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Caravaggio: Ästhetische Implikationen des Frühwerks

"Bacchino malato" (ca. 1593-94) und "Bacchus" (ca. 1597)

Title: Caravaggio: Ästhetische Implikationen des Frühwerks

Term Paper , 2009 , 19 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Sarah Poppel (Author)

Art - Painting

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Michelangelo Merisi da Caravaggio. Längst eingegangen in den Kanon alter Meister, wird dessen ebenso stürmisches wie kurzes Leben (ca. 1571-1610) von einer Vielzahl an biographischen und wissenschaftlichen Legenden umrankt: ein streitsüchtiger Egozentriker, Rebell, Erneuerer der Kunst und vehementer Verfechter des Naturalismus, der nur das malte, was er mit bloßem Auge sah. Eine herausragende Künstlerpersönlichkeit. Herausragend auch, die inzwischen außerhalb jeglicher Relation stehende Masse an Sekundärliteratur und die, seit dessen Werk von der Staubschicht eines jahrhunderdtelangen Vergessens zu Beginn des letzten Jahrhunderts befreit wurde, noch immer anhaltende Konjunktur Caravaggios; ein Langzeitprojekt, nicht nur hinsichtlich der stets neue Fragezeichen aufwerfenden Zuschreibungsproblematik.
Angesichts dieser Situation wird sich diese Arbeit, weit entfernt davon einen Anspruch auf Vollständigkeit erheben zu wollen, bescheiden ausnehmen. Dabei konzentriert sich die Betrachtung auf zwei frühe Werke, die Bacchusdarstellungen von 1593-94 und 1597, anhand welcher, durch eingehende Beschreibung, Bildvergleiche und der Resümierung gängiger Interpretationsansätze, wie sie unter anderem von Hibbard (1988), Prater (1992) oder Held (1996) bereits ausführlich diskutiert wurden, die ästhetischen Implikationen des caravaggesken Frühwerks illustriert werden sollen. Neben dessen Besonderheit polyvalent angelegter Deutungsstrukturen, wird es daneben vor allem – hierbei Kretschmer (1991) und Krüger (2001) folgend – um die im bildkonzeptuellen Programm unmittelbar nachzuweisende Thematisierung der Ambivalenz zwischen Darstellung und Dargestelltem, dem Verhältnis zwischen Bild und Betrachter, sowie der Autoreferenzialität des Mediums gehen. Der letzte Teil widmet sich in diesem Sinne dem Ansatz von Pichler (2006).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Frühwerk (1592-1600)

3. Bacchus Malato, 1593-94

4. Bacchus, 1597

5. Erweiterte Analyse der Bildkonzeption

6. Schluss

7. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die ästhetischen Implikationen des caravaggesken Frühwerks anhand zweier spezifischer Bacchusdarstellungen. Dabei steht die Analyse der Bildkonzeption sowie das Verhältnis zwischen Darstellung, Dargestelltem und Betrachter im Mittelpunkt der Untersuchung, um Caravaggios innovative Herangehensweise an zeitgenössische Themen und Traditionen aufzuzeigen.

  • Analyse der Bacchus-Gemälde von 1593-94 und 1597
  • Untersuchung der Ambivalenz zwischen Darstellung und Dargestelltem
  • Diskussion der Autoreferenzialität des Mediums Malerei
  • Vergleich mit zeitgenössischen Künstlern wie Carracci und Zuccari
  • Betrachtung der Wirkung auf den Betrachter und ästhetische Grenzziehung

Auszug aus dem Buch

3. Bacchus Malato, 1593-94

Zentral und einen Großteil der Bildfläche einnehmend, sehen wir die halbfigurige Darstellung eines Jünglings, der seitlich hinter einer Steinplatte – einziges greifbares Indiz räumlicher Definition – Platz genommen hat. Der nach rechts gedrehte Körper, von dessen unterer Hälfte lediglich das linke Knie und ein kleiner Ausschnitt des rechten Beines zu sehen sind, ist in eine weiße Tunika mit einem rechts um die Taille geknoteten Band, dessen Enden auf die Tischplatte im Bildvordergrund fallen, gehüllt. Die rechte Schulterpartie bleibt unbedeckt und bietet durch vollkommene Ausleuchtung von links oben die durchgehend hellste Fläche des Gemäldes.

Durch die zusätzlich farbig sorgsam durchmodellierte Struktur des Oberkörpers, der sich deutlich vom dunklen Braun des Hintergrunds abhebt, wird eine mit der Steinplatte erzeugte Trennung zum Betrachter neutralisiert und der Dargestellte in greifbare Nähe gebracht. Beide Arme – auf die Stellung des linken deutet nur ein kleiner sichtbarer Teil der Hand – sind stark zur Brust hin angewinkelt, so dass der knapp über der Tischkante befindliche und auf diese einen Schatten werfende Ellbogen des rechten Arms einen spitzen Winkel bildet. Beide Hände umschließen einen Bund grüner Weintrauben. Weitere Früchte, rote Weintrauben und zwei Aprikosen, sind am rechten Rand der Steinplatte platziert. Der Kopf des Jünglings, dessen dunkler Lockenschopf von einem Efeukranz geziert wird, ist nach rechts zum Betrachter hin gewandt, wenn auch der ausgezehrte Blick einen noch weiter rechts liegenden Punkt außerhalb des Bildes gerichtet ist.

