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Spanisch im Kontakt mit amerindischen Sprachen in Hispanoamerika

Titel: Spanisch im Kontakt mit amerindischen Sprachen in Hispanoamerika

Hausarbeit , 2008 , 28 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Jakub Slodowicz (Autor:in)

Romanistik - Hispanistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die spanische Sprache war im Laufe ihrer Geschichte schon immer durch einen regen Kontakt mit anderen Sprachen, die das Spanische beeinflusst haben, gekennzeichnet. Bereits in Zeiten des Vulgärlatein in der ersten Hälfte des ersten Jahrtausends n. Chr. gab es einen Einfluss des Iberischen, einer vorlateinischen Sprache, welche nicht sofort mit dem Auftreten des Lateinischen verschwand. Daraufhin folgte in der Zeit zwischen dem 5. und dem 8. Jahrhundert ein Kontakt mit der germanischen Sprache der Westgoten, einem Superstrat, der auch im heutigen Spanisch Spuren hinterlassen hat. Ab dem Jahre 711, als die Araber weite Teile Spaniens eroberten, folgte ein intensiver Austausch des Spanischen mit der arabischen Sprache, deren eindeutige Präsenz in der spanischen Lexik unumstritten ist.
Doch das Jahr 1492, als die Araber in Spanien endgültig besiegt wurden, stellt nicht nur geschichtlich, sondern auch sprachwissenschaftlich einen Wendepunkt für Spanien dar: mit der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus trat das Spanische nun zum ersten mal mit amerindischen Sprachen in Kontakt.
Dieser Sprachkontakt weitete sich mit der Conquista, also der Eroberung des Kontinentes Amerika durch die Spanier, immer weiter aus, und heute kann man in Hispanoamerika viele verschiedene Phänomene dieses Sprachkontaktes beobachten. Auf diese Art und Weise sind nicht nur das Spanische, sondern auch viele andere europäische und nicht-europäische Sprachen mit der Lexik amerikanischer Indianersprachen bereichert worden.
Diese Arbeit versucht, auf jenen Sprachkontakt einzugehen und ihn zu Analysieren. Dabei werden zunächst die Anfänge der Erforschung des Einflusses amerindischer Sprachen auf das Spanische durch Rudolf Lenz behandelt, mit weiteren allgemeinen Informationen zum spanisch-amerindischen Sprachkontakt, auch in Anbetracht auf die Geschichte der spanischen Conquista. Daraufhin wird konkret auf drei verschiedene Kontaktsituationen des Spanischen mit amerindischen Sprachen eingegangen: dem Kontakt mit dem Nahuatl, also der ehemaligen Aztekensprache, dem Quechua, einer Inkasprache der Anden, und dem Tupí-Guaraní, das heute vor allem in Paraguay gesprochen wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung.

2. Anfänge der Forschung durch Rudolf Lenz.

3. Eigenschaften des Kontaktes zwischen Spanisch und amerindischen Sprachen.

4. Geschichte des Sprachkontaktes während der spanischen Conquista.

5. Beispiele von Sprachkontakt in Hispanoamerika.

5.1. Kontakt Spanisch - Nahuatl

5.2. Kontakt Spanisch-Quechua

5.3. Kontakt Spanisch-Guaraní.

6. Schlussbemerkung.

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den historischen und gegenwärtigen Sprachkontakt zwischen dem Spanischen und verschiedenen amerindischen Sprachen in Hispanoamerika. Dabei wird analysiert, wie diese Kontakte die spanische Sprache beeinflusst haben und in welcher Form sich Phänomene des Sprachkontakts, wie Substrate und Adstrate, in Phonologie, Morphologie und Lexik widerspiegeln.

  • Forschungsgeschichte des spanisch-amerindischen Sprachkontakts (Rudolf Lenz)
  • Methodische Herausforderungen bei der Analyse indigener Substrate
  • Historischer Kontext der Conquista als Wendepunkt der Sprachgeschichte
  • Detaillierte Fallstudien zu Nahuatl, Quechua und Guaraní
  • Soziolinguistische Aspekte von Bilingualismus und Sprachkonflikten

Auszug aus dem Buch

5.3. Kontakt Spanisch-Guaraní.

Das folgende Beispiel einer Sprachkontaktsituation des Spanischen mit einer amerindischen Sprache unterscheidet sich von den bisherigen beiden Beispielen des Kontaktes des Spanischen mit dem Nahuatl und dem Quechua maßgeblich, da es im jeweiligen Land allgemein eine Situation des Bilingualismus gibt: es handelt sich um den Sprachkontakt des Spanischen mit dem Guaraní in Paraguay.

Waren in den Ländern, in denen Quechua und Nahuatl gesprochen wird, jeweils Regionen vorhanden, in denen entweder nur Spanisch oder aber eine Zweisprachigkeit mit der amerindischen Sprache vorkam, so kann man beim Beispiel von Paraguay in der Regel sagen, dass das komplette Land eine Situation des Bilingualismus des Spanischen mit dem Guaraní innehat. Lediglich in der Hauptstadt Asunción kann man häufiger auf einsprachige Spanischsprecher treffen. Diese Tatsache wirkt sich entscheidend auf den Sprachgebrauch und die gegenseitige Beeinflussung beider Sprachen aus.

