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Zur Shop-Startseite › Theologie - Vergleichende Religionswissenschaft

Ramadan in Deutschland

Zur Bedeutung religiöser Feste für Gläubige in der Diaspora

Titel: Ramadan in Deutschland

Essay , 2008 , 11 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Berit Stehr (Autor:in)

Theologie - Vergleichende Religionswissenschaft

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Fasten im Monat Ramadan ist fester Bestandteil im Leben praktizierender Muslime. In islamisch geprägten Ländern ist die Befolgung dieser einen - neben vier weiteren - so wichtigen Säule des Islam für die Mehrheit der Bevölkerung selbstverständlich, und so richtet sich auch das öffentliche Leben an den Bedürfnissen der Fastenden aus. Doch wie verbringen Muslime in der westlichen, säkularisierten Welt diesen Monat? Welche Bedeutung hat das Fasten für sie und inwiefern ist es ihnen möglich, diese wichtige religiöse Pflicht entsprechend zu erfüllen? Auf wieviel Akzeptanz stoßen sie in der christlich geprägten bzw. säkularen Gesellschaft und welche Bedingungen erschweren dem Fastenden den Alltag? Diese Arbeit untersucht die Funktion religiöser Feste für Gläubige in der Diaspora im Allgemeinen und konkretisiert diese am Beispiel des Ramadan in Deutschland. Es werden die jeweilige Gestaltung dieses Monats in islamischen Gesellschaften und im Gegenzug durch muslimische Minderheiten in der Diaspora vergleichend beschrieben und eventuelle Unterschiede und Konfliktfelder aufgezeigt. Abschließend werden einige Ideen und Denkanstöße für den Umgang mit den auftretenden Problematiken vorgestellt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Die Funktion von Festen

2. Religiöse Festtage

3. Religiöse Bindung als Orientierung in der Fremde

4. Was ist Ramadan?

5. Ramadan in traditionell muslimischen Gesellschaften

6. Ramadan in Deutschland

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Bedeutung religiöser Feste und Feiertage für Migranten, insbesondere für muslimische Minderheiten in der westlichen Diaspora. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Rolle des Fastenmonats Ramadan als identitätsstiftendes Element, als Ausdruck religiöser Praxis und als Quelle für mögliche Konfliktfelder in einer säkularisierten Gesellschaft wie Deutschland.

  • Funktionen und soziale Bedeutung von Festen und Ritualen
  • Religiöse Identität und Orientierung in der Migrationssituation
  • Charakteristika und religiöser Sinn des Fastenmonats Ramadan
  • Vergleichende Analyse: Ramadan in islamischen Ländern versus Diaspora
  • Herausforderungen und Lösungsansätze für ein friedliches Zusammenleben

Auszug aus dem Buch

6. Ramadan in Deutschland

In Deutschland fasten etwa 70 Prozent der Muslime. Auch – oder gerade – diejenigen, die es sonst mit den religiösen Pflichten nicht so genau nehmen, besinnen sich im Ramadan auf ihren Glauben und halten sich an das Fastengebot – nicht zuletzt, weil Allah diesen Gottesdienst besonders belohnt: viele „Sünden werden durch das Fasten ganz und gar bei Gott durch den Lohn für das Fasten ausgelöscht, und daher ist das freiwillige Fasten eine der besten und einfachsten Möglichkeiten des Gläubigen, seine Stellung und sein Ansehen bei Gott zu verbessern“. Ich selbst habe dies bei Freunden und Bekannten beobachten können: Gerade viele jüngere Muslime praktizieren ihre Religion in der restlichen Zeit des Jahres kaum oder gar nicht – sie beten nicht und trinken Alkohol, einige von ihnen – wie ich von einem muslimischen Freund erfahren habe – essen von Zeit zu Zeit sogar Schweinefleisch. Doch im Monat Ramadan folgen viele von ihnen strikt den Regeln des Fastens, sie halten sich auf die Minute genau an die Zeit des Fastenbrechens und verrichten die vorgeschriebenen Gebete.

Nun gestaltet sich der Fastenmonat für Muslime in Deutschland anders als für ihre Glaubensbrüder und -schwestern in der islamischen Welt. Da sie hier nach wie vor eine Minderheit stellen, passt sich das öffentliche Leben auch nicht ihrem veränderten Rhythmus an und sie sind tagsüber all den sinnlichen Verlockungen ausgesetzt, auf die sie bis Einbruch der Dunkelheit verzichten müssen. Hier kann man die Fastenden ganz einfach unterstützen, indem man zum Beispiel das Essen und Rauchen in ihrer Gegenwart vermeidet.

