In der vorliegenden Hausarbeit wird die aktuelle Situation der Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokalpolitischer Ebene in Münster anhand des dritten Gleichstellungs-Aktionsplans analysiert. Die Arbeit gliedert sich in einen theoretischen und einen empirischen Teil. Zuerst werden die Theorie und Methodik der Arbeit vorgestellt. Folgend wird im zweiten Teil eingangs von der aktuellen Situation der Gleichstellung in der Politik berichtet. Anschließend wird die Europäische Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern dargestellt.
Im Folgenden wird das Fallbeispiel eingeleitet mit dem Beleuchten des Ist-Standes der Gleichstellung in der Kommunalpolitik von Münster. Danach wird der konkrete Aktionsplan der Stadt kurz in seinen wichtigsten Punkten wiedergegeben. Hiernach werden die ausgewählten Maß nahmen erläutert, die die Partizipation von Frauen in der Politikgestaltung fördern sollen, mit dem Ziel ein ausgewogenes Mitwirken von Frauen und Männern auf lokalpolitischer Ebene zu erreichen. Danach werden die Gleichstellungsmaßnahmen bewertet, mit einem besonderen Augenmerk auf die Effektivität dieser. Auf Grundlage der Ergebnisse wird abschließend ein Fazit gezogen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Theorie
2.1 Aktueller Forschungsstand
2.2 Definitionen
2.3 Getroffene Grundannahmen
2.4 Abgrenzung gegenüber anderen Theorien
3. Methodik
3.1 Zielsetzung und Vorgehensweise der Arbeit
3.2 Stärken und Schwächen der Methodik
4. Politische Repräsentanz von Frauen in der Politik
5. Europäische Charta für die Gleichstellung
6. Situation in Münster
6.1. Gleichstellungs-Aktionsplan
6.2. Gleichstellungsmaßnahmen
6.2.1 Zuschuss zur Kinderbetreuung für Mandatsträger*innen
6.2.2 „Frauen ins Rathaus“ Paritätische Besetzung von Gremien
6.2.3 Ehrungen
6.2.4 Benennung von Straßen und Plätzen
7. Bewertung der Gleichstellungsmaßnahmen
8. Fazit
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Hausarbeit untersucht die Wirksamkeit der Gleichstellungsmaßnahmen des Gleichstellungs-Aktionsplans der Stadt Münster vor dem Hintergrund der Europäischen Charta für die Gleichstellung, um zu eruieren, inwiefern diese Instrumente die Unterrepräsentanz von Frauen in der Kommunalpolitik erfolgreich reduzieren können.
- Analyse der aktuellen Situation der politischen Repräsentanz von Frauen
- Untersuchung der Vorgaben der Europäischen Charta für die Gleichstellung
- Vorstellung und Einordnung des spezifischen Gleichstellungs-Aktionsplans der Stadt Münster
- Bewertung der einzelnen Gleichstellungsmaßnahmen (Zuschuss, paritätische Gremiumbesetzung, Ehrungen, Straßennamen)
- Reflexion der Rolle der Kommunalpolitik als Wegweiser für gesellschaftliche Gleichstellung
Auszug aus dem Buch
2.2 Definitionen
Bevor es an die Analyse der Arbeit geht, bedarf es der Erklärung und Definition des Begriffs der Ungleichheit und Gleichstellung. Ungleichheit kann es in vielen Lebensbereichen geben und hat daher verschiedene Ausprägungen (vgl. Krämer 2018). Laut der Definition von Krämer kann unter Ungleichheit generell „(...) die unterschiedliche Verteilung von Mitteln, Gütern, Lebenschancen, Macht (...) verstanden werden.“ (ebd. 2018). In der vorliegenden Arbeit wird sich auf die Ungleichheit der Geschlechter und die sich daraus resultierenden ungleichen Chancen bei dem Einstieg in die Politik bezogen. Hierbei ist wichtig anzumerken dass Ungleichheit nicht mit Ungerechtigkeit gleichgesetzt werden kann. Auch wenn beide Begriffe in einer Relation miteinander stehen, sagen sie grundsätzlich was anderes aus. „Eine unterschiedliche Beurteilung oder Behandlung von ungleichen Merkmalen kann gerecht sein. In diesem Sinne kann es gerechte Ungleichheiten und ungerechte Ungleichheiten geben.“, so Krämer (2018).
