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Medientheoretische Grundlagen der Medienkompetenz. Theoretische Perspektiven einer ideologiekritischen Medienbildung

Title: Medientheoretische Grundlagen der Medienkompetenz. Theoretische Perspektiven einer ideologiekritischen Medienbildung

Diploma Thesis , 2009 , 85 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Janis Just (Author)

Social Work

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Medial vermittelte Lernprozesse werden zunehmend Teil der Grundsozialisation eines jeden Menschen und es lassen sich Erziehungs- bzw. Sozialisationsprozesse immer weniger ohne Bezug zu Medien denken. Weniger soll es hier jedoch um die praktische Handlungsorientierung medienpädagogischer Arbeitsfelder gehen, sondern vielmehr um eine theoretische Reflexion oftmals unhinterfragter vermeintlicher Gewissheiten. Soziale Arbeit, verstanden als ausführender Arm staatlich gelenkter Interessensdurchsetzung, wird an der angestrebten Professionalisierung scheitern, wenn sie nicht durch Selbstbewusstsein zu sich findet und eigene Wege nicht nur erkennt und aufzeigt, sondern auch selbstreferentiell daran arbeitet und somit eigene Theoriebildung vorantreibt. Für den Bereich der Medienpädagogik oder der Medienbildung bedeutet dies, keinen Rückschritt hinter technische und zivilisatorische Errungenschaften durch Zensurversuche oder Bewahrpädagogik zu forcieren und auch nicht in der Regression von scheinbar harmonischer Natur und nachbarschaftlicher Gemeinschaft aufzugehen.

Mit der von mir intendierten Begriffswahl der „ideologiekritischen Medienbildung“ stellt sich die Frage nach dem Deutungskontext in Abgrenzung zur Medienkompetenz, der bereits weitgehend systematisch aufgearbeitet ist und in diesem Feld generelle Verwendung findet. Der von mir eingenommene Fokus auf die Bildung als informellem und selbstreflexivem Lernprozess von Mündigkeit und Autonomie verlangt eine Akzentuierung der Aneignungsprozesse, hier der einer „Bildung durch Medien“. Medienbildung bezeichnet daher nicht eine Form der Medienrezeption, sondern die Art und Weise, wie der Mensch mit dem medienvermittelten Gegenstand umgeht. Medienbildung geht also erweiternd und ergänzend über das „Bilden für Medien“, die Medienkompetenz, hinaus.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DIE MEDIEN – EINE HINFÜHRUNG

2.1 WALTER BENJAMIN UND BERTOLT BRECHT

2.2 HANS MAGNUS ENZENSBERGER

2.3 VILÉM FLUSSER

2.4 MARSHALL MCLUHAN

2.5 PAUL VIRILIO UND NEIL POSTMAN

2.6 JEAN BAUDRILLARD

2.7 DIE KRITISCHE THEORIE

2.7.1 Die Kulturindustriethese

2.7.2 Kulturindustrie und Freizeit

3. THESEN ZUR MEDIENZENSUR UND MEDIENMANIPULATION

3.1 MEDIENVERDAMMUNG UND MEDIENKRITIK

3.2 „AMERIKANISIERUNG“ DER MEDIEN

4. MEDIENPÄDAGOGIK UND DAS KONZEPT DER MEDIENKOMPETENZ

4.1 MEDIENPÄDAGOGIK

4.2 MEDIENKOMPETENZ

5. MEDIENBILDUNG

5.1 AUFKLÄRUNG UND BILDUNG

5.2 EIN „PROLOG ZUM FERNSEHEN“

5.3 ZUR „THEORIE DER HALBBILDUNG“

5.4 ZENTRALE BEGRIFFE DER PÄDAGOGIK: MÜNDIGKEIT UND ERFAHRUNGSFÄHIGKEIT

5.5 KRITISCHE BILDUNGSTHEORIE

5.6 IDEOLOGIEKRITISCHE MEDIENBILDUNG

6. EXKURS IN DIE PRAXIS

6.1 MEDIENERZIEHUNG IM KINDERGARTEN UND IN DER SCHULE

6.2 DIE GESELLSCHAFT FÜR MEDIENPÄDAGOGIK UND KOMMUNIKATIONSKULTUR

7. MODERN TIMES – DAS WEB 2.0

7.1 MEINUNGSMARKT 2.0

7.2 DIE KULTUR DES AMATEURHAFTEN

8. RESUMÉE

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, medientheoretische Grundlagen kritisch zu reflektieren und dabei den Übergang von einer rein technisch orientierten Medienkompetenz hin zu einer ideologiekritischen Medienbildung zu vollziehen, um das Individuum zur Mündigkeit in einer von Kulturindustrie geprägten Gesellschaft zu befähigen.

  • Analyse klassischer und moderner Medientheorien (u.a. Adorno, Horkheimer, Enzensberger)
  • Kritische Auseinandersetzung mit Medienmanipulation und dem Diskurs der "Amerikanisierung"
  • Differenzierung zwischen Medienkompetenz und kritischer Medienbildung
  • Untersuchung der Auswirkungen von Web 2.0 und digitaler Partizipation

Auszug aus dem Buch

2.2 Hans Magnus Enzensberger

Die Kritik der Neuen Linken an den Medien findet ihr Paradigma in dem 1970 erschienenen „Baukasten zu einer Theorie der Medien“ von Hans-Magnus Enzensberger. Hierin wittert dieser eine durch die Medien mögliche Kulturrevolution, wenn man diese nur der kapitalistischen Industrie entrisse und sie den abhängigen, organisierten Massen zur Verfügung stellte. Er unterlegt seiner Medienauffassung das marxsche Schema vom Widerspruch der Produktionskräfte gegen die Produktionsverhältnisse. Die Anwendung der Medien unter kapitalistischen Voraussetzungen verhindert die revolutionäre Potenz der Kommunikation und Distribution und unterdrückt die Massen, indem sie die Sender monopolisiert und die Massen zu bloßen Empfängern degradiert.

Indem jedoch die Massen, die bereits im Besitz der entsprechenden technischen Mittel sind, das Sendemonopol brechen, um von der Isolation zur Kommunikation zu schreiten, besteht die Möglichkeit zum herrschaftsfreien Diskurs (vgl. ISF b: 2). Enzensberger kennzeichnet die Mediensysteme, im Unterschied zu dem mit dem Terminus „Kulturindustrie“ der Kritischen Theorie hervorgehobenen kapitalistisch organisierten Produktionszusammenhang, als „Bewusstseins-Industrie“ und will die Einseitigkeit der Medienkommunikation aufheben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Darstellung der medientheoretischen Relevanz am Beispiel aktueller Ereignisse und Definition der kritisch-reflexiven Zielsetzung der Arbeit.

2. DIE MEDIEN – EINE HINFÜHRUNG: Überblick über verschiedene Medientheorien und die historische Entwicklung sowie Einordnung der Frankfurter Schule.

3. THESEN ZUR MEDIENZENSUR UND MEDIENMANIPULATION: Beleuchtung der Kritik an Medienmanipulation und der ideologischen Dimension des Antiamerikanismus.

4. MEDIENPÄDAGOGIK UND DAS KONZEPT DER MEDIENKOMPETENZ: Diskussion der theoretischen Basis medienpädagogischen Handelns und Kritik am gängigen Medienkompetenzbegriff.

5. MEDIENBILDUNG: Fundierung des Begriffs der ideologiekritischen Medienbildung als notwendige Ergänzung zur technischen Kompetenzvermittlung.

6. EXKURS IN DIE PRAXIS: Analyse der praktischen Anwendung von Medienerziehung in Institutionen und Vorstellung relevanter Fachgesellschaften.

7. MODERN TIMES – DAS WEB 2.0: Untersuchung der neuen digitalen Kommunikationsformen und deren ambivalenten Auswirkungen auf den öffentlichen Diskurs.

8. RESUMÉE: Fazit zur Notwendigkeit einer kritischen Sozialen Arbeit und eines erneuerten Bildungsbegriffs.

Schlüsselwörter

Medienbildung, Medienkompetenz, Kritische Theorie, Kulturindustrie, Ideologiekritik, Mündigkeit, Emanzipation, Web 2.0, Medienmanipulation, Aufklärung, Sozialarbeit, Kommunikation, Frankfurter Schule, Massenkultur, Subjekt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht medientheoretische Grundlagen aus der Perspektive der Kritischen Theorie und entwickelt daraus ein Konzept für eine ideologiekritische Medienbildung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die Analyse der Kulturindustrie, die Kritik an Medienmanipulation, die Rolle der Medienpädagogik sowie die Auswirkungen digitaler Mediennutzung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Medienbildung über eine bloße technische Qualifizierung hinaus als einen zentralen Prozess zur Förderung von Mündigkeit und kritischer Distanz zu definieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die primär auf der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule aufbaut und diese auf gegenwärtige medienpädagogische Diskurse anwendet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden Medientheorien analysiert, die ideologische Verfangenheit von Medien kritisch hinterfragt und die Bedeutung von Bildung als Emanzipationsprozess dargelegt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen gehören Medienbildung, Mündigkeit, Ideologiekritik, Kulturindustrie und Kritische Theorie.

Welche Rolle spielt die Frankfurter Schule für diese Arbeit?

Die Frankfurter Schule dient als theoretisches Fundament, insbesondere durch die "Kulturindustriethese", um Medien nicht als neutrale Werkzeuge, sondern als Teil gesellschaftlicher Machtverhältnisse zu begreifen.

Wie unterscheidet der Autor Medienkompetenz von Medienbildung?

Während Medienkompetenz oft als technische Befähigung und Handlungsanleitung verstanden wird, bezeichnet Medienbildung einen umfassenderen, selbstreflexiven Lernprozess, der auf Mündigkeit zielt.

Warum setzt sich der Autor kritisch mit dem Web 2.0 auseinander?

Der Autor hinterfragt den "Selbstverwirklichungshype" des Web 2.0 und zeigt auf, dass dieses trotz demokratischer Potenziale auch zur Fragmentierung der Aufmerksamkeit und zur Verbreitung antidemokratischer Ideologien beitragen kann.

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Details

Title
Medientheoretische Grundlagen der Medienkompetenz. Theoretische Perspektiven einer ideologiekritischen Medienbildung
College
University of Applied Sciences Frankfurt am Main
Grade
1,0
Author
Janis Just (Author)
Publication Year
2009
Pages
85
Catalog Number
V131136
ISBN (eBook)
9783640368341
ISBN (Book)
9783640368600
Language
German
Tags
Ideologiekritik Kritische Theorie Kulturindustrie Medienpädagogik Medienkompetenz Medienbildung Bildungstheorie Web 2.0 Heydorn Antiamerikanismus Kritik des Antisemitismus Frankfurter Schule Horkheimer Adorno Koneffke Medienerziehung Medientheorie Medienkritik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Janis Just (Author), 2009, Medientheoretische Grundlagen der Medienkompetenz. Theoretische Perspektiven einer ideologiekritischen Medienbildung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/131136
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