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Wohlfahrtsstaatliche Geschlechterregimes: Ein Vergleich verschiedener Konzepte

Title: Wohlfahrtsstaatliche Geschlechterregimes: Ein Vergleich verschiedener Konzepte

Essay , 2006 , 9 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Eva Meyer (Author)

Sociology - Social System and Social Structure

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Summary Excerpt Details

Im nachfolgenden Aufsatz sollen verschiedene Konzepte, welche die westlichen Wohlfahrtsstaaten erklären und vergleichen, unter der Perspektive der Geschlechterpolitik betrachtet werden. Hierzu werden zwei Aufsätze der Autorinnen Mary Langan und Ilona Ostner herangezogen, die sich intensiv mit dieser Thematik auseinandergesetzt haben.
Zunächst gilt es zu klären, was die derzeitige Forschung unter einem Wohlfahrtsstaat versteht. Carsten G. Ullrich schreibt in seinem Buch „Soziologie des Wohlfahrtstaates“, man würde mit dem Begriff Wohlfahrtsstaat “eine umfassende Versorgung und starke staatliche Reglementierungen assoziieren“. (Ullrich 2005, S.16) Der Wohlfahrtsstaat versorgt demnach seine Bürgerinnen und Bürger mit sozialen Diensten oder finanzieller Hilfe, um ihnen ein gewisses Existenzminimum zu sichern. Die Sozialpolitik, so Langan und Ostner, versucht Differenzen, die sich auch ungleichen Verhandlungspositionen ergeben, auszugleichen, wodurch allerdings neue Ungleichheiten geschaffen werden. (Langan und Ostner 1991, S.302)
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Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung: Sozialpolitik als Geschlechterpolitik

2. Einteilung der „welfare regimes“ nach Esping Andersen und Leibfried

3. Sozialpolitik und soziale Ungleichheiten

4. Einteilung der „welfare regimes“ nach Ernährermodellen

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht westliche Wohlfahrtsstaaten unter der spezifischen Perspektive der Geschlechterpolitik, wobei sie die Konzepte von Langan und Ostner nutzt, um soziale Ungleichheiten und die Abhängigkeitsverhältnisse von Frauen innerhalb verschiedener Wohlfahrtsregimes zu analysieren.

  • Analyse geschlechterspezifischer Auswirkungen von Sozialpolitik
  • Vergleich westlicher Wohlfahrtsstaaten anhand von Typologien
  • Untersuchung der Bedeutung von Ernährermodellen für Frauen
  • Betrachtung von sozialer Verwundbarkeit und ökonomischer Abhängigkeit
  • Kritische Reflexion der Rolle von Familie und Erwerbstätigkeit

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung: Sozialpolitik als Geschlechterpolitik

Im nachfolgenden Aufsatz sollen verschiedene Konzepte, welche die westlichen Wohlfahrtsstaaten erklären und vergleichen, unter der Perspektive der Geschlechterpolitik betrachtet werden. Hierzu werden zwei Aufsätze der Autorinnen Mary Langan und Ilona Ostner herangezogen, die sich intensiv mit dieser Thematik auseinandergesetzt haben.

Zunächst gilt es zu klären, was die derzeitige Forschung unter einem Wohlfahrtsstaat versteht. Carsten G. Ullrich schreibt in seinem Buch „Soziologie des Wohlfahrtstaates“, man würde mit dem Begriff Wohlfahrtsstaat “eine umfassende Versorgung und starke staatliche Reglementierungen assoziieren“. (Ullrich 2005, S.16) Der Wohlfahrtsstaat versorgt demnach seine Bürgerinnen und Bürger mit sozialen Diensten oder finanzieller Hilfe, um ihnen ein gewisses Existenzminimum zu sichern. Die Sozialpolitik, so Langan und Ostner, versucht Differenzen, die sich auch ungleichen Verhandlungspositionen ergeben, auszugleichen, wodurch allerdings neue Ungleichheiten geschaffen werden. (Langan und Ostner 1991, S.302)

Bezieht man dies auf die geschlechterspezifische Ebene, ergibt sich folgendes: Trotz länderspezifischer Unterschiede beherrschte die Entwicklung der Sozialpolitik der meisten Wohlfahrtsstaaten die Vorstellung, der Mann müsse die Familie alleine ernähren können. Folglich wäre in dieser Situation die Ehefrau finanziell abhängig von ihrem Mann. Dies beruht auch auf der Tatsache, dass in westlichen Ländern eher Frauen als Männer vom Arbeitsmarkt ferngehalten werden, indem sie als unbezahlte Betreuer von Alten, Kranken oder Kindern tätig sind. Die logische Konsequenz daraus ist, dass Frauen dadurch den Männern Freiraum für deren Erwerbstätigkeit schaffen. (Langan und Ostner 1991, S.302)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Sozialpolitik als Geschlechterpolitik: Die Einleitung führt in die geschlechterpolitische Perspektive auf Wohlfahrtsstaaten ein und definiert zentrale Begriffe wie den Wohlfahrtsstaat sowie die Rolle der Sozialpolitik bei der Gestaltung von Ungleichheiten.

