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Das Amulett von Conrad Ferdinand Meyer: Erzähltheoretische Analyse und Interpretation

Titel: Das Amulett von Conrad Ferdinand Meyer: Erzähltheoretische Analyse und Interpretation

Seminararbeit , 2003 , 15 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Anne Oppermann (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Ein Paris-Aufenthalt im Jahre 1857 weckt Conrad Ferdinand Meyers Interesse für die Epoche der Glaubenskriege. Intensive Quellenstudien schließen sich in den sechziger Jahren an. Das Thema zieht Meyer jahrzehntelang in seinen Bann, von der ersten Begegnung mit den historischen Schauplätzen während seines Paris-Aufenthaltes bis in die achtziger Jahre, in denen die letzten Gedichte entstehen, die sich mit dem Thema befassen. Das Amulett ist Meyers erste Novelle. Sie spielt im 16. Jahrhundert zur Zeit der Hugenottenkriege in Frankreich.

In der vorliegenden Arbeit wird Das Amulett von Conrad Ferdinand Meyer nach erzähltheoretischen Gesichtspunkten analysiert und anschließend interpretiert.
In der erzähltheoretischen Analyse untersuche ich Das Amulett lediglich nach den Kriterien der Fiktionalität und der Stimme, da diese für das Werk am ergiebigsten scheinen und die meisten Hinweise für interpretatorische Ansätze liefern. Im Interpretationsteil greife ich auf Erkenntnisse der Analyse zurück und werde anhand dieser verschiedene Interpretationsansätze darstellen und entwickeln.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Erzähltheoretische Analyse

2.1. Fiktionalität

2.2. Stimme

2.2.1. Zeitpunkt des Erzählens

2.2.2. Ort des Erzählens

2.2.3. Stellung des Erzählers zum erzählten Geschehen

2.2.4. Subjekt und Adressat des Erzählens

3. Interpretation

3.1. Der doppelte Erzählrahmen: Subjektivität vs. Glaubwürdigkeit

3.2. Der autodiegetische Erzähler und die Nebenfiguren: Protestantismus – Katholizismus – Toleranz

4. Schlußbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, Conrad Ferdinand Meyers Novelle "Das Amulett" einer fundierten erzähltheoretischen Untersuchung zu unterziehen, um darauf aufbauend Interpretationsansätze zur konfessionellen Thematik und zur Bedeutung von Toleranz zu entwickeln.

  • Erzähltheoretische Untersuchung der Fiktionalität und Stimme
  • Analyse des doppelten Erzählrahmens und dessen Auswirkung auf die Glaubwürdigkeit
  • Charakterisierung des autodiegetischen Erzählers Hans Schadau
  • Untersuchung der religiösen Konfliktlinien zwischen Protestantismus und Katholizismus
  • Die Funktion des Amulett-Motivs als Signal für das Ideal der Toleranz

Auszug aus dem Buch

3.1. Der doppelte Erzählrahmen: Subjektivität vs. Glaubwürdigkeit

Durch den doppelten Erzählrahmen wird die Erzählung gleichermaßen für historisch verbürgt erklärt als auch ihre objektive Glaubwürdigkeit in Frage gestellt. Durch den ersten Rahmen, die vorangestellte Anmerkung: „Alte vergilbte Blätter liegen vor mir (…).“, wird die Erzählung einerseits als historisch verbrieft dargestellt, durch die Übersetzung bekommt sie allerdings schon einen leicht fiktionalen Charakter. Denn leichte Veränderungen durch den Übersetzer scheinen nicht ausgeschlossen. Sjaak Onderdelinden sieht die Hauptaufgabe dieses Rahmens allerdings lediglich in der Entschuldigung der Gegenwartssprache in einer historischen Novelle.