Im weiteren Verlauf der Arbeit wird der Begriff Ungleichheit, im Kontext der Frau in der Kommunalpolitik, als ungerechte Ungleichheit aufgefasst. Mit Gleichstellung ist grundsätzlich die „Angleichung der rechtlichen oder sozialen Verhältnisse einer Person oder Gruppe mit anderen, vergleichbaren Personen oder Gruppen gemeint“ (DWDS 2020). Folgend sich auf die Gleichstellung von Frauen und Männern auf dem Gebiet der Politik konzentriert.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, dass rechtliche Gleichberechtigung nicht mit tatsächlicher Gleichstellung gleichzusetzen ist, und erläutert das Ziel der Untersuchung der Situation in Münster.
2. Theorie: Das Kapitel bietet einen Forschungsüberblick zur Unterrepräsentanz von Frauen in politischen Spitzenpositionen und definiert die zentralen Begriffe der Arbeit.
3. Methodik: Hier wird die Vorgehensweise der Arbeit erläutert, die auf der Analyse des lokalen Fallbeispiels Münster unter Anwendung der Europäischen Charta basiert.
4. Politische Repräsentanz von Frauen in der Politik: Ein Überblick über die statistische Verteilung von Frauen in den politischen Ebenen Bund, Land und Kommune zur Veranschaulichung der Ungleichheit.
5. Europäische Charta für die Gleichstellung: Dieses Kapitel stellt die Charta als fundamentalen Bezugsrahmen und Auftrag für Kommunen zur aktiven Förderung der Gleichstellung vor.
6. Situation in Münster: Dieses Kapitel analysiert den speziellen münsterschen Gleichstellungs-Aktionsplan und die daraus resultierenden konkreten Maßnahmen im Detail.
7. Bewertung der Gleichstellungsmaßnahmen: Eine kritische Evaluierung der einzelnen Maßnahmen hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und der zugrunde liegenden Problematik der Vereinbarkeit von Familie und Ehrenamt.
8. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass bisherige Maßnahmen zwar wichtige Impulse setzen, aber noch keine durchschlagende Veränderung der Unterrepräsentanz bewirkt haben.
Schlüsselwörter
Kommunalpolitik, Gleichstellung, Unterrepräsentanz, Europäische Charta, Aktionsplan, Parteien, Mandatsträgerinnen, Vereinbarkeit, Familie, Erwerbstätigkeit, Politikgestaltung, Gleichstellungsmaßnahmen, Geschlechtergerechtigkeit, Repräsentanz, Münster.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Hausarbeit untersucht die Wirksamkeit von Gleichstellungsmaßnahmen der Stadt Münster, um mehr Frauen zur aktiven Teilhabe an der Kommunalpolitik zu bewegen.
Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?
Zentrale Themen sind die Unterrepräsentanz von Frauen in der Politik, die Rolle der Kommunalverwaltung als Vorbild sowie die Vereinbarkeit von politischem Mandat und familiären Verpflichtungen.
Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?
Die Kernfrage lautet, wie effektiv die Maßnahmen aus dem Gleichstellungs-Aktionsplan der Stadt Münster tatsächlich sind, um die Partizipation von Frauen auf kommunaler Ebene zu fördern.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?
Die Autorin verwendet eine interdisziplinäre Literaturrecherche sowie die Analyse von politischen Konzepten und statistischen Daten, fokussiert auf das Fallbeispiel der Stadt Münster.
Was wird im Hauptteil der Untersuchung behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine Analyse der bundesweiten Situation, die Vorstellung der Europäischen Charta und die detaillierte Evaluierung der Maßnahmen in Münster.
Welche Schlagworte charakterisieren diese Analyse am besten?
Die wesentlichen Keywords sind Kommunalpolitik, Gleichstellungs-Aktionsplan, Politische Repräsentanz, Vereinbarkeit und Förderung weiblicher Partizipation.
Warum wird speziell das Fallbeispiel Münster gewählt?
Münster dient als repräsentatives Fallbeispiel für eine Stadt, die bereits früh eine verbindliche Charta unterzeichnet hat und spezifische, messbare Maßnahmen umsetzt.
Zu welchem Schluss kommt die Autorin hinsichtlich der Maßnahmen?
Die Maßnahmen, wie etwa Zuschüsse zur Kinderbetreuung oder paritätische Gremiumbesetzung, werden grundsätzlich positiv bewertet, reichen jedoch aktuell noch nicht aus, um eine echte paritätische Repräsentation dauerhaft zu etablieren.
- Quote paper
- Sofia Panzer Seoane (Author), 2021, Förderung der Partizipation von Frauen in der Kommunalpolitik. Gleichstellungsmaßnahmen des Gleichstellungs-Aktionsplans der Stadt Münster, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1324198