Zunächst sollte die Sprache des Guaraní näher vorgestellt werden: im allgemeinen ist das Guarani eine der territorial am weitesten verbreiteten Indiosprachen Südamerikas. Hierbei müssen vor allem die einzelnen Stammesformen des Guaraní ( sog. guaraní tribal ) von den in Paraguay gesprochenen Guaraníformen unterschieden werden. Erstere werden von Indiostämmen vor allem in der Amazonasregion zwischen Französisch Guayana und Brasilien bis in Teile Paraguays und Nordargentiniens gesprochen. Diese Tupí-Guaraníformen werden heute in 28 existierende Sprachen unterteilt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung.: Die Einleitung gibt einen Überblick über die Sprachgeschichte des Spanischen und führt in das zentrale Thema des Kontakts mit amerindischen Sprachen seit 1492 ein.

2. Anfänge der Forschung durch Rudolf Lenz.: Dieses Kapitel beleuchtet die Pionierarbeit von Rudolf Lenz und die Begründung der Indigenismo-These.

3. Eigenschaften des Kontaktes zwischen Spanisch und amerindischen Sprachen.: Hier werden die theoretischen Grundlagen des Sprachkontakts, wie Substrat- und Adstrateinflüsse, erörtert.

4. Geschichte des Sprachkontaktes während der spanischen Conquista.: Das Kapitel beschreibt den historischen Ablauf der Conquista und die damit verbundene erste Begegnung mit indigenen Sprachen.

5. Beispiele von Sprachkontakt in Hispanoamerika.: Der Hauptteil analysiert spezifische Kontaktsituationen des Spanischen mit Nahuatl, Quechua und Guaraní.

5.1. Kontakt Spanisch - Nahuatl: Untersuchung der Einflüsse des Nahuatl auf das mexikanische Spanisch und die Gründe für die eher schwache strukturelle Beeinflussung.

5.2. Kontakt Spanisch-Quechua: Analyse der Sprachsituation in den Andenregionen und die Auswirkungen des Quechua auf Dialekte und Lexik.

5.3. Kontakt Spanisch-Guaraní.: Darstellung der einzigartigen Bilingualität in Paraguay und der tiefgreifenden Wechselwirkung zwischen Spanisch und Guaraní.

6. Schlussbemerkung.: Abschließendes Fazit zur unterschiedlichen Ausprägung von Sprachkontakten und den soziolinguistischen Herausforderungen.

Schlüsselwörter

Spanisch, amerindische Sprachen, Sprachkontakt, Hispanoamerika, Nahuatl, Quechua, Guaraní, Indigenismos, Substrat, Adstrat, Bilingualismus, Sprachkonflikt, Phonologie, Lexik, Morphosyntax

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht den Sprachkontakt zwischen dem Spanischen und indigenen Sprachen in Hispanoamerika, um die Auswirkungen auf die spanische Sprache zu analysieren.

Welche Sprachen stehen im Fokus der Untersuchung?

Die zentralen Themenfelder sind die Kontaktsituationen des Spanischen mit Nahuatl (Mexiko), Quechua (Andenregion) und Guaraní (Paraguay).

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt danach, inwieweit der historische und aktuelle Sprachkontakt die spanische Hochsprache beeinflusst hat und welche Phänomene in der gesprochenen Sprache auftreten.

Welche methodischen Ansätze werden verfolgt?

Es erfolgt eine historisch-vergleichende Analyse sowie eine soziolinguistische Untersuchung, basierend auf der Erforschung von Indigenismen, Substraten und Adstraten.

Was deckt der Hauptteil der Arbeit ab?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einbettung der Conquista und eine detaillierte Analyse der drei genannten Kontaktsprachen sowie deren regionale Besonderheiten.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Indigenismo, Substrat-Theorie, Bilingualismus, Sprachkonflikt und die strukturelle Beeinflussung in den Bereichen Phonologie und Lexik.

Warum wird die Situation in Paraguay als "einzigartig" beschrieben?

Paraguay ist das einzige Land, in dem ein flächendeckender Bilingualismus zwischen einer indigenen Sprache (Guaraní) und dem Spanischen besteht, der zudem gesellschaftlich akzeptiert ist.

Wie unterscheidet sich der Einfluss des Nahuatl von dem des Guaraní?

Während sich das Nahuatl in Mexiko trotz lexikalischer Einflüsse aus städtischen Räumen zurückgezogen hat, prägt das Guaraní das tägliche Leben in Paraguay strukturell und sozial deutlich stärker.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Spanisch im Kontakt mit amerindischen Sprachen in Hispanoamerika
Hochschule
Universität Augsburg  (Phil.-Hist. Fakultät )
Veranstaltung
Sprachkontakte in der Romania
Note
2,3
Autor
Jakub Slodowicz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
28
Katalognummer
V129510
ISBN (eBook)
9783640359004
ISBN (Buch)
9783640359301
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Spanisch Kontakt Sprachen Hispanoamerika
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jakub Slodowicz (Autor:in), 2008, Spanisch im Kontakt mit amerindischen Sprachen in Hispanoamerika, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/129510
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Leseprobe aus  28  Seiten
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