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Ambivalenzen des Totentanzes des Niklaus Manuel Deutsch (1516-20)

Titel: Ambivalenzen des Totentanzes des Niklaus Manuel Deutsch (1516-20)

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2020 , 36 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Kunst - Kunstgeschichte

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Obwohl in den letzten Jahren die Zahl der Publikationen rund um den Topos der Totentänze steigt, stellt sich doch die Literatur- und Forschungslage zum Berner Totentanz als relativ überschaubar dar. Hauptaugenmerk der Forschung liegt vor allem auf dem Totentanz Hans Holbeins oder dem Großbasler Exemplar. Niklaus Manuels Berner Werk erfährt zwar Erwähnung, wird trotz anerkennender Laudatio darüber hinaus gehend aber noch immer stiefmütterlich behandelt. Die größte Aufmerksamkeit erfährt diese danse macabre als eigenständiges Objekt der Forschung besonders in der regionalgeschichtlichen Beschäftigung in den 1990er Jahren und zu Beginn des 21. Jahrhunderts.

Im Zuge dieser Arbeit wird unter dem Parameter der zeitgenössischen Wirkung eine Selektion an Szenen aus besagtem Werk analysiert, aber auch ihre Symbolwirkung als Inbegriff ihrer Entstehungszeit – unter Beachtung der besonderen Traditions- und Überlieferungsumstände. An eine Einführung in die Biographie des Meisters selbst schließt sich die Darstellung der Todestanzthematik per se an, bevor die Arbeit in medias res, zum Berner Totentanz, schreitet und die gewonnenen Ergebnisse im Fazit resümiert werden.

Die Notwendigkeit der Sterbekunst begründete sich für den spätmittelalterlichen Menschen schlichtweg in einer steten Präsenz des Todes im Alltag. So war die 'ars moriendi' eine spirituelle Vorbereitung der eigenen Seele im Diesseits für ihr Bestehen am Jüngsten Tag.

Das außerhalb von Kirch- oder Klostermauern gepredigte Wort ging rasch einher mit einem Aufstreben neuer bildlicher Darstellungen, die ihren stärksten Ausdruck zunächst im Medium des Holzschnitts fanden, welcher mithilfe von Druckwerkstätten (Einblattdruck) schnelle Verbreitung und Beliebtheit erfuhr. In Predigen und Einblattdrucken wurden die Topoi Tod und Sterben zumeist sehr reißerisch und trivial den Massen präsentiert. Ein weiteres, wenn nicht sogar bedeutenderes und nachhaltigeres Medium, um die Unerbittlichkeit des Todes erlebbar zu machen, stellen die Todestanzwerke coram publico dar, beispielsweise Fresken an Klostermauern, die für jeden sicht- und begehbar waren, wie der Berner Totentanz des Niklaus Manuel Deutsch von 1516 bis 1519.

Leseprobe


Gliederung

1 Einleitung

2 Der Schöpfer des Berner Totentanzes: Niklaus Manuel Deutsch (1484-1530)

3 Der Tod lädt zum Tanz – Ursprungsgeschichte der ‚danse macabre‘

4 Der Berner Totentanz von Niklaus Manuel Deutsch (1516-1520)

4.1 Überlieferungsgeschichte

4.2 Darstellungstradition

4.3 Charakter und Überlieferungsgeschichte der Begleitstrophen

5 Ausgewählte Bilder des Berner Totentanzes

5.1 I Der Prediger (Abbildung 1)

5.2 II Der Tod holt den Maler / Der Tod und die Ungläubigen (Abbildung 2)

5.3 VI Tod und armer Mann / Tod und Handwerker (Abbildung 3)

5.4 VII Tod und Tochter / Tod und Witwe (Abbildung 4)

5.5 VIII Tod und Kaufmann / Tod und Bürger (Abbildung 5)

5.6 XV Tod und König / Tod und Kaiser (Abbildung 6)

5.7 XVI Tod und Begine / Tod und Waldbruder (Einsiedler) (Abbildung 7)

5.8 XXII Tod und Kardinal / Tod und Papst (Abbildung 8)

5.9 XXIII Kreuzigung / Konzert im Beinhaus (Abbildung 9)

5.10 XXIV Vertreibung aus dem Paradies / Moses erhält die Gesetzestafeln (Abbildung 10)

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert den Berner Totentanz von Niklaus Manuel Deutsch im Kontext seiner zeitgenössischen Wirkung und Symbolkraft. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie Manuel durch seine künstlerische Inszenierung Standesunterschiede und gesellschaftliche Umbrüche verarbeitet und welche ambivalente Rolle der Tod als sowohl mahnende als auch tröstende Instanz im ausgehenden Mittelalter einnimmt.

  • Biographische Einordnung von Niklaus Manuel Deutsch
  • Ursprungsgeschichte des „danse macabre“-Motivs
  • Analyse der bildlichen Darstellungstraditionen und Stifterkontexte
  • Untersuchung der gesellschaftskritischen Verse des Totentanzes
  • Rezeption und Überlieferungsgeschichte mittels Aquarellkopien

Auszug aus dem Buch

4.1 Überlieferungsgeschichte

Von dem ursprünglichen Dominikanerkloster ist heute leider nur noch die Kirche, die jetzige Französische Kirche am Kornhaus erhalten. Der Totentanz selbst verbarg sich wohl auf der Innenwand des Klosterfriedhofs. Die jüngere Forschung stellt inzwischen partiell die konkrete Lokalisierung – ob auf der inneren oder der Gasse zugewandten Seite der Mauer – zum Diskurs.

Die Ausmaße des Totentanzes lassen sich anhand von bildhaften Überlieferungen des gesamten Klosterkomplexes ermessen – daraus ergibt sich eine Gesamtlänge von etwa 80 Metern mit 24 Darstellungen, welche jeweils paarweise angeordnet waren, wodurch sich für ein Bildsegment eine Fläche von etwa 230 x 310 cm errechnen lässt.

Auf dem monumentalen Bildwerk waren in 21 Bildern geistliche und weltliche Stände in Szene gesetzt, welche mit dem Tod den Reigen schreiten: Ob Papst, ob Kaiser, ob blinder Bettler oder Ungläubiger, alle ließ Niklaus Manuel Deutsch mit dem Tod tanzen.

Den Menschen selbst in den Mittelpunkt zu rücken, war das Ansinnen der Umbruchszeit im ausgehenden Mittelalter, mit dem ein neues, persönliches Selbstbewusstsein einherging. So ist es bemerkenswert, dass die Darstellungen der Standesvertreter mitnichten als imaginäre, leblose Idealbilder der Phantasie des Meisters entspringen, sondern tatsächlich nach lebendem Modell gefasst wurden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den zeitgeschichtlichen Hintergrund des 15. und 16. Jahrhunderts und die wachsende Bedeutung des memento mori für das spätmittelalterliche Stadtleben.

2 Der Schöpfer des Berner Totentanzes: Niklaus Manuel Deutsch (1484-1530): Dieses Kapitel porträtiert den Künstler Niklaus Manuel Deutsch, seine Herkunft, seine soziale Stellung in Bern und seine Vielseitigkeit als Maler und Staatsmann.

3 Der Tod lädt zum Tanz – Ursprungsgeschichte der ‚danse macabre‘: Hier werden die historischen Ursprünge des Totentanzes diskutiert und wissenschaftliche Theorien zu dessen Genese kritisch hinterfragt.

4 Der Berner Totentanz von Niklaus Manuel Deutsch (1516-1520): Das Kapitel behandelt die Entstehung, die architektonischen Rahmenbedingungen sowie die komplexen Überlieferungswege des monumentalen Werkes.

5 Ausgewählte Bilder des Berner Totentanzes: In einer detaillierten Bildanalyse werden einzelne Szenen des Totentanzes, von der Predigerszene bis zu den Schlussmotiven, hinsichtlich ihrer theologischen und sozialen Symbolik untersucht.

6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und hebt die ironische Gesellschaftskritik sowie die Ambivalenz des Todes in Manuels Werk hervor.

Schlüsselwörter

Berner Totentanz, Niklaus Manuel Deutsch, Spätmittelalter, Renaissance, danse macabre, memento mori, ars moriendi, Wandmalerei, Stifter, Gesellschaftsdarstellung, Ikonographie, Reformation, Totendialoge, Bildanalyse, Kunstgeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit dem Berner Totentanz des Künstlers Niklaus Manuel Deutsch, einem bedeutenden monumentalen Werk des 16. Jahrhunderts, und analysiert dessen Inhalte, die Entstehung sowie die gesellschaftskritische Funktion.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentral sind die Darstellung des Todes im Spätmittelalter, die Rolle der Stifter, die Bedeutung der Begleitverse und die Einordnung des Werkes innerhalb der europäischen Totentanz-Tradition.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Wirkungsweise des Werkes zu entschlüsseln und aufzuzeigen, wie Manuel durch seine künstlerische Umsetzung der Vergänglichkeit sowohl individuelle Ängste als auch gesellschaftliche Machtstrukturen seiner Zeit kritisch reflektiert.

Welche wissenschaftliche Methodik wurde angewendet?

Die Arbeit nutzt kunsthistorische Bildanalyse, biographische Kontextualisierung des Künstlers sowie eine philologische Untersuchung der Überlieferungsgeschichte der begleitenden Versstrophen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Einordnung, die Beschreibung der Überlieferungsgeschichte, die Analyse der Darstellungstradition sowie eine detaillierte ikonographische Untersuchung ausgewählter Einzelszenen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Totentanz, Niklaus Manuel Deutsch, memento mori, Gesellschaftskritik, Ikonographie und die zeitgenössische Rezeption der Renaissance.

Warum spielt die Person des Künstlers Niklaus Manuel für das Werk eine so große Rolle?

Er fungierte als maßgeblicher Gestalter und Stifter in Personalunion, der durch seine eigene Selbstdarstellung im Werk einen bewussten Bruch mit traditionellen Anonymitäten vollzog und damit das moderne Selbstverständnis der Renaissance in den Totentanz integrierte.

Was bewiesen die Aquarellkopien von Albrecht Kauw für die Forschung?

Da das Original an der Friedhofsmauer verloren ging, stellen die detailgetreuen Kopien von Kauw aus dem Jahr 1649 die einzige verlässliche Quelle dar, um das visuelle Erscheinungsbild und die Strophentexte des ursprünglichen Totentanzes zu rekonstruieren.

Wie ist das Verhältnis zwischen dem Tod und den dargestellten Ständen?

Das Verhältnis ist ambivalent: Bei den höheren, besonders den geistlichen Ständen agiert der Tod als unerbittlicher Ankläger, während er den "einfachen Leuten" in der Forschung teils als tröstende Instanz gegenübertritt.

Ende der Leseprobe aus 36 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ambivalenzen des Totentanzes des Niklaus Manuel Deutsch (1516-20)
Hochschule
Universität Regensburg  (Kunstgeschichte)
Veranstaltung
HS zur Kunstgeschichte des MA (8LP) (31523 Kunst des Sterbens, Kunst des Todes: Todesthemen und Sepulkralskulptur in der Kunst des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit)
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
36
Katalognummer
V1301498
ISBN (eBook)
9783346770332
ISBN (Buch)
9783346770349
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Totentanz Niklaus Manuel Deutsch Vanitas
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2020, Ambivalenzen des Totentanzes des Niklaus Manuel Deutsch (1516-20), München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1301498
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  36  Seiten
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