In der vorliegenden Arbeit werden verschiedene Aufgaben zu Wahrnehmungspsychologie bearbeitet. Dabei geht es um Wahrnehmung im Zusammenhang mit Gedächtnis und subjektivem Erleben. Außerdem werden zwei Fallbeispiele besprochen und final werden verschiedene Persönlichkeitsmerkmale und Wahrnehmungsstile erklärt.
Im episodischen Gedächtnis werden Ereignisse ins Langzeitgedächtnis abgespeichert, die uns unmittelbar betroffen haben. Die persönlichen Erinnerungen, wie z.B. die Geburt des ersten Kindes, lassen sich ziemlich genau in eine Zeitleiste einordnen. Durch eine Verknüpfung der verschiedenen Wahrnehmungen und Eindrücke während dieses Erlebnisses (Aussehen des Kreissaales, gleiche Hebamme, Gerüche, Geräusche) lässt sich das Geschehen explizit abrufen.
Inhaltsverzeichnis
1. Wahrnehmung und Gedächtnis
1.1 Langzeitgedächtnis – explizites Abrufen – episodisches Gedächtnis
1.2 Einfluss der körpereigenen Hormone auf unser Gedächtnis:
1.3 Explizites und implizites Gedächtnis
2. Wahrnehmung und subjektives Erleben
2.1 Einfluss der Einstellung auf Kognition, Emotion und Verhalten:
2.2 Einfluss der eigenen Einstellung auf Kognition, Emotion und Verhalten:
3. Wahrnehmung und angemessenes Verhalten Frau Bauer
3.1 Die Theorie des überlegten Handelns:
3.2 Einstellung über das eigene Verhalten, soziale Norm und Intension:
4. Wahrnehmung und angemessenes Verhalten Familie Meier
4.1 Definition des Begriffes „Skripte“:
4.2 Erklärung der drei Skriptarten:
4.3 Verschiedene Skriptarten aus meinem Alltag:
5. Persönlichkeitsmerkmale und Wahrnehmungsstile
5.1 Beschreibung der fünf verschiedenen Wahrnehmungsstile:
5.2 Unterschiedliche Situationswahrnehmung von Herrn und Frau Meier:
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht grundlegende wahrnehmungspsychologische Prozesse und deren Einfluss auf das menschliche Verhalten, Lernen und Gedächtnis in verschiedenen Alltagssituationen.
- Zusammenhang zwischen Gedächtnisstrukturen und emotionalen Erfahrungen
- Einfluss individueller Einstellungen auf Kognition und Verhalten
- Anwendung der Theorie des überlegten Handelns im sozialen Kontext
- Bedeutung von Skripten für die Bewältigung von Alltagssituationen
- Analyse verschiedener Wahrnehmungsstile auf die Situationsbewertung
Auszug aus dem Buch
1.1 Langzeitgedächtnis – explizites Abrufen – episodisches Gedächtnis
Im episodischen Gedächtnis werden Ereignisse ins Langzeitgedächtnis abgespeichert, die uns unmittelbar betroffen haben. Die persönlichen Erinnerungen, wie z.B. die Geburt des ersten Kindes, lassen sich ziemlich genau in eine Zeitleiste einordnen. Durch eine Verknüpfung der verschiedenen Wahrnehmungen und Eindrücke während dieses Erlebnisses (Aussehen des Kreissaales, gleiche Hebamme, Gerüche, Geräusche) lässt sich das Geschehen explizit abrufen.
(vgl. Stangl, 2019)
1.2 Einfluss der körpereigenen Hormone auf unser Gedächtnis:
Sind Erinnerungen oder Erlebnisse mit Stress oder Erregung verbunden, werden sie tief in unser Gedächtnis eingebrannt. Die Hormone, die dafür ausgeschüttet werden, wie z.B. Adrenalin, ein Erregungshormon, oder das Stresshormon Cortisol, können die Auswirkung auf die Amygdala verstärken. Adrenalin sorgt, unter anderem, für die Ausschüttung von Glukose, diese beschleunigt die Gehirnaktivität und signalisiert, dass etwas Bedeutendes passiert ist. Die emotionsgebundene Erfahrung, wie die Geburt des ersten Kindes bei Herrn Meier, wird somit fest im Gedächtnis abgespeichert. Wobei der Einkaufzettel in dieser außergewöhnlichen Situation, keine bedeutsame Rolle spielt. Das Herr Meier fast die Geburt, seines ersten Kindes, verpasst hätte, hat zusätzlich Stress ausgelöst und somit noch mehr Adrenalin, Cortison und Glukose ausschütten lassen. Diese Erinnerung, verbunden mit intensiven Emotionen, hat sich für immer fest verankert.
