Die vorliegende Hausarbeit beschreibt zu Beginn die Leitmotive eines Sozialstaates sowie die Funktion der Sozialpolitik. Genauer wird sie hierbei auf das Prinzip sozialer Gerechtigkeit, das Solidaritätsprinzip, das Subsidiaritätsprinzip und auf das Selbstverantwortungsprinzip eingehen.
Ergänzend wird auf die Anwendung staatlicher Prinzipien der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 2016 eingegangen. Welches Prinzip bis dato im Vordergrund stand, soll anhand eines frei gewählten Beispiels und selbst hinzugezogener weiterer Quellen verdeutlicht werden. Des Weiteren stellt sich die Frage, welches Prinzip bis dato im Vordergrund stand und ob sich diesbezüglich Änderungen und Entwicklungen in der gesellschaftlichen Konstituierung und im Politischen Diskurs erkennen lassen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definition der Leitmotive eines Sozialstaates und die Funktion der Sozialpolitik
2.1 Leitmotive eines Sozialstaates und Funktion der Sozialpolitik
2.2. Zwischenfazit
3. Historischer Zusammenhang
3.1. Mittelalter bis 19. Jh.
3.2. Weimarer Republik/ NS-Zeit
3.3. Nachkriegszeit/ 70er Jahre
3.4. Anfang 21. Jh.
3.5. Zwischenfazit
4. Prinzipien der Sozialpolitik
4.1. Prinzipien der Sozialpolitik
4.2. Soziale Gerechtigkeit
4.3. Solidaritätsprinzip
4.4. Subsidiaritätsprinzip
4.5. Selbstverantwortungsprinzip
4.6. Zwischenfazit
5. Anwendung der Prinzipien auf die staatliche Verfasstheit der BRD im Jahr 2016
5.1. Prinzip sozialer Gerechtigkeit 2016
5.2. Solidaritätsprinzip 2016
5.3. Subsidiaritätsprinzip 2016
5.4. Selbstverantwortungsprinzip 2016
6. Beispielvorstellung
6.1. Beispielvorstellung PSG II Pflegestärkungsgesetz
6.2. Welches Prinzip stand oder steht bis dato im Vordergrund?
6.3. Diesbezügliche Änderungen und Entwicklungen
6.4. Zwischenfazit
7. Fazit & Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Hausarbeit analysiert die grundlegenden Leitmotive des deutschen Sozialstaates sowie die zentrale Funktion der Sozialpolitik, wobei insbesondere das Zusammenspiel der Prinzipien der Gerechtigkeit, Solidarität, Subsidiarität und Selbstverantwortung im Kontext aktueller staatlicher Verfasstheiten untersucht wird.
- Historische Entwicklung des Sozialstaates von den Anfängen bis zum 21. Jahrhundert
- Erläuterung der zentralen sozialpolitischen Wirkungsprinzipien
- Anwendung theoretischer Prinzipien auf die gesellschaftspolitische Situation des Jahres 2016
- Fallbeispielanalyse des Pflegestärkungsgesetzes (PSG II) unter Berücksichtigung politischer Diskursentwicklungen
Auszug aus dem Buch
2.1 Leitmotive eines Sozialstaates und die Funktion der Sozialpolitik
Unser heutiger Sozialstaat hat tiefe geschichtliche Wurzeln. Die Entwicklung vom Mittelalter bis heute war ein langer Prozess. Betrachte ich heute den Sinngehalt des Wortes Sozialstaat, so denke ich an Hilfe für Bedürftige Mitmenschen. Menschen, die ohne die Hilfe des Sozialstaates nicht alleine existieren könnten. Im Mittelalter half die Armenfürsorge den Bedürftigen. Im Zuge der Industrialisierung kämpften Arbeiter und deren Gewerkschaften für die Umsetzung besserer Lebensbedingungen. Otto von Bismarck realisierte die Einführung der Sozialversicherungen. Die Leitmotive des Sozialstaates wurden zum Teil von der Sozialpolitik umgesetzt.
Es folgte die Kriegszeit und mit der Übernahme der Nationalsozialisten 1933 veränderte sich auch das Gedankengut und mit ihm die Verteilungsprioritäten der sozialen Hilfen. Den arbeitenden, tüchtigen Deutschen wurde nun geholfen. Sie erhielten Unterstützung. Die sogenannten „Balastexistenzen“ (z.B. Kranke, Behinderte, Süchtige oder Arbeitslose) erhielten kaum etwas. Das eigentliche soziale Netz, in der Art des Ursprungs stagnierte. Erst mit Ende des Krieges kam wieder Bewegung in den ursprünglichen Sozialstaat. Nun wurde auch das Gesundheitswesen ausgebaut und Bedürftige erhielten wieder staatliche Hilfen auch durch soziale Dienste oder spezielle Einrichtungen.
