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"The Haunting of Hill House" von Shirley Jackson und die Manifestation des Bösen im Roman und in der gleichnamigen Netflixadaption

Titel: "The Haunting of Hill House" von Shirley Jackson und die Manifestation des Bösen im Roman und in der gleichnamigen Netflixadaption

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2020 , 19 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Christopher Cerra (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Kritische Analyse und Vergleich vom Roman und der Netflixadaption aus 2018. Southern Gothic ist ein Subgenre der Gothic Literature, das in der amerikanischen Tradition exklusiv vertreten ist. Die Hauptthemen solcher literarischen Werke waren meist eine Mischung aus dem Supernatürlichen, Isolation und Erzeugung von Angst durch Stille. Die meisten dieser Fiktionen, die ihren Ursprung etwa im 18. Jahrhundert fanden, waren Geistergeschichten. Shirley Jackson war eine dieser Autorinnen, die solche Geistergeschichten verwendete, um soziale und häusliche Probleme auszudrücken, für die es keinen Raum im öffentlichen Diskurs gab.

"The Haunting of Hill House" markiert den fünften Teil in einer Reihe von sechs Gothic-Romanen und vielen Kurzgeschichten von Shirley Jackson. Seit seiner Veröffentlichung hat der Roman zahlreiche Neuinterpretationen in Film und Fernsehen erfahren. Die erste davon erschien im Jahre 1963 mit dem Titel The Haunting von Robert Wise. Die zweite Verfilmung Jan de Bonts von 1999 versteht sich lediglich als Remake der ersten Verfilmung und nicht als eigenes Aufgreifen des literarischen Stoffes. Die neueste Adaption ist die Miniserie für Netflix von Mike Flanagan von 2018 mit dem gleichnamigen Titel "The Haunting of Hill House". Das Besondere an der Serie ist die Verarbeitung des Stoffes. Obwohl die Serie den gleichen Titel trägt wie der Roman, so haben sie hinsichtlich Narration und Charaktere wenig gemeinsam.

Shirley Jacksons Romane haben in der Literaturforschung über die Jahre viel Aufmerksamkeit genossen. Von psychologischen Charakter- und Schauplatzanalysen, Genderfragen und sozialen Milieus, bis hin zu Kritiken von politischer und häuslicher Unterdrückung wurden ihre Fiktionen aus verschiedensten Blickwinkeln analysiert. Es ist daher ein wichtiges Anliegen dieser Arbeit, die neueste Interpretation ihres Werkes unter sorgfältig ausgesuchten Gesichtspunkten mit dem Roman zu vergleichen.

Das Haus als eines der Kernmotive beider Erzählungen wird dabei im Fokus der Arbeit stehen, da es aufgrund seiner Facetten sich nicht nur in seiner Natur als das Böse manifestiert, sondern auch Ausdruck persönlicher Identitätsbildung und mütterlicher Nähe ist. Die Forschungsergebnisse von Ljubica Matek werden dabei als Grundlage dienen und bei der Analyse der Motive und Themen exemplarisch herangezogen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

EINFÜHRUNG

DAS HAUS ALS MANIFESTATION DES BÖSEN

Hill House als “haunted house”

Die Architektur des Unheimlichen

MANIFESTATION DES BÖSEN DURCH RAUM UND ZEIT

Manifestation in der Identität

Manifestation ohne räumliche Grenzen

Der Mutterbauch im Roten Raum

SCHLUSSBETRACHTUNG

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Charakteristik des Hauses als zentrales Motiv in Shirley Jacksons Roman "The Haunting of Hill House" sowie in der gleichnamigen Netflix-Adaption von Mike Flanagan. Dabei wird analysiert, wie das "Böse" durch die architektonische Gestaltung und räumliche Manifestation nicht nur als übernatürliches Phänomen auftritt, sondern eng mit den psychologischen Prozessen der Identitätsbildung und familiären Dynamiken der Protagonisten verknüpft ist.

  • Vergleich der Identitätsbildung zwischen literarischer Vorlage und filmischer Interpretation.
  • Analyse der "Architektur des Bösen" basierend auf den Forschungsergebnissen von Ljubica Matek.
  • Untersuchung der räumlichen Manipulation von Zeit und Identität durch das Haus.
  • Diskussion der Metaphorik des "Red Room" bzw. Roten Raums als Symbol mütterlicher Nähe und Unterdrückung.

Auszug aus dem Buch

Die Architektur des Unheimlichen

Ljubica Matek hat sich in ihrer Untersuchung der Aufgabe gewidmet, die Architekturen in den Romanen von Lovecraft und Jackson näher zu betrachten. Sie greift dabei auf The Dreams in The Witch House und The Haunting of Hill House zurück, dessen Schauplätze im Mittelpunkt der Narration stehen und einen entscheidenden Einfluss auf ihre Protagonisten ausüben. Ihre These ist es, dass das Böse oder von Geistern heimgesuchte Orte in der Horrorliteratur meist Ausdruck in der Zerstörung von Proportionen und Skalen findet. Das Gefühl des Unheimlichen und ein physisches und mentales Unwohlsein ist die Folge dessen.

