In dieser Arbeit wird ein Einblick in die Thematik des Outsourcings staatlicher Leistungen gewährt. Zunächst wird das Outsourcing im Sinne der Verwaltung definiert. Es werden aber auch Voraussetzungen für ein erfolgreiches Outsourcing und Grenzen eben jenen Outsourcings erläutert, da staatliche Leistungen durch ihr Wesen einen ganz besonderen Arbeitsbereich darstellen und nicht ohne weiteres in privatwirtschaftliche Konzepte eingeordnet werden können.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriffsklärungen
2.1 Outsourcing
2.2 Staatliche Leistungen
3. Notwendigkeit des Outsourcings
3.1 Situation der öffentlichen Verwaltung
3.2 Ziele des Outsourcings
4. Voraussetzungen für ein gelungenes Outsourcing
4.1 Vorüberlegungen und Planung
4.2 Schaffung von Strukturen
5. Grenzen des Outsourcings staatlicher Leistungen
6. Resümee und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Herausforderungen des Outsourcings staatlicher Leistungen im Kontext der Verwaltungsmodernisierung. Dabei analysiert der Autor, wie durch die Einbindung privatwirtschaftlicher Konzepte die Effizienz der öffentlichen Verwaltung gesteigert werden kann, ohne dabei die Gewährleistungspflicht des Staates oder rechtliche Rahmenbedingungen zu verletzen.
- Notwendigkeit und ökonomische Hintergründe von Outsourcing in der Verwaltung
- Definition von Outsourcing und Abgrenzung zu anderen Privatisierungsformen
- Strukturvoraussetzungen und strategische Planung von Outsourcing-Prozessen
- Rechtliche Grundlagen und Grenzen der Privatisierung staatlicher Aufgaben
- Risiken der Abhängigkeit von Drittanbietern und Monopolbildung
Auszug aus dem Buch
3.1 Situation der öffentlichen Verwaltung
Weshalb das Outsourcing, welches ursprünglich eher im privatwirtschaftlichen Bereich angewandt wurde, nun an Bedeutung für die Verwaltung gewonnen hat, lässt sich mit der Entwicklung und dem Zustand der öffentlichen Verwaltung erklären.
So ist der Staat durch neue gesellschaftliche Herausforderungen nicht mehr in der Lage, die von ihm zu erbringenden Leistungen in befriedigender Weise zu gewährleisten, ohne eine externe Hilfe heranzuziehen (vgl. Fischer-Menshausen/Thiel 1975: 545). Ein nicht zu vernachlässigender Grund ist, dass durch die gesamtwirtschaftlich teils rezessive Situation in Deutschland auch die staatlichen Haushaltspläne beeinflusst werden, was der Verwaltung hierdurch knappere Ressourcen zuspricht, mit welchen sie wirtschaften muss (vgl. ebd.). Bisher wird die Arbeit der Verwaltung weiterhin dadurch erschwert, dass die bürokratischen Hürden relativ hoch sind und somit auch viel Zeit in Anspruch nehmen (vgl. Muench 2011: 87). Die Bürokratie steht dem Verständnis einer kunden- und bürgerorientierten Verwaltung als Dienstleister entgegen, da durch die entstehenden Hürden Bürger*innen nicht zufriedenstellend bedient werden können (vgl. Ewald 2004: 38). Diese beiden Gründe tragen laut Ewald dazu bei, dass die Verwaltung in ihrer jetzigen Form eine ineffiziente Arbeitsweise zu Tage legt, auch deshalb, weil die Mitarbeiter*innen der Verwaltung keine Sanktionen bei dieser Arbeitshaltung zu befürchten haben, da ihnen keine finanziellen Kürzungen oder Stellenstreichungen drohen (vgl. Ewald 2004: 26). So führt dies dazu, dass die Verwaltung ihre bereits knappen Ressourcen dazu aufwendet, ineffiziente Mitarbeiter*innen zu bezahlen, sodass die Leistungserstellung zu hohe Kosten mit sich bringt (vgl. ebd.: 27).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Notwendigkeit der Verwaltungsmodernisierung angesichts knapper Ressourcen und ineffizienter Strukturen sowie das Ziel, durch Outsourcing ein wirtschaftlicheres Arbeiten zu ermöglichen.
2. Begriffsklärungen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Outsourcing und staatliche Leistungen, um den Rahmen für die wissenschaftliche Untersuchung abzustecken.
3. Notwendigkeit des Outsourcings: Das Kapitel erläutert, warum die Verwaltung aufgrund finanzieller Sparzwänge und ineffizienter bürokratischer Strukturen gezwungen ist, nach neuen, privatwirtschaftlich orientierten Lösungsansätzen zu suchen.
4. Voraussetzungen für ein gelungenes Outsourcing: Hier werden notwendige strategische Schritte wie eine fundierte Privatisierungsbilanz, Risikomanagement und die korrekte Schaffung rechtlicher Strukturen für den Prozess beschrieben.
5. Grenzen des Outsourcings staatlicher Leistungen: Das Kapitel diskutiert rechtliche Schranken, demokratische Legitimationserfordernisse sowie die Gefahr von Abhängigkeiten und Monopolbildungen bei der Auslagerung staatlicher Aufgaben.
6. Resümee und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst zusammen, dass Outsourcing ein wichtiges Instrument der Modernisierung bleibt, sofern es unter strikter Einhaltung rechtlicher Rahmenbedingungen und sorgfältiger Planung erfolgt.
Schlüsselwörter
Outsourcing, öffentliche Verwaltung, Privatisierung, Leistungsverwaltung, Gewährleistungsverwaltung, Modernisierung, Effizienz, Effektivität, Public-Private-Partnerships, PPP, staatliche Leistungen, Privatisierungsbilanz, Verwaltungsmodernisierung, Wettbewerb, Demokratische Legitimation
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Möglichkeiten und Herausforderungen des Outsourcings staatlicher Leistungen als Instrument der modernen Verwaltungsführung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die Modernisierung der Verwaltung, die Definition unterschiedlicher Privatisierungsformen sowie die kritische Prüfung der Voraussetzungen und rechtlichen Grenzen bei der Auslagerung öffentlicher Aufgaben.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie staatliche Verwaltungen ihre Effizienz durch privatwirtschaftliche Kooperationen steigern können, ohne ihre grundlegende Gewährleistungsverantwortung zu verletzen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor stützt sich auf eine theoretische Analyse unter Einbeziehung relevanter Fachliteratur zu den Bereichen Verwaltungsrecht und Public Management.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Verwaltungssituation, die Definition von Zielen, die strategische Planung eines Outsourcing-Vorhabens sowie eine kritische Betrachtung der rechtlichen Grenzen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist zentral durch die Begriffe Outsourcing, öffentliche Verwaltung, Effizienz, Privatisierung und die rechtliche Legitimation staatlichen Handelns geprägt.
Welche Rolle spielen Public-Private-Partnerships (PPP) konkret?
PPP werden als eine spezifische Ausprägungsform funktionaler Privatisierung betrachtet, bei denen die staatliche Hauptverantwortung erhalten bleibt, während die operative Ausführung von privaten Partnern übernommen wird.
Warum ist die Eingriffsverwaltung als Gegenstand weitgehend ausgeschlossen?
Da die Eingriffsverwaltung einen besonderen hoheitlichen Charakter aufweist, ist sie nur sehr beschränkt privatisierungsfähig und daher nicht der primäre Fokus für Outsourcing-Konzepte in dieser Untersuchung.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2020, Möglichkeiten des Outsourcings staatlicher Leistungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1284470