(vgl. Wichert, 2015, S.13 – 14.)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Wahrnehmung und Gedächtnis: Behandelt die Funktionsweise des Langzeitgedächtnisses, den Einfluss hormoneller Prozesse auf die Gedächtnisbildung sowie die Unterscheidung zwischen expliziten und impliziten Gedächtnisformen.
2. Wahrnehmung und subjektives Erleben: Analysiert, wie individuelle Einstellungen die Kognition, Emotionen und das tatsächliche Verhalten einer Person beeinflussen.
3. Wahrnehmung und angemessenes Verhalten Frau Bauer: Erläutert die Theorie des überlegten Handelns und zeigt auf, wie soziale Normen und Intentionen das Verhalten in konkreten Situationen steuern.
4. Wahrnehmung und angemessenes Verhalten Familie Meier: Definiert das Konzept der Skripte und verdeutlicht anhand von Alltagsbeispielen, wie diese Handlungspläne das menschliche Verhalten strukturieren.
5. Persönlichkeitsmerkmale und Wahrnehmungsstile: Beschreibt verschiedene Wahrnehmungsstile und untersucht, wie diese dazu führen, dass unterschiedliche Menschen dieselbe Situation vollkommen anders wahrnehmen.
Schlüsselwörter
Wahrnehmungspsychologie, Gedächtnis, Langzeitgedächtnis, Adrenalin, Cortisol, Kognition, Emotion, Theorie des überlegten Handelns, Skripte, Situationswahrnehmung, Wahrnehmungsstile, Nivellierung, Sensibilisierung, Feldabhängigkeit, Selbstbild.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit beschäftigt sich mit psychologischen Mechanismen der Wahrnehmung und wie diese unser Gedächtnis, unsere Lernprozesse und unser alltägliches Verhalten steuern.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die Gedächtnispsychologie, den Einfluss von Emotionen und Hormonen auf Erinnerungen, die Bedeutung von Einstellungen sowie die Rolle von Skripten und Wahrnehmungsstilen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Verbindung zwischen subjektiver Wahrnehmung und objektivem Erleben darzustellen und aufzuzeigen, wie kognitive Strukturen unser Verhalten formen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es werden psychologische Theorien und Konzepte (wie die Theorie des überlegten Handelns oder Skripttheorien) auf Fallbeispiele angewendet, um menschliches Erleben verstehbar zu machen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Gedächtnisprozessen, den Einfluss der persönlichen Einstellung, die Analyse von Sozialverhalten mittels Skripten sowie die Differenzierung individueller Wahrnehmungsstile.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Wahrnehmung, Gedächtnis, Skripte, Kognition, Verhalten, Emotionen, Wahrnehmungsstile und Psychologie.
Welche Rolle spielen Hormone bei der Gedächtnisbildung laut der Autorin?
Hormone wie Adrenalin und Cortisol verstärken die Wirkung der Amygdala und sorgen dafür, dass emotionale Ereignisse besonders tief und dauerhaft im Langzeitgedächtnis verankert werden.
Wie unterscheiden sich die Wahrnehmungsstile von Herrn und Frau Meier?
Frau Meier zeigt einen sensiblen und feldabhängigen Stil, der zu ängstlichen Reaktionen führen kann, während Herr Meier durch einen feldunabhängigen, analytischen Stil und eine nivellierende Sichtweise Situationen schneller bewertet.
- Quote paper
- Sabine Braun (Author), 2020, Wahrnehmung im Zusammenhang mit Gedächtnis und subjektivem Erleben, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1297709