Die massive Veränderung dieser Orte lässt dem Protagonisten einen Ausweg völlig aussichtslos erscheinen. Folglich wird damit der Idee widersprochen, dass Häuser ein sicherer und bekannter Ort sind. Matek gelangt zu der Erkenntnis, dass das Böse sich in beiden Erzählungen in der Architektur des Handlungsortes manifestiert und damit eine allzu physische Form in der Narration annimmt. Protagonisten sowie Leser werden – wie es Freud definiert – von einem Gefühl des Unheimlichen heimgesucht, was zu einem unweigerlichen Kollaps der geistigen Vernunft und Gesundheit führt.

In beiden Romanen scheint es so, als würde sich das Haus der menschlichen Logik und den erdachten naturwissenschaftlichen Systemen für Messungen und Werte widersetzen und zwar mit allen Mitteln. Oftmals fällt dabei ein Menschenleben, damit das Haus sich als die überlegene Entität behaupten kann. In Hill House ist es Eleanor Vance, die sich am Ende durch einen (un)beinflussten Suizid das Leben nimmt, indem sie das Auto gegen den großen Baum fährt.

Zusammenfassung der Kapitel

EINFÜHRUNG: Die Einleitung etabliert den "Southern Gothic" als literarischen Kontext und führt in die vergleichende Analyse von Shirley Jacksons Roman und Mike Flanagans Serienadaption ein.

DAS HAUS ALS MANIFESTATION DES BÖSEN: Dieses Kapitel erörtert die Definition des "haunted house" und untersucht, wie Architekturphänomene sowohl im Roman als auch in der theoretischen Literatur als Ausdruck des Unheimlichen und Bösen fungieren.

MANIFESTATION DES BÖSEN DURCH RAUM UND ZEIT: Der Hauptteil analysiert die unterschiedliche Handhabung von Raum und Zeit in der Serie, beleuchtet die Identitätsbildung der Charaktere und interpretiert den Roten Raum als psychologische Metapher.

SCHLUSSBETRACHTUNG: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse, wobei das Haus in beiden Medien als lebende, die Psyche korrumpierende Entität hervorgehoben wird.

Schlüsselwörter

Southern Gothic, The Haunting of Hill House, Shirley Jackson, Mike Flanagan, Architektur des Bösen, Unheimliches, Identitätsbildung, Roter Raum, Haunted House, Psychologischer Horror, Raum-Zeit-Manipulation, Patriarchat, Supernatürliches, Gothic Literature, Adaption.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht die symbolische und narrative Bedeutung von Hill House als Schauplatz und lebende Entität in Shirley Jacksons Roman sowie in der Netflix-Serie von Mike Flanagan.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Konzepte der räumlichen Architektur des Bösen, die psychologische Identitätsbildung der Charaktere und die Auswirkungen von Isolation und Trauma.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist der detaillierte Vergleich, wie das Haus in beiden Medien als Metapher für Unterdrückung sowie für die eigene Psyche der Bewohner dient.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die unter anderem auf den theoretischen Modellen von Ljubica Matek und Gaston Bachelard basiert.

Was bildet den Schwerpunkt des Hauptteils?

Der Hauptteil analysiert die spezifische "Architektur des Bösen", die Bedeutung des Roten Raums und die zeitliche sowie identitätsrelevante Dimension der paranormalen Phänomene.

Wie lassen sich die zentralen Begriffe zusammenfassen?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie "Architektur des Bösen", "Gothic Literature", "Identitätsbildung" und "Unheimliches" charakterisieren.

Welche Rolle spielt der "Rote Raum" in der Argumentation?

Der "Rote Raum" wird als zentrales psychologisches Element identifiziert, das als "Magen des Hauses" fungiert und dessen manipulative Kraft auf die Charaktere exemplarisch verdeutlicht.

Warum wird der Suizid von Eleanor Vance als "umgekehrte Geburt" interpretiert?

Die Arbeit argumentiert, dass der Suizid kein bloßes Ende bedeutet, sondern als tragische Rückkehr in den "Mutterbauch" des Hauses gelesen werden kann, um dort ewige (Geister-)Existenz zu finden.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
"The Haunting of Hill House" von Shirley Jackson und die Manifestation des Bösen im Roman und in der gleichnamigen Netflixadaption
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Institut für Deutsche Philologie)
Veranstaltung
Geister, Gespenster und Phantome in Literatur, Theorie und Film
Note
1,7
Autor
Christopher Cerra (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
19
Katalognummer
V1307336
ISBN (eBook)
9783346779953
ISBN (Buch)
9783346779960
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Geister Gespenster Phantome Literatur Theorie Film Haunting of Hill House Shirley Jackson Netflix Netflixadaption Netflixserie Roman und Adaption Das Böse Kritische Analyse Roman Analyse Gothic Literature Gothische Literatur Mike Flanagan Haunted House Identität Serie und Roman Gothik Gothische Romane Gothik und Literatur Amerikanische Literatur Mike Flanagan The Haunting of Hill House 2018
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christopher Cerra (Autor:in), 2020, "The Haunting of Hill House" von Shirley Jackson und die Manifestation des Bösen im Roman und in der gleichnamigen Netflixadaption, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1307336
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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