2. Einteilung der „welfare regimes“ nach Esping Andersen und Leibfried: Dieses Kapitel erläutert die Typologien von Esping Andersen und Stephan Leibfried, um Wohlfahrtsstaaten anhand von Marktbeziehungen, sozialer Schichtung und Geschlechterverhältnissen zu klassifizieren.

3. Sozialpolitik und soziale Ungleichheiten: Hier wird die soziale Verwundbarkeit von Frauen, insbesondere im Kontext von Trennung und Scheidung, thematisiert und der Auftrag des Wohlfahrtsstaates zur Milderung dieser Ungleichheiten diskutiert.

4. Einteilung der „welfare regimes“ nach Ernährermodellen: Dieses Kapitel stellt ein ergänzendes Modell vor, das Wohlfahrtsstaaten anhand von drei Indikatoren in starkes, moderates und schwaches Ernährermodell unterteilt.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, kritisiert die geschlechterpolitische Konstruktion der untersuchten Modelle und reflektiert den gesellschaftlichen Wandel seit der Entstehung der zugrunde liegenden Texte.

Schlüsselwörter

Wohlfahrtsstaat, Sozialpolitik, Geschlechterpolitik, Ernährermodell, soziale Ungleichheit, Langan und Ostner, Esping Andersen, soziale Verwundbarkeit, Geschlechtervertrag, Erwerbstätigkeit, Familie, Arbeitsmarkt, Individualisierung, Wohlfahrtsregime, Geschlechterordnung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert westliche Wohlfahrtsstaaten aus einer geschlechterpolitischen Perspektive und untersucht, wie verschiedene Sozialmodelle die Unabhängigkeit und Lebensgestaltung von Frauen beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen Wohlfahrtsstaatsregimes, Geschlechterrollen in der Familie, ökonomische Abhängigkeit von Frauen, Erwerbsbeteiligung sowie staatliche Konzepte zur Absicherung und Betreuung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, verschiedene Konzepte zur Klassifizierung von Wohlfahrtsstaaten unter Berücksichtigung von Geschlechterverhältnissen zu vergleichen und kritisch zu hinterfragen, wie diese zur (Un-)Gleichheit beitragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin verwendet eine vergleichende Literaturanalyse der Werke von Langan und Ostner sowie Esping Andersen und Leibfried, um die verschiedenen Kategorisierungsansätze von Wohlfahrtsstaaten herauszuarbeiten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die theoretischen Ansätze zur Einteilung von Wohlfahrtsstaaten (Regimes vs. Ernährermodelle) detailliert dargestellt und die Zusammenhänge zwischen Sozialpolitik und sozialer Ungleichheit beleuchtet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Sozialpolitik, Wohlfahrtsregimes, Ernährermodelle, Geschlechterverträge, soziale Verwundbarkeit und Erwerbsbeteiligung von Frauen.

Wie unterscheidet sich das „starke Ernährermodell“ von den anderen Modellen?

Das starke Ernährermodell, dem unter anderem Deutschland zugeordnet wird, zeichnet sich dadurch aus, dass der Staat die traditionelle Aufgabenteilung fördert, wodurch Frauen finanziell stark von ihren Partnern abhängig bleiben.

Warum wird im Fazit kritisiert, dass Männer in den Texten oft negativ dargestellt werden?

Die Autorin merkt an, dass die untersuchten Texte eine starke feministische Orientierung haben, was zu einer Darstellung führen kann, in der Männer als Profiteure und Frauen als einseitige „Opfer der Gesellschaft“ erscheinen.

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Details

Title
Wohlfahrtsstaatliche Geschlechterregimes: Ein Vergleich verschiedener Konzepte
College
http://www.uni-jena.de/
Course
Wohlfahrtsstaaten im Vergleich
Grade
1,7
Author
Eva Meyer (Author)
Publication Year
2006
Pages
9
Catalog Number
V129588
ISBN (eBook)
9783640359738
ISBN (Book)
9783640359936
Language
German
Tags
Wohlfahrtsstaat Geschlechterforschung Gender
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Eva Meyer (Author), 2006, Wohlfahrtsstaatliche Geschlechterregimes: Ein Vergleich verschiedener Konzepte, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/129588
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