die Hauptfigur der Novelle „Michael Kohlhaas“ von Heinrich von Kleist, erstmals veröffentlicht im Jahr 1810.
Dem Rosshändler Michael Kohlhaas geschieht im Rahmen seiner Tätigkeit ein von ihm empfundenes Unrecht. Darauf versuchte er den Rechtsweg zu gehen, was jedoch scheiterte und ihn zur Selbstjustiz brachte. Nach einem schrecklichen Rachefeldzug leitete ihn Luther zurück auf den Rechtsweg. Dies führte zwar zur Wiederherstellung seiner Rappen, aber auch gleichzeitig zur Hinrichtung von Kohlhaas.

Im Hauptteil werde ich die Veränderung der Gerechtigkeitsvorstellung von Kohlhaas in Auseinandersetzung mit seiner Frau, Luther und dem Kurfürst von Sachsen herausarbeiten. Diese drei Charaktere hatten besonderen Einfluss auf das Verhalten und Handeln des rechtsuchenden Mannes. Im Anschluss daran werde ich Bezug auf folgende Definition nehmen: „Gerechtigkeit regelt die Beziehungen von Menschen zu anderen Menschen. Sie enthält immer ein Moment von Gleichheit in dem Sinne, dass jedem Menschen ‚sein Recht‘ (ius suum) zusteht. Zentrale Frage ist, wie dieses Recht bestimmt wird.“

So definieren Prof. Dr. Andres Suchanek und Prof. Dr. Nick Lin-Hi Gerechtigkeit. Diese ist nur eine von vielen verschiedenen Definitionen von Gerechtigkeit, die in der Literatur oder im Internet zu finden sind. In Bezug auf diese Definition werde ich im Anschluss an die Erarbeitung der Veränderung von Kohlhaas‘ Gerechtigkeitsvorstellung untersuchen, inwieweit sich die Frage, ob Kohlhaas nun ein gerechter Mensch ist oder nicht, mit der hier gegebenen Definition zu beantworten ist. Zum Schluss werde ich in meinem Fazit nochmals zusammenfassen, wie die Gerechtigkeitsvorstellung von Kohlhaas nun geformt ist.

Die Bedeutung des Wortes Gerechtigkeit ist nicht einfach festzumachen. Jede Person kann eine unterschiedliche Vorstellung von Gerechtigkeit haben. So wird auch die Frage nach Gerechtigkeit in diesem Werk von Leserinnen und Lesern unterschiedlich bewertet.
Dass die Bedeutung dieses Wortes von Personen individuell verstanden werden kann, zeigt auch die Novelle.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung: Vorstellungen von Gerechtigkeit

2. Veränderung von Michael Kohlhaas‘ Vorstellung von Gerechtigkeit

2.1 Veränderung seiner Vorstellung in Auseinandersetzung mit Lisbeth

2.2 Veränderung seiner Vorstellung in Auseinandersetzung mit Luther

2.3 Veränderung seiner Vorstellung in Auseinandersetzung mit dem Kurfürst von Sachsen

3. Handelt Kohlhaas nach der Definition gerecht?

4. Fazit: Wie ist Kohlhaas‘ Vorstellung von Gerechtigkeit geformt?

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Wandlung des Gerechtigkeitsempfindens der Hauptfigur Michael Kohlhaas in Heinrich von Kleists Novelle, wobei insbesondere der Einfluss von Lisbeth, Martin Luther und dem Kurfürsten von Sachsen auf seine Radikalisierung vom rechtschaffenen Bürger zum Rache übenden Mörder analysiert wird.

  • Analyse der Gerechtigkeitsvorstellung im Kontext sozio-religiöser Einflüsse.
  • Untersuchung der psychologischen Veränderung von Kohlhaas nach dem Tod seiner Frau.
  • Kontrastierung von individuellem Rechtsempfinden und staatlicher Gerechtigkeit.
  • Reflexion der Gerechtigkeitsdefinition nach Suchanek und Lin-Hi in Bezug auf das literarische Werk.
  • Diskussion über die Frage, ob Michael Kohlhaas als gerechter oder ungerechter Mensch zu bewerten ist.

Auszug aus dem Buch

2.2 Veränderung seiner Vorstellung in Auseinandersetzung mit Luther

Kohlhaas wird zu Beginn der Novelle als sehr gläubig dargestellt und hat Vertrauen in seinen Glauben an Gott. Wie seine Frau Lisbeth, sieht er sich selbst als „Geistlicher lutherischer Religion“10. Er selbst ist ebenfalls überzeugt in Gottes Willen zu handeln, auch da ihn seine Frau, wie in 2.1 geschildert, in diesem Glauben bestärkt.11 Er vertraut in die Gerechtigkeit Gottes, wonach er seiner eigenen Meinung nach gerecht handelt und somit auch an sein Recht gelangen sollte.

Gerade deshalb ist er besonders schockiert von einem an ihn gerichteten, öffentlichen Plakat, auf dem unter anderem stand: „Das Schwert, wisse, das du führst, ist das Schwert des Raubes und der Mordlust, ein Rebell bist du und kein Krieger des gerechten Gottes, und dein Ziel auf Erden ist Rad und Galgen, und jenseits die Verdammnis, die über die Missetat und die Gottlosigkeit verhängt ist.“12

Für Kohlhaas ist dieser Brief besonders belastend, da er nicht von irgendwem, sondern von Martin Luther, „dem teuersten und verehrungswürdigsten Namen, den er kannte“ 13 unterschrieben war. Luther war der Meinung, dass Kohlhaas einen unwissenden Mann zu Unrecht beschuldigt. Deshalb verachtet er die Taten von Kohlhaas und wirft ihm in seinem Schreiben sogar Gottlosigkeit vor. Nach ihm ist der Weg, den Kohlhaas gewählt hatte, um zu seiner Gerechtigkeit zu gelangen, definitiv nicht der Richtige und nicht der, den Gott für ihn gewählt hatte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellungen von Gerechtigkeit: Der Autor führt in die Thematik ein, stellt die Hauptfigur vor und erläutert die wissenschaftliche Relevanz der Untersuchung des Gerechtigkeitsbegriffs in Kleists Novelle.