Das rege soziale Leben während der späten Abend- und Nachtstunden kann zu Problemen mit den Nachbarn führen. Dass Rituale wie Kanonenschüsse und lautes Trommeln im Morgengrauen hier nicht möglich sind, wird niemanden verwundern. Die Gläubigen in der Diaspora müssen offensichtlich auf viele Dinge, die in ihrer Heimat einfach zum Fest dazugehören, verzichten. Doch auch die hier durchführbaren Anteile bieten durchaus Konfliktpotential.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Funktion von Festen: Dieses Kapitel erläutert die essentielle Bedeutung von Festen für das soziale Zusammenleben, die Stärkung von Bindungen und die Schaffung von Orientierung innerhalb verschiedener Kulturkreise.

2. Religiöse Festtage: Hier wird der Fokus auf religiös motivierte Feste gelegt, die über säkulare Aspekte hinausgehen, existenzielle Fragen thematisieren und durch Abgrenzung identitätsstiftend wirken.

3. Religiöse Bindung als Orientierung in der Fremde: Das Kapitel analysiert, wie religiöse Traditionen Migranten in der Diaspora Halt bieten und zur Identitätssicherung in einer fremd-kulturellen Umwelt beitragen.

4. Was ist Ramadan?: Es erfolgt eine Definition des Ramadans als eine der fünf Säulen des Islam, inklusive der Erläuterung der Fastenregeln, deren spiritueller Bedeutung und der sozialen Aspekte des Gottesdienstes.

5. Ramadan in traditionell muslimischen Gesellschaften: Dieses Kapitel beschreibt die gelebte Praxis des Ramadans in islamischen Ländern, wo das öffentliche Leben an das Fasten angepasst ist und das abendliche Fastenbrechen ein zentrales, gesellschaftliches Ereignis darstellt.

6. Ramadan in Deutschland: Abschließend werden die Besonderheiten und Herausforderungen für Muslime in der Diaspora beleuchtet, wobei der Fokus auf Konfliktpotentialen mit der Nachbarschaft und der Bedeutung gegenseitiger Information für ein friedliches Miteinander liegt.

Schlüsselwörter

Ramadan, Fasten, Islam, Migration, Diaspora, religiöse Feste, Identität, Integration, Rituale, Kult, religiöse Praxis, gegenseitige Anerkennung, Minderheitenreligionen, soziale Bindung, Kommunikation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle und Bedeutung religiöser Feste für Migranten, konkret am Beispiel des muslimischen Fastenmonats Ramadan in einer säkularisierten Gesellschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den zentralen Themen gehören die soziologische Funktion von Festen, religiöse Identität im Migrationskontext, die spezifische Praxis des Fastens sowie die Herausforderungen des interkulturellen Zusammenlebens.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie religiöse Feste in der Diaspora Identität stiften und welche Voraussetzungen für ein respektvolles, von Anerkennung geprägtes Miteinander in Deutschland geschaffen werden müssen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Quellenanalyse, die theoretische Ansätze zur Soziologie von Festen mit der praktischen Lebenswirklichkeit muslimischer Minderheiten in Deutschland verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung der Feste, die Erläuterung des Ramadans sowie eine vergleichende Analyse der Situation in islamisch geprägten Ländern und in der deutschen Diaspora.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Begriffe umfassen Ramadan, Diaspora, Identität, religiöse Praxis, Integration und gegenseitige Anerkennung.

Wie unterscheidet sich das öffentliche Ramadan-Erleben in Deutschland von islamischen Ländern?

Während in islamischen Ländern das öffentliche Leben und der Tagesrhythmus an den Ramadan angepasst sind, stellt die muslimische Gemeinde in Deutschland eine Minderheit dar, die sich in einer Umgebung bewegt, die den Fasten-Rhythmus nicht teilt.

Welche Lösungsansätze werden für Konflikte im Zusammenleben vorgeschlagen?

Die Autorin betont die Notwendigkeit von gegenseitiger Information, Austausch und Aufklärung, um durch Interesse Verständnis zu schaffen und Intoleranz abzubauen.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ramadan in Deutschland
Untertitel
Zur Bedeutung religiöser Feste für Gläubige in der Diaspora
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin
Veranstaltung
Religion in Europa
Note
1,3
Autor
Berit Stehr (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
11
Katalognummer
V128314
ISBN (eBook)
9783640344956
ISBN (Buch)
9783656415862
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ramadan Deutschland Bedeutung Feste Gläubige Diaspora
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Berit Stehr (Autor:in), 2008, Ramadan in Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/128314
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Leseprobe aus  11  Seiten
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