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Schlaflosigkeit und Raum am Beispiel von Marina Benjamins "Insomnia"

Titel: Schlaflosigkeit und Raum am Beispiel von Marina Benjamins "Insomnia"

Hausarbeit , 2022 , 21 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Maria Ovcharenko (Autor:in)

Kulturwissenschaften - Sonstiges

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit ist ein Versuch, sich dem Phänomen der Schlaflosigkeit in Verbindung mit diversen Aspekten des Raumdiskurses anzunähern. Im Zentrum der Untersuchung steht das literarische Werk von Marina Benjamin "Insomnia".

Die Autorin nimmt die Lesenden mit auf eine Reise zu ihrer persönlichen Erfahrung mit Schlaflosigkeit, ihren Kämpfen und Beobachtungen. Die Struktur des Buches an sich gleicht einem möglichen Schlaflosigkeitsablauf, bestehend aus diversen, voneinander unabhängigen Gedanken: Die einzelnen Abschnitte enthalten persönliche Berichte, politische Überlegungen sowie Vergleiche aus der Mythologie und aus der Kunst. Außerdem enthält das Buch mehrere Stellen, die In Verbindung mit privaten und öffentlich-kollektiven Räumen sowie der Stellung der Zeit gebracht werden können.

Im zweiten Kapitel dieser Arbeit wird der Raumbegriff problematisiert, und der Zusammenhang mit der Nacht als Rahmen für die Insomnie wird nachverfolgt. Dabei kann Elisabeth Bronfens Bezeichnung von der Nacht als Zeitraum ins Zentrum gestellt werden. Eine wichtige Eigenschaft von Räumen ist deren Hierarchisierung und Verbindungen mit bestimmten Machtstrukturen. Dabei werden in dieser Untersuchung Michel Foucaults Aussagen in Bezug auf Machtverhältnisse zitiert. Die Nacht als Zeitraum des Schlafens wird im Rahmen des Spätkapitalismus abgewertet. Die Schlaflosigkeit nimmt dabei eine sonderbare Stelle zwischen den bekannten Räumen ein und überschreitet die Grenzen zwischen Schlafen und Wachen, Tag und Nacht. [...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zusammenhang zwischen dem Diskurs des Raums und der Insomnie

3. Insomnie und öffentlicher Raum

3.1. Verbindung mit Kolonialisierung und Kapitalismus

3.2. Schlaftherapie

4. Insomnie und Raum des Privaten

4.1. Rolle des Bettes in Benjamins Schlaflosigkeitsgeschichte

4.2. „Mind“ und „Unconsciousness“ im Zusammenhang mit Benjamins Insomnie

5. Verbindung von Raum und Zeit in Bezug auf Schlaflosigkeit

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der Schlaflosigkeit (Insomnie) anhand des literarischen Werkes Insomnia von Marina Benjamin. Ziel ist es, die Schlaflosigkeit nicht nur als pathologische Störung zu begreifen, sondern sie in Relation zu raumtheoretischen Diskursen zu setzen, um ihre Bedeutung zwischen privatem und öffentlichem Raum sowie ihre Stellung in modernen Machtstrukturen herauszuarbeiten.

  • Verhältnis zwischen Schlaf, Wachen und spätkapitalistischen Anforderungen.
  • Die symbolische und physische Bedeutung des Bettes als privater und geteilter Raum.
  • Einfluss medizinischer Institutionen auf die Wahrnehmung von nächtlicher Ruhe.
  • Verzerrung und Hierarchisierung von Raum und Zeit durch Schlaflosigkeit.
  • Kreatives Schreiben als methodischer Umgang mit dem eigenen Unbewussten.

Auszug aus dem Buch

4.1. Rolle des Bettes in Benjamins Schlaflosigkeitsgeschichte

In ihrer Erzählung benutzt Benjamin an mehreren Stellen Metaphern in Bezug auf die Schlaflosigkeit und damit verbundene Örtlichkeit. Ihr eigenes Haus als ursprünglicher Sitz des Privaten und der Sicherheit fühlt sich „[…] alive, as though ist walls contained a million eyes, and the very fabric of ist structure was expanding and contracting around me, inhaling and exhaling me“44. Der Raum des Vertrauten fühlt sich also in gewisser Weise bedrohlich und verfremdet an. Außerdem schreibt Benjamin über ihr Schlafzimmer, „My bedroom is like an oven awaiting the igniting flame: a dead space“.45 Das „lebendige“ Haus und das „tote“ Schlafzimmer stellen scheinbar widersprüchliche Erfahrung dar; Doch es ist offensichtlich, dass die beiden vertrauten Orte sich in verfremdete, sogar unheimliche Orte verwandeln. „I sense a danger that my most intimate space might also become my most alienated”46, teilt die Autorin mit. Die Erfahrung der Schlaflosigkeit ruft ein Gefühl der Ausgrenzung von der Umgebung sowie schlafenden Menschen hervor.