2. Veränderung von Michael Kohlhaas‘ Vorstellung von Gerechtigkeit: In diesem Kapitel wird der Einfluss externer Personen auf die Radikalisierung des Protagonisten und seine abnehmende Bindung an staatliche und religiöse Normen analysiert.

2.1 Veränderung seiner Vorstellung in Auseinandersetzung mit Lisbeth: Dieser Abschnitt beleuchtet, wie der Tod der Ehefrau den Wendepunkt im Leben des Helden markiert und seine Rachegelüste weiter befeuert.

2.2 Veränderung seiner Vorstellung in Auseinandersetzung mit Luther: Hier wird der Konflikt zwischen Kohlhaas' religiösem Selbstbild und Luthers moralischer Verurteilung seines eigenmächtigen Vorgehens dargestellt.

2.3 Veränderung seiner Vorstellung in Auseinandersetzung mit dem Kurfürst von Sachsen: Dieses Unterkapitel untersucht das Scheitern des Rechtswegs am Staat und das damit verbundene endgültige Zerbrechen von Kohlhaas' Vertrauen in die staatliche Ordnung.

3. Handelt Kohlhaas nach der Definition gerecht?: Die Arbeit prüft, inwiefern eine moderne Gerechtigkeitsdefinition auf die Handlungen des Novellen-Helden anwendbar ist und deckt dabei die Komplexität und Subjektivität desBegriffs auf.

4. Fazit: Wie ist Kohlhaas‘ Vorstellung von Gerechtigkeit geformt?: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Wandlung des Charakters und dem Resümee, dass die Frage nach der Gerechtigkeit im Werk bewusst offen gestaltet bleibt.

Schlüsselwörter

Michael Kohlhaas, Gerechtigkeit, Heinrich von Kleist, Rechtsweg, Rachefeldzug, Novelle, Subjektivität, Radikalisierung, Moral, Staat, Religion, Lisbeth, Martin Luther, Kurfürst von Sachsen, Ethik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Hausarbeit?

Die Arbeit analysiert die Veränderung des Gerechtigkeitsempfindens von Michael Kohlhaas in der gleichnamigen Novelle von Heinrich von Kleist während seines Prozesses und Rachefeldzuges.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen das Wechselverhältnis von individuellem Rechtsanspruch und staatlicher Gesetzgebung sowie der Einfluss von Religion und persönlichen Schicksalschlägen auf das Handeln des Protagonisten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Transformation von einer besonnenen, rechtschaffenen Figur zu einem radikalen Rachekämpfer nachzuzeichnen und kritisch zu hinterfragen, ob Kohlhaas als gerecht handelnde Person bezeichnet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung erfolgt durch die Anwendung einer spezifischen Gerechtigkeitsdefinition nach Suchanek und Lin-Hi, eingebettet in eine literaturwissenschaftliche Analyse der Novellentexte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Auseinandersetzung von Kohlhaas mit seiner Frau Lisbeth, Martin Luther und dem Kurfürsten von Sachsen sowie eine kritische Prüfung, ob sein Handeln den Kriterien der herangezogenen Definition entspricht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe der Arbeit sind unter anderem Gerechtigkeit, Radikalisierung, Rechtsweg, Rache, Moral, Eigenmacht und ethische Verantwortung.

Welche Rolle spielt Lisbeth für die Gerechtigkeitsvorstellung ihres Mannes?

Lisbeth fungiert als erste moralische Korrektivinstanz, deren Tod jedoch – entgegen Luthers Erwartung – nicht zur Besinnung führt, sondern Kohlhaas' Rachegedanken radikalisiert.

Warum spielt das Dokument einen "Zettel" eine so zentrale Rolle im Konflikt mit dem Kurfürsten?

Der Zettel enthält eine Prophezeiung über die Zukunft der kurfürstlichen Dynastie, wodurch der Kurfürst persönliche Interessen über die allgemeine Gerechtigkeit stellt und den Rechtsbruch des Staates provoziert.

Kann man nach dieser Arbeit abschließend beurteilen, ob Kohlhaas gerecht handelte?

Nein, der Autor kommt zu dem Schluss, dass Kleist keine eindeutige Antwort im Werk anbietet, da Gerechtigkeit subjektiv empfunden wird und die Novelle verschiedene Deutungsmöglichkeiten zulässt.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Michael Kohlhaas: Ein ungerechter Mensch? Die Veränderung von Michael Kohlhaas‘ Vorstellung von Gerechtigkeit
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main  (Institut für deutsche Literatur und ihre Didaktik)
Veranstaltung
Heinrich von Kleists Michael Kohlhaas (1810): Eine Novelle und ihre Bearbeitungen
Note
2,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
13
Katalognummer
V1325999
ISBN (eBook)
9783346812193
ISBN (Buch)
9783346812209
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kohlhaas Michael Kohlhaas Gerechtigkeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2022, Michael Kohlhaas: Ein ungerechter Mensch? Die Veränderung von Michael Kohlhaas‘ Vorstellung von Gerechtigkeit, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1325999
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Leseprobe aus  13  Seiten
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