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Die Anwendbarkeit von Maximizing Expected Utility (MEU) und Maximizing Expected Choiceworthiness (MEC) im Fall empirischer und moralischer Ungewissheit

Title: Die Anwendbarkeit von Maximizing Expected Utility (MEU) und Maximizing Expected Choiceworthiness (MEC) im Fall empirischer und moralischer Ungewissheit

Term Paper , 2021 , 22 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Fabian Fischbach (Author)

Philosophy - Theoretical (Realisation, Science, Logic, Language)

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Summary Excerpt Details

Während empirische Ungewissheit in Entscheidungssituationen das Fehlen einiger relevanter Fakten beschreibt, bezieht sich moralische Ungewissheit auf die Unsicherheit darüber, welche Moraltheorie die der Situation angemessene ist. In dieser Arbeit wird versucht MEU, die Standardtheorie für den Umgang mit empirischer Unwissenheit, mit MEC, dem bisher einzigen umfassenden Ansatz zur Bewältigung von moralischer Ungewissheit zusammenzuführen, um eine Orientierungshilfe dafür zu finden, wie sich in Situationen zu verhalten ist, in denen weder die Faktenlage klar ist, noch die Glaubwürdigkeit einzelner Moraltheorien. Aufgrund der grundsätzlich begrenzten Wissenssituation moralischer Entscheidungstragenden wird davon ausgegangen, dass solche Situationen von alltäglicher Relevanz sind.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Grenzen der menschlichen Erkenntnis

2 Das Treffen moralischer Entscheidungen

3 Empirische Ungewissheit

4 Moralische Ungewissheit

5 Moralische und empirische Ungewissheit

5.1 Die Abhängigkeit von MEU/MEC von moralischer oder empirischer Gewissheit

5.2 Integration von MEC und MEU

6 Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die Herausforderungen beim Treffen rationaler Entscheidungen unter der Bedingung gleichzeitiger empirischer und moralischer Ungewissheit. Ziel ist es, die Standardtheorien "Maximizing Expected Utility" (MEU) und "Maximizing Expected Choiceworthiness" (MEC) aufeinander abzustimmen und eine modifizierte Formel zu entwickeln, die eine Entscheidungsfindung in komplexen, doppelt unsicheren Situationen ermöglicht.

  • Analyse der Grenzen menschlicher Erkenntnis und Entscheidungstheorie.
  • Untersuchung von empirischer Ungewissheit und dem Prinzip der Nutzenmaximierung.
  • Erforschung moralischer Ungewissheit und der Gewichtung konkurrierender Moraltheorien.
  • Integration von MEU und MEC in einen gemeinsamen Entscheidungsrahmen.
  • Praktische Illustration des Lösungsansatzes anhand eines Fallbeispiels.

Auszug aus dem Buch

5.2 Integration von MEC und MEU

Die Problemdiagnose des vorangegangenen Kapitels wirkt schwerwiegend und wirft die Frage auf, wie aus der beschränkten menschlichen Perspektive heraus überhaupt moralische Entscheidungen getroffen werden können, wenn es für eine solche scheinbar keine Grundlage gibt. In der Realität ist die Situation jedoch bei Weitem nicht so verfahren wie es hier den Anschein erwecken mag. Zu Beginn der Arbeit wurde der Analysegegenstand auf milde Formen der Ungewissheit begrenzt. Konkret bedeutet dies, dass für eine Einschätzung der Lage eine begrenzte Anzahl an als realistisch bewerteter empirischer Szenarien zur Verfügung steht.

Gleichzeitig kann davon ausgegangen werden, dass auch die Anzahl der als glaubwürdig eingeschätzten Moraltheorien begrenzt ist. Unter diesen Umständen kann doppelter Ungewissheit durch eine Erweiterung der Formel für MEC/MEU Rechnung getragen werden. Während weiterhin jene Handlungsoption zu wählen ist, die insgesamt den höchsten Erwartungswert erzielt, müssen für die Berechnung der einzelnen Erwartungswerte einige Zwischenschritte eingeführt werden, um der größeren Anzahl an Variablen gerecht zu werden. Die Funktionsweise lässt sich am besten an einem Beispiel verdeutlichen:

Gabi geht am Rhein spazieren und sieht wie zwei Personen ertrinken. Sie weiß, dass sie, wenn sie schnell handelt, eine der Personen retten kann, ist sich aber nicht sicher, welche der Personen sie retten soll. Eine der Personen ist in fortgeschrittenem Alter und es könnte sein, dass es sich dabei um Gabis Onkel handelt. Weil Gabi etwas kurzsichtig und der Rhein leicht neblig ist, kann sie ihn aber nicht eindeutig erkennen. Die andere Person ist jünger und erscheint Gabi völlig fremd. Gabi ist unsicher nach welcher der folgenden zwei Theorien sie sich entscheiden soll. Sie glaubt einerseits an eine Theorie, die postuliert, dass es besondere Pflichten gegenüber Familienmitgliedern gibt, die diesen eine bevorzugte Behandlung gegenüber Fremden einräumen und für alle anderen Personen eine gleiche Behandlung empfiehlt. Andererseits glaubt sie an eine Form des Utilitarismus, der nahelegt, dass es wichtiger ist ein jüngeres Leben zu retten, da die überlebende Person in ihrem weiteren Leben noch mehr Glück empfinden kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Grenzen der menschlichen Erkenntnis: Dieses Kapitel thematisiert die perspektivische Begrenztheit menschlicher Erkenntnis und die daraus resultierenden skeptischen Probleme bezüglich empirischer und moralischer Gewissheit.

2 Das Treffen moralischer Entscheidungen: Hier werden die grundlegenden Strukturen einer Entscheidungssituation definiert, inklusive der Rolle von Handlungsoptionen, Zuständen in der Welt, Konsequenzen und Moraltheorien.

3 Empirische Ungewissheit: Das Kapitel erläutert den Umgang mit fehlenden Informationen über die Welt mittels des Prinzips "Maximizing Expected Utility" (MEU).

4 Moralische Ungewissheit: Hierbei geht es um die Unsicherheit darüber, welche Moraltheorie zur Evaluierung herangezogen werden soll, wobei das Prinzip der "Maximizing Expected Choiceworthiness" (MEC) eingeführt wird.

5 Moralische und empirische Ungewissheit: Dieses Kapitel analysiert das Zirkelproblem bei gleichzeitiger Unsicherheit und schlägt eine Integration von MEC und MEU zur Lösungsfindung vor.

6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert die Grenzen des gewählten Ansatzes und gibt Ausblicke auf zukünftige Forschungsnotwendigkeiten.

Schlüsselwörter

Moralische Ungewissheit, Empirische Ungewissheit, Entscheidungstheorie, Nutzentheorie, MEU, MEC, Rationalität, Normative Ethik, Erwartungswert, Handlungsoptionen, Objektivität, Subjektivität, Plausibilität, Risikoethik, Epistemische Normen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Herausforderungen für rationale Entscheidungen in Situationen, in denen sowohl empirische Fakten als auch der richtige moralische Maßstab ungewiss sind.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit verknüpft Erkenntnistheorie, normative Entscheidungstheorie und Ethik, insbesondere im Kontext von Unsicherheit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist die Entwicklung eines erweiterten Modells zur Entscheidungsfindung, das MEC und MEU integriert, um bei doppelter Ungewissheit handlungsfähig zu bleiben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine analytische philosophische Methode, die auf der kritischen Gegenüberstellung und Integration bestehender entscheidungstheoretischer Standardmodelle basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Analysiert werden die strukturellen Komponenten von Entscheidungssituationen, die spezifischen Anforderungen an MEU und MEC sowie deren wechselseitige Abhängigkeit bei Ungewissheit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie moralische/empirische Ungewissheit, Nutzenmaximierung (MEU), Erwartungswert (MEC) und epistemische Plausibilität.

Warum reicht das klassische Dominanzprinzip für die Entscheidungsfindung oft nicht aus?

Das Dominanzprinzip bietet keine Möglichkeit zur Gewichtung von Vor- und Nachteilen bei unterschiedlichen Wahrscheinlichkeiten, was in komplexen realen Situationen unzureichend ist.

Wie lässt sich das Problem der Abhängigkeit zwischen empirischem Wissen und Moraltheorien lösen?

Die Arbeit schlägt eine Erweiterung der Formel vor, bei der Nutzwerte sowohl mit der Wahrscheinlichkeit der empirischen Szenarien als auch mit den Überzeugungsgraden der Moraltheorien gewichtet werden.

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Details

Title
Die Anwendbarkeit von Maximizing Expected Utility (MEU) und Maximizing Expected Choiceworthiness (MEC) im Fall empirischer und moralischer Ungewissheit
College
University of Cologne
Grade
1,0
Author
Fabian Fischbach (Author)
Publication Year
2021
Pages
22
Catalog Number
V1309622
ISBN (eBook)
9783346787019
ISBN (Book)
9783346787026
Language
German
Tags
Moralische Ungewissheit Empirische Ungewissheit Trade-offs Moralische Entscheidungen Moralische Skepsis Maximizing expected choiceworthiness Maximizing Expected Utility MEU MEC
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Fabian Fischbach (Author), 2021, Die Anwendbarkeit von Maximizing Expected Utility (MEU) und Maximizing Expected Choiceworthiness (MEC) im Fall empirischer und moralischer Ungewissheit, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1309622
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