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Ethik, Erziehung und Rechtfertigung

Über Rechtfertigung als ethische Grundlage der Erziehung in Richard Stanley Peters' Werk 'Ethik und Erziehung'

Titel: Ethik, Erziehung und Rechtfertigung

Hausarbeit , 2007 , 21 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Sebastian Langer (Autor:in)

Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Wie der Titel des Buches bereits verrät, steht die Ethik in einem Zusammenhang mit der Erziehung. Darauf lässt nicht nur der knappe Buchtitel schließen, der neben Ethik und Erziehung lediglich die Konjunktion „und“ enthält. Schon beim Blick auf die Definitionen der beiden Begriffe eröffnet sich ein gemeinsamer Kontext von dem aus ich meine Arbeit gestalten möchte. Der Begriff Ethik ist in seiner terminologischen Verwendung nicht einheitlich. Zum einen wird er gleichbedeutend mit der Moralphilosophie verwendet, zum anderen wird er von ihr unterschieden. Moralphilosophie hat die Begründungsmöglichkeiten von Normen, die Formen der Begründung und deren Gültigkeit zum Gegenstand, während sich die Ethik, wird sie von der Moralphilosophie unterschieden, mit den Maßstäben richtigen Handelns oder mit den Fragen des guten Lebens befasst. Ich möchte Ethik hier in dem ersten Sinn verstanden wissen, so dass sich für die Ethik ein Gegenstand ergibt, der „[...] das menschliche Handeln, sofern es einem praktischen sollen genügt und zugleich eine allgemeine Verbindlichkeit zum Ausdruck bringt. Es ist auch Aufgabe der E., das Streben nach der Seite des Guten – der moralischen Werte und Normen – hin als sinnvoll zu begründen [...].“ Erziehung dagegen wird beschrieben als „zielgerichtetes Handeln gegenüber Heranwachsenden, durch das sie befähigt werden sollen, ihre seelischen und körperlichen Anlagen zu entfalten, Wissen und Fähigkeiten zu erwerben, Inhalte und Normen einer Kultur zu verstehen und sich mit ihnen auseinanderzusetzen.“ Erziehung bedeutet somit ein Handeln „am Menschen zu dessen späterer Mündigkeit“. Diese Aufgabe realisiert sich in einem zusammenhängenden Handeln „an der Jugend zu Zwecken einer bestimmten späteren Qualifikation.“ R.S. Peters formuliert den Begriff der Erziehung noch etwas neutraler indem er sagt, dass „“Erziehung“ das absichtsvolle Hervorbringen eines wünschenswerten geistigen Status in moralische einwandfreier Weise meint.“ Beiden Begriffen ist die Ebene des menschlichen Handels gemeinsam. Die Erziehung beschäftigt sich mit einem zielgerichteten Handeln einer anderen Person gegenüber, um etwas zu erreichen. Erziehung ist demnach ein ergebnisorientierter Prozess, sie ist präskriptiv. Die Ethik hat menschliches Handeln im Allgemeinen und dessen Bewertung als normkonform oder eben nicht zum Gegenstand. Die Ethik bewertet das Ergebnis einer Handlung, sie ist normativ. [...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Rechtfertigung der Rechtfertigung

3. Klassische Theorien der Rechtfertigung

3.1. Der Naturalismus

3.2. Der Intuitionismus

3.3. Der Emotivismus

4. Auf dem Wege zu einer positiven Theorie der Rechtfertigung

5. Schluss

6. Literatur:

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Spannungsfeld zwischen Ethik und Erziehung. Das primäre Ziel ist es, die Notwendigkeit einer ethischen Rechtfertigung im erzieherischen Kontext darzulegen, indem klassische Rechtfertigungstheorien kritisch analysiert und auf ihre Eignung hin bewertet werden.

  • Grundlagen und Definitionen von Ethik und Erziehung
  • Notwendigkeit ethischer Rechtfertigung in der Erziehungspraxis
  • Kritische Analyse des Naturalismus, Intuitionismus und Emotivismus
  • Kriterien für eine qualifizierte Rechtfertigungstheorie (Objektivität, Leitfunktion, Autonomie)
  • Suche nach einer positiven Theorie der Rechtfertigung unter Berücksichtigung kantianischer Argumentationsmuster

Auszug aus dem Buch

3.1. Der Naturalismus

Naturalismus steht in der Ethik als „Bezeichnung für eine normative Ethik, die die Entfaltung der natürlichen Anlagen des Menschen zum moralischen Ziel erklärt.“ Er steht aber auch für die Bezeichnung für eine metaethische Position, die die Bedeutungsgleichheit des Moralausdruckes „gut“ mit einem Ausdruck, der eine natürliche Eigenschaft bezeichnet wie „[...] bringt den höchsten Lustgewinn“ behauptet.“ In der naturalistischen Praxis werden demnach praktische Fragen, in der allgemeinen Form „Was soll X?“, den einfachen Fragen, die sich mit dem was war, was ist und was immer so seien wird beschäftigen, entlehnt und angeglichen.

Peters leitet zu Beginn des Abschnitts über den Naturalismus ähnlich in die Problematik ein. „Man hat zum Beispiel immer behauptet, daß es klar wäre, wie man leben sollte, wenn man die menschliche Natur klar bestimmen könnte. Eine ganze Reihe hervorragender Philosophen hat behauptet, daß der Mensch von Natur aus im wesentlichen rational ist Er unterscheidet sich von anderen Lebewesen in der Entwicklung des Verstandes, [...], sowie in seiner Fähigkeit, abstrakt zu denken [...]. Deshalb sind wie man behauptet, die Tätigkeiten am besten, die im höchsten Maße Rationalität zeigen.“

Der Mensch wird im Naturalismus als rationales Wesen betrachtet, der rationale Tätigkeiten weniger rationalen vorzuziehen hat. Er hat die Fähigkeit, die ihn unter anderem vom Tier unterscheidet, andere Menschen als Bewusstseinszentren wahrzunehmen. Peters sieht in der Form des Arguments, in der diese Schlussfolgerung vorgetragen wird, große Defizite. Zum einen merkt er an, dass, wenn von Prämissen über die „Natur des Menschen“ die Rede ist, überhaupt noch nicht geklärt ist, was mit dem Begriff „Natur“ gemeint ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in den Zusammenhang von Ethik und Erziehung ein, definiert die zentralen Begriffe und skizziert die Notwendigkeit einer ethischen Begründung für erzieherisches Handeln.

2. Die Rechtfertigung der Rechtfertigung: Hier wird der Prozess der Rechtfertigung selbst als zwingend für das menschliche Miteinander und als zweistufiges Verfahren aus Reduktion und Deduktion begründet.

3. Klassische Theorien der Rechtfertigung: Dieses Kapitel bildet den Hauptteil und unterzieht die drei klassischen Strömungen – Naturalismus, Intuitionismus und Emotivismus – einer kritischen Prüfung anhand definierter Qualitätskriterien.

3.1. Der Naturalismus: Analyse einer metaethischen Position, die das Ethische auf natürliche Eigenschaften reduziert, wofür Peters jedoch gravierende logische Mängel feststellt.

3.2. Der Intuitionismus: Untersuchung einer Theorie, die moralische Erkenntnis durch unmittelbare, evidente Einsichten begründen möchte, was jedoch die Gefahr der Willkür birgt.

3.3. Der Emotivismus: Auseinandersetzung mit der Theorie, dass moralische Aussagen lediglich Emotionen und Einstellungen ausdrücken, womit eine rationale Begründung zunehmend erschwert wird.

4. Auf dem Wege zu einer positiven Theorie der Rechtfertigung: Der Autor sucht hier nach Wegen, die Defizite der klassischen Theorien durch den Einbezug öffentlicher Voraussetzungen und kantianischer Argumente zu überwinden.

5. Schluss: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse mit dem Fazit, dass die untersuchten Kriterien eine ideale Theorie ethischer Rechtfertigung definieren, die jedoch noch zu entwickeln ist.

6. Literatur:: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Ethik, Erziehung, Rechtfertigung, Naturalismus, Intuitionismus, Emotivismus, Moralphilosophie, Objektivität, Leitfunktion, Autonomie, Wertungen, Handlungstheorie, Begründung, moralische Urteile, Mündigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der philosophischen Untersuchung, wie ethische Prinzipien im Kontext der Erziehung begründet werden können.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Ethik und Erziehung sowie der kritischen Analyse klassischer Rechtfertigungstheorien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Qualität verschiedener Rechtfertigungsmodelle zu bewerten, um eine tragfähige Grundlage für moralisches Handeln in der Erziehung zu finden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine kritische Analyse und ein systematischer Vergleich philosophischer Theorien angewandt, gestützt auf die Werke von R.S. Peters.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden der Naturalismus, der Intuitionismus und der Emotivismus an den Kriterien Objektivität, Leitfunktion und Autonomie gemessen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Ethik, Erziehung, Rechtfertigung, Moralität, Objektivität und Autonomie.

Welche Rolle spielt die Sprache im Argumentationsgang?

Peters betont, dass Sprache zweckgebunden ist und eine spezifische Funktion hat, die für die Rechtfertigung ethischer Prinzipien unumgänglich ist.

Warum hält der Autor die klassischen Theorien für defizitär?

Jede der drei Theorien vernachlässigt mindestens eines der zentralen Kriterien: Entweder mangelt es an Autonomie, an Objektivität oder an einer klaren Leitfunktion.

Welcher Lösungsansatz wird in Kapitel 4 skizziert?

Der Autor verweist auf Kants Art der Argumentation, die durch den Fokus auf öffentliche Voraussetzungen eine stärkere Begründungsbasis bieten könnte.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor zur "richtigen" Theorie?

Es wird keine finale "richtige" Theorie präsentiert, aber es werden die notwendigen Kriterien definiert, die eine ideale Theorie vereinen müsste.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ethik, Erziehung und Rechtfertigung
Untertitel
Über Rechtfertigung als ethische Grundlage der Erziehung in Richard Stanley Peters' Werk 'Ethik und Erziehung'
Hochschule
Universität Leipzig  (Institut für Philosophie)
Note
1,7
Autor
Sebastian Langer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
21
Katalognummer
V131975
ISBN (eBook)
9783640378326
ISBN (Buch)
9783640378746
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ethik Erziehung Rechtfertigung Grundlage Erziehung Richard Stanley Peters Werk Ethik Erziehung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sebastian Langer (Autor:in), 2007, Ethik, Erziehung und Rechtfertigung, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/131975
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Leseprobe aus  21  Seiten
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