In dieser Profilarbeit wird die Frage untersucht, ob die Werte einer Kultur in ihrem Schönheitsbild sichtbar sind. Das geschieht am Beispiel der Kultur der Spartaner. Zu diesem Zweck werden erst die Geschichte, Institutionen und Kultur der Spartaner dargestellt und daraus die Werte herausgearbeitet. Im zweiten Teil der Arbeit werden an verschiedenen erhaltenen Kunstwerken der Spartaner überprüft, ob die Werte festzustellen sind.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Methodik
2. Die Spartaner
2.1 Geschichte der Spartaner
2.1.1 Entstehung der Stadt Sparta
2.2 Die spartanische Ordnung
2.2.1 Die „Eunomia“ und ihr Verfasser
2.2.2 Die Staatsordnung der Spartaner
2.2.3 Fazit zur spartanischen Staatsordnung
2.2.4 Die Periöken und Heloten
2.3 Die Kultur der Spartaner
2.3.1 Der Militarismus
2.3.2 Die Abwesenheit von Individualität
2.3.3 Konservatismus und Religion
2.3.4 Die Kunst der Spartaner
2.4 Fazit zu den Werten der Spartaner
3. Die Kunstobjekte
3.1 Die Kriegerdarstellungen
3.2 Darstellungen aus der griechischen Mythologie
3.3 Darstellungen der griechischen Götter
4. Interpretation der Kunstobjekte in Bezug auf die Werte
4.1 Interpretation der Kriegerfiguren
4.2 Interpretation der Mythendarstellungen
4.3 Interpretation der Götterdarstellungen
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen den gesellschaftlichen Werten einer Kultur und ihrer bildenden Kunst am Beispiel der Spartaner. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, inwieweit sich die spezifischen Normen und Einstellungen spartanischer Gesellschaft – wie Militarismus, Kollektivismus und ein ausgeprägter Konservatismus – in den materiellen Zeugnissen ihrer Kunst widerspiegeln und ob diese durch eine Analyse von Kunstwerken identifizierbar sind.
- Analyse des spartanischen Gesellschaftsaufbaus und seiner Wertevorstellungen.
- Untersuchung verschiedener Gattungen spartanischer Kunst (Krieger-, Helden- und Götterdarstellungen).
- Kritische Interpretation, wie handwerkliche Ausführung und Motivwahl auf die Identität der Spartaner verweisen.
- Evaluierung der Leistungsfähigkeit von Kunst als historischer Quellengattung zur Identifizierung kultureller Werte.
Auszug aus dem Buch
3.1 Die Kriegerdarstellungen
Die erste Abbildung stammt aus dem Halsschmuck des Kraters von Vix. Dieser Krater wurde im Grab einer keltischen Prinzessin in Mittelfrankreich, nahe des Dorfes Vix, gefunden und ausgegraben. Momentan befindet er sich im Museum von Châtillon-sur-Seine. Forscher sind sich einig, dass er im 6. Jahrhundert hergestellt worden sein musste. Auf der Abbildung ist ein voll bewaffneter Hoplit zu sehen. Obwohl der Speer fehlt, ist aufgrund der Handhaltung und der sonstigen Ausrüstung der Figur, darauf zu schließen, dass er ursprünglich einen getragen hat. Neben der Hand, die vermutlich den Speer getragen hat, hält die andere Hand einen Schild umfasst. Außerdem trägt er einen Helm, Brustpanzer und Schienenbeinpanzer. Der Helm geht über Wangen und Nase. Sein Unterleib ist unbekleidet, sowie seine Beine, abgesehen von den genannten Schienenbeinpanzern. Der Mann ist trainiert, hat starke Waden und Schenkel, außerdem einen ausgeprägten Bizeps. Seine Gesichtszüge sind nur rudimentär ausgearbeitet, Nase, Augen und Mund sind erkennbar. Außerdem hat die Figur, für die spartanische Kunst typisch, lange Haare, die unter dem Helm laufen, bis zu ungefähr der Mitte des Rücken. Bei den Proportionen betrachtet, sticht der Helm heraus, der mit Kamm ungewöhnlich groß ist. An eben diesem Kamm wurden auch Verzierungen angebracht.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Fragestellung ein, ob Kunstwerke als Spiegelbild kultureller Werte dienen können und legt den Aufbau der Untersuchung dar.
2. Die Spartaner: Dieses Kapitel skizziert die historische Entwicklung, die Staatsform sowie die grundlegenden kulturellen und sozialen Werte, die das spartanische Leben prägten.
3. Die Kunstobjekte: Hier werden ausgewählte Kunstwerke, primär in Form von Kleinplastiken und Abbildungen auf Keramik, beschrieben und ihre materielle Beschaffenheit analysiert.
4. Interpretation der Kunstobjekte in Bezug auf die Werte: Dieser Teil leistet die eigentliche Forschungsarbeit, indem die beschriebenen Kunstwerke mit den zuvor definierten spartanischen Werten in Beziehung gesetzt werden.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und beantwortet abschließend die Forschungsfrage, welche Zusammenhänge zwischen spartanischer Kunst und der sie prägenden Mentalität bestehen.
Schlüsselwörter
Sparta, Spartaner, Kunstgeschichte, antike Kunst, Militarismus, Eunomia, Heloten, Hoplitendarstellung, griechische Mythologie, Konservatismus, Staatsordnung, Herakles, Wertesystem, Identität, Interpretation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Wechselwirkung zwischen den gesellschaftlichen Werten des antiken Volkes der Spartaner und ihrer materiellen Kunstproduktion.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Themen sind der spartanische Militarismus, die staatliche Ordnung, religiöse Vorstellungen und wie diese Aspekte in der bildenden Kunst sichtbar werden.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist herauszufinden, ob Kunstwerke als authentische Zeugnisse der mentalen und gesellschaftlichen Normen einer Kultur dienen können, spezifisch am Beispiel der Spartaner.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?
Es wird eine systematische Analyse spartanischer Kunstwerke durchgeführt, die mit deren historisch überlieferten soziokulturellen Werten in Vergleich gesetzt wird.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil besteht aus der historischen Einordnung der Spartaner, der Beschreibung konkreter Kunstobjekte (Krieger- und Götterfiguren) und deren anschließender Interpretation.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselwörter wie Sparta, Militarismus, Identität, Götterdarstellung, Eunomia und Wertesystem beschreiben den Kern der Untersuchung.
Warum ist das Thema der „Individualität“ oder deren Abwesenheit wichtig für diese Kunst?
Die Abwesenheit von Individualität im spartanischen Alltag spiegelt sich in der Kunst durch eine vereinheitlichte Darstellung von Soldaten wider, die primär ihre Rolle als staatliche Kämpfer betonen.
Welche Schlussfolgerung zieht der Autor bezüglich der Darstellung des Herakles?
Herakles wird detailreicher und individueller dargestellt als andere Figuren, da er als mythischer Ahnherr der Herakliden eine besondere legitimierende Funktion für den spartanischen Anspruch auf das Land hatte.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2020, Werte einer Kultur im Schönheitsbild. Eine Untersuchung am Beispiel der Spartaner, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1303190