Benjamin beschäftigt sich intensiv vor allem mit der Rolle des Bettes während ihrer schlaflosen Stunden, aber auch generell in ihrem Leben. Warum kann das Bett als ein weiterer, kleiner Raum innerhalb des umfangreichen nächtlichen Raums betrachtet werden? Laut Lévinas ist das Bett zwar kein abstrakter Raum, sondern ein bestimmter, notwendiger Ort, um die Lokalisierung des Körpers während des Schlafens zu ermöglichen. Jedoch begrenzt er sich auf die konkrete Funktion des Bettes als Grundlage der Nachtruhe bzw. Zufluchtsort47. Das Bett weist allerdings, so wie die Nacht, mehrere Funktionen auf, die sich zueinander ambivalent verhalten. Das Bett erscheint als ein Objekt der Ruhe, aber auch der sexuellen Leidenschaft oder Sorge und Sehnsucht. Vilém Flusser schreibt in seinem philosophisch-poetischen Essay Das Bett, dass dieses als Mitte zahllosen Welten fungiert.48 Während man schläft, verleiht der physische Raum des Bettes dem Individuum Halt und Stabilität. Der Schlaf ist erfüllt mit Schwerkraft, welche das Individuum, wie ein Magnet, auf das Bett hinunter zieht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die kulturwissenschaftliche Relevanz der Insomnie-Forschung ein und präsentiert das literarische Werk Insomnia als zentrale Fallstudie.

2. Zusammenhang zwischen dem Diskurs des Raums und der Insomnie: Dieses Kapitel problematisiert den Raumbegriff und diskutiert die Nacht als ambivalenten Zeitraum, der die Grenzen zwischen Schlaf und Wachen überschreitet.

3. Insomnie und öffentlicher Raum: Der Fokus liegt hier auf der Kommerzialisierung von Schlaf im Spätkapitalismus und der Überwachung des Subjekts in institutionellen Räumen.

3.1. Verbindung mit Kolonialisierung und Kapitalismus: Dieser Abschnitt analysiert die metaphorische Verknüpfung von Kolonialismus, Arbeitsethik und dem als wertlos abgewerteten Schlaf.

3.2. Schlaftherapie: Es wird die Machtasymmetrie zwischen Arzt und Patient sowie die Internierung in klinischen Räumen untersucht.

4. Insomnie und Raum des Privaten: Das Kapitel betrachtet die Verfremdung häuslicher Räume im Zustand der Schlaflosigkeit.

4.1. Rolle des Bettes in Benjamins Schlaflosigkeitsgeschichte: Eine Untersuchung des Bettes als physischer Mittelpunkt zwischen Erholung, Intimität und der leidvollen Erfahrung des Schlafmangels.

4.2. „Mind“ und „Unconsciousness“ im Zusammenhang mit Benjamins Insomnie: Dieser Teil widmet sich der psychologischen Ebene der Schlaflosigkeit und dem Schreiben als kreativem Ventil.

5. Verbindung von Raum und Zeit in Bezug auf Schlaflosigkeit: Hier wird die subjektive Zeitwahrnehmung während der schlaflosen Nacht und deren Konflikt mit rationalen Zeitmessungen analysiert.

6. Fazit: Die Arbeit resümiert, dass Insomnie als Überschreitung von Raum- und Zeitkonventionen fungiert und neue kreative Räume sowie Auseinandersetzungen mit dem Unbewussten eröffnet.

Schlüsselwörter

Insomnie, Schlaflosigkeit, Raumdiskurs, Spätkapitalismus, Marina Benjamin, Nacht, Unbewusstes, Schlaftherapie, Raumtheorie, Literaturwissenschaft, Zeitwahrnehmung, Subjektivität, Machtstrukturen, 24/7-Gesellschaft, Identität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das literarische Werk Insomnia von Marina Benjamin unter kulturwissenschaftlichen Gesichtspunkten, insbesondere in Bezug auf die Kategorie des Raumes.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Zentrale Themen sind die Insomnie als Grenzerfahrung, die Machtstrukturen medizinischer Schlafsysteme, der Einfluss des Spätkapitalismus auf unseren Biorhythmus sowie die Bedeutung des Privaten und des Unbewussten.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie Schlaflosigkeit als Raum der Verfremdung und als Quelle kreativer Prozesse genutzt werden kann, anstatt sie lediglich als rein pathologische Störung zu betrachten.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Die Autorin nutzt das Verfahren des "Close Reading" von Textstellen aus Benjamins Insomnia und verknüpft diese mit raumtheoretischen Konzepten von Theoretikern wie Michel Foucault und Elisabeth Bronfen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Insomnie in öffentlichen Räumen, die Bedeutung des Bettes in privaten Räumen sowie die Verbindung von Raum, Zeit und dem Unbewussten in den schlaflosen Stunden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich besonders durch die Begriffe Insomnie, Spätkapitalismus, Raumdiskurs, Zeitwahrnehmung und Unbewusstes charakterisieren.

Wie beeinflusst der Kapitalismus nach Aussage der Arbeit das Schlafverhalten?

Die Arbeit argumentiert, dass der Spätkapitalismus Schlaf als ineffizientes Hindernis betrachtet und durch eine 24/7-Struktur den natürlichen Schlaf verdrängt, wobei Schlaf selbst zu einem vermarktbaren Objekt wird.

Welche Rolle spielt das Bett in Marina Benjamins Werk laut dieser Analyse?

Das Bett fungiert als ein ambivalenter Ort: Es ist einerseits ein Symbol für Intimität und Vertrauen, wandelt sich im Zustand der Insomnie aber zu einer einsamen "Insel" oder einem Gefängnis des eigenen Geistes.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Schlaflosigkeit und Raum am Beispiel von Marina Benjamins "Insomnia"
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin
Note
1,0
Autor
Maria Ovcharenko (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
21
Katalognummer
V1319102
ISBN (eBook)
9783346799067
ISBN (Buch)
9783346799074
Sprache
Deutsch
Schlagworte
schlaflosigkeit raum beispiel marina benjamins insomnia
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Maria Ovcharenko (Autor:in), 2022, Schlaflosigkeit und Raum am Beispiel von Marina Benjamins "Insomnia", München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1319102
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  21  Seiten
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