Die gelblich-ungesunde Hautfarbe, der blassbläuliche Ton der Lippen, die dunklen Augenränder und der insgesamt apathisch wirkende Ausdruck bieten offensichtlich Zeichen von Krankheit. Dies überrascht, um nicht zu sagen, irritiert, wenn es den Dargestellten, entsprechend der Attribute von Efeuschmuck und Weintrauben, als Bacchus zu identifizieren gilt. Wie hat der sonst von Natur aus so umtriebige oder fröhlich-trunkene Gott zu dieser Darstellung gefunden?

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Person Caravaggios und die Besonderheiten seines Frühwerks ein und definiert das Ziel der Arbeit, zwei Bacchusdarstellungen hinsichtlich ihrer ästhetischen Implikationen zu untersuchen.

2. Frühwerk (1592-1600): Das Kapitel skizziert die frühe Schaffensperiode Caravaggios in Rom, benennt wichtige Werke dieser Zeit und erläutert die Bedeutung der Gönnerschaft durch Kardinal del Monte.

3. Bacchus Malato, 1593-94: Hier erfolgt eine detaillierte Beschreibung und Analyse des Gemäldes, wobei insbesondere die rätselhafte Darstellung des Gottes im Zustand der Krankheit und die biographischen Bezüge diskutiert werden.

4. Bacchus, 1597: Das Kapitel widmet sich der späteren Bacchusdarstellung, vergleicht diese mit dem früheren Werk und analysiert die veränderte, frontalere Bildkomposition sowie die Rolle des Künstlers als Schöpfer innerhalb des Bildes.

5. Erweiterte Analyse der Bildkonzeption: Diese Sektion vertieft die theoretische Untersuchung der Evidenzerzeugung bei Caravaggio, insbesondere das Spiel mit Täuschung, Enttäuschung und die Autoreferenzialität des Mediums.

6. Schluss: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse, welche Caravaggios moderne Bildkonzeption unterstreicht, die ihn von zeitgenössischen Künstlern abhebt.

7. Literatur: Auflistung der im Text zitierten wissenschaftlichen Quellen, Monographien und Kataloge.

Schlüsselwörter

Caravaggio, Frühwerk, Bacchus, Bacchus Malato, ästhetische Implikationen, Naturalismus, Bildkonzeption, Selbstportrait, Evidenzerzeugung, Fiktion, Wirklichkeit, Betrachter, Barock, Malerei, Kunstgeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den ästhetischen Implikationen der frühen Werke Caravaggios, speziell anhand der beiden Bacchusdarstellungen von 1593-94 und 1597.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den zentralen Themen gehören das Verhältnis von Realismus und Kunstfigur, die Interaktion zwischen Betrachter und Bild sowie die Thematisierung der Autoreferenzialität in Caravaggios Malerei.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, durch eingehende Beschreibung und Vergleich der beiden Werke aufzuzeigen, wie Caravaggio das Verhältnis zwischen Darstellung und Dargestelltem nutzt, um eine moderne, fast postmoderne Bildkonzeption zu etablieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine kunsthistorische Analyse angewandt, die auf Bildbeschreibungen, Vergleichen mit zeitgenössischen Werken (z.B. von Carracci oder Zuccari) und der Einbeziehung bestehender Forschungsliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Analyse der beiden Bacchus-Gemälde sowie eine erweiterte theoretische Reflexion über die Evidenzerzeugung und die Spiegelung des Künstlers im Bild.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Caravaggio, Bacchus, ästhetische Implikationen, Naturalismus, Fiktion, Wirklichkeit und Bildkonzeption charakterisiert.

Wie unterscheidet sich der Bacchus von 1597 vom Bacchus Malato?

Während der Bacchus Malato durch kränkliche Züge und eine rätselhafte Stimmung besticht, zeigt der Bacchus von 1597 den Gott in einer selbstsicheren, frontalen Haltung, wobei Caravaggio den Prozess des Malens durch Spiegelungen und andere visuelle Finessen stärker einbezieht.

Welche Rolle spielt die Selbstportraitierung Caravaggios in diesen Werken?

Die Selbstportraitierung dient nicht nur der Selbstdarstellung, sondern agiert als Mittel, um den Betrachter direkt anzusprechen und das Verhältnis von Fiktion und Realität innerhalb des Mediums Malerei in Frage zu stellen.

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Details

Title
Caravaggio: Ästhetische Implikationen des Frühwerks
Subtitle
"Bacchino malato" (ca. 1593-94) und "Bacchus" (ca. 1597)
College
Free University of Berlin
Grade
1,7
Author
Sarah Poppel (Author)
Publication Year
2009
Pages
19
Catalog Number
V127637
ISBN (Book)
9783640351862
ISBN (eBook)
9783640351916
Language
German
Tags
Caravaggio Implikationen Frühwerks Bacchino Bacchus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sarah Poppel (Author), 2009, Caravaggio: Ästhetische Implikationen des Frühwerks, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/127637
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