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Zur Shop-Startseite › Politik - Thema: Europäische Union

Ehekrise? - Das deutsch-französische Tandem während der Osterweiterung im Kontext von Vertiefungs- und/oder Erweiterungsdebatte

Titel: Ehekrise? - Das deutsch-französische Tandem während der Osterweiterung im Kontext von Vertiefungs- und/oder Erweiterungsdebatte

Hausarbeit , 2007 , 30 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Janin Taubert (Autor:in)

Politik - Thema: Europäische Union

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Als ein wesentliches Indiz dafür, dass sich die EU in der Krise befindet, wird oft die Lähmung der deutsch-französischen Beziehungen angeführt. Seit der Gründung der EU hat diese spezifische Form der bilateralen Kooperation die „Motorfunktion im europäischen Integrationsprozess“ (Woyke 2000: 9) übernommen. Die kontinuierliche Zusammenarbeit von Frankreich und Deutschland sowie die gemeinsamen Initiativen haben die Gestalt der heutigen EU entscheidend beeinflusst.Im Osterweiterungsprozess jedoch wurde die Partnerschaft durch Interessendivergenzen, Konflikte und beidseitige Provokationen empfindlich auf die Probe gestellt. Hieraus ergibt sich die Frage, inwiefern sich das deutsch-französische Tandem während der Osterweiterung als ‚Motor der Europäischen Integration’ bewährt und sich seine Rolle nach der Osterweiterung verändert hat. Ziel dieser Arbeit ist es deshalb anhand entscheidender Phasen des Osterweiterungsprozesses im Kontext des Spannungsverhältnisses von Vertiefungs-und/oder Erweiterungsdebatte die Interessen, Perzeptionen und Erwartungen Frankreichs und Deutschlands und die daraus resultierenden Konflikte zu analysieren. Die Untersuchung orientiert sich dabei an folgenden Leitfragen: 1. Welche Konvergenzen und Divergenzen bezüglich der Osterweiterung gab es zwischen Deutschland und Frankreich? 2. Gab es gemeinsame Initiativen und Strategien für die Osterweiterung? 3. Hat sich das deutsch-französische Tandem als dynamisierender Motor oder blockierendes Hindernis in der Realisierung der Osterweiterung erwiesen? Zur Erörterung der Fragestellung sollen anhand der Orientierungsphase (1989-1993), der Konkretisierungsphase (1994-1998)und der Verhandlungsphase (1999-2002) der Osterweiterung jeweils die Interessen und Perzeptionen Frankreichs und Deutschlands auf Divergenzen und Konvergenzen hin analysiert werden. In einem zweiten Schritt wird nach gemeinsamen Initiativen, Strategien und Konzepten für die Osterweiterung zu fragen sein. Abschließend soll auf die veränderte Rolle des Tandems und die Herausforderungen dieser spezifischen Partnerschaft in einem erweiterten Europa eingegangen werden. Vor dem Hintergrund der geleisteten, historischen Retrospektive soll zudem im Fazit eine Einschätzung bezüglich der aktuellen Divergenzen und Zukunftsaussichten der deutsch-französischen Kooperation gewagt werden. Befindet sich das Traumpaar in einer ‚Ehekrise’?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Begriffsdefinitionen – Europäische Integration im Spannungsfeld von ‚Erweiterung und/oder Vertiefung’

III. Orientierungsphase der Osterweiterung zwischen 1989-1993

III.1. Die Vertiefungs- und/oder Erweiterungsdebatte zu Beginn der 90er Jahre: deutsch französische Discordia?

III.2. Deutsch-französische Initiativen und Strategien für Osteuropa?

IV. Konkretisierungsphase der Osterweiterung zwischen 1994-1998

IV.1. Der Wandel der Vertiefungs- und Erweiterungsdebatte Mitte der 90er Jahre und die Kontinuität der deutsch-französischen Dissonanzen

IV.2. Deutsch-französische Initiativen für die Osterweiterung und für eine ‚neue Architektur Europas’?

V. Die Verhandlungs-und Vorbereitungsphase der Osterweiterung zwischen 1999 - 2002

V.1. Die Osterweiterung wird zum deutsch-französischen Zankapfel

V.2. Deutsch-französische Visionen für Europa?