Gerade das war ja das Ziel der Sozialpolitik, den sozial schwachen Menschen Sicherheit zu gewähren. Wer krank, arbeitslos, oder zu alt um zu arbeiten war, sollte vom Staat eine Unterstützung erhalten. Probleme und Risiken durch solche Lebensphasen konnten schließlich jeden treffen. Genau darauf sollte die Sozialpolitik reagieren können, auf Probleme und Risiken. Und das tat sie nach dem Krieg auch wieder. Bis heute, denn nicht jeder Mensch kann seine Probleme aus eigener Kraft lösen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung der Thematik des Sozialstaates und der vier zentralen sozialpolitischen Prinzipien sowie der Forschungsabsicht.
2. Definition der Leitmotive eines Sozialstaates und die Funktion der Sozialpolitik: Analyse der historischen Herleitung und Bedeutung des Sozialstaatsgedankens sowie dessen praktische Umsetzung durch Sozialpolitik.
3. Historischer Zusammenhang: Detaillierte Betrachtung der Entwicklung des deutschen Sozialstaates vom Mittelalter bis ins 21. Jahrhundert und die jeweiligen gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen.
4. Prinzipien der Sozialpolitik: Theoretische Definition und Erläuterung der Säulen Soziale Gerechtigkeit, Solidaritäts-, Subsidiaritäts- und Selbstverantwortungsprinzip.
5. Anwendung der Prinzipien auf die staatliche Verfasstheit der BRD im Jahr 2016: Übertragung der theoretischen Prinzipien auf die politische Praxis und Gegebenheiten des Jahres 2016.
6. Beispielvorstellung: Konkrete Anwendung der Prinzipien am Beispiel des Pflegestärkungsgesetzes (PSG II) und dessen Einfluss auf den politischen Diskurs.
7. Fazit & Ausblick: Zusammenfassende Betrachtung der Erkenntnisse über die Verflechtung sozialstaatlicher Prinzipien und deren Notwendigkeit im modernen Staat.
Schlüsselwörter
Sozialstaat, Sozialpolitik, Soziale Gerechtigkeit, Solidaritätsprinzip, Subsidiaritätsprinzip, Selbstverantwortungsprinzip, Pflegeversicherung, Pflegestärkungsgesetz, Arbeitsmarkt, Historische Entwicklung, Wohlfahrt, Soziale Sicherheit, Gesellschaftliche Teilhabe, Deutschland, Reformen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Definition, der historischen Entwicklung und der praktischen Anwendung der zentralen Leitmotive des deutschen Sozialstaates.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Prinzipien Soziale Gerechtigkeit, Solidaritäts-, Subsidiaritäts- und Selbstverantwortungsprinzip sowie deren Relevanz innerhalb der Sozialpolitik.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Funktionsweise des Sozialstaates zu erläutern und aufzuzeigen, wie sich dessen Prinzipien in modernen Gesetzgebungen, insbesondere am Beispiel der Pflegepolitik, niederschlagen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die theoretische Grundlagen aus Fachbüchern mit aktuellen politischen Geschehnissen und Entwicklungen verknüpft.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die historische Einordnung, die theoretische Definition der vier Prinzipien, die praktische Anwendung auf die BRD des Jahres 2016 und ein detailliertes Fallbeispiel zur Pflegegesetzgebung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Sozialstaat, Solidarität, Soziale Gerechtigkeit, Pflegepolitik und staatliche Entwicklung geprägt.
Warum spielt das Pflegestärkungsgesetz (PSG II) eine zentrale Rolle?
Das PSG II dient als praktisches Beispiel, um zu verdeutlichen, wie staatliche Prinzipien bei der Bewältigung aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen wie der demografischen Entwicklung greifen.
Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der Interdependenz der Prinzipien?
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass die untersuchten Prinzipien (Solidarität, Subsidiarität, Selbstverantwortung) eng miteinander verwoben sind und sich in ihrer Wirkung gegenseitig bedingen.
- Arbeit zitieren
- Barbara Katharina Beck (Autor:in), 2018, Sozialstaatlichkeit und Sozialpolitik in Deutschland. Prinzipien und deren Anwendung, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1320041