Der zweite Erzählrahmen stellt die Glaubwürdigkeit der erzählten Binnenhandlung oder zumindest die Art der Darstellung wesentlich deutlicher in Frage. Schadau erklärt sein Bedürfnis, die Vergangenheit schriftlich niederzulegen, folgendermaßen: „Das Schicksal Wilhelm Boccards war mit dem meinigen aufs engste verflochten, (…). Ich habe ihn in den Tod gezogen. Und doch, so sehr mich dies drückt, kann ich es nicht bereuen und müßte wohl heute wieder so handeln, wie ich es mit zwanzig Jahren tat.“ Hier wird sichtbar, daß sich das erzählende Ich – trotz der großen zeitlichen Distanz – kaum vom erlebenden Ich unterscheidet, daß es sich also, wie schon in der Analyse angemerkt, um eine konsonante Form autodiegetischen Erzählens handelt. Schon zu Beginn der erzählten Geschichte wird somit deutlich gemacht, daß es sich um eine Art Rechenschaftsbericht handelt, daß der Erzähler sich von der belastenden Erinnerung befreien möchte, er allerdings nicht bereuen kann. Die Reuelosigkeit liegt nicht nur in der Persönlichkeit Hans Schadaus begründet, sondern im wesentlichen in der Konsequenz, mit der er seine religiösen Vorstellungen auslebt. Er ist ein überzeugter Calvinist und glaubt fest an die Prädestinationslehre.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Entstehungsgeschichte der Novelle, Vorstellung der Handlung und Erläuterung des methodischen Vorgehens.

2. Erzähltheoretische Analyse: Untersuchung des Textes hinsichtlich seiner Fiktionalität, der Erzählerstimmen, der zeitlichen und räumlichen Ebenen sowie der Sprechsituationen.

3. Interpretation: Analyse des Erzählrahmens hinsichtlich Glaubwürdigkeit und Subjektivität sowie Untersuchung der konfessionellen Konflikte und des Toleranzgedankens.

4. Schlußbemerkung: Zusammenfassende Betrachtung der ironischen Erzählperspektive und der Bedeutung der humanistischen Toleranz in dem Werk.

Schlüsselwörter

Conrad Ferdinand Meyer, Das Amulett, Erzähltheorie, Novelle, Fiktionalität, Stimme, autodiegetischer Erzähler, Glaubwürdigkeit, Calvinismus, Katholizismus, Toleranz, Religionsfriede, Hans Schadau, Wilhelm Boccard, Bartholomäusnacht

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit bietet eine erzähltheoretische Analyse und Interpretation von Conrad Ferdinand Meyers Novelle "Das Amulett" aus dem Jahr 2003.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Erzählstruktur, das Verhältnis von historischer Glaubwürdigkeit und Fiktion, sowie der konfessionelle Konflikt zwischen Protestantismus und Katholizismus.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Text durch erzähltheoretische Kategorien wie "Stimme" zu erschließen, um daraus Interpretationen über das Weltbild des Autors und die Thematik der religiösen Toleranz abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine erzähltheoretische Analyse nach gängigen Standards angewandt, ergänzt durch eine textnahe Interpretation der erzählten Handlung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert zunächst den doppelten Erzählrahmen des Werkes und untersucht im Anschluss die Rolle des Erzählers Schadau sowie die Interaktion der Figuren unter dem Aspekt der religiösen Differenzen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Erzähltheorie, Fiktionalität, autodiegetischer Erzähler, Konfessionalität, Toleranz und Ironie.

Warum spielt die Prädestinationslehre für die Hauptfigur eine Rolle?

Hans Schadau rechtfertigt sein Handeln und sein Unvermögen zur Reue durch seinen calvinistischen Glauben, in dem alles als vorherbestimmt betrachtet wird.

Welche Funktion hat das Amulett in der Erzählung?

Das Amulett fungiert als mehrdeutiges Symbol, das den Leser dazu anregt, über Wunderglauben, religiöse Vorurteile und die Unmöglichkeit einseitiger konfessioneller Wahrheiten nachzudenken.

Warum wird die Glaubwürdigkeit des Erzählers Schadau hinterfragt?

Schadau tritt als Erzähler seiner eigenen Lebensgeschichte auf, wobei die Analyse zeigt, dass er ironisch gezeichnet ist und seine subjektive Wahrnehmung kritisch hinterfragt werden muss.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Amulett von Conrad Ferdinand Meyer: Erzähltheoretische Analyse und Interpretation
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Note
2,0
Autor
Anne Oppermann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
15
Katalognummer
V127661
ISBN (eBook)
9783640390069
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Amulett Conrad Ferdinand Meyer Erzähltheoretische Analyse Interpretation
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anne Oppermann (Autor:in), 2003, Das Amulett von Conrad Ferdinand Meyer: Erzähltheoretische Analyse und Interpretation, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/127661
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Leseprobe aus  15  Seiten
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