VI. Fazit – Krise des deutsch-französischen Tandems im erweiteren Europa?

VII. Bibliografie

1. Primärliteratur

1.a. Dokumente

1.b. Reden/Erklärungen

1.c. Presseartikel

2. Sekundärliteratur

3. Tertiärliteratur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle des deutsch-französischen Tandems während der Osterweiterung der Europäischen Union und analysiert, inwiefern sich die bilaterale Partnerschaft als dynamischer Motor oder als blockierendes Hindernis erwies. Dabei werden die Interessen, Perzeptionen und Strategien beider Staaten in drei entscheidenden Phasen zwischen 1989 und 2002 beleuchtet, um festzustellen, ob das Verhältnis in eine "Ehekrise" geraten ist.

  • Analyse der Divergenzen und Konvergenzen deutscher und französischer Interessen.
  • Untersuchung der deutsch-französischen Initiativen und Strategien für Osteuropa.
  • Bewertung der Leistungsfähigkeit des deutsch-französischen "Motors" im Kontext der EU-Erweiterung.
  • Einordnung der Entwicklungen in das Spannungsfeld von EU-Vertiefung und Erweiterung.

Auszug aus dem Buch

III.1. Die Vertiefungs- und/oder Erweiterungsdebatte zu Beginn der 90er Jahre: deutsch französische Discordia?

Zu Beginn der 90er Jahre wurde durch die deutsche Wiedervereinigung, den Zusammenbruch des kommunistischen Ostblocks 1989/1990 und der damit verbundenen, notwendigen Neuordnung der Beziehungen der EG zu den mittel- und osteuropäischen Ländern (MOEL) sowohl innerhalb der EU-Organe als auch zwischen den Mitgliedstaaten eine Debatte über die Frage von Vertiefung und/oder Erweiterung ausgelöst (vgl. LaSerre 1991; Wessels 1993). Dabei zeigte sich, dass die Diskussion besonders im Hinblick auf einen möglichen Beitritt der MOEL geführt wurde. Traditionell lassen sich in dieser Debatte vier zentrale Denkschulen unterscheiden (vgl. Lippert/Wessels 1993). Für diese Arbeit sind gegenüber der Position ‚Vertiefung zum Zwecke der Erweiterung’ und der Position ‚Erweiterung als Priorität’, die am vehementesten von Großbritannien verfochten wurde (vgl. LaSerre 1991: 745), die Positionen ‚Vertiefung als Priorität’ und ‚gleichzeitige Vertiefung und Erweiterung’ besonders relevant, da jene von Frankreich und Deutschland eingenommen wurden, woraus oft ein diametraler Gegensatz zwischen den beiden Staaten konstruiert wird (vgl. Wielgoß 1997: 9-12; Scherpenberg 1995: 93ff.; Ziebura 1997: 387).

Diese Darstellung erscheint etwas zu schematisch. So wird behauptet, Deutschland habe von Anfang an grundsätzlich für alle beitrittssuchenden Länder die singuläre Position ‚gleichzeitige Vertiefung und Erweiterung’ vertreten. Dies galt jedoch primär für die EFTA-Staaten, von denen sich Deutschland eine stabilisierende Wirkung für die gesamte EG erhoffte und die sie nicht als Hindernis einer fortschreitenden Vertiefung wahrnahm (vgl. Guérin-Sendelbach 1999: 181f.). In Bezug auf einen möglichen Beitritt der MOEL zur EG dagegen verhielt sich die Bundesregierung bis Anfang 1991 eher zögerlich und attentativ. Zwar betonte sie in dieser Zeit stets das besondere Interesse daran, die MOEL an die EG enger heranzuführen und sie zu unterstützen (vgl. Genscher 1995; Kohl 1990a) und im Vergleich zu Frankreich hatte Deutschland auf Grund historisch-kultureller sowie wirtschaflicher Beziehungen zu Osteuropa, moralischer Verpflichtungen und der geographischen Nähe ein größeres Interesse an der Stabilisierung Osteuropas (vgl. Guérin-Sendelbach 1999: 198).

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Darstellung der Problemstellung bezüglich der vermeintlichen Krise der EU und der Rolle des deutsch-französischen Tandems im Kontext der Osterweiterung.

II. Begriffsdefinitionen – Europäische Integration im Spannungsfeld von ‚Erweiterung und/oder Vertiefung’: Klärung der zentralen Begriffe und des dialektischen Verhältnisses von Integrationsvertiefung und geografischer Erweiterung.

III. Orientierungsphase der Osterweiterung zwischen 1989-1993: Analyse der anfänglichen Interessenkompatibilität, der deutschen Wiedervereinigung und der Schwierigkeiten, eine gemeinsame Ostpolitik zu formulieren.

IV. Konkretisierungsphase der Osterweiterung zwischen 1994-1998: Untersuchung der zunehmenden Interessendivergenzen und der französischen Verzögerungsstrategien bei gleichzeitigem Fehlen gemeinsamer Visionen.

V. Die Verhandlungs-und Vorbereitungsphase der Osterweiterung zwischen 1999 - 2002: Beschreibung der Zuspitzung der Krise während der Gipfeltreffen von Berlin und Nizza sowie der anschließenden Konsolidierung durch den Blaesheim-Prozess.

VI. Fazit – Krise des deutsch-französischen Tandems im erweiteren Europa?: Zusammenfassende Bewertung der Kooperationsfähigkeit und Ausblick auf die veränderte Rolle des Tandems in einer erweiterten EU.

Schlüsselwörter

Europäische Integration, Osterweiterung, deutsch-französische Beziehungen, Vertiefung, Erweiterung, EU-Architektur, Interessenkonflikt, deutsch-französisches Tandem, Kooperation, Krisenmanagement, Mittel- und Osteuropa, institutionelle Reformen, europäische Identität, Machtverhältnisse, politische Union.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Entwicklung und Belastungsprobe der deutsch-französischen Kooperation während des Prozesses der EU-Osterweiterung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Konzepte von Vertiefung und Erweiterung, die Interessenunterschiede zwischen Deutschland und Frankreich sowie die Analyse von Krisenmomenten im bilateralen Verhältnis.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich das Tandem während der Osterweiterung von einem Impulsgeber zu einem eher gehemmten Akteur entwickelt hat und ob dies eine dauerhafte "Ehekrise" bedeutet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer historischen Retrospektive und einer systematischen Analyse der gouvernementalen Entscheidungen, Interessen und Perzeptionen beider Staaten in definierten Zeitabschnitten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die drei Phasen der Osterweiterung: die Orientierungsphase (1989-1993), die Konkretisierungsphase (1994-1998) und die Verhandlungsphase (1999-2002).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind unter anderem Europäische Integration, deutsch-französisches Tandem, Osterweiterung, politische Union und Interessenkompatibilität.

Was unterscheidet das Schäuble-Lamers-Papier von den französischen Gegenmodellen?

Das Schäuble-Lamers-Papier schlug ein föderales "Kerneuropa" vor, um die Vertiefung zu forcieren, während Frankreich primär an seiner nationalstaatlichen Souveränität festhielt und in solchen Modellen ein Übergewicht Deutschlands fürchtete.

Warum wird der Begriff "Ehekrise" im Fazit thematisiert?

Die Autorin stellt fest, dass in pragmatischen Sachfragen weiterhin Kompromisse erzielt werden können, während jedoch auf einer strategisch-visionären Ebene tatsächlich ein Mangel an gemeinsamen Zielen herrscht.

Ende der Leseprobe aus 30 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ehekrise? - Das deutsch-französische Tandem während der Osterweiterung im Kontext von Vertiefungs- und/oder Erweiterungsdebatte
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin  (Institut für Sozialwissenschaften)
Veranstaltung
Hauptseminar Vertiefungs- und Erweiterungskrise der EU?
Note
1,3
Autor
Janin Taubert (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
30
Katalognummer
V127762
ISBN (Buch)
9783640353286
ISBN (eBook)
9783640353378
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ehekrise Tandem Osterweiterung Kontext Vertiefungs- Erweiterungsdebatte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Janin Taubert (Autor:in), 2007, Ehekrise? - Das deutsch-französische Tandem während der Osterweiterung im Kontext von Vertiefungs- und/oder Erweiterungsdebatte, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/127762
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Leseprobe aus  